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Das Helfersyndrom

Dieses Thema im Forum "Esoterik kritisch" wurde erstellt von KingOfLions, 11. April 2016.

  1. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Gerade in der Eosterik, aber auch im privaten Bereich und im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise ist das Thema Helfersyndrom ein unheimlich wichtiges Thema. Daher möchte ich hier einen kleinen Artikel zu diesem Thema einstellen, um für dieses Thema Bewusstsein anzuregen, da es ein ausgesprochen kontraproduktives Verhaltensmuster ist.

    Was ist das Helfersyndrom?

    Das Helfersyndrom bringt grundsätzlich Menschen dazu, anderen Menschen zu helfen. Je nach dem Grad seiner Stärke kann dies vom einfachen Anbieten von Hilfe bis zur völligen Selbstaufgabe um anderen zu helfen reichen.

    Psychologische gesehen ist das Helfersyndrom - wie schon die Klassifikation als Syndrom nahe legt - eine Kombination aus mehreren psychischen Dispositionen. Das Helfersyndrom äußert sich auch bei Männern und Frauen auf Grund ihrer sonstigen psychischen Prägungen unterschiedlich. Das wollen wir uns jetzt im Nachfolgenden genauer anschauen. Natürlic hist hier in der Kürze nur eine recht vereinfachte Darstellung möglich.

    Wie entsteht das Helfersyndrom?

    Betrachten wir einmal die weibliche Seite des Helfersyndroms. Die Frau ist geprägt durch die Verantwortung für Kinder. Kinder bedeuten, Verantwortung für deren Wohlergehen zu übernehmen, bedeuten sie versorgen zu wollen (und müssen), bedeuten sie zu lehren und sie so lange zu begleiten, bis sie Stück für Stück in die Freiheit entlassen werden können. So der Idealzustand. Leider wird diese Prägung aber auch in anderen Zusammenhängen wirksam.

    Das Helfersyndrom besteht also im Wesentlichen darin, anderen Menschen ihre Eigenverantwortung abzunehmen, sie beschützen zu wollen und alles Notwendige für sie zu tun. An sichg eine ganz tolle Eigenschaft - allerdings mit fatalen Konsequenzen.

    Was passiert durch das Helfersyndrom?


    Was bei Kindern unhemlichen Sinn macht, sie auf ihrem Lebensweg zu unterstützen, bringt unter Erwachsenen ein sehr kontraproduktives Verhalten hervor. Die kleinsten Nebenwirkungen sind hier, dass Partnerschaften darunter leiden. Der Mann wird bequem, weil die Frau sich bemüßigt fühlt Aufgaben für ihn zu übernehmen (wer kennt es nicht aus seiner Partnerschaft?), Männer fühlen sich oft gegängelt, wenn Frau zu viel automatisch übernimmt.

    Generell führt das Helfersyndrom - daher der Name - dazu, zwanghaft Menschen helfen zu müssen. Das Helfersyndrom führt dazu, dass Hilfe oft ungefragt gegeben wird, dass Hilfe auf Anfrage ohne Berücksichtugung der Randumstände (inklusive des eigenen Wohls, das bei Kindern ja auch nicht zählt) nahezu zwanghaft gewährt wird.

    Der Nachteil daran ist, dass durch diese Hilfe Menschen aus ihrer Eigenverantwortung entlassen werden. Was sie letztendlich in ein Abhängigkeitsverhältnis zum Helfenden bringt. Und das ist auch der wesentliche Motor für dieses Syndrom von Seiten des Helfenden ... Anerkennung zu bekommen, selber das gute Gefühl zu bekommen, dass es anderen (Kindern) gut geht ....

    Was passiert aber, wenn ich einen Menschen aus seiner Eigenverantwortung entlasse? Er wird Fähigkeiten, die er füe sein Leben brauchen würde, nicht selber erwerben, sondern wird in ein Abhängigkeitsverhältnis zum Helfenden geraten. Weil er immer mehr seiner eigenen Verantwortung an den Helfenden abgeben wird. Und dadurch letztendlich immer unselbständiger (zum Kind) gemacht wird.

    Genau das passiert jetzt auch in der Beratung. Wenn ich für einen Klienten "tue" - was in der Esoterik natürlich relativ weit verbreitet ist, allerdings in anderen Bereichen wie z.B. der Medizin noch mehr -, dann wird dieser Mensch immer mehr seine Eigenständigkeit verlieren, wird immer mehr in ein Abhängigkeitsverhältnis geraten. Tatsächliche Hilfe für einen Klienten ist aber, ihm Mittel und Wege in die Hand zu geben, sich selber helfen zu können, sich selber entwickeln zu können und seine Probleme selber lösen zu können. Auf dem Weg dorthin kann natürlich manchmal etwas Hilfe nicht schaden - aber mit Maß und Ziel.

    Das Helfersyndrom - ein Erfolgsmodell!

    Leider hat das Helfersyndrom einen gravierenden Nachteil. Wir sind alle gewohnt, Opfer dieses Erfolgsmodells zu sein. Denn wir alle waren einmal Kinder, uns allen wurde einmal alles Last des Lebens von einem Helfer abgenommen (zuminest den meisten). Und das ist natürlich ein unheimlich bequemer Zustand. Man braucht nichts wissen, man braucht nichts können, man braucht nicht mal selber zu denken - man geht einfach hin und lässt machen. Was es natürlich für den "Geholfenen" sehr angenehm macht und dessen Faulheit und fehlende Eigenverantwortung zusätzlich unterstützt.

    Was dadurch erreicht wird ist natürlich ein gutes Geschäft. Egal ob es sich dabei um den viel diskutierten Esoteriker handelt, der seine Kunden in ein Abhängigkeitsverhältnis bringt, ob es sich um Kirchen handelt, die extra eine allmächtige Person geschaffen haben die alle Wünsche erfüllen kann, oder ob man jemandem selber Hilfe angedeihen lässt, um ihm zu ersparen sich mit seinen eigenen Problemen auseinanderzusetzen.

    Das Helfersyndrom ist gerade in der Esoterik leider sehr weit verbreitet - genau aus dem vorher genannten Grund. Da die Esoterik sehr lange Zeit vorwiegend weiblich geprägt war, ist das Helfersyndom hier leider sehr zum Standard geworden. Aber ist es nur eine weibliche Eigenschaft?

    Das männliche Helfersyndrom

    Das Helfersyndrom basiert zwar grundsätzlich auf auf als "weiblich" definierten Prägungen, aber auch der Mann bleibt vom Helfersyndrom nicht verschont, nachdem er ja auch seine weiblichen Anteile hat. Je besser diese weiblichen Anteile integriert sind (bzw. nicht aberzogen), desto anfälliger wird auch der Mann für das Helfersyndrom (und das betrifft natürlich auch wieder sehr viele Esoteriker/Energetiker).

    Bei Mann äußern sich das Helfersyndrom im Gegenatz zur Frau nicht nach innen gerichtet (innerhalb der Gruppe) sondern nach außen gerichtet. Daher tendiert der Mann eher dazu, durch Gruppenvergrößerung (= Stärken der Gruppe), Drohgebärden (= Zeigen von Stärke) oder Gewalt. Nach innen gerichtet richtet sich das Helfersyndrom eher auf die Verteidigung der "Kinder" (der eigenen Gruppe) nach aussen, sowie der Verteidigung der eigenen Famile.

    Da es leider in der Esoterik keine Verpflichtung zu Selbsterfahrung gibt, wird dieses Syndrom bei vielen Menschen nicht erkannt (obwohl es bei den meisten sehr direkt zu sehen ist). Dadurch bekommt die Esoterik natürlich auch einen etwas schlechten Ruf - und vor allem wird Klienten dadurch geschadet. Jeder Esoteriker sollte daher selber auf die Zeichen achten und an sich arbeiten um seinem eigenen Helfersyndrom Herr zu werden.
     
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  2. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

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    Gut, dass du diesen Absatz so geschrieben hast. Und wegen vergangener Ausrede deinerseits: "Hast du das selbst geschrieben/verfasst" und glaubst auch daran oder -> hast du das irgendwo abgeschrieben und glaubst daran - oder willst du nur inhaltlich pro und contra diskutieren?

    (Wenn du schon am Start konträre Sachen bringst, kann das noch sehr kräftig werden.)
     
  3. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    Das habe ich selber so geschrieben. Allerdings natürlich mit fremdem Hintergrundwissen. Da gab's kein "glauben daran" - das ist bestätigt und in sich auch konsistent. Bestätigt sich täglich in jeder Partnerschaft, bei Kindern etc.
    Was ich hier nicht möchte ist eine Diskussion im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema - den Zusammenhang kann jeder selber herstellen - dazu gibt's bereits genügend Threads.
     
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  4. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

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    1 - Hab ich nicht ein Wort über das geschrieben, was du nicht haben willst
    2 - Glaubst du also an die angebliche Bestätigung

    3 - Willst du wirklich diskutieren oder willst du "missionieren" - denn du hast ja was festgelegt (Es sei so und nicht anders)
     
  5. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    1 - nö, war eh nur eine allgemeine Anmerkung.
    2 - ja, weil genau dieses Wissen tagtäglich Menschen hilft.
    3 - ich möchte mit dem Text Bewusstsein wecken, sich selber einmal anzuschauen. Diskussion nicht ausgeschlossen. In dem Sinne - ja, vielleicht weniger missionieren als eine Denkanregung liefern.
     
  6. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

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    Ich hab im ersten oben einen Absatz von dir zitiert, an den du definitiv zu glauben scheinst (es sei dir bestätigt worden) - um diesen Absatz geht es auch, denn es ist der Kernaspekt, ob etwas tatsächlich Helfersyndrom ist oder etwas anderes, dass ich selbst mit "zerhelfen & Aufdringliche Hilfe" umschreibe. Denn eines sollte klar sein: Wer tatsächlich dem Helfersyndrom unterliegt, der hat keinen Schimmer von Eigenverantwortung wegnehmen, so wie du es darstellst.

    Wer den Unterschied zwischen "Mitleid" und "Mitgefühl" tatsächlich kennt, der weiß auch, dass dieses da oben Zitierte nichts mit nem Helfersyndrom zu tun hat.

    Ich zitiers nochmal:

     
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  7. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    Ah, ok, ich glaub' jetzt hab' ich's, was Du meinst.

    Was Du mit "zerhelfen & aufdringliche Hilfe" umschreibst, ist der Extremfall des Helfersyndroms den man schon in die Kategorie einer Zwangsstörung einordenen könnte. In diesem Sinne hast Du also recht. Das ist das Problem, dass man immer sehr plakative Beispiele heranzieht.

    Das Helfersyndrom beginnt aber schon in weitaus kleineren Dingen, die oft unbemerkt vonstatten gehen. Weil man "halt macht". Ganz simples Beispiel: Frau hat als Mädchen nähen gelernt. Ihr Mann nicht. Also wird Frau das Nähen in der Partnerschaft übernehmen (ungefragte Hilfe, weil "sie kann's ja"). Für sie kein Problem, für ihn bequem. Nur irgendwann nervt es sie, dass sie ihm immer den "Schani" spielen muss - der Streit in der Partnerhschaft ist vorprogrammiert.
    Sie ist nicht in ihrer Eigenverantwortung, zu sagen "ich will das nicht immer machen", Mann ist nicht in seiner Eigenverantwortung "ich muss mein Zeug selber machen können", sondern nimmt willig die Bequemlichkeit "gemacht zu kriegen".

    Und genauso - deshalb steht der Beitrag auch unter "Esoterik kritisch" - funktioniert eben das professionelle Service. Menschen werden es gerne annehmen, wenn sie "gemacht kriegen", es ist bequem und einfach. Nur, die eigene Arbeit, ihr eigener Anteil daran ein Problem zu lösen bringt ihnen wesentlich mehr, gibt ihnen Eigenständigkeit und vor allem ihre Eingenverantwortung wieder zurück. Eine Eingenverantwortung, die man jemandem unheimlich leicht wegnehmen kann, wenn er zu einem Zeitpunkt (z.B. Krankheit) bedürftig ist und daher einen Retter brauchen kann. Und hier entsprechend die Grenze zu ziehen liegt einfach in der Verantwortung jedes Selbständigen Esoterikers/Energetikers, um nicht zum Dauerretter zu werden (was natürlich finanziell absolut toll ist, für das eigene Selbstbewusstsein absolut toll ist - man kann toll seiner Egozentrik oder eigenen Bedürftigkeit frönen).
     
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  8. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

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    seh ich auch so, ebenfalls das was von denen die das HS herausfordern, abgeht, das sind nämlich manchmal fast unbewusste Spiele....
     
  9. Tacita

    Tacita Sehr aktives Mitglied

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    Ich habe nicht herausgelesen, was nun tatsächlich die grundlegenden Absichten, dieser Menschen sind.
    Sind sie nur zu fürsorglich?
    Mit kommt die Beschreibung sehr verniedlicht vor.
    :confused:So soll sich das Helfersyndrom beim Mann zeigen?
     
  10. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

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    Mir scheint, dass jene am Helfersyndrom leiden, welche da ausgearbeitet haben, was Helfersyndrom "sein soll".

    Und ja "esoterik kritisch" ist da echt passend.....
     

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