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Die bescheidene Farage

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Shimon1938, 15. April 2007.

  1. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
    Beiträge:
    16.733
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD
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    :ironie:

    die beschedene frage der woche an Radio Erivan lautet:

    "Waren im dritten reich nicht alle deutsche (natürlich auch alle "ostmärker") eigentlich gegner der nazinalsozialismus, sie konnten es nur nicht zeigen, weil sie "angst" haben mussten --- wie uns herr öttinger in seiner trauerrede bei der beerdigung von herrn filbinger so "anschulich" vor augen geführt hat ?" bitte um schnelle und ausführliche antwort an

    shimon1938 :confused:
     
  2. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Radio Erivan Antwortet:

    Im Prinzip ja - aber trotzdem waren sie froh um die Arbeitsplätze, hatten Kraft durch Freude und erfreuten sich am Gefühl "dass sie wieder wer waren", wollten Lebensraum im Osten und fühlten sich als Arier als Bessere Menschen.

    lG

    FIST
     
  3. sage

    sage Guest



    Im Prinzip ja, aber manche Endvierzigerin war nur zu gern bereit, dem "Führer" ein Kind zu schenken.
    ...und es war doch so schön, wenn die Maiden am Fluß Wäsche waschen gingen, im Landjahr....und man konnte als Frau noch über die Straße gehn.
    Meine tante war vom Landjahr befreit, weil sie zuhause den Haushalt führen mußte(was die von Adolf und seinen Kumpanen hält, läßt einem die Ohren rot werden), meine Mutter und meine andere Tante mußten hin, es war nun mal Pflicht. Wenn man sich weigerte, riskierte man die Verfolgung.
    Öttinger sollte ganz schnell ausgetreten werden, aus der Partei und all seiner Ämter enthoben werden.
    Früher, "wo noch alles besser war", gab´s ne gute Sitte. Wer sich als angesehener Mann derartig daneben benahm, ging in sein Arbeitszimmer oder in die Bibliothek und schoß sich ne Kugel durch den Kopf...
    Fürchte nur, daß der Typ nicht die Größe dazu hat.


    Sage
     
  4. antenne29

    antenne29 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. März 2007
    Beiträge:
    2.031
    Ort:
    bei Hannover
    @ Darf Radio Erivan auch eine wahre Geschichte überliefern?

    möchte Antenne wissen
     
  5. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    Hallo,

    ich denke es war geteilt, wie alles im Leben.

    Viele machten aus Angst mit, einige aus Überzeugung. Warum sonst gibt es heute die Neonazi-Bewegung?
     
  6. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
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    Im Prinzip ja - aber Grundsätzlich währe es äusserst schwierig aus Sibirien in die Welt zu senden

    :D :D :D
     
  7. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
    Beiträge:
    16.733
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD
    @ sicherlich antenne.... nur her damit...

    shimon1938
     
  8. antenne29

    antenne29 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. März 2007
    Beiträge:
    2.031
    Ort:
    bei Hannover
    Also dann erzähle ich jetzt mal eine wahre Geschichte, die uns als Kinder auf Rückfrage erzählt wurde.
    Mein Großvater Bernhard ( von Muttern ) ist im Krieg in Gefangenschaft gekommen und dann bei den Engländern verhungert...solange ich zu Hause war und wir überhaupt mal dachten, einen Essensrest wegzuwerfen, fuhr meine Mutter immer dazwischen und sagte:
    " Wenn mein Vater jeden Tad so viel zu Essen bekommen hätte, wäre er nicht verhungert!"
    Besonders war es bei Brotkanten - davon bin ich übrigens so geprägt, das ich heute auch kein Stück Brot wegwerfen kann, sondern es auftrocknen lasse und meiner Bekannten für ihre Pferde & Schweine gebe...

    Doch zurück -
    irgentwann in der Schule hatten auch wir im Geschichtsunterricht den 2. Weltkrieg und erfuhren, was in der Zeit alles passierte...Ich wusste ja, das der Opa verhungert ist und wollte von meiner Mutter wissen, wann und wo und warum und wieso...
    Sieh sagte mir, sie habe ihren Vater mit 3 Jahren blutüberströmt gefunden und danach sei er abgeholt worden...sie habe ihn nie wieder gesehen und wenn ich mehr wissen wolle, sollte ich Oma fragen...
    Oma wollte mir zu dem Zeitpunkt nichts erzählen...Also bin ich zu meiner Tante und diese brachte Licht in mein Dunkel...

    1904 wurde Bernhard geboren und wuchs heran, mit einer Grösse von über 1,90m und Schuhgrösse 46 war er schon etwas ungewöhnliches für die Zeit. Da er immer unter zu kleinen Schuhen litt, suchte er sich eine Arbeit, in der er eingekleidet wurde. So wurde er Polizist...lernte meine Oma kennen,lieben und diese Oma hatte eine Schwester, welche von Bernhards Freund Max geheiratet wurde.
    Beide Schwestern hatten einen Ehemann bei der Polizei, erst bei der Berittenden, etwas später kamen beide zur Kriminalpolizei....und dann kam Adolf und was dann irgentwann kam, weiss ja jeder...
    Irgentwann kamen alle Kriminalbeamte automatisch zur S A und waren "gezwungen",zu deportieren - Kollegen, die sich weigerten, wurden auch nicht mehr wieder gesehen...Also machten diese beiden Schwager erst mal mit...aber dann konnten sie es nicht mehr ertragen!
    Max hat sich erfolgreich im Wald erhängt...
    Bernhard schnitt sich die Pulsadern auf und wurde leider (?) von der Familie gefunden...man vertuschte diesen versuchten Selbstmord mit einem Unfall in der Schlachtstube...doch es dauerte nicht lange und Bernhard setzte wieder das Messer an; diesmal fand ihn meine damals 3 jährige Mutter und niemand konnte mehr etwas vertuschen...nach ärztlicher Behandlung durch wen auch immer, kam mein Großvater an eine unhaltbare ,verlorene Front ( Strafbatallion ?) und wurde von den Engländern in Gefangenschaft genommen.
    Mein Großvater konnte sich nicht rausreden, da auch er die berühmte Tätowierung hatte...
    Durch spätere Aussage eines Mitgefangenen hiess es, das Bernhard in eine Extrazelle kam und dort langsam verhungerte...die Rationen waren sowieso knapp bemessen und nicht teilbar...
    Als Todestag haben wir den 26.01.1946...


    Ich für meinen Teil heute, möchte mich in keiner Weise dazu negativ oder posetiv auf irgenteine Weise äussern - ich habe diese Zeit nicht miterlebt und kann mir keine Ver-urteilung erlauben...
    Mit " hätte" und "wäre" komme ich hier nicht weiter...

    Generell gefällt es mir nicht, das Menschen solche Taten "schön reden" wollen oder abstreiten...

    Antenne
     
  9. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
    Beiträge:
    16.733
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD
    liebe antenne,

    deine geschichte ist sehr traurig...aber was hat der selbstmord deines grossvaters mit der unqualifizierten äusseungen von einem "herrn" oettinger zu tun???? wenn du aufmerksam und diufferenziert lesen könntest
    würdest du so viel aus der geschichte wissen, dass filbineger ein nazurichter war und etliche todesurteile gefällt hat. er hatte keine weise die zivilcourage, irgendein klitz-kleine widerstnd zu leisten, -- wie oettinger es sich anmasste zu behaupten. deine antwort ist leider keine (gute) antwort auf der "fall oettinger"...

    ["Hans Filbinger war kein Natinalsozialist. Es gibt kein Urteil von Hans Filbinger, durch das ein Mensch sein leben verloren hätte!" Zitat aus der Trauerrede Oettingers am 11 April 2007... " Ich glaube Nach wie vor, das Hans Filbinger ein Gegner der Diktatur gewesen ist" ... Oettinger gestern, eien weitere Klarstellung lehnte er ab.]

    shalom,

    shimon1938
     
  10. Tommy

    Tommy Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Mai 2006
    Beiträge:
    12.524
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    Ich denke, die Aufregung der Medien beruht auf einem kapitalen Irrtum. Es wurde nicht die Textsorte berücksichtigt, die Oettinger am Grab von Filbinger abgesondert hat. CDU-Generalsekretär Thomas Ströbl hat bereits die richtigen Worte gefunden (Interview im *Focus*): «Es war eine Trauerrede, die an die Familie gerichtet ist, und kein historisches Seminar.»

    Richtig. Eine Trauerrede ist ein literarischer Text. Und wenn da aus einem Nazi-Richter ein Widerstandskämpfer wird, dann ist das normal und angemessen und fällt prinzipiell unter dichterische Freiheit. Oder wollen wir etwa die Freiheit der Künste, eine historische Errungenschaft, mal eben über Bord werfen, nur damit wir uns wieder schön die Mäuler zerreißen können über einen Mann, der nur seine Pflicht getan hat?

    Außerdem: Es ist völlig richtig. Im Grunde waren alle Widerstandskämpfer, sie konnten es nur nicht zeigen, nicht aber aus Angst, sondern weil Männer generell Probleme damit haben, ihre wahren Gefühle zu zeigen. Das ist auch noch heute so, wie wir wissen.

    Auch Hitler war im Grunde ein Widerstandskämpfer, der von dem Hype, den andere um ihn machten, leider nicht loskam und deshalb gezwungenermaßen diese *Herrenrassen*-Nummer durchziehen mußte, obwohl er in seinem tiefsten Inneren dagegen war. Aber er konnte sich selbst und anderen seine Gefühle nicht eingestehen, wir wissen ja, wie verklemmt er war. Am liebsten hätte er bei Stauffenberg mitgemacht, ging aber nicht, weil Goebbels & Co ihn aus der Führer-Nummer nicht rausließen.

    Also, was regen sich eigentlich alle über Oettinger auf? Der wollte mit seiner Grabrede doch nur das Beste, genauso wie Filbinger als Marinerichter.

    :)
     
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