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Die dunkle Nacht der Seele

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von chocolade, 30. April 2013.

  1. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
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    heilung-lebensquell.de/files/dunkle-nacht-der-seele.pdf

    Ich würde mich über Erfahrungsberichte von Menschen freuen, die diese Phase durchlebt und überlebt haben und wie sich ihr Leben dadurch verändert hat .

    Wodurch unterscheidet sich diese Lebensphase von anderen Lebenskrisen und was geschieht wenn man an dieser grossen "Aufgabe" scheitert ?

    Kann das jeden treffen zu einem x-beliebigen Zeitpunkt oder wovon ist das abhängig ?

    :danke:
     
  2. Vego

    Vego Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. August 2012
    Beiträge:
    1.094
    Ort:
    Niedersachsen
    Hallo Chocolade,
    Ich habe so etwas bereits erleben müssen und/oder dürfen... Es dauerte fast 10 Jahre und traf mich plötzlich. Ich war mit meinem Leben voll und ganz zufrieden. Dann traf es mich. Noch heute gibt es Momente in denen ich mit Schmerzen aus dieser Zeit kämpfen musste. Doch ich habe dadurch auch etliche Dinge gelernt, die ich einfach Lernen musste, um das schätzen zu lernen, was ich hatte und auch das, was ich noch bekommen würde.

    Es war also sehr wichtig. Und das nicht nur für mich. So fand ich mich selbst und weil ich nochmal komplett neu anfangen musste, veränderte sich auch mein ganzes Umfeld. Ich nenne diese Zeit heute, wenn ich von ihr spreche, die Zeit der Dunkelheit.

    Alles Liebe,
    Vego
     
  3. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
    Hallo Vego

    Magst du noch etwas mehr erzählen ?
    Wenn nicht öffentlich, dann vielleicht über PN.

    Es ist schon ein reichlich schwieriges Thema und es traut sich vielleicht nicht jeder die privaten Details seines Lebens hier darzulegen.

    Trotzdem sind wir ja alle ewiglich auf der Suche und deshalb habe ich einfach noch mal nach Erfahrungsberichten gegoogelt und bin fündig geworden.

    http://www.spirituelle-krisen.net/transformation/transformation_erfahrungen.html

    http://www.inne-sein.de/Neue_Texte/Connection1.htm

    :winken5:
     
  4. Vego

    Vego Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. August 2012
    Beiträge:
    1.094
    Ort:
    Niedersachsen
    Es ist ein bisschen schwierig es genauer zu beschreiben, doch ich versuche es. Bereits als Kind habe ich mich mit dem Außergewöhnlichen beschäftigt. Mit Astralreisen habe ich mit der Zeit sehr viele Orte entdecken dürfen. So habe ich auch einen Ort voller Liebe und Licht gefunden. Ich liebte diesen Ort und lernte dort Tag für Tag mehr. Mehr über Magie und mehr über das Leben. Doch plötzlich änderte sich das ganze. Es wurde irgendwie anders. Wie eine Illusion. Und zerbrach dann schließlich. Ich wusste nicht wieso.

    Und immer wenn ich versuchte diesen Ort zu besuchen, kam ich an einen Ort voller Finsternis. Hass, Angst, Leid und Schmerz waren dort Alltag. All meine Ängste traf ich dort und ich bekam noch weitere. Ich versuchte immer wieder diesen Ort zu verlassen und diesen anderen Ort zu ereichen, doch es war nicht machbar... Diese Dunkelheit verfolgte mich schließlich bis in meine Träume. Deshalb träumte ich nur von Blut, Tot und Schmerz... Ich. Zog mich gesellschaftlich zurück. Ich wollte keinen Kontakt. Die Welt war für mich Schwarz-Grau geworden. Ohne Hoffnung auf Änderung. Ich fing an mich selbst zu hassen und zu sabotieren.

    Ich lebte nur in Scherz und um damit zurechtkommen zu können, wurde ich kalt. Ich verweigerte mich meinen Gefühl und konnte so nicht mehr Lachen und lieben. Aber es tat auch nicht mehr so weh. Zuerst vergingen nur Tage, dann Monate und schließlich Jahre. Fast ein Jahrzehnt. Und darin nur Hass, Schmerz, Trauer, Schwärze und die Frage: Warum? Doch nie eine Antwort. Ich konnte meinen Kummer nicht teilen. Wenn ich nur mit Astralreisen anfängt, bekam ich immerzu diesen “ Oh mein Gott, dreht sie jetzt durch?“ - Blick... Ich hasste mein Leben.

    Ich wollte sterben. Doch ich konnte es nicht selbst tun. Ich betete täglich um Gott zu bitten mich sterben zu lassen. Mein Leben war nur noch eine Qual, die es zu beenden galt. Später bekam ich dann, was ich wollte. Ich starb. Doch als ich Tot war, wollte ich nicht mehr Tot sein. Nach ein paar Bizarren Momenten schaffte ich es ins Leben zurück zu kehren. Und ich wollte glücklich werden. Und nachdem ich mich ein Paar mal dabei verrannte fand ich schließlich wieder halt im Leben und lernte mich so selbst kennen und lieben. Und so überwand so schließlich die Dunkelheit.

    Noch heute Leide ich an so mancher Erinnerung, doch wäre das nie passiert, hätte ich das Licht nie zu schätzen gewusst und hätte mich nie selbst gesucht. Manchmal muss man eben einfach mal abstützen um noch höher und weiter fliegen zu können.

    Jetzt habe ich es detaillierter beschrieben und würde schon sagen, dass das so etwas wie “ die dunkle Nacht der Seele“ war.

    Alles liebe,
    Vego :)
     
  5. sibel

    sibel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Oktober 2004
    Beiträge:
    6.071
    Ort:
    Hinter den 7 Bergen
    Oh ja, ich kenne sie auch, die dunkle Nacht der Seele...

    Vor zwei Jahren weilte sie ein paar Monate bei mir und hatte nichts besseres zu tun,als mich in eine veritable Lebenskrise zu stürzen...Todesgedanken, alles Negieren von ehemals elementar Wichtigem, Sturzbäche von Tränen...ich verfluchte die geistige Welt, mein Leben, mein " Hier-sein-müssen "....und immer kam dieser Gedanke,daß ich von allen guten Geistern verlassen sei, ja ,daß man ( wer auch immer ) mich vergessen hätte...ich verlosch einfach..
    Zum Selbstmord zu feige, hoffte ich doch,daß ich einfach so wegsterbe und dann endlich Ruhe einkehren möge...Ruhe...Ruhe...Ruhe...nicht reden müssen...sich nicht erklären müssen,das war meine Vorstellung vom Paradies...

    Die Mischung aus hochgradigem Selbstmitleid, Einsamkeit ( ich lebte damals alleine im Ausland ) und dem Gefühl,nichts mehr könne noch kommen in diesem Leben, war hochexplosiv...und trotzdem platze ich nicht nach Außen,sondern implodierte ganz leise im Innern...

    Ich habe keine Ahnung, was die Wende brachte..aber eines Tages war wieder der Glaube an die Sinnhaftigkeit all dessen da,was mir vor der Krise wichtig war...

    Ich bin nicht unbedingt glücklicher..noch immer gibt es dunkle Nächte und der Wunsch " weggehen " zu können ist immer da,aber es ist nicht mehr durchgehend dunkel...

    Ich glaube,es gibt da kein Scheitern...Persönliche Krisen lassen sich nicht vergleichen mit Krisen anderer Menschen...wer will denn auch bewerten,ob man an dieser " Aufgabe " gescheitert ist oder nicht ? Am Ende nur man selbst...Krisen sind meiner Meinung dazu da,um bewusster zu werden,um zu wachsen ...es gibt da kein Scheitern , nur ein " es ist alles anders als zuvor "...
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Mai 2013
  6. Vego

    Vego Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. August 2012
    Beiträge:
    1.094
    Ort:
    Niedersachsen
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    Ich stimme dir zu. Ich denke nicht, dass man dabei scheitern kann, denn dafür müsste man ein Ziel haben. Es ist dann einfach anders. Ich habe mich dann irgendwann Monat für Monat herausgekämpft.
    Vielleicht kann man es nur als gescheitert sehen, wenn man sich auf Grund des Kummers tötet... Aber das muss nicht zwingend so sein...
     
  7. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
    Hier noch kurz ein interessanter Text zum Thema: Quelle kirchensite.de

     
  8. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
    Liebe sibel, liebe Vego

    Vielen Dank für eure Berichte.
    Es ist für mich erstaunlich, wie unterschiedlich doch die Wege sind, obwohl es eigentlich der gleiche Prozess mit dem gleichen Ziel ist.

    Für mich selber finde ich sehr schwierig zu artikulieren was mir passiert ist und auch die tiefen Auswirkungen davon, obwohl ich sonst sehr gut im sprachlichen Ausdruck bin.

    Ich erinnere mich auch sehr an tiefen Schmerz und Verzweiflung, die mir aber rational betrachtet sinnlos erschienen.
    Auch die Einsamkeit, weil man nicht wirklich erklären kann, was genau in diesem Moment vor sich geht und wobei einem gutmeinende Menschen auch nicht wirklich helfen können.

    Man hat bildlich gesprochen den Eindruck in einem Schmelztiegel aufgelöst zu werden und etwas neues entsteht, obwohl die Zutaten noch dieselben sind.
    Von aussen ist man irgendwie derselbe Mensch, doch innerlich funktioniert alles nach anderen Kriterien.

    Man bekommt irgendwie ein anderes Verhältnis zur Identität, zur Welt, zum Universum und ich denke, dass man das nicht durcheinandermischen sollte mit den Kontakten, die man vielleicht mit der geistigen Welt hat, weil das zwei verschiedene Dinge sein können.
    Meine Medialität hat sich in dieser Zeit verstärkt, war zwar vorher auch schon da, aber auf viel unbewussterer Ebene.
    Die individuelle Lebensaufgabe tritt mehr in den Vordergrund und auch die Frage, ob man diese Aufgabe nun annehmen will oder nicht, was auch zu Konflikten mit der Umgebung führen kann, die einfach nicht verstehen kann worum es da geht und warum man bestimmten inneren oder höheren Verpflichtungen einfach nicht ausweichen kann.
     
  9. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    3.476
    Du hast recht, dass man wahrscheinlich nicht scheitern kann.
    Zum einen wird man ja von höherer Ebene unterstützt und zum anderen kann man langfristig betrachtet auch nicht den falschen Weg heraus aus der Dunkelweit wählen, weil man dann sehr schnell wieder zurück fällt.

    Mit jedem richtigen Schritt scheint es heller zu werden, man weiss also innerlich was der richtige Weg ist, auch wenn man es nicht wahrhaben will.

    Ein Ziel darf man ja eigentlich nicht mehr haben.
    Der wichtigste Schritt ist wohl die Aufgabe des Selbst und dann lebt man irgendwie von innen heraus in einer Art von Fluss, doch das ist anfangs auch beängstigend.
    Es gibt nichts greifbares, woran man sich noch festhalten könnte.
    Man versucht es sicherlich, doch Schmerz und Qual werden dadurch grösser.
     
  10. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    3.476
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    Ich glaube, dass man das innerlich vielleicht weiss, doch es rational zu beschreiben und auch mit dem Alltag hier und jetzt zu verbinden ist nicht einfach.

    Das kenne ich auch, dass man an sich selbst den Anspruch hat, dass man irgendwie glücklicher sein müsste und das andere sagen, ach ja, wenn du all das mitgemacht hast warum bist du dann jetzt nicht ein perfekterer, göttlicherer Mensch ?
    Man ist es ja irgendwie, auch wenn das nicht für jeden sichtbar ist.
    Es ist auch meine Erfahrung, dass es immer wieder dunkel wird und dadurch geht man immer und immer tiefer in das Licht hinein.
    Trotzdem macht die Dunkelheit immer wieder Angst, auch wenn man den Sinn davon versteht.

    Die dunkle Nacht der Seele, das sind viele, viele Nächte und es hört wahrscheinlich nie auf.

    Was steht am Ende ?
    Grenzenlose Liebe ?
    Vollständige Akzeptanz ?
    Freiheit ?
    Frieden ?
    Harmonie ?

    Ich bin eigentlich schon froh, dass ich das phasenweise erleben durfte.
     
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