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Der wahre Horror

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von Jeanne, 26. Juni 2004.

  1. Jeanne

    Jeanne Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Juni 2004
    Beiträge:
    9
    Ort:
    NRW
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    Hallo ihr Lieben!

    Ich hoffe strak, dass mir einer von euch dabei helfen kann, denn ich habe in letzter Zeit, eher gesagt, seit knappen zwei Wochen wieder einen Traum, den ich schon sehr lange nicht mehr hatte. Das letzte Mal hatte ich ihn, da war ich ungefähr 11 oder 12. Jetzt ist er wieder da. Der wahre Horror.

    Ich wohne mit meinen Eltern und meinem Bruder zusammen in einem Haus. Wie haben auch noch Katzen. Dann bringt mein Vater auf einmal eine Kiste mit, als er von der Arbeit kommt. In der Kiste sind irgendwelche Wesen drin. Sie sehen eher aus wie Schatten, aber da ich sie bis jetzt nie richtig sehen konnte, nenne ich sie mal Wesen. Er bringt also zwei Wesen mit, in ziemlich dunkler Gestalt. Zuerst sind sie klein und harmlos. Er schließt sie in einem Zimmer ein, in das sonst keiner reinkommt.
    Doch auf einmal sind sie riesengroß und gefährlich. Keiner traut sich in die Nähe davon. Und dann passiert, was in dem Traum immer passiert. Diese komischen Schattenwesen brechen aus. Ich habe mich in einer Truhe versteckt. Dann hört man nur einen Höllenlärm und Geschrei, wie man es sich schlimmer nicht mehr vorstellen kann. Urplötzlich ist es dann totenstill. Wenn ich dann aus der Truhe rauskomme, sehe ich die Köpfe von meiner Famile rumliegen. AÜberall sind Körperteile vertreut und alles ist voller Blut. Sogar die Katzen sind in Stücke gerissen.
    Jedes Mal an der Stelle wache ich schweißgebadet auf.

    Was hat das denn zu bedeuten? Kann mir einer helfen? Wenn ich das noch ein paar Mal träume, könnt ihr mich einweisen -_-


    Aber da wäre noch ein Traum, den ich in letzter Zeit häufiger träume. Er ist zwar nicht schlimm, aber er kommt mir sehr merkwürdig vor.

    Ich gehe einen langen Korridor entlang. Er kommt mir vor wie ein oder zwei Kilometer. Am Anfang ist es noch ganz normal, doch dann stehen da Leute an der Seite. Sie stehen einfach nur da und starren mich an. Und um so weiter ich gehe, desto mehr Leute stehen am Rand und starren mich an. Irgendwann stehen dann so viele Leute um mich rum, dass ich weder vor noch zurück kann. Mich irritiert dabei nur, dass alle mich "nur" anstarren. Weiter bin ich noch nie gekommen. Was könnte dass denn heißen? Ist da vielleicht eine Tür am Ende des Korridors, durch die ich gehen will?

    Wäre schön, wenn mir da einer weiterhelfen könnte ;)

    Danke, Jeanne
     
  2. Traumbaum

    Traumbaum Guest

    Hi Jeanne,
    Träume sind Visionen von Vorgängen im Gehirn. Die Wesen, die du da siehst, sind Muster, die unterhalb der Großhirnrinde vorhanden sind. Sie sind unbewusst, starr, und repetitiv. Man nennt sie auch Archetypen.

    Deine Eltern und dein Bruder sind in der Großhirnrinde. Sie haben nichts mit den wirklichen Leuten zu tun, sondern sind im Fall des Vaters der Vaterkomplex, und der Bruder ist der Animus.

    Das Blöde an den Archetypen ist nun, dass sie viel Einfluss auf die Großhirnrinde haben, aber die Großhirnrinde hat nur wenig Einfluss auf sie, weil sie sehr statisch sind und fast unveränderlich. Außerdem sind sie meist unbewusst.

    Dass du sie wahrnimmst, ist eigentlich der erste Schritt, dich von ihnen zu befreien. Wenn du dich ihrer bewusst wirst, kannst du was dran ändern. Wobei es aber schwierig und langwierig ist, sie umzuprogrammieren, also ist das Beste meistens, dass man sie einfach ignoriert.

    ====

    Die Leute im andern Traum sind Teile von dir, von deiner Psyche, von deinem Gehirn. Genauso ist auch das Ich ein Teil deiner Psyche. Ich denke, sie starren dich an, weil sie von dir lernen wollen. Später kannst du dein Ich mit diesen Teilen vereinigen, wodurch das Bewusstsein wächst.

    Ich weiß, das ist alles ein bisschen kompliziert für den Anfang, also sag mir, wie weit du das verstanden hast.

    Grüßchen,
    traumbaum
     
  3. lazpel

    lazpel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juni 2004
    Beiträge:
    4.907
    Hallo Traumbaum,

    Nur was bringt es, diese Traumfiguren zu ignorieren? Dann werden diese Träume immer wieder auftauchen. Nein, das einzige, was wirklich helfen kann, ist die bewußte Auseinandersetzung mit diesen Figuren. Auch in diesem Fall ist meiner Meinung nach der Klartraum die einzige Möglichkeit, sich mit diesen Charakteren auseinanderzusetzen und sich dauerhaft ihrer zu entledigen.

    Gruß,
    lazpel
     
  4. Traumbaum

    Traumbaum Guest

    das ignorieren bringt nur bei den archetypen was, mit den anderen soll man natürlich eine beziehung eingehen. aber die archetypen sind eben nervenschaltkreise unterhalb des neocortex, in limbischen system und amygdala, denk ich mal. und die werden einmal geprägt und sind dann mehr oder weniger unabänderlich. (zumindest erzählt uns das die neurowissenschaft. erkundig dich mal über die amygdala und ihre prägungen, und über die post traumatic stress disorder.)

    ich selbst hab darüber nicht so viel erfahrung, aber mein lehrer erzählte mir, dass man die archetypen loswerden kann, allerdings nur, wenn ego und höheres selbst in einer einheit zusammenarbeiten. das ego allein ist zu schwach dazu. klingt auch logisch, weil das ego ist ein schaltkreis im neocortex, und der neocortex kann diese tieferen strukturen nicht ändern. und das höhere selbst ist die gesamtheit des gehirns, und diese kann die änderungen womöglich vornehmen. (wie gesagt, hab ich keine eigenen erfahrungen damit, deswegen das "womöglich".)

    und die neurowissenschaft sagt weiter, der neocortex kann die impulse der amygdala zwar nicht löschen (bzw. die sie verursachenden schaltungen), kann ihnen aber gegensteuern, was so ziemlich das gleiche wie ignorieren ist. deshalb meine aussage.

    grüßchen,
    trbm
     
  5. lazpel

    lazpel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juni 2004
    Beiträge:
    4.907
    Hallo Traumbaum,

    zur Enstehung der Träume empfehle ich folgenden Text:

    http://www.lucidity.com/LD8DFM.html

    Einige Auszüge hieraus:

    Im weitergehenden Text meint LaBerge jedoch, daß der zelebrale Cortex sehr viel mehr Einfluss auf die Träume hat, als daß dies durch McCarley und Hobson festgestellt wurde. Und bis auf den zelebralen Cortex sowie dem Gehirnstamm nimmt kein weiterer Teil des Gehirns Einfluß auf den Traum. Darin sind sich LaBerge, McCarly und Hobson einig.

    Zum Thema "Was sind Träume?" kommt er zu folgendem Ergebnis:

    Träume sind also weniger vergleichbar mit Briefen, sondern eher Gedichte, also etwas, was vom Gehirn "erzeugt" und nicht unbedingt "wiedergegeben" wird.

    Gruß,
    lazpel
     
  6. Traumbaum

    Traumbaum Guest

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    lazpel,
    wissenschaftliche Theorien über Träume gibt es viele, und sie sind ziemlich widersprüchlich. Ich erinnere mich daran, vor kurzem gelesen zu haben, dass ein anerkannter Neurowissenschaftler meint, Träume sind bloß chaotische Vorgänge im Gehirn, und anscheinend ist das so ziemlich die vorherrschende Einstellung bei denen.

    Also wirst du mich kaum davon abhalten, die Archetypen auf meine Weise zu interpretieren, nur weil irgendwelche Wissenschaftler von sich geben, bei den Träumen wäre nur das Stammhirn und der Neocortex beteiligt. Der andere Wissenschaftler davor hat von sich gegeben, es wäre nur das Stammhirn beteiligt, also wird es sicher wieder welche geben, die meinen, es seien auch andere Regionen beteiligt.

    Dass Träume vom Gehirn erzeugt werden, ist doch wohl auch das, was ich so sage. Das Gehirn erzeugt Umschichtungen in den Nervenschaltkreisen, und die zeigen sich in unserem Bewusstsein in der symbolischen Gestalt der Träume. Zu meinen, das Unbewusste würde uns Botschaften senden, ist sowieso ziemlich simpel.

    T.
     
  7. lazpel

    lazpel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juni 2004
    Beiträge:
    4.907
    Hallo Traumbaum,

    Ja, diese These ist die von mir zitierte, also die Theorie nach McCarley und Hobson. Allerdings hat, wie gesage, LaBerge den Einfluß des zerebralen Cortex viel weiter gefaßt.

    Nun, ich zitiere nur die Ergebnisse mehrere psychologischer Untersuchungen. Sie nicht zu akzeptieren, ist natürlich Deine Angelegenheit.

    Das ist halt nicht nur die Funktion von Träumen. Sie sind eher ein kreativer Kern des Menschen, und nicht die Verarbeitung von dem, was wir täglich erleben. Der Vergleich mit einem Gedicht oder einem Lied ist schon sehr passend.

    Gruß,
    lazpel
     
  8. Jeanne

    Jeanne Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Juni 2004
    Beiträge:
    9
    Ort:
    NRW
    Jetzt verpasse ich die Diskusion zu meinem eigenen Thema *gg*

    Also, ich habe soweit alles verstanden, nur weiß ich nicht so recht, wie ich die ignorieren soll.
     
  9. Traumbaum

    Traumbaum Guest

    Ich denk mal, wenn du verstehst, was das ist, wirst du auch keinen Horror mehr davor haben. Und dieses Wissen sickert schön langsam auch in die anderen Regionen deines Gehirnes, und wenn du das nächstemal davon träumst, wird es sicher nicht mehr so schlimm sein.

    Was der nächste Schritt wäre, um dein Bewusstsein zu stärken, wäre die Partnerschaft mit dem höheren Selbst. Wenn die mal erreicht ist, können dir die Archetypen auch nichts mehr anhaben, und vielleicht schaffst du es sogar, sie ganz los zu werden.

    Das höhere Selbst hat folgende Symbole: die Sonne, Gold, Edelsteine, normale Steine, ein Quadrat, ein Kreis, ein Pferd (weil es Menschen trägt, so wie das höhere Selbst dein Ich trägt), eine Ente (weil sie sehr vielseitig ist, also schwimmen, fliegen, und gehen kann), und verschiedene Menschen deines Geschlechts, v.a. Lehrerin, Ärztin, Chefin, Priesterin, und auch religiöse Symbole, oder auch Gott selbst bzw. eine Göttin.
     
  10. Roha

    Roha Guest

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    Hallo Traumbaum,
    wenn du dich für Träume interessierst, darfst du nicht bei den Neurowissenschaftlern nachfragen, die verstehenwas von Nerven und Neuronen, aber nichts von Träumen. Dass auch bei Träumen Gehirnaktivitäten ablaufen ist klar, weil es einen psychophysischen Parallelismus gibt, aber neuronale Aktivitäten als Ursache für Traume zu nehmen, ist eine auch wissenschaftlich nicht begründbare Interpretation. Tatsachen und Interpretationen sollte man auseinanderhalten, das haben die heutigen "Lebenswissenschaftler" noch nicht kapiert. Die stehen heute da, wo die Physik Ende des 19. Jahrhunderts gestanden ist. In der Physik hat sich danach ungeheuer viel verändert und das steht auch den Neurowissenschaftern noch bevor.
    Also, wir reden von der Psyche und nicht vom Gehirn, auch wenn beides natürlich zusammenhängt. Archetypen sind keine Nervenschaltkreise. C.G. Jung, von dem der Begriff stammt, war auch Arzt und Psychiarter, aber einen solchen Unsinn hat er nicht geschrieben. Archetypen kann man nicht räumlich lokalisieren, und sie sind nicht statisch, sondern im Gegenteil, sie sind der Motor für Entwicklungen.
    Ignorieren heißt verdrängen, und verdrängen bringt Probleme.
    Man kann die Archetypen nicht los werden, sie sind "Bestandteile" der Psyche, und wer will sich schon freiwillig amputieren.
    Der Neokortex kann natürlich nichts ändern, weil er ein Haufen Neuronen ist, aber wir können sehr wohl was ändern, wenn wir wollen auch alles. Das Ich steht zwar in Verbindung mit diesen Schaltkreisen, aber wir sind nicht an neuronale Schaltkreise gebunden, das wär ja noch schöner.
    Das Selbst ist sozusagen das Zentrum der Gesamtheit von Bewusstem und Unbewusstem, und nicht die Gesamtheit des Gehirns. (Das Selbst ist übrigens auch ein Archetypus, wenn wir in der Termionologie der Psychologie bleiben. Damit wird es auch absurd, mit einem Archetypus die anderen "loswerden" zu wollen.)
    Und wie ollen die "Neurowissenschafter" gegensteuern, wenn sie es ignorieren. Das ist ja völlig unmöglich. Gegensteuern kann ich nur gegen etwas, wenn ich es ignoriere, dkann ich auch nicht gegensteuern.

    Was diese so genannten Wissenschafter ignorieren ist, dass die naturwissenschaftliche Methode einen Teil der Wirklichkeit untersuchet, aber nicht berechtigt ist zu sagen, dass es das andere, das sie aus methodischen Gründen ausgeschlossen haben, nicht existiert. Und der Allmachtanspruch, das Neurowissenschaftler alle, auch die Psyche und vielleicht auch noch Spirituelles erklären können, ist einfach kindisch. In ein paar Jahren wird man über solche Wissenschaftler lachen.

    Liebe Grüße
    Roha
     
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