1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Der Hauptmann und auch ….. im römischen Militärdienst

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Teigabid, 12. April 2014.

  1. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.047
    Ort:
    burgenland.at
    Werbung:
    Betrachten wir abschließend an unsere Besprechungen über die Frage wer beim römischen Militär nicht nur als ein Soldat, sonder ebenfalls als kommandierender Befehlsgeber in untergeordneter Position seinen Dienst als Söldner versehen hatte, wie nur wenige andere, ebenso wie dieser Hauptmann, dazu zwei als Augenzeugenberichte ausgegebene Texte der Evangelisten.
    Die in der Überlieferung Matthäus und „Lukas“ zugeschrieben wurden:





    und ein :weihna2
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. April 2014
  2. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.047
    Ort:
    burgenland.at
    Im Mt 8, 5-15 wird einfach der Wunsch nach einer Fernheilung beschrieben, aber erst nachdem sich der Heiler zuvor dazu anschickte sogleich zum Kranken zu eilen.
    Danach kommt eine relativ sachliche und kurze Beschreibung über den Militärdienst in einem VERGLEICH.
    Auf wen sich dieser VERGLEICH bezieht wird nicht direkt in Worte gekleidet.
    Auffällig ist dabei, sollte es sich um die Aufforderung handeln, den profanen militärischen Alltag mit der sensiblen Heilkunst auf eine gemeinsame Stufe zu stellen, dann müssen wir hier von einem Versuch, einem einmaligen Experiment einer Fernheilung ausgehen, denn das hat es in diesen Texten davor und danach nicht gegeben!
    Im weiteren Verlauf der Erzählung erfolgt jedoch kein derartiger heilender Befehl des Heilers, wie man aus der Forderung vielleicht erwarten konnte, sondern die gewünschte Heilung wird als geschehen präsentiert.
    Die logische Schlussfolgerung in meinen Augen wäre, die Genesung hat durch gute Behandlung bereits stattgefunden, und diesen Umstand konnte der Heiler wahrnehmen.
    Die Hervorhebung der militärischen Funktionen hätte in der Nacherzählung einen ganz anderen Sinn, nämlich die religiös geforderte Wahrheitsbezeugung der Autoren, aber gleichzeitig auch die Distanzierung von den Verpflichtungen der Vergangenheit des Helden, der sich nun in einem anderen Umfeld bewegte mit keiner Über- und Unterordnung wie zuvor.



    Im Lk 7, 1-15 werden sozusagen von einem weiteren Augenzeugen wichtige Textabschnitte vom Mt direkt übernommen, und bekommen dadurch eine bezeugende Bedeutung, aber es werden andere Teile der Erzählung mit nun differenzierten Inhalten beschrieben, und es kommen noch Ausschmückungen dazu, in eine bisher unbekannte Richtung. Diese bezeugende Methode mit den Änderungen und Ergänzungen ist typisch für die Entwicklung der Evangelien, und die haben eine Funktion, nämlich einen bereits in Umlauf befindlichen Text dadurch zu „überschreiben“ und inhaltlich eine neue Wertung zu geben. So wie es hier bei Lukas und dem Hauptmann mit der Ausrichtung in die Nähe der jüdischen Religion geschehen ist. Dabei hat man in Kauf nehmen müssen, es werde auch noch die ältere Version Anklang finden, aber deren Wirkungsgrad wurde nun auf 50 : 50 reduziert. Das ist auch der Sinn dieser Übung, die man insgesamt auch als einen „roten Faden“ bezeichnen könnte, der sich durch alle kanonischen Evangelien hindurch zieht.

    Diese Praktik des „roten Fadens“ die finden wir auch bei den Petrusbriefen,
    als Paulus den 1. Petr hernahm, der für ihn von Petrus geschrieben wurde, und sich den 2. Petr selbst geschrieben hatte, und nachträglich auch den in Umlauf brachte.
    Wobei aus dem 2. Petr besonders die direkte Befürwortung dieses Paulus heraus sticht,
    neben all den gemeinsamen sachlichen Inhalten zum 1. Petr, was den 2. Petr wie eine Interpretation seines Vorgängers erscheinen lässt.

    Betrachten wir ergänzend die nachfolgenden Heilungsbeschreibungen an die Hauptmanngeschichte bei Mt und Lk, dann müssen wir feststellen, während Mt die direkte Heilung der Schwiegermutter des Petrus folgen lässt mit Handauflegung, folgt bei Lk eine direkte Totenerweckung mit dem stimmlichen Befehl des Heilers.

    Nostradamus hat im 16. Jahrhundert dazu eine Randbemerkung hinterlassen:

    „8, 5, 15 – das reimt sich nicht.“

    Er befasste sich nicht nur mit der Zukunft sonder auch mit der Vergangenheit,
    nach seinen eigenen Angaben in Prosa.

    Ohne hier unmittelbar auf Mt 8, 5-15 hinzuweisen,
    ähnlich wie in den zahlreichen „Null-Versen“ seiner Centurien,
    wo stets die genauen Angaben von Namen, Ort und Zeit vermisst werden,
    dürfte er sich exakt mit diesem Text befasst haben,
    in seiner Umgebung, dem Konflikten von Katholiken und Hugenotten.

    Mit dem Ergebnis: auch keine Bilder, auch keine Visionen dazu.



    und ein :weihna1
     
  3. Dhiran

    Dhiran Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2013
    Beiträge:
    5.236
    Ort:
    Oberösterreich
    Nostradamus konnte vllt nicht Namen, Ort und Zeit ausmachen.
     
  4. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.047
    Ort:
    burgenland.at

    :lachen:

    Nein.

    So hat er seine Bewertungen zu den Jesusgeschichten definiert,
    rund um den "Null-Punkt" unserer Zeitrechnung,
    ergänzt mit seinen "Einsichten" in die Vergangenheit.

    Denn kann jemand von der Gegenwart in die Vergangenheit sehen,
    was man als relativ einfach annehmen wird,
    dann kann er, dieser Jemand, sich genau so gut gedanklich an einen Punkt der Zukunft positionieren,
    und von dort in die Gegenwart zurückblicken,

    - und schon hat er eine Prognose!


    und ein :weihna1
     
  5. Dhiran

    Dhiran Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2013
    Beiträge:
    5.236
    Ort:
    Oberösterreich
    Sorry, habe das :D vergessen.
     
  6. anadi

    anadi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Januar 2007
    Beiträge:
    1.856
    Ort:
    Uttenreuth bei Erlangen
    Werbung:
    Siehe
    http://www.esoterikforum.at/forum/blog.php?u=23548
     
  7. anadi

    anadi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Januar 2007
    Beiträge:
    1.856
    Ort:
    Uttenreuth bei Erlangen
    Siehe:
    http://www.esoterikforum.at/forum/showpost.php?p=4566958&postcount=138
     
  8. anadi

    anadi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Januar 2007
    Beiträge:
    1.856
    Ort:
    Uttenreuth bei Erlangen
  9. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.047
    Ort:
    burgenland.at
    Hallo anadi!

    Ich verwende die neuerste Übersetzung der Universität Innsbruck.

    Die von Luther aus dem 16. Jahrhundert dürfte nicht mehr so modern sein?!


    und ein :weihna2
     
  10. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.047
    Ort:
    burgenland.at
    Werbung:
    Hallo anadi!

    Darf ich Dich aufklären?


    „Denn ich bin ein Mensch“ so heißt es in Deiner verwendeten Luther-Übersetzung.
    Das ist schon einige Jahre her, nicht wahr?

    „Auch ich muss“ so heißt es in meiner verwendeten Übersetzung der Uni Innsbruck.

    „Auch“ gilt für „ebenfalls“, „gleich wie“ oder „ so wie“.

    Die von Dir favorisierte Variante verwendet die direkte Beziehung „Mensch“
    und die kann im Text nicht vorhanden sein.

    Richtig ist jedoch, man kann den Militärdienst nicht mit der Heilkunst vergleichen.

    Also, was soll das, was spricht der Hauptmann da?

    Will er sagen der Heiler soll sich so benehmen wie er im Dienst,
    einen Untergeordneten einen Befehl geben und der wird gesund?
    Wo der Kranke doch gar nicht so ein Verhältnis zum Heiler hat,
    über sich hat der Heiler genau so wenig einen Befehlsgeber,
    so wie es der Hauptmann vorgezeichnet hat in seinem "angeblichen" Vergleich
    – verstehst Du?

    Worauf er tatsächlich sich bezieht, darauf habe ich schon hingewiesen,
    nachdem der Nazaräner 2 Jahre beim römischen Heer gewesen ist,
    hat er sich davon distanziert und sich der religiösen Seite zugewandt.

    Der Autor hat diesen Vergleich verwendet, um die Wahrheit der Vergangenheit zu erwähnen, nur mit Andeutungen,
    aber gleichzeitig weist er hin auf die Abwendung vom Militär durch den Nazaräner,
    und zeichnet ihn als sehr religiös.

    Und der 2. Autor hat hier noch ein paar Kohlen nachgelegt.

    Darum ist der Vergleich, Hauptmann und Nazaräner beim römischen Militär,
    vom Autor sehr wohl so gewollt, aber beim Nazaräner eben in der Vergangenheit.

    Aber für die Schlagzeile – auf die andere Wange – reicht es!

    Es kann sehr wohl so gewesen sein.
    Der 1. Autor berichtet nüchtern den für ihn wesentlichen Inhalt,
    mit Betonung auf die Rede des Hauptmannes,
    Nebensächliches wie den Bau einer Synagoge lässt er weg,
    und der 2. Autor hat sich als Augenzeuge selbst erinnert
    und die Erzählung mit seinen ergänzenden Details ausgeschmückt,
    womit die Grenzen von Militär und Religion wieder fließen.


    und ein :fechten:
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen