1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Der Schlüssel meiner Träume

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von sybillejennifer, 3. Januar 2011.

  1. sybillejennifer

    sybillejennifer Mitglied

    Registriert seit:
    3. Januar 2011
    Beiträge:
    46
    Werbung:
    Hier ein Auszug meiner Gedanken, als meine Tochter dem Himmel so nah war.



    Als hätte ich es geahnt, dass eine Hiobsbotschaft kommen wird, habe ich die vorhergehenden Tage sehr schlecht geschlafen. Ich habe Alpträume und schrecke in regelmäßigen Abständen hoch, weil meine Träume so real scheinen.
    Oft wird erklärt, dass sie das Tor zum Unterbewusstsein sind. Und ich denke das im Kern dieser Aussage die Wahrheit liegt. Wie sonst könnte ich mir die Tatsache erklären, dass mein Instinkt durch die Illusion meiner Träume so deutlich geschärft ist. Bis auf wenige Ausnahmen haben sich meine Vorahnungen mit der anschließenden Realität bewahrheitet und wenn ich nun an die vielen Begebenheiten zurückdenke, die ich erlebt habe, und die Gewissheit spüre, dass meine Ahnungen fast identisch mit der anschließenden Wirklichkeit einhergehen, ergeben sich für mich Gründe genug, mich auf meine Intuition zu verlassen.

    Rückblick
    Wie bitte? Habe ich richtig gehört? Jennifer muss wieder operiert werden?
    Aber sie sagten doch, erst in ein paar Jahren! Die erste Operation ist doch erst 1 ½ Jahre her. Wie kann das sein? Unbewusst blättere ich in meinen Erinnerungen wie in einem Stapel Fotos und will es einfach nicht wahrhaben.
    „Unmöglich“, versuche ich es noch einmal, doch der ernste Blick und die Mimik des Arztes, bestätigt mir nur die eben getroffene Feststellung. Um den Ernst der Lage wissend, erläutert mir der Herzspezialist ausführlich die Gründe, welche die Notwendigkeit einer Korrektur OP rechtfertigt. „Der Druck in der rechten Herzkammer ist viel zu hoch, und die Pulmonalarterien zeigen eine starke Verengung, die wir mit Kathetereingriffen nicht mehr beseitigen können.“ „Zudem müssen wir den Homograft austauschen und dafür brauchen wir einen ganz speziellen, einen T-förmigen, den wir nur in der Organspenderbank in Brüssel anfordern können, da bei Jennifer die rechte wie auch die linke Pulmonalarterie in Mitleidenschaft gezogen ist.“ „Aber da wir ein ganz besonderes Teil benötigen, ist es nicht sicher, wann wir dieses erhalten.“ „Und die Zeit drängt...“
    Die Hände auf meiner Tochter ruhend, versuche ich die Worte zu erfassen aber mein Herz, welches wie wild schlägt, lässt mich keinen klaren Gedanken fassen. Mit jedem weiteren Wort verstärkt sich das Gefühl, bis ich den Puls so heftig an meinem Hals spüre und ich Angst bekomme.
    Die Konturen meiner Tochter verschwimmen vor meinen Augen und das letzte was ich bewusst wahrnehme ist ihr fröhliches vor sich hin gebrabbel, nichtsahnend was auf sie zukommen wird.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit, und der letztendlichen Gewissheit, schaffe ich es mich wieder in den Griff zu bekommen, ziehe mechanisch meine Tochter an und das letzte was man von uns sieht ist, wie ich mit meiner Tochter auf dem Arm, langsam und tief in Gedanken versunken, den Gang der Kinderklinik in Richtung Auggang schleiche.

    Gleich am nächsten Morgen kaufe ich mir eine Überwachungs-Kamera, die ich ins Schlafzimmer einbaue - den Fokus aufs Bett gerichtet, um Jennifer auch nachts, immer im Blick zu haben.
    Für mich ist es eine Erleichterung - besonders abends gibt es mir etwas Sicherheit, auch wenn ich nicht unmittelbar in Jennifers Nähe bin, einen möglichen Krampfanfall rechtzeitig zu bemerken, oder vom Wohnzimmer aus ihre Atmung zu beobachten. Die einzigen Bilder, die ich mir anschaue, während ich nachts Fachbücher studiere.

    Die Tage sind ausgefüllt mit Leben. Ich bemühe mich Stark zu sein und bin überrascht, wie gut es mir gelingt. Zumindest wenn es hell ist. Die Nächte dagegen sind grausam. Ich habe Angst die Augen zu schließen. Die Alpträume sind so schlimm und konkret, dass ich morgens völlig gerädert und von Tränen durchnässt aufwache oder schreiend den Schlaf unterbreche. Die Träume so deutlich, dass es mir unmöglich macht wieder einzuschlafen.

    „Der OP ist hell beleuchtet.“ „Ich stehe etwas abseits, in der hinteren Ecke des OP Saals und beobachte, die Chirurgen, die voll konzentriert an meiner Tochter arbeiten.“ „Die Instrumente blitzen im hellen Licht der OP Lampe und ich höre das Geräusch, wie die Säge die Rippen durchtrennt.“ „Ich kann nichts sehen, nur hören und stehe in der hintesten Ecke des Raumes und kann mich nicht rühren, nicht schreien, geschweige denn mich anders bemerkbar machen.“ „Überall ist Blut, doch ich kann ihr nicht helfen, da ich vor Angst völlig starr und gelähmt bin.“
    Dann ein Zeitsprung. „Ich stehe vor dem Sarg meiner Tochter.“ „Den Pinsel in Farbe getaucht, um die schönen Momente ihres Lebens auf dem weißen Holz zu verewigen.“ Wieder ein Szenenwechsel und nun befinde ich mich vor dem Grab meiner Tochter und überlege angestrengt, was ich ihr mitgeben könnte.“ Erinnere mich an unser Lied, dass wir so gerne gehört haben und nun durch die Lautsprecher über den gesamten Friedhof schallt. Es ist das Lied von Phil Collins – DIR GEHÖHRT MEIN HERZ. „Dann wache ich schreiend auf.“ „Die Erinnerungen an den Traum noch so real, das mir das Blut in den Adern gefriert.“

    Mit einem Seitenblick auf meine Tochter vergewissere ich mich, das es ihr gut geht. Sie atmet ruhig, aber flach aber es geht es gut und schläft nur.
    Ich trotte niedergeschlagen und mit klopfenden Herzen ins Wohnzimmer. Schalte den Monitor der Überwachungsanlage wieder an und versuche mich auf die Buchstaben des Buches zu konzentrieren, das vor mir liegt.
    Ich habe Angst vor der Stille. Lausche angestrengt den regelmäßigen Atemzügen meiner Tochter und das rhythmische Ein und Ausatmen beruhigt mich wieder. Irgendwann schlafe ich völlig erschöpft ein.
     
  2. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.544
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Liebe Sybille,

    der Traum spiegelt eigentlich das wider, was sich auch in unserem Wachezustand abspielt, nur ist die Kontrollinstanz abgeschaltet, welche die Informationen als Realität oder Fiktion deklarieren. Mit dem realen Hintergrund, den Du hier schilderst, braucht man sicherlich nicht in Deinem realen Leben lange suchen, um das zu verstehen, was in Deinen Träumen geschieht, denn dort werden Deine Ängste und Deine Ohnmacht deutlich.

    Die sogenannten prophetischen Träume stehen immer in Zusammenhang mit einer realen Situation. Wir nehmen ständig unbewußte Informationen aus unserer Umwelt auf, vergleichen sie mit den Erfahrungen der Vergangenheit und projizieren damit eine mögliche Entwicklung in die Zukunft. Zudem spielt hier das Phänomen der Duplizität der Ereignisse eine Rolle. Damit ist gemeint, daß mehrere zunächst unbedeutende Ereignisse erst durch das Zusammentreffen eine besondere Bedeutung bekommen.

    Wir sind also unentwegt auf der Suche nach Lösungen zu allen möglichen Lebenssituationen und spielen sie in unseren Träumen alle Möglichkeiten durch. Der Traum bekommt erst dann eine besondere Bedeutung, wenn dazu auch noch ein reales Ereignis hinzukommt. Ich schreibe Dir das deshalb so nüchtern, damit Du verstehst, daß Träume keine Orakel zu einem vorgegebenen Schicksal sind, sondern die verschiedenen Entwicklungen in unserem Leben von unseren Träumen geprägt werden. Bei allem ist natürlich entscheidend, wie stark Deine intuitiven Fähigkeiten ausgebildet sind und in welcher Weise Du Dich darauf einläßt.

    Gerade in Deiner Situation ist es besonders wichtig eine gute Einstellung zu Deinen Träumen zu entwickeln, denn nur so können sie Dir in dieser schweren Zeit auch helfen. Du schreibst ja selbst, daß Du erschöpft einschläfst, die Seele gibt Dir damit eine kleine Auszeit und hüllt Dich mit Schutz und Geborgenheit ein. Wenn es Dir auch sehr schwer fällt, mußt Du versuchen diese Angst zu überwinden, denn gerade bei Kindern ist die Intuition noch nicht so sehr von Konventionen verschüttet und sie nehmen deshalb die subtilen Signale der Mutter auch unbewußt auf.

    Ist es gerade jetzt besonders wichtig ein heilendes Bewußtsein der Hoffnung zu Deiner Tochter aufzubauen? Es könnte auch nicht schaden, wenn Du Dich von einem Engel oder einem anderen spirituellen Wesen begleiten ließest, welche Dir diese notwendige Kraft und Zuversicht geben können. Sicherlich klingt das nun etwas abgehoben, aber dahinter stehen ganz rationale Gründe, die es sinnvoll machen, sich einem solchen Wesen anzuschließen. Es ist auch gut, wenn Du Dir hier Deine ganzen Ängste und Gedanken von der Seele schreibst.


    Ich bin mir ganz sicher, daß eine kleine Fee das Schicksal Deiner Tochter in ihren schützenden Händen hält und sich somit alles zum Guten wenden wird – Du mußt nur fest daran glauben. :zauberer2



    Merlin
     
  3. sybillejennifer

    sybillejennifer Mitglied

    Registriert seit:
    3. Januar 2011
    Beiträge:
    46
    Werbung:
    Hallo Merlin,

    Schön kannst du schreiben, aber das wichtigste ist, das das was du schreibst zu verstehen ist und bei mir ankommt. Ich möchte dir dazu einige Dinge sagen.

    Ich habe von jeher ein besonderes Verhältnis zu meiner Tochter. Eine Bindung die sich mit nichts vergleichen lässt. Sie ist ein Teil meiner Selbst und gerade deswegen tat und tut es mir so weh, wenn ich sie leiden sehen muss. Die Ärzte gaben ihr eine Lebenserwartung von 4 Jahren und dann auch nur mit einer Herz und Lungen Transplantation. Sie ist mittlerweile 8. Ein besonders Kind keine Frage aber trotz ihrer vielen Krankheiten ein lustiges und mutiges Mädchen das ganz besondere Fähigkeiten besitzt, die manch einer im ganzen Leben nie haben wird.

    Ich habe schon immer an Engel geglaubt, glaube heute noch intensiver an sie, denn ohne diesen Halt, hätte ich all die schlimmen Erlebnisse nie durchstehen können und meiner Tochter nie in der Art beistehen können wie es ich es bisher getan habe. Ich habe oft am Bett meiner Tochter gesessen und zu Gott gebetet er möge mich doch zu sich nehmen damit meine Tochter leben kann. Wir haben viele Monate im Krankenhaus verbracht und heute kann ich sagen, dass wir selbst in der schweren Zeit auch schöne Momente hatten. Selbst als sie im Sterben lag waren wir uns so nah.

    Ich schreibe viel. Habe zwei Bücher geschrieben über mein Kind die ersten Jahre und die Jahre danach. Es hat mir viel geholfen als ich in Zeiten des Kummers und des Schmerzes ganz allein war. Seit 3 Jahren werden wir nun vom Kinderhospiz betreut, wo wir in regelmäßigen Abständen auch hinfahren.

    Ich bin aber nur ein Mensch, eine Mutter, die nie verstehen wird, warum es manche Kinder / Menschen so schwer haben, so viel leiden müssen. Und warum gerade solche KInder so früh uns verlassen müssen. Ich versuche das Beste aus unserer Situation zu machen und glaube mir: Der Spruch Liebe überwindet jedes Hindernis stimmt. Ich habe es mir zur Lebensaufgabe gemacht, meiner Tochter beizustehen. Egal wie krank sie auch ist. Sie gibt mir so viel...

    Sybille
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen