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Der verzwickte Kohelet

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Wanda, 3. September 2006.

  1. Wanda

    Wanda Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2006
    Beiträge:
    105
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    Ich konnte das Buch des Predigers Salomo noch nie leiden - ich hab ihn nicht kapiert...
    Heute dachte ich mir, das mal zu übersetzen (mit dem T-Nach) um die "schlimmsten" Verse vielleicht zu verstehen....


    Nachfolgendes bezieht sich auf Kohelet 11!

    Original:
    Meine Übersetzung:

    1. Die Hand ausgestreckt zum Kampf oder zur Speise, das Joch der Gegenwart ist SCHALL – führwahr Sohn der Söhne – dieser setzt in Gang und bringt die Verwirrung, dass die Ganzheit/ Vollständigkeit von uns zu finden/ erreichen sei.

    Original:
    Meine Übersetzung:

    2. Des Schakals Gesang folgt aufeinander, geht vorüber, wechselt, kommt neu und vergeht – als Entgelt der Sprache/ Zunge, welche heraustritt zu suchen , Fragen stellt, anschwillt und auch überkocht, alles durchstöbert und abweidet.
    Sie schlürft und trinkt sogar das Papyros. So ist die Zunge/ Sprache achtmal fetter und unempfindlich gemacht.
    Fürwahr – nicht gilt es, sich um das „Was“, „Wie“ und „Warum“ etwas eintritt, wird, geschieht, ist oder existiert zu kümmern.
    Nicht gilt es zu erkennen, auf etwas zu achten oder es verstehen, ersehen oder erfahren zu wollen.
    Siehe! Alles läuft und beeilt sich, ist eifrig für ein Stück Höhe gegenüber seinem Freund und Genossen.
    Alles weiden und beschäftigen dient als Brautführer der Verderbtheit, des Übels. Es bricht kein Joch und läßt es auch nicht bersten.

    Original 3. Vers
    meine Übersetzung:

    Vers 3

    Wahrlich, obwohl der Tag mit Licht angefüllt ist, erscheint er fortdauernd wie eine dichte Dunkelheit und - hoch oben -der Name Gottes, wie eingehüllt in einer dicken Wolke in der Regenzeit und demgegenüber, die Erde als Joch.
    Siehe! Alles läuft und ist eifrig dabei, zu unterweisen, zu belehren, alles zu messen, zu vergleichen, das Schwert zu ziehen, zu harren und zu hoffen oder darben zu lassen – sich auszuschütten, auszuleeren oder Alles erscheint schön und gut, doch ist auch dies nur ein „Ort“ der Flucht, im Geist Tiglat Pilesers.
    Dies führt zum Einsturz, zum Fall, zur ständigen Neugeburt des Baumes.

    Im Süden zerstreut er sich das Geschlecht von Generation zu Generation, welches erhaben, stolz, mit hochmütigem Sinne, erscheint.
    Und im Norden verbirgt sich lauernd das Geschlecht derer, die ratlos und zerrüttet sind.
    Der Moderduft der Hoffnung bietet genügend Raum für die Sammelstelle des Wassers und lässt die Maßsetzung aufrichten, welche anordnet, festsetzt, kundtut und ausgeführt werden will.
    Alles wirft sich hin, vor diesem „Geschenk“, welches so schön erscheint – um ihm Bestand zu verleihen.
    Doch ist auch dies ein „Ort“ der Flucht des Tiglat Pileser.

    Unabsichtlich fällt der Baum in die Zeitlichkeit.
    Überall heisst es: „Siehe! Dort und Da ist der Name und das Ansehen Gottes!“.

    So dauert der König Israels mit seinen vier „Dienern“ fort.



    Original 4.Vers
    meine Übersetzung:

    Vers 4

    Alles hütet, bewahrt, schützt und beobachtet sich wie es Kleintiere tun. Es erscheint, als läge die Befreiung darin, den Geist mit den Sinnen zu erfahren. Doch nicht durch Aussaat dessen was den Sinnen angehört, ist das Schauen des Propheten zu ernten. Auch das Suchen, Bitten, Beten in der Dichte der Dunkelheit, führt nicht zum Erwachen.

    Der Wind säät ohne zu sehen, doch in der Dunkelheit ist keine Ernte einzubringen.

    So also ist es mit der würdevollen Kostbarkeit – Ungeduld erntet in der Blüte.


    Original 5. Vers
    meine Übersetzung:

    Vers 5

    Alles von dem gilt, dass es „die richtige Anwendung“ ist, ist NICHTS.
    Es ist kein „Wo?“ oder „Woher?“.
    Es ist keine Trauer. Es ist NICHT VORHANDEN SEIN.
    Der Schakal unterdrückt und bedrückt. Er säugt und lässt saugen. Er schlägt und zerschlägt – und doch IST er NICHT.

    Alles merken, erfahren, sich kümmern um, kennen und erkennen, achtgeben auf etwas oder verstehen oder ersehen, wissen lassen und kundtun und auch das „Was“, „Wie“ und „Warum“, jeder Weg, jede Reise – alle Unternehmung, jede Art und jeder Brauch, alle Maßnahmen – jede Stärke und Macht – ist ein Bogen, gespannt von Geschlecht zu Geschlecht und Generation zu Generation, es ist NICHTS.

    Die erscheinende Erleichterung ist gebirgiges Land, welches als „Befreiung“ erscheint. Es sind Knochen, zahlreicher abgenagter Gebeine der Zeit.

    Die Schwangerschaft, das Innere IST vollständig, stark und vollzählig.
    Nur so, durch den Augapfel, ist es nicht zu erkennen oder zu verstehen.

    Durch Gemeinschaft, Tun, Tat, Handlung, Benehmen, Werk, Ursache und Wirkung oder irgendeine Art der Ausführung – IST KEIN Herausziehen!
    Es ist, als würde eine bedingte Selbstverwünschung ausgesprochen die „Wehklagen“ verursacht, weil es gilt: >>In Gemeinschaft, als Gesamtheit nur – ist Vollkommenheit. Dies nur durch Tun, Einsatz, Arbeit, Handeln, Erwerb oder auch anfertigen oder ausführen (von Anordnungen).<<




    Original 6.Vers
    meine Übersetzung:

    Vers 6:

    Das allmorgentliche Schauopfer des „Ansäens“ für die Nachkommenschaft des Geschlechtes gilt als angenehm. Nicht jedoch, zur Ruhe zu kommen. Für jeden Bereich gibt es eine Anordnung – doch gilt es doch: DA IST NICHTS!
    Es ist KEIN merken, erfahren, sich kümmern um, kennen und erkennen, achtgeben auf etwas oder verstehen oder ersehen, wissen lassen und kundtun.
    Es ist KEIN „Wo?“, „Welcher?“, „Weshalb?“.
    Auch ist KEIN – dieses ist tauglich, angemessen oder rein – ebenso KEIN – „oder“ wie auch KEIN „oder falls - dann“.

    Niemand hat je die Insel verlassen – obwohl sich die Gedanken wiederholen, das Wort wieder ergriffen wird – NICHTS ist, was sich von Jahr zu Jahr verändert oder degeneriert hat. KEIN Einziger IST glücklich.




    Original 7.Vers
    meine Übersetzung:

    Vers 7

    Alles ist nur ein „sich laben“ an der Helligkeit des Lichtes, welches angenehm und gut erscheint – denn das Auge, welches wie verblendet/ glänzend vom Weine ist – erschaut nur die Oberfläche. Alle Gemeinschaft führt nur in die Nähe des Lichtes.


    Original 8.Vers
    meine Übersetzung:

    Vers 8

    Fürwahr, obwohl die karmesinrote Mutter der Zeit sich vervielfältigte um alles wieder aufleben zu lassen – Menschen - die Gesamtheit - das Ganze, zur Freude und Fröhlichkeit, ist hier ein ständiges Denken durch die Gemeinschaft, welche täglich in ihrer Dunkelheit und Verfinsterung alles vergleichen, verändern und aufbauschen will, indem sie vom „eintreten werden“, „wehklagen“ und vom „Untergang der Gesamtheit“ redet.

    Doch all dies, (was die Gesamtheit redet) ist NICHTS.


    Original 9.Vers
    meine Übersetzung:

    Vers 9

    Freue Dich, junger Krieger, der Du geprüft und auserwählt bist, für die Jungmannschaft.
    Gut und Recht handeln beglückt Dein Herz, der besondere Tag ist für Dich Jahr für Jahr. Du gehst Deinen Weg mit Entschlossenheit, siehst die Erscheinungen im Spiegel Deines Angesichtes, doch Dein Auge erblickt nur die Oberfläche. Du kümmerst Dich um vieles, willst erkennen, verstehen – jedoch ist es verschlossen, was Dich heimbringt.
    Deine bedingte Selbstverwünschung ist Dein Schiedsspruch.


    Original 10.Vers
    meine Übersetzung:

    Vers 10

    Entferne Unmut, Verdruß, Gram und den Reiz des Zornes. So wird Dein Herz Dich vom Übel hinwegschaffen, welches Körper, Fleisch, Opferfleisch, Verwandschaft, das Lebendige, das Hinfällige oder das Vergängliche heisst.
    Fürwahr, auch die Jugendzeit ist die Dunkelheit des NICHTS , des Windhauchs.






    Ich habe natürlich das Hebräische benutzt - nicht das Deutsche...
    zu finden hier: http://www.diebibel.de
    Spracheinstellung oben links: Hebrew OT: WLC (Consonants Only)


    -----------------------------------------------------

    Wie auch immer - ist noch eine Übersetzung --- und wahrscheinlich übersetzt jeder das sowieso nur für sich selbst????

    Lieben Gruß!
     
  2. Wanda

    Wanda Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2006
    Beiträge:
    105
  3. Wanda

    Wanda Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2006
    Beiträge:
    105
    hier noch was - aussagekräftig!!!
    http://rapidshare.de/files/31843011/Desktop.rar
    Passwort: "pur" - ohne Anführungszeichen.........

    Alles Liebe!
     
  4. Toffifee

    Toffifee Guest

    Hallo Wanda! :)

    Verstehe ich nicht ganz... [​IMG]

    Meinst du jetzt speziell die Übersetzung des Hebräischen in das Deutsche oder die Interpretation? Zur Interpretation ist folgendes zu sagen...

    Das Kapitel 11 Prediger Salomo (Kohelet), fällt unter das Motto: "Berechne nicht die Zukunft, sondern nütze den Tag!" Der Mensch ist zwar abhängig von der Natur, soll aber sein bestes tun und ganz auf Gott vertrauen, der in seinem Handeln unergründlich ist. Vers1&2 bezieht sich dabei wahrscheinlich auf den Überseehandel.

    Zur historischen Einordnung ist anzumerken, dass das Buch "Kohelet" König Salomo lediglich zugeschrieben wird und ein unbekannter Verfasser angenommen werden darf. Salomo kommt als Autor nicht in Frage, da das Buch Fremdwörter aus dem aramäischen und persischen aufweist und somit in einer späteren Zeit entstanden ist. Das Werk entstand vermutlich in einem Zeitraum von 250 bis 220 v.Chr. "Kohelet" leitet sich vom Wortstamm "versammeln" ab und bezieht sich auf einen Menschen der Vorsteher von Gemeindeversammlungen war.

    Das Programm "T-Nach" ist ein guter Tip gewesen. :) Ich habe es mir runtergeladen und ein wenig damit herum experimentiert. Ich habe mir mal den ersten Vers aus Prediger 11 vorgenommen und ihn in verschiedenen Bibel-Übersetzungen gegenübergestellt. Anschließend habe ich versucht mit dem Programm "T-Nach" den hebräischen Text direkt zu übersetzen.

    Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass Luther seine Sache eigentlich ganz gut gemacht hat. ;)

    http://www.diebibel.de
    Allerdings kann ich nicht ganz verstehen wie du anhand des Programms "T-Nach" (5.2) auf diese Übersetzung kommen konntest... [​IMG] Ausser du sprichst Hebräisch und kannst frei übersetzen, womit du natürlich klar im Vorteil wärst... Ansonsten läßt die Konsonantenschrift sicherlich einigen Übersetzungsspielraum zu...

    &#1513;&#1500;&#1495;1 &#1500;&#1495;&#1502;&#1498;2 &#1506;&#1500;&#1470;3&#1508;&#1504;&#1497;4 &#1492;&#1502;&#1497;&#1501;5 &#1499;&#1497;&#1470;6&#1489;&#1512;&#1489;7 &#1492;&#1497;&#1502;&#1497;&#1501;8 &#1514;&#1502;&#1510;&#1488;&#1504;&#1493;&#1475;9

    1. freien Lauf lassen, ausstrecken, geleiten, fortbegleiten
    2. Brot, Korn, Speise
    3. oben, auf, über, wegen, gegenüber
    4. Angesicht, Blick, Gegenwart, vorne, frühere Zeit
    5. "Wasser"
    6. (Brandmal), [bekräftigend]: fürwahr, vielmehr, nur
    7. viel/groß werden ; werfen/schießen
    8. von Jahr zu Jahr
    9. finden, erreichen, antreffen, erlangen, erzielen

    Meine diletantische Übersetzung:
    "Geleite dein Brot über das "Wasser", so wirst du nach vielen Jahren zu Größe gelangen."

    Liebe Grüße :kiss4:
    Toffifee

    PS: Tut mir Leid, wenn ich nicht mehr helfen konnte. :)
     
  5. luzifer

    luzifer Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    3.418
    :liebe1:

    Kohelet

    Ko = so .. ist die
    he = Sicht
    le = des nach aussen geschleuderten Sohnes
    ( bzw. el = aus der Kraft / Gottes)
    t = in seiner Erscheinung

    435 > Erscheinung aus dem Licht in den Sichtweisen
    12 > eines polaren Gottes
    ( bzw. 12/3 einer polraren göttlichen Einheit. )


    :liebe1:
     
  6. Wanda

    Wanda Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2006
    Beiträge:
    105
    Werbung:
    Liebe(r) Toffiffee,

    lass mich es mal so sagen ---

    Ursprünglich bestand (nachgeplapperten Wissens) die Bibel (Thora - altes Testament) aus ohne Punkt und Komma, Vokalisationen ect..pp einfach nur aus zusammengesetzten Schriftzeichen.
    Heisst: Ichhabeeinfachnurversuchtdasnachzuvollziehen - so stünde es wohl, doch da auch keine Vokalisation im Ursprünglichen besteht - hab ich mich an dem gehalten, was denn da nun ist.
    Jetzt kann ich das Ganze aber trotzdem noch umsetzen....

    In jedem einzelnen Wort stecken viele...

    Genau das hab ich durchgespielt - kein eins zu Einz...........

    Daher meine Übersetzung, hättste mal geguckt, was ich als Anhang hatte - wärs Dir aufgefallen...


    Lieben Gruß
    :liebe1:
     

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