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Das goldene Kalb Bildung

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von ancalagon, 17. Februar 2009.

  1. ancalagon

    ancalagon Mitglied

    Registriert seit:
    19. Januar 2005
    Beiträge:
    196
    Ort:
    Wien/ Steiermark
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    Hallo!

    Die EU ist nicht zufrieden mit der geringen Quote an vorschulischer Bildung in Österreich....

    http://www.orf.at/090216-35086/index.html

    Langsam aber sicher bin ich fassungslos. Unsere Kinder sollen bereits mit drei Jahren der allgemeinen Gehirnwäsche zugeführt werden?
    Naja- angeblich hat Maria Theresia die allgemeine Schulpflicht nicht eingeführt um zu manipulieren, sondern damit die Kinderarbeit abnimmt. :D

    "Gebt mir die Kinder und ich schaffe euch eine neue Welt!" (Verfasser mir unbekannt)

    Liebe Grüße,
    ancalagon
     
  2. WTweety

    WTweety Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2008
    Beiträge:
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    Ort:
    Magdeburg
    Würde mal sagen da haben einige ein ganz großen Knall, denn Kinder sollten in erster Linie erst einmal Kinder sein dürfen.
    Wobei ich Interessen fördern würde.
    Das Kind ist aber nicht niedlisch weil es das kann sondern in erster Linie muss das Kind auch hier Kind sein dürfen.
     
  3. Chirra

    Chirra Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Dezember 2006
    Beiträge:
    3.368
    Ort:
    Chemnitz
    Die Kinder würden mir Leid tun, die vor ihren 3. Lebensjahr schon zur Schule müssten (ich weiss, dass ich damals mit 6 Jahren überhaupt noch nicht in die Schule wollte auch wenn man da rechnen und schreiben/lesen lernte und daran hat sich bis heute nix geändert - ich hasse Schule immernoch). Wobei ich mal so am Rande bemerken muss, dass Kleinkinder gar keine Vorschule nötig hätten, wenn sie innerhalb der Familie schon viel mitkriegen und lernen, so wie es meine 3 Jahre alte Schwester tut. :D
     
  4. Mora

    Mora Guest

    bei DEM Thema "Schule" bekomm ich :wut1: - ähnliche Gefühle - DA wird mir immer ganz eigenartig - komisch in der Bauchgegend

    Die Kinder sind DAS WERTvollste WAS wir haben - aber wie wir mit unserer Saat umgehen - ich nehm das Wort nicht gern... - aber ist zum kot(z)en - uppps

    Zweifelsohne gibt es und Gott sei Dank! gibt es SIE - andere Modellschulen - z.B. nach Montessori
     
  5. eva07

    eva07 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2007
    Beiträge:
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    Ich verstehe Dich, liebe Mora. Doch glaube mir, das Leben als Lehrer ist schwer und am schwersten haben es gute Lehrer, zumindest von der Leitung und der Kollegenschaft her.

    Lehren hat auch etwas mit Liebe zu tun. Wer lieben kann, kommt bei den Schülern gut an, aber nicht immer so gut bei den Kollegen und Vorgesetzten.
    Die Schüler lieben und die Eltern schätzen Dich, aber von den Kollegen wirst Du beneidet. Sie suchen bei Dir nach Fehlern und sie decken die kleinste Kleinigkeit auf und drehen Dir einen Strick daraus. Die schwache Leitung, die nach dem Proporz eingesetzt wurde, will nur seine Ruhe haben und ist überhaupt nicht gewillt zwischen den Kollegen zu vermitteln. Es gibt keine Kontrolle und wenn es eine gibt, dann ist sie bereits parteimäßig eingefärbt. Dazu kommt, dass es wenig Kontrolle gibt. Einerseits Gott sei Dank, andrerseits wäre es gut, weise Menschen auf diesen so wichtigen Posten zu haben. Aber wer ist das schon?

    Montessouri ist auch nur so gut wie seine Lehrer und das Arbeitsklima ist.

    Es kommt immer auf gesellschaftliche Systeme an. Der Lehrer kann nur so gut sein, wie es ihm von der Gesellschaft aus gestattet wird. Auch ist er weisungsgebunden.

    Ähnliche Probleme gibt es auch bei den Ärzten. Sie streiten miteinander bis aufs Messer. Wer leidet, ist der Patient.

    Es gibt aber Gott sei Dank auch Schulen, wo es ein gutes Arbeitsklima gibt. Dies hängt immer von der Leitung ab. Mit der Leitung steht und fällt alles. Wenn man am Anfang seiner Lehrtätigkeit springt, kann man diese Unterschiede von Schule zu Schule wohl erkennen. Es gibt nur wenige Schulen, wo man sich als Lehrer entwickeln und somit auch den Schülern mehr fürs Leben mitgeben kann.

    Der Lehrer hat eine gute Ausbildung und ist sehr bemüht sein Bestes zu geben. Nur lässt man ihn häufig nicht. Oft muss er sich mit zeitaufwendigen Schreibereien beschäftigen, die ihm nur die Kraft nehmen, die er besser für die Kinder einsetzen könnte.

    Heute gibt es einen Staatsanwalt für die Kinder, der in die Materie Schule keinen wirklichen Einblick haben kann. Da müsste er nämlich lange Zeit einen Lehrer beobachten um sich ein Urteil zu bilden. Bei seiner Kritik im Fernsehen -er muss ja auch zu einer Sendung kommen - macht er dann meistens auch den falschen Lehrer fertig.

    An unserem Schulwesen krankt so einiges. Aber die meisten Lehrer sind guten Willens. Nur macht man ihnen oft unnötig das Leben schwer. Für Kinder braucht man aber sehr viel Kraft und ein Talent auch Kinder, die sich nicht so leicht tun, in Liebe anzunehmen und dadurch zu fördern.

    Liebe Grüße

    eva07
     
  6. herzverstand

    herzverstand Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    danke für dieses thema!
    was mich am meisten erschreckt ist dass die grünen, die sich doch angeblich immer für die rechte der schwachen einsetzen, am meisten von allen parteien die möglichst frühe schulintegration forcieren. ja bildung ist bei denen so etwas wie ein goldenes kalb, ein fetisch.:homer::koenig::debatte::autsch:
     
  7. herzverstand

    herzverstand Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. November 2006
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    4.802
    Ort:
    ja, chirra, ich denke genauso.
    ich glaube das ganze "bildungssystem" gehört geändert wenn es nach mir geht.
    ich bin ja ein autodidakt. ich habe fast nichts durch lehrer gelernt sondern indem ich mich selbst für die dinge interessiert habe. in der schule sollen die kinder doch nur auf die leistungsgesellschaft vorbereitet werden. dementsprechend gibt es dort auch eine selektion die die schwachen von den guten schülern trennt. wenn es nach mir ginge, müsste sich das ganze von grund auf ändern: keine pflichtaufgaben (schulübungen und hausübungen) sondern jeder lernt das was ihm spaß macht und wofür die mittel da sind (für bücher). soziale integration ja - aber das kann man auch freudvoller gestalten, wobei die kinder ihre eigenen ideen und fähigkeiten mehr einbringen können.
    ich muss zugeben dass bei mir auch der kindergarten eine blöde zeit war, aber das ist eine andere geschichte....

    lg:)
     
  8. ancalagon

    ancalagon Mitglied

    Registriert seit:
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    Wien/ Steiermark
    Hallo!

    Ich kritisiere dabei weniger die Lehrer, die oft schon stark geprägt sind in dem, was sie vermitteln. Ich hatte einige Lehrer, die gut engagiert waren und wirklich super drauf und auch mit den Kindern - also auch mir :) - echt gut umgegangen sind.

    Mein Problem ist eher in dem Bereich, dass wir als Wissensgesellschaft immer früher anfangen müssen, KONFORMES Wissen anzunehmen. Ich sehe das Schulwissen so oft als determiniert, vorgeprägt und manchmal unterrichten Lehrer, vermutlich angesichts des Lehrplans, schlicht falsche Dinge.

    Hauptsächlich wird in der Schule indoktriniert, nicht gelehrt. Bei uns in Österreich hat es erst kürzlich einen riesen Skandal gegeben, weil in manchen Schulen demokratiekritisches Wissen verbreitet wurde. Na das war ein Knaller. Das Wissen wird ja leider nicht neutral vermittelt, sondern ist bereits vorab gewertet. In der Schule geht es also hauptsächlich darum, Werte zu vermitteln. Das finde ich per se schlimm, jetzt wollen sie mit der Gehirnwäsche noch früher beginnen, auf dass sich ja niemand individuell entwickle!

    Das finde ich wirklich schlimm - und noch schlimmer, dass Eltern ihre Kinder in die Schulen und Vorschulen geben, sich wundern, weshalb sie sich so schwer tun ihre eigenen Werte an ihre Kinder zu vermitteln, das Schulsystem und seinen Zweck aber nie je in Frage stellen.

    Von den Lehrern halte ich oft sehr viel, die könnten jedoch als Exekutive ruhig mal demonstrieren gehen für BILDUNGSFREIHEIT im Staat, oder gar für FREIE MEINUNG oder FREIE RELIGIONSAUSÜBUNG.... All diese Werte werden mit dem Instrument Schule wunderbar reguliert - und keiner sagt was oder tut was.

    Liebe Grüße,
    ancalagon
     
  9. eva07

    eva07 Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    5.949
    Ort:
    WIEN

    Aber ganz so wie Du Dir das vorstellst, geht es im Endeffekt auch nicht. Und das mit den Pflichtaufgaben ist auch seit ich denken kann ein Streitthema. Manche brauchen nämlich zur Vertiefung des Wissens eine Wiederholung und das geschieht durch die Hausaufgaben.

    Jeder lernt, was ihm Spass macht......jeder tut, was er will ..........Klingt ja wunderbar, aber lässt sich nicht machen.

    Bildung muss zumindest bis zu einem gewissen Grad nachweisbar sein. Es gibt nämlich sehr gute Blöffer, die aber gar nicht so bewandert sind wie sie vorgeben. Diese würden dann in der Gesellschaft die Angesehenen sein und die mit mehr Wissen und Fähigkeiten, hätten das Nachsehen. Auch für die Gesellschaft wäre das ein Verlust.

    In der Allgemein Bildenden Höheren Schule hat jeder die Chance gewisse Fertigkeiten zu erlernen, die der Mensch zur Lebensbewältigung braucht und die auch abprüfbar sind. Nach diesen Pflichtjahren kann jeder die Reifeprüfung machen und bekommt eine Maturazeugnis in die Hand. Mit dem kann man in verschiedenen Fächern an der Uni weiter studieren oder auf einen Beruf hinarbeiten. Man kann aber auch gleich nach der Hauptschule zu einem Meister in die Lehre gehen und auf diese Weise einen Beruf von der Picke auf erlernen.

    Also es ist nicht möglich, sich sämtliche Fertigkeiten selbst beizubringen. In der Kunst kann man noch ein Autodidakt sein, doch in ausgesprochenen Lernfächern wo ein Wissen auf das andere gezielt aufgebaut wird, nicht.

    Ich kenne intelligente Menschen, die auch viel wissen, doch sind diese Wissensinhalte nur chaotisch vorhanden und meistens gibt es kein richtiges Fundament.

    Alles, was einen interessiert und man gerne macht, wird besser gelernt als das, was man gezwungenermaßen tun muss. Doch zum Weiterstudieren braucht man ein Fundament auf allen Gebieten. Die Interessen der Schüler sind ja weit gestreut. Der eine interessiert sich für Medizin, der andere für Psychologie, wieder einen anderen interessieren nur technische Inhalte.
    Für jedes Fach muss aber bereits ein dementsprechendes Wissen vorhanden sein um darauf aufbauen zu können. Und dieses Wissen erreicht man durch die Matura in einer dementsprechenden Allgemein bildenden Höheren Schule.

    Natürlich wird auch auf die Leistungsgesellschaft Bezug genommen, doch wie wir bereit erfahren haben, viel zu wenig, da ja die Firmen darüber klagen, dass die Schüler zu wenig Fertigkeiten mitbringen.

    Im musisch-pädagoischen Realgymnasium kann man sich auf die Uni aber im Besonderen auf einen Lehrberuf vorbereiten. So hat eben jede weiterführende Schule ihren Bildungsschwerpunkt.

    Und die Indoktrination findet nicht so häufig statt, wenn überhaupt, wie es sich manche vorstellen. Übungen um Wissen zu festigen, sind keine Indoktrinationen. Diese hat es und gibt es noch immer in den kommuninistisch regierten Ländern. Bei uns hat es diese vielleicht in den Geschichtsfächern gegeben, doch sterben die Nazis auch schön langsam aus.

    Es geht hauptsächlich darum, dass man die Kinder nicht zu früh einem Zwang unterzieht. Doch erinnere ich mich an den Schulversuch Vorschulklasse, wo man mit den Kindern wirklich nur spielerisch lernte. Den Kindern gefiel das sehr gut und es gab und gibt in diesen Jahren keine Beurteilung und keinerlei Diskriminierungen nach Fähigkeiten.

    Jetzt aber übernimmt der Kindergarten diese Aufgabe und Kindergartentanten werden diese Kinder bestimmt nicht wie Lehrer unterrichten. Es wird alles Lernen spielerischj gestaltet und die Anstrengung liegt hauptsächlich bei den Pädagogen, denn die müssen sich etwas einfallen lassen.

    Allerdings werden so manche kleine Kinder und auch die Eltern mit ihnen Probleme mit dem zeitigen Aufstehen haben. Ob man generell später mit der Kinderarbeit beginnen sollte? Doch es geht auch um die arbeitenden Mütter, die ihre Kinder rechtzeitig unterbringen müssen.

    Doch glaube ich, dass sich die Eltern zu viele Sorgen machen, wenn sie glauben sollten, das ihre Kinder im Kindergarten oder in der Volksschule überfordert werden. Heutzutage sind eher die Lehrer überfordert, weil die Eltern sich zu wenig mit den Kindern beschäftigen können oder wollen und diese in der Auseinandersetzung mit dem Erlebten allein gelassen werden. Dadurch werden die Kinder unruhig und das wirkt sich dann negativ auf ihre Konzentration in der Schule aus.

    Liebe Grüße

    eva07
     
  10. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
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    hm

    wenn man sieht, wie wenig hier, gerade in diesem Threat Bildung gewürdigt wird, dann ist es kein Wunder, dass die Bildung immer mehr abnimmt

    aber is ja wurscht, dumme Menschen sind leicht zu regieren

    lG

    FIST
     
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