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Deutungshilfe beziehungsspiel

Dieses Thema im Forum "Tarot" wurde erstellt von Hera01, 31. Juli 2018.

  1. Hera01

    Hera01 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    31. Juli 2018
    Beiträge:
    9
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    So und wieder ist die Situation schwierig.
    Ich habe gefragt ob ich die Initiative ergreifen soll oder nicht beim entscheidungsspiel.
    Platz 7 (signifikator) ist der Ritter der Schwerter.
    Die obere Reihe (ob ich die Initiative ergreifen soll):
    Platz 3: die Herrscher
    Platz 1: 4 Münzen
    Platz 5: 8 kelche

    Die untere Reihe (wenn ich es nicht tue):
    Platz 4: 4 kelche
    Platz 2: 9 kelche
    Platz 6: der eremit

    Quintessenz: das des Schicksals

    (Hab die Reihen der Karten in der richtigen Reihenfolge aufgeschrieben, quasi von links nach rechts)

    LG :)
     
  2. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2003
    Beiträge:
    5.801
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    Kassel
    Hallo Hera :)

    Okay, dann weiß ich, wie die Karten liegen und sehe mir deine Legung an.

    Bis später
    Rita
     
  3. Hera01

    Hera01 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    31. Juli 2018
    Beiträge:
    9
    So lieb!
    Danke und bis später :)
     
  4. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2003
    Beiträge:
    5.801
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    Kassel
    Hallo Hera :)

    Da gebe ich dir Recht, nachdem ich nun eine Weile das Blatt habe auf mich wirken lassen. Du hast im Grunde genommen die Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber im Einzelnen:

    Der Signifikator ist der Ritter der Schwerter. Der will es wissen! Und so braust er davon, auf Sturm gebürstet. Er weist auch auf eine frostige Atmosphäre hin, ist in Bewegung. Aber eben nur im Kopf (Schwerter = Gedanken). In Legungen, in denen es um Beziehung geht, ist eher Trennung als Klärung und geistige Einsicht zu erwarten. Außerdem vermittelt er den Eindruck, als seist du mit deiner Geduld am Ende und willst dies auch deutlich zum Ausdruck bringen. Und was kommt dann? Nach dieser äußerst aktiven Karte sehen wir wieder Karten, auf denen die Personen eher unbeweglich erscheinen. Wenn du den oberen Weg gehst, dann tust du das immer noch in der Haltung des Herrschers, den ich in der gestrigen Legung als Scheinstärke bezeichnete. Immerhin dämpft er die Lust zur Auseinandersetzung, die der Ritter der Schwerter anzeigt. Er zeigt außerdem, dass es nach deinen Regeln gehen soll. Auf denen beharrst du auch: 4 Münzen.

    Die 4 Münzen finden sich oft, wenn man an etwas festhält, so, wie ein alter Geizkragen seine Taler krampfhaft festhält. Auf einer anderen Ebene geht es um Sicherheitsbedürfnisse, die leider in Zwang ausarten können. Natürlich kann man auf seinen Einstellungen und Werten beharren, das ist manchmal durchaus vernünftig. Weniger vernünftig ist es, wenn man diese Werte wie Sicherheit und Beständigkeit nicht mit sehr großer Klarheit vertritt, sondern sie unbedingt durchsetzen will (Kombination aus Ritter der Schwerter und Herrscher). So steht am Ende des oberen Weges auch folgerichtig der Abschied mit schwerem Herzen (8 Kelche). Ein Abschied ist allerdings auch immer etwas, was einen Neubeginn beinhaltet. Dieser ist mit Unsicherheit behaftet, außerdem bedeutet diese Karte, dass man etwas aufgibt, was einem sehr am Herzen liegt. Das tut weh, auch wenn man weiß, dass die Abkehr richtig und die unsichere Zukunft ungewiss ist. Denn der Abschied erfolgt aus Einsicht.

    Die QE dieses oberen Weges ist die 16 - Der Turm: Altes und Überkommenes wird zerstört, oft völlig unerwartet. Nicht gerade selten hat man sich in Strukturen und Denkmustern wie z. B. dem Bedürfnis nach Sicherheit und Beständigkeit eingerichtet, die zu eng werden oder einfach nicht mehr zu einem passen. Diese können einstürzen wie ein Turm, der gesprengt wird. Angenehm ist das meist nicht, aber es wird Platz geschaffen für einen anderen Blickwinkel oder sogar ein völlig neues Lebensgefühl.

    Der untere Weg - also wenn du nicht aktiv wirst - beginnt mit den 4 Kelchen. Das ist die "Schmoll-Karte. Man sitzt bissel beleidigt in seiner Ecke und starrt auf den einen Kelch, der einem wie eine Möhre vor die Nase gehalten wird. Dabei übersieht man völlig die anderen Angebote in Form der weiteren, vor einem stehenden Kelche bzw. die anderen Möhren, die keineswegs anders sind als die Möhre, hinter der man her läuft, ohne sie je zu fassen zu bekommen. In dieser Karte schwingt auch ein gewisser Trotz mit. Einen richtig tiefen Kummer zeigt sie jedoch nicht an. Es ist eher der Trotz eines kleinen Kindes, das nicht das bekommt, was es haben will.

    Was auch hier auffällt, ist die große Diskrepanz zwischen dem Ritter der Schwerter, der ungestüm nach vorn prescht und dieser sitzenden Person. Das sieht aus wie: kräftig Gas geben und dann abrupt bremsen. Damit kann man sich auch selbst verletzen bzw. man tut sich selbst nicht unbedingt etwas Gutes, wenn man gedanklich so hohe Berge aufbaut, die man sich dann nicht zu besteigen traut, weil man den Misserfolg wittert. Frage an dich: Neigst du dazu, gedanklich alles mögliche zu unternehmen und zu planen, ohne dann an das Umsetzen zu gehen?

    Denn die nächste Karte ist wieder eine Karte, auf der eine Figur recht statisch sitzt. Sie hat - emotional - alles, was sie braucht, sogar im Überfluss. Aber sie sitzt nur mit verschränkten Armen grinsend da und rührt sich nicht. Oft wird diese Karte sehr positiv beschrieben als eine Zeit des Genusses und des Überflusses. Für mich ist sie eher "des Guten zuviel", weil sie zur Passivität verleitet. Zusammen mit den 4 Kelchen sieht es aus, als würdest du auf deinen Gefühlen sitzen bleiben. Und es könnte in dir auch so sehr rumoren, dass du dich entschließt, dich total zurückzuziehen und erst einmal ganz auf eine Partnerschaft verzichtest, da am Ende dieses unteren Weges der Eremit steht. Der hat sich freiwillig zurückgezogen, um sich über alles Mögliche klar zu werden. Er kann auch bedeuten, dass du lernst, dir selbst zu genügen und mit dieser Selbstgenügsamkeit zwar einen Partner haben kannst, ihn aber nicht brauchst.

    Der untere Weg wirkt auf mich wie ein Reifeprozess oder auch Selbstbefreiung, denn die QE ist 22 und damit Der Narr. Der lebt frei weg nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert. Er ist Ausdruck von Freude, Neugier, Lebenslust, Offenheit oder das freie, spontane, kreative Kind in uns, voller Lebendigkeit im Hier und Jetzt.

    So weit meine Sicht auf deine Legung. Jetzt interessiert mich natürlich brennend, wie du dich entscheiden wirst, was aber nicht heißen soll, dass dich mein starkes Interesse aka Neugier zu einer schnellen Entscheidung drängen soll.

    Alles Gute für dich
    Rita
     
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  5. Hera01

    Hera01 Neues Mitglied

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    Hallo Rita,
    vielen Dank für deine intensive Interpretation meines "Dilemmas". Ich musste sie 3 mal lesen um es auf mich einwirken zu lassen. Auf beiden der Wege liegst du vollkommen richtig, bei dem oberen Weg, wenn ich also Initiative zeigen würde, würde es mich nicht zufrieden stellen denke ich, solange kein Gespräch stattfindet und wieder nur ins leere läuft. Denn nachdem ich das tun würde und es wieder aufs gleiche hinauslaufen würde, würde ich mich endgültig davon verabschieden. Alleine schon weil ich denken würde, wie in dem gestrigen Blatt, dass ich als Verlierer hervorgehe und zu viel gegeben habe.
    Der untere Weg, also keine Initiative zu zeigen beschreibt im Moment haargenau meine jetzige Situation, nicht weniger nicht mehr. Du hast auch recht, ich habe Gefühle die ein aufeinander eingehen ermöglichen würden und ich wäre auch bereit diese zu zeigen bzw. auch mit ihnen zu arbeiten, wenn man einen Schritt auf mich zugeht.
    Das schmollende Kind bin auch ich, weil ich das nicht verstehe und somit einfach beleidigt nichts tue. In mich gekehrt bin ich aber auch schon, weil ich mir sehr viele Fragen stelle, ob es mir überhaupt um die Person geht oder darum wie ich mir das quasi alles ausgemalt habe.
    Und so komme ich auf deine Frage:
    Frage an dich: Neigst du dazu, gedanklich alles mögliche zu unternehmen und zu planen, ohne dann an das Umsetzen zu gehen?

    Und genau so ist es. Ich male mir sehr viele Szenarien aus wie unser Gespräch verlaufen würde, wie es weitergehen würde und wie ich handeln würde sei es positiv oder negativ. Aber ich mache nichts, da auch nichts kommt und das mich sehr belastet. Damit will ich sagen, dass ich auf keinen Fall abgeneigt bin auch einen Schritt auf ihn zu zugehen, wenn er nur einen in meine Richtung tun würde. Das bedeutet alles ist in mir gestaut, da ich auch weiß, dass es potenzial gibt zwischen uns beiden, um auf den gleichen Nenner zu kommen aber dieses Potenzial wird nicht ausgeschöpft, geschweige denn eine Chance gegeben. Sei es um es wie erwachsene Menschen zu beenden, noch um daran gemeinsam zu wachsen (also bin ich mir auch über die 3 Münzen der vorherigen Legung bewusst).

    Im Endeffekt werde ich wohl eher nichts tun, als das ich etwas tue was mir ein weiteres mal zuwider ist, da ich auch denke genug Signale gesendet zu haben. Wäre aber bereit zu handeln und auch zu zeigen, dass mir das wichtig ist, sobald ein Schritt oder etwas in die Richtung von der Person kommen würde :)
    So meine aktuelle Sicht. Denn auch egal was ich tun würde, würde alles auf das gleiche hinauslaufen so wie die Karten aussehen.
    LG und Danke nochmal :)
     
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  6. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Hera :)

    danke vielmals für deine Rückmeldung. Die ist mir schon wichtig, weil ich sehr lange keine Legungen mehr gedeutet habe und mich bissel eingerostet fühle.

    Das kenne ich gut und ich habe Jahre gebraucht, um mir das Ausmalen solcher Szenarien abzugewöhnen, weil es in der Wirklichkeit eh immer ganz anders kommt als wir es uns ausgemalt haben. So ein "Kopfkino" kann ganz schön belasten und es ist - rückblickend betrachtet, ein fieser Energieräuber, weil man mit der Aufmerksamkeit sonst wo ist, nur nicht im Moment. Und so entgeht einem vieles, was sich gerade vor der eigenen Nase abspielt.

    Auch das ist völlig nachvollziehbar. Aber auch so ein Spiel mit sich selbst, dieses "Wenn, dann, sonst". Wenn, dann, sonst ist prima, wenn ich in Excel eine Abfrage basteln will. Da muss ich Bedingungen formulieren, anders geht es da nicht. Mit zwischenmenschlichen Beziehung klappt das nicht so furchtbar gut, jedenfalls dann nicht, wenn diese Bedingungen nicht miteinander ausgehandelt werden.

    Na, es gibt schon feine Unterschiede, finde ich zumindest. Resultat ist in beiden Fällen, dass es nicht zu einer Beziehung kommt. Der Unterschied liegt in den Erfahrungen und Empfindungen. Wenn du aktiv wirst, wirst du dich unter großem Kummer abwenden (8 Kelche). Wenn du alles so lässt, wie es ist, ohne auf ihn zuzugehen, dann ziehst du dich zurück, um dir Klarheit zu verschaffen und zu lernen, auch allein zufrieden zu sein. Das ist schon ein Unterschied. Der andere Unterschied, den ich sehe, liegt in den beiden QEs. Oben ist es der Turm: Es kracht gewaltig und beim Turm ist es gar nicht selten, dass man "gekracht" wird und unversehens Leben oder Selbstbild in Trümmern vor einem liegen. Der Eremit unten hingegen trifft eine Entscheidung, die nicht von den Umständen diktiert ist wie es beim Turm der Fall sein könnte. Anders gesagt: Beim Turm kommt die Erschütterung von außen, der Eremit hingegen zieht sich vom Außen ins Innen zurück. Einsichten kann man durch innere Einkehr gewinnen oder aber man wird vom Leben mehr oder weniger zu ihnen gezwungen.

    Wirklich "schön" ist es so oder so nicht, die Frage ist halt, woraus ziehst du den größten "Nutzen" für dich.

    Es geht immer um dich, um wen denn sonst? :) Das ist völlig okay, finde ich. Und ich halte es für ein gutes Zeichen, dass du dir diese Frage stellst, worum es in dieser Angelegenheit wirklich geht.

    Alles Gute und schöne Grüße
    Rita
     
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