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Der Zwang, andere Menschen zu beeindrucken

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von kartenleger21, 10. November 2007.

  1. kartenleger21

    kartenleger21 Mitglied

    Registriert seit:
    10. Juni 2004
    Beiträge:
    757
    Ort:
    Heidelberg
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    Irgendwie sind wir immer in dem Zwang und in dem Muss, dass wir andere Menschen unbedingt beeindrucken wollen, aber warum? Man sagt auch immer sehr schnell, dass andere Menschen bestimmte Dinge nicht tun dürfen: Karten spielen, auf eine Party gehen, auch einmal über die Stränge schlagen. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass Sie immer über die Stränge schlagen sollen, oder ich möchte Ihnen auch nicht raten, das Trinken anzufangen, aber warum dürfen Sie nicht auch einmal Spaß haben und eine Nacht durchmachen, da sagt doch niemand etwas. Genießen Sie das Leben jeden Tag, aber schädigen Sie sich nicht selbst und auch keine anderen durch Ihre Handlungen und Taten. Man sollte keine anderen Menschen versuchen zu kategorisieren, nur weil sie zum Beispiel blaue Haare haben: „Was, die hat blaue Haare, die kann nicht gut sein, sie sollte sie schnell loswerden, sonnst möchte ich mit der nichts zu tun haben.“ Man sollte nicht Menschen nur wegen irgendwelchen Merkmalen verurteilen. Ich glaube, Ihnen würde es ja auch nie einfallen, wenn Sie einen behinderten Menschen auf der Straße sehen, Ihm zu sagen, nur weil er anders aussieht, wie man selbst, dass er daheim bleiben soll. Außerdem, wenn jemand blaue Haare haben möchte, so soll er doch! Viele Menschen färben Ihre Haare blond, braun, schwarz, wo ist da der Unterschied?
    Es ist auch der weit verbreitete Irrglaube: Wenn man Weise ist, dann darf man nicht schön aussehen. Warum? Warum dürfen weise Menschen nicht auch Make Up, Schmuck, schöne Kleider und hübsch sein? Man tut Menschen schnell ab, die uns mit Ihrem Äußeren beeindrucken, man sagt sehr schnell: „Die kann doch nicht so ein Glück haben: Schön aussehen und dann auch noch gescheit sein, nein das geht doch nicht!“ Lassen Sie sich nicht beeindrucken, sondern gehen Sie ins Gespräch und beneiden Sie diese Menschen nicht, denn ob Sie es glauben oder nicht, Schönheit kann ein wahnsinniger Fluch sein. Letzt kam eine Frau in meine Beratung, Sie hat als Modell gearbeitet, und ist wunderschön. Nur leider trauen die Männer nicht, Sie anzusprechen. Sie ist alleine und wenn sie die Männer anspricht, dann treten sie die Flucht an, weil die männlichen Wesen denken, dass sie nicht gut genug für die Frau sind. Schönheit kann auch ein Fluch sein, aber ich weiß, dass sie Ihre Schönheit auf richtige Weise einsetzt und jemand ganz Liebes finden wird. Tun Sie nicht die Menschen wegen Ihres Äußeren ab, das ist ganz wichtig!
    Das Leben ist eigentlich wie der Wind, man weiß nie, von wo er kommt und wie er sich wendet, und das ist doch das Spannende, genießen Sie jeden Moment bewusst und wenn es eine Kehrtwendung gibt, dann genießen Sie es doch, dass jetzt der andere Teil des Körpers gekühlt wird, denn wenn nur immer der eine Teil des Körper gekühlt werden würde, dann wären Sie ganz schnell krank. Das ist so, wie wenn Sie sich in die Sonne legen: Sie legen sich ja nicht nur auf den Rücken und lassen Ihren Bauch brutzeln, Sie drehen sich irgendwann einmal herum, dass dann Ihr Bauch im Schatten liegt und Ihr Rücken sich gegen die Sonne erstreckt.
    Befreien Sie sich von den Zwängen, andere Menschen immer beeindrucken zu wollen. Wenn man andere Menschen beeindrucken möchte, dann sollte man sich immer fragen, ob wir diese Personen dann wirklich in gewisser Weise lieben? Wenn wir jemand anderen beeindrucken wollen, dann dreht sich doch alles um sich selbst und nicht um den anderen. Selbst wenn man bewusst andere Menschen nicht von sich beeindrucken will, man tut dies doch sehr oft unbewusst. Viele von uns sagen immer: „Ach, tu ich viel!“ „Ich habe 10 Stunden heute gearbeitet und dann noch den Haushalt gemacht!“ „Wie lange hast du denn heute so gebraucht?“ Ich habe mir dann eine ganz einfache Antwort angewöhnt: „So lange, bis ich fertig war!“ Man sollte keine Zeit mehr für ein zerstückeltes Leben haben, sondern das echte Ding nehmen! Eine ganz liebe Kollegin von mir, Adagi, Sie kennen sie, ist ein ganz gutes Beispiel hierfür: Sie geht nicht ins Fernsehen und gibt an, wen sie alles schon beraten hat und wem sie alles schon geholfen hat, so wie das andere Kolleginnen und Kollegen von uns tun, nein, sie will keine anderen Menschen beeindrucken und gibt sich sogar mit mir ab, obwohl ich noch so jung bin und sie schon so weise ist.
    Wir alle verbringen viel zu viel Zeit mit dem Zählen. Auch hier ein Beispiel aus meinem ganz persönlichen Leben: Vor drei Wochen hatte ich sehr viele Auftritte am Wochenende, es waren 5 Auftritte in 2 Tagen. Ich war danach so fertig, denn ich stand bis zu 6 Stunden auf der Bühne. Überall erzählte ich herum, was ich doch an diesem Wochenende alles geleistet habe und alle haben gesagt: „Wow, wie schaffst du das nur, das ist doch beeindruckend, wie viel du leistest!“ Ich fühlte mich gut, und weiter ging es auf meiner Tour der Beeindruckung der Menschen und dem Abholen von Komplimenten. Doch dann plötzlich antwortet mir jemand: „Sag man, du bist doch selber schuld und blöde, wenn du dir so viel auflädst!“ Das hat gesessen, doch diese Person hat doch so Recht, denn diesen Tritt in den Hintern habe ich gebraucht! Denn wenn wir andere Menschen beeindrucken wollen, dann wollen wir persönlich doch nur bewundert werden. Wir tun die Dinge dann nicht aus vollstem Herzen, sondern nur wegen der Bewunderung! Das sollte nicht das Ziel unseres Handelns sein. Wir sollten die Dinge wegen uns tun.
    Man sollte auch nicht nur alles wegen der Bewunderung tun. Ich kenne viele Menschen, die nicht gerne den Alltagsdingen nachgehen, weil sie darin keine Bewunderung und Anerkennung bekommen. Man sollte in allem auch etwas Höheres entdecken, auch beim Einkauf und beim Auto waschen. Man sollte nicht nur stolz und vornehm sein, bei den Dingen, in denen wir Anerkennung bekommen und wo jeder sagt: „Du warst heute im Kurs aber aufmerksam und du bist wahnsinnig weise und du hast aber eine Geduld:“ Und dann gehen sie heim und: „Sagt mal, das ist hier eine Unordnung, ich flippe aus, wenn das jetzt nicht in fünf Minuten weg ist, dann schlage ich hier alles klein und schmeiße es aus dem Fenster, ihr seid echt eine Plage!“ Man sollte überall authentisch handeln, selbst wenn es ab und an nicht klappt, wenn man es sich vornimmt, man sollte es probieren, Tag für Tag.
    Man sollte sich nicht beeindrucken lassen, vom Beruf, vom Dienst, vom Schmuck, vom Gehabe, von den Statussymbolen der Menschen.
    Es ist richtig befreiend, niemanden beeindrucken zu wollen, sondern alles aus eigenem Herzen zu tun!

    Gerne möchte ich mit euch über dieses Thema reden. Alles Liebe
    euer
    Stefan Schmitt
     
  2. HellSa22

    HellSa22 Mitglied

    Registriert seit:
    4. Februar 2005
    Beiträge:
    187
    Ort:
    Stuttgart
    Hallo Kartenleger,

    nun ich denke der Zwang andere Menschen zu beeindrucken oder gar zu verurteile -- denn mir scheint Du sprichst ehr das Thema an, da Du schreibst wie sich Leute über blau gefärbtes Haar oder schöne Menschen auslassen -- kann viell. aus 2 verschiedenen Richtungen kommen.

    Zum einem wird es uns anerzogen.
    Viele Richtlinien die ein Kind so zu lernen hat "Mach dies nicht", "Tu das nicht", "das ist böse!", "Das hast du abe fein gemacht".
    Im laufe der Zeit kennt es diese Richtlinien und lebt danach.
    Pupsen, Nase bohren, rülpsen etc. in der Öffentlichkeit (übertriebene Bspl) sind schlecht, peinlich, böse, unangebracht etc. Schublade auf und zu und fertig.
    Nimm Menschen die laut Lachen.
    "Laut lachen, macht man nicht - das stört die Anderen!" - Schublade auf und zu und fertig.
    Wobei das wirklich nerven kann, wenn es ein penetrantes sich in den Vordergrund stellendes Lachen ist (ich denke da an eine Kollegin - verurteile somit selber, sorry das gehört ja hier nicht her).
    Aber letztendlich ist es doch so, das wir gar nicht mehr überlegen müssen um Menschen, Dinge, Ereignisse usw. ver- oder beurteilen zu müssen.
    Es geht ja automatisch. Du siehst etwas und "peng" schon hast Du selbst Deine Meinung im Kopf - völlig egla ob sie gut, schlecht oder sonst was ist.
    Blaue Haare, Tatoos, Piercings etc. "Das macht man nicht, Dein Äußeres ist wichtig, verbau Dir doch nicht Deine berufliche Zukunft! Alle werden Dich für einen Punk, Freak halten!"
    Also werden neben Verboten gleich noch Ängste geschürt.
    Und vergiß nicht Werbung, TV und Co.
    Eine Blondine sieht super sexy aus aber darf nix im Kopf haben. Kluge Frauen werden als dick, häßlich und was weiß ich noch dargestellt.
    Also wird man als Kind von den Eltern beeinflusst und als Erwachsener von TV, Radio, Werbung - find da mal noch Deinen eigenen Weg.
    Ich finde jedoch das Erziehung schon sein muss - nehmen wir mal das von mir erwähnte öffentliche unangebrachte Verhalten eines Kindes.
    Ja gut Kind benimm Dich daneben - aber wie wird es meinem Kind dann wohl ergehen, wird es ausgeschlossen habe ich meinem Kind keinen Gefallen getan.
    Von antiauotritärer Erziehung halte ich nichts - lass Dein Kind schreien, Dinge umwerfen und kaputt machen ohne das es Konsequenzen zu erwarten hat?
    Nein, denn Konsequenzen und Verantwortung für seine Taten muss jeder Mensch früher oder später doch sowieso lernen zu tragen.
    Ich denke das Schubladendenken ist mittlerweile nicht mehr abzustellen, denn davon scheint Rang und Ansehen eines Menschen abzuhängen.
    Es wird immer Mitläufer und Revolutionäre geben.

    Alle Gruppen einer Minderheit werden und worden schon immer verurteilt, auch behinderte Menschen, dicke Menschen, farbige Menschen etc. Es wird geglotzt, getuschelt, öffentlich angegriffen. Jugendliche drehen Handyvideos und freuen sich!!!
    Wie kann man sich über Leid und Schmerz anderer Menschen freuen?!
    Aber zurück zum Thema!

    Zum anderen hat es wohl was mit dem eigenen Ego zu tun.
    Wir lästern gern über die Dinge die wir vielleicht auch gern hätten.
    Es geht nicht um die blauen Haare aber viell. um den Mut sich von der Allgemeinheit abzusetzen. Denn möchte nicht jeder irgendwie individuell sein?
    Aber man traut sich nicht, weil man ja dann mit den oben erwähnten eingebleuten Ängsten zu kämpfen hat - die viell. nur von der Gesellschaft (Eltern, Freunde, TV) anerzogen worden sind. Keine eigenen Ängste.

    Ein Leben ohne Bewertung und ohne ein dominantes Ego das uns zwingt etwas zu be- oder verurteilen wäre einfach und sicher auch relaxter, aber wohl auch ein wenig langweilig.
    Wir hätten nix um an uns selber zu arbeiten und könnten nicht darüber schreiben :move1:

    Und Dinge zu denken oder sie laut auszusprechen liegt immer noch bei jedem selber. Genau wie die AKzeptanz sich selber und Anderen gegenüber!

    Zum Thema: "beeindrucken" - möchte ich noch sagen: wem gefällt es nicht Lob, Anerkennung etc. zu ernten weil man jemanden beeindruckt hat?
    Wer sein Selbstwert darüber aufbaut - der wird immer Dinge tun um andere zu beeindrucken.
    Also hat vieles davon, meiner Ansicht nach mit dem Ego, dem Selbswert- und Selbstbewusstsein zu tun.

    Je mehr man also in seiner eigenen Mitte ruht um so weniger Dinge werden einen an anderen Menschen stören.

    Dein Thema gefällt mir, kann man echt viel zu schreiben.
    Danke schön
    Liebe Grüße
    :)
     
  3. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.296
    Mir gefällt der Teil mit authentisch sein. Und ich kann sowas von
    authentisch-intolerant sein, gerade bei blauen Haaren! :D Hätte ich blaue Haare... Ich würde den Spiegel so lange schlagen bis ich auch nen blaues Auge habe... :D
     
  4. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    23.784
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    wo ich Wurzeln schlage
    Ich verstehe nicht, was das Beeindrucken wollen mit dem Verurteilen (von z.B. blauen Haaren) zu tun hat.
    Natürlich möchte ich andere Menschen beeindrucken... Ist blöd, aber ich arbeite daran (dass es nicht mehr so wichtig ist). Aber deswegen habe ich nichts gegen Punker, geschminkte Frauen (oder Männer) und Leute, die einfach mal ihren Spass haben wollen... Ich hatte selber lila Haare, male mein Gesicht nur zum Verkleiden an und lasse es mir ab und an auch richtig gut gehen... Da kann ich den anderen doch auch gönnen, nach ihrer Fasson glücklich zu werden!
     
  5. Freyr

    Freyr Guest

    Vielleicht verurteilen wir ja jemanden, wenn wir merken, daß wir ihn nicht beeindrucken können. Das kratzt dann evtl. so sehr an uns, daß wir keine andere Möglichkeit sehen :confused:
     
  6. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Mai 2007
    Beiträge:
    23.784
    Ort:
    wo ich Wurzeln schlage
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    Ich merke eher, dass ich geneigt bin, jemanden zu verurteilen, wenn ich mich ihm/ihr gegenüber unsicher fühle... Passiert mir häufiger bei Frauen - wenn eine total selbstsicher daher kommt (es warscheinlich nicht einmal ist!), dann ist meine erste Reaktion "Ich armes Hascherl" und die zweite "Was ist denn das für eine!". Bei Menschen, die wirklich selbstsicher sind, passiert mir das eher selten... Keine Ahnung, was das für ein Mechanismus bei mir ist - ist aber sinnvoll, das mal zu beleuchten!
     
  7. vittella

    vittella Guest

    Hi kartenleger,
    ich finde gut was Du schreibst,aber es ist etwas lang für ein Forum und es fehlen die Zwischenräume um in den Zeilen zurechtzukommen,jedenfalls für ältere Generationen wie mich :)
    Ich erlebe es auch so,dass es nicht schöneres gibt als niemanden mehr beeindrucken zu müssen,darin liegt viel Freiheit...
    bist du Kartenleger..?...und dabei darauf gekommen?
     
  8. ~Kaji~

    ~Kaji~ Guest

    Scheinbar geht es auch, jemanden zu verurteilen, wenn er einen Part lebt, den wir selbst an uns ablehnen. Oder den wir einst selbst lebten, womit wir nun nichts mehr zu tun haben wollen.
     
  9. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2007
    Beiträge:
    16.221
    Ort:
    Saarland
    Ein wenig angeben von Zeit zu Zeit schafft vielleicht auch die Selbstsicherheit sich und anderen Fehler einzugestehen.
    Das ist wahre Größe:Manches kann ich, manches nicht.

    LG PsiSnake
     
  10. Freyr

    Freyr Guest

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    Ja, so ist es.
    Scheinbar kommt in jedem Falle eine persönliche Wertung hinzu. Wenn ich erkenne, daß ich innerlich frei von Bewertungen sein darf, brauche ich auch nicht mehr zu verurteilen. Das setzt natürlich eine Selbsterkenntnis voraus, die täglich überarbeitet wird- ist also sicher schwer zu realisieren... denn der Mensch verändert sich solange er lebt. Und die Einsicht, nicht mehr werten zu wollen, fällt auch nicht einfach so vom Himmel. Man erarbeitet sie sich durch Erfahrung, denke ich.
    LG*
     
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