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Das vereinzelte (privus) Eigentum

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von diabolo, 3. April 2005.

  1. diabolo

    diabolo Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2005
    Beiträge:
    372
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    Das Wort Privileg kommt von privus=einzeln und lex=Gesetz. Ein Privileg ist daher ein Einzelgesetz=ist also ein Gesetz welches nur für einen einzelnen Menschen erlassen wurde. So konnten etwa bestimmte Pflichten (nicht nur Vorteile) einem einzelnen Menschen gesetzlich auferlegt werden.

    Auch das Wort Privat kommt von privus, weshalb Privateigentum soviel bedeutet wie das
    vereinzelte Kapital, also Kapital welches dem Gemeinbesitz zugunsten Einzelner entzogen wird, bekannter ist natürlich die Deutung als geraubtes Eigentum, weil privare=berauben oft übersetzt wird.

    Gegenüber dem privatisierten Eigentum, dem vereinzelten Eigentum steht das öffentliche Eigentum, das Gemeineigentum, als Eigentum der gesamten Gemeinschaft.

    Irgendwie empfinde ich es als unfaßbar, daß die Gemeinschaft, die als Gemeinschaft verbundenen Menschen es zulassen, daß Einzelne riesige Eigentumsanteile aus dem Gemeineigentum privatisieren (vereinzeln) und so dem allgemeinen Nutzen entziehen.
    Man denke beispielsweise an den berüchtigten Ackermann, der sich legal und schäbig massiv bereichert indem er tausende Menschen auf die Straße setzt deren Lebensunterhalt dann der Gemeinheit, der Allgemeinheit zur Last fallen. Ebenso wie auch Ackermann mit diesem überhöhten Einkommen uns Allen, der Allgemeinheit zur Last fällt.

    Oder man denke an reiche Industrielle die oft gewaltige und große Kunstwerke für sich dem Nutzen der Allgemeinheit entziehen und für niemanden zugänglich in ihren Tresoren aufbewahren, wobei der Nutzen und Frommen des Kunstwerkes mit seinen möglichen Wirkungen auf die Menschen der Gemeinschaft Allen vorenthalten wird, was ist schon kontraproduktiver und wahnsinniger als ein solcher Vorgang.

    Einerseits ist mir klar daß diese soziale Mißstände mit all ihren Folgen keineswegs hinnehmbar ist sondern weltweit geeignete Leute die Ärmel hochkrempeln müssen um diese Mißstände zu beseitigen andererseits ist irrational in Gefühlsnähe, mein Gefühl eben so, es ist schon in Ordnung wenn man auf Arbeitslose tritt und die vielfältigen Betrügereien der Reichen gut findet, vor allen Dingen was ihr betrügerisches Talent betrifft die großangelegte Steuerhinterziehung als was Normales erscheinen zu lassen, um nur ein Beispiel mal zu nennen.

    Das Problem ist also daß ich mir mit irrational verankerten unwillkürlichen Meinungen und Gefühlen die diese Mißstände bejahen, selber im Wege stehe eben aktiv die Ärmel hochzukrempeln und politisch solche Änderungen zu erzwingen, bzw. hieran auch effektiv mitzuarbeiten, was bleibt ist irgendwie so ein Lähmungsgefühl, was wohl begreift, daß etwa (Un)-Sinn oder Rürup (der Lügner spricht vom Weltwunder der Zinseszinsen und verheimlicht damit daß die Zinseszinsen durch die Verarmung der Schaffenden finanziert werden) oder andere unsere Gemeinschaft in den Abgrund fahren, aber aus diesem Lähmungserleben nicht handelt, irgendwie nicht handeln kann. Ich stehe mir selber im Wege.

    Ansonsten ist Esoterik gut und schön, aber wir brauchen in Zukunft auch die politische Aktion, die Handlung. Gregor Gysi habe ich Mitte-Ende der 90er jahre mal eine mail geschickt und behauptet daß politische Programm der PDS würde haargenau mit einem esoterischen Weltbild kongruieren. Vermutlich war dies ihm zu hoch wie den meisten dieser materialistisch eingestellten Menschen (Sozialisten). Trotzdem paßte in diesen frühen Programmen alles völlig in ein esoterisches konzept..................
    wir werden die Privatisierungsstrolche, die Vereinzelungsstrolche auf jeden fall nachhaltig in die Pflicht nehmen müssen..............was solche menschlichen Carcinome
    an sich raffen führt zur Zerstörung vieler Anderer.

    Das ist in der Gesellschaft im Wirtschaftlichen nicht anders als wenn ein Carcinom frech wird und die übrigen Zellen zerstört und schließlich den ganzen Organsimus.

    So zerstören die Privatisierungsstrolche zunächst viele Menschen und schließlich zerstören sie die ganze Gemeinheit, die Allgemeinheit, die Gesellschaft.
     
  2. Bijoux

    Bijoux Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2004
    Beiträge:
    2.383
    Ich bin ganz deiner Meinung, lieber Diavolo und fand und finde es sehr schade, dass der sogenannte Sozialismus oder Kommunismus derart klaeglich versagt hat.
    Wenn die entsprechenden Regierungen ihn nur vernuenftiger aufgezogen haetten, waere er ein realistischer Gegenpol zu dem krassen Kapitalismus, der sich jetzt mit Gewalt durchsetzt.

    Bijoux
     
  3. Reisender

    Reisender Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. Januar 2005
    Beiträge:
    4.085
    Das Thema ist viel näher an der Esoterik, als man bei oberflächlicher Betrachtung glauben möchte, denn es ist zutiefst ein Bewußstseinsproblem.

    Platon beschreibt in seinem Staat ein im Prinziep komm. Gesellschaftsmodell, und Aristoteles, sein Schüler, schreibt die erste Kritik des Kommunimus.

    " Wo Alles Allen gehört, gehört keinem Etwas, und Niemand fühlt sich mehr verantwortlich."

    Der Gemeinbesitz der Produktionsmittel war vernünftig und gerecht, und trotzdem hatt es nicht funktioniert, weil der Mensch eben der alte Adam geblieben ist. Es ist ein Jammer Bijoux, daß der Soz. gescheitert ist, denn seitdem ist der Kap. Wolf regelrecht von der Kette.

    Eine Regierung kann man dafür aber kaum verantwortlich machen. Die große Mehrheit der Menschen war einfach noch nicht reif für so ein Modell. Das heißt aber nicht, daß der Kap. ein Naturgesetz ist, und für alle Zeiten bleiben muß.
     
  4. Paolo

    Paolo Mitglied

    Registriert seit:
    10. März 2004
    Beiträge:
    894
    Ort:
    Stuttgart
    Der Sozialismus ist in der Tat an der mangelnden Verantwortung gescheitert. Was es unbedingt gilt zu entwickeln ist Verantwortung.

    Paolo.
     
  5. Reisender

    Reisender Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. Januar 2005
    Beiträge:
    4.085
    Ja Paulo, Gemeinsinn und Verantwortung. Und das heißt, daß das Ego und der Egoismus seine beherrschende Stellung im Menschsein verlieren muß.
    Ich glaube, daß kann nur Meditation leisten.

    Vielleicht Meditation als Schulfach der höheren Klassen?
     
  6. mulhollanddrive

    mulhollanddrive Mitglied

    Registriert seit:
    30. Januar 2005
    Beiträge:
    52
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    Mich interessiert Politik im Grunde überhaupt nicht. Allerdings muß ich anmerken, daß ein idealistisches Konzept, gleich welches, zwei Faktoren mißachtet: den Faktor Mensch und den Faktor Zeit bzw. Geschichte. Der Mensch ist ein ambivalentes und komplexes Wesen und fügt sich niemals in ein idealistisches, einseitig gutes Modell. Zeit ist dynamisch, Geschichte bedeutet Entwicklung und Übergang. Einen idealen Endzustand wird es somit niemals geben.
     
  7. Bijoux

    Bijoux Sehr aktives Mitglied

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    10. August 2004
    Beiträge:
    2.383
    So ist es, Reisender.
    Ausserdem hat Gysi nach dem Zusammenbruch der DDR gesagt:
    "In der Geschichte wird nie das letzte Wort gesprochen."
    Nicht, dass ich ein Anhaenger der DDR waere, gewiss nicht - es ist nur schade, dass hier eine historische Chance vertan wurde - nach dem 2. Weltkrieg.
    Man haette trotz allem mehr daraus machen koennen.

    Bijoux
     
  8. Himmelblau

    Himmelblau Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    3.455
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    Niederösterreich
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    Hallo,
    Es ist ein Jammer den Vandalismus an Gemeingut zu sehen.
    Das sehe ich als vorrangiges Problem an.

    MfG

    Olga
     

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