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Das Fenster

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Wesley, 24. Januar 2013.

  1. Wesley

    Wesley Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Dezember 2011
    Beiträge:
    269
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    Das Fenster

    In einem Fenster lebe ich, seh nur den Rahmen,
    erfaße uns, weis nicht woher wir kahmen.
    In Mythen erzählt man so manche Geschicht,
    was nicht geschrieben, das jedoch glaubt man nicht!
    Die Zeit schleift Häuser, Tempel, eig´nes Grab,
    was nicht mehr auffindbar, es auch niemals gab!
    Das Fragen stellen, wegen Büchern verpönt,
    und denkst Du anders, wirst noch verhöhnt!

    Die Bilder wandern, die großen am Himmel,
    man kennt nur drei in diesem Gewimmel!
    Einst der Stier, gar mächtig er war,
    nur in Legenden die Jahrtausende ich sah!
    Gestürzt der Apis durch den Fischer vom Trohn,
    im Sternbild Fische regierte nun Gottes Sohn.
    Das Labyrinth verschwunden, längst von der Welt getilgt,
    das neue Kreuz nun auch vergilbt.

    Neu ist die Zeit, zu end gehn die Fische,
    der Wassermann naht und bereitet die Tische.
    Hundertfünfzig an Jahren noch zu zählen,
    als dann die Menschen einen neuen Glauben erwählen.
    Selbst heut schon nur wenige den Stier noch nennen,
    am Ende des Wassermanns ihn keiner wird kennen.
    Ein Mythos wird sein, weit vor unserer Zeit,
    ein anderer wird fragen und teilen mein Leid!

    In einem Fenster lebe ich, seh nur den Rahmen,
    erfaße uns, weis nicht woher wir kahmen.

    ...
     
  2. Wesley

    Wesley Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Dezember 2011
    Beiträge:
    269
    Einst ein Planet, mit Büschen und Sträuchern,
    wurd ständig beschossen, begann zu räuchern.
    Wurd immer heißer und Glut stieg empor,
    kein Leben mehr ward, wie einst davor.
    Sein Mantel wurd Feuer, nicht fest sondern flüssig,
    begann zu strahlen, als Sonn, ganz bissig.
    Verzehrte sich selbst, gebläht zur Nova,
    dann stieß er sie ab, die heiße Corona.
    Zum weißen Zwerg zusammen gefallen,
    pulsiert er nun mit tödlichen Strahlen.
    Wie eine Spinn, Gravitation sein Netz,
    verzehrt er nun andre im hier und jetzt!

    ...

    :rolleyes:
     
  3. Wesley

    Wesley Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Dezember 2011
    Beiträge:
    269
    Ein kleines Herz das schenk ich Dir,
    Du süßer Fratz im Spiegel hier.
    Kein and´rer uns zwei kann verstehn,
    wir müssen ja auch nicht zu and´ren gehn!

    Draußen klingelts, gar mächtig Sturm,
    s´ist kein Liebster, sind Leut mit Turm.
    Jehovahs Zeugen erzähln nun von Liebe,
    es kommt Dir vor wie tausend Hiebe!

    Nett wie Du bist, einen Zehner giebst her,
    heut ists so kalt, die frieren so sehr!
    Nett sind sie ja, da kann man nix sagen,
    aber Antworten haben sie auch nicht auf all meine Fragen!

    ...
     
  4. Wesley

    Wesley Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Dezember 2011
    Beiträge:
    269
    Man sagt, der hört und sieht nichts, der hört und sieht genau,
    der sagt nur nichts, der Kleine, ihm ist so furchtbar flau.
    Ein stilles braves Wasser, so friedlich und so flach,
    doch tauchst Du ein, die Tiefe, die ist gar tausendfach.
    Es spielt mit Dir, Du ärmster, es spielt so furchtbar gern,
    Du winselst lieb um Gnade, doch die ist dem Wasser fern.
    Es kennt Dich, jede Faser und strebt Beweise an,
    das unter Wasser Feuer verdammt lange brennen kann!

    Und die Moral von der Geschicht?
    Geh in flache Wasser nicht! :D
     
  5. Wesley

    Wesley Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Dezember 2011
    Beiträge:
    269
    Sommersehnsucht

    Früh morgends sechs, die Sonne strahlt,
    mit dem Fahrrad verläßt die Stadt,
    ein schönes Rot der Himmel malt,
    und leicht fährt sich das Rad.
    Die Häuser schwinden, werden rah,
    die Wege immer schlechter,
    bis kein Weg mehr vorhanden war,
    ein Busch wurd Fahrrads Wächter.
    Zu Fuß durch Felder, Wiesen, Flur,
    im Tau der Zivilisation entsprungen,
    zwei Stunden läufst schon sagt die Uhr,
    kein Haus hast mehr gefunden.
    Kein Weg, kein Straß, kein Mast kein Zaun,
    nur wilde frei Natur,
    ein Fluß sich windend anzuschaun,
    es ist des Glückes pur!
    Die Sonn steigt höher, wärmer wirds,
    sanft streichelt Dich der Wind,
    die Kleider Du bei Seite wirfst,
    in den Fluß springst ganz geschwind.
    Das Kind in Dir ist entlich frei,
    schwimmst wie Gott Dich einst erschuf,
    keine Sorgen, der Natur ists einerlei,
    hier kräht keiner nach Deinem Ruf.
    Zur Mittagszeit Du liegst im Gras,
    die Sonn verwöhnt Dich sehr,
    ein Flugzeug siehst mit Deinem Glas,
    was willst des Glückes mehr.
    Der Nachmittag, es ist fast drei,
    da knackt es im Gehölz.
    Familie Wildschwein schaut erstaunt vorbei,
    zum Gruße, Gott vergölts.
    Auf fünf die Uhr nun langsam geht,
    genießt ein letztes Bad,
    der Rückmarsch auch noch vor Dir steht,
    zu kurz war dieser Tag!
     
  6. FraHup

    FraHup Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2012
    Beiträge:
    159
    Ort:
    Pause
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    John Maynard

    John Maynard!
    "Wer ist John Maynard?"
    "John Maynard war unser Steuermann,
    aushielt er, bis er das Ufer gewann,
    er hat uns gerettet, er trägt die Kron',
    er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
    John Maynard."

    Die "Schwalbe" fliegt über den Erie-See,
    Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
    von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
    die Herzen aber sind frei und froh,
    und die Passagiere mit Kindern und Fraun
    im Dämmerlicht schon das Ufer schaun,
    und plaudernd an John Maynard heran
    tritt alles: "Wie weit noch, Steuermann?"
    Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
    "Noch dreißig Minuten ... Halbe Stund."

    Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei -
    da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
    "Feuer!" war es, was da klang,
    ein Qualm aus Kajüt und Luke drang,
    ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
    und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.

    Und die Passagiere, bunt gemengt,
    am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
    am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
    am Steuer aber lagert sich´s dicht,
    und ein Jammern wird laut: "Wo sind wir? wo?"
    Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. -

    Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
    der Kapitän nach dem Steuer späht,
    er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
    aber durchs Sprachrohr fragt er an:
    "Noch da, John Maynard?"
    "Ja,Herr. Ich bin."

    "Auf den Strand! In die Brandung!"
    "Ich halte drauf hin."
    Und das Schiffsvolk jubelt: "Halt aus! Hallo!"
    Und noch zehn Minuten bis Buffalo. - -

    "Noch da, John Maynard?" Und Antwort schallt's
    mit ersterbender Stimme: "Ja, Herr, ich halt's!"
    Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
    jagt er die "Schwalbe" mitten hinein.
    Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so.
    Rettung: der Strand von Buffalo!

    Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
    Gerettet alle. Nur einer fehlt!

    Alle Glocken gehn; ihre Töne schwell'n
    himmelan aus Kirchen und Kapell'n,
    ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt,
    ein Dienst nur, den sie heute hat:
    Zehntausend folgen oder mehr,
    und kein Aug' im Zuge, das tränenleer.

    Sie lassen den Sarg in Blumen hinab,
    mit Blumen schließen sie das Grab,
    und mit goldner Schrift in den Marmorstein
    schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:

    "Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand
    hielt er das Steuer fest in der Hand,
    er hat uns gerettet, er trägt die Kron,
    er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
    John Maynard."​


    Keines meiner Augen bleibt trocken ...
    Dein Lieblingsgedicht von Fontane Theodor
    holt alte Erinnerungen aus mir vor
    da war vor vielen Zeiten ein Mädchen
    alleine auf einem Schiff im Ozean
    alle anderen waren krank und gestorben
    über ein Jahr dauerte es bis Halunken
    das Schiff fanden und das Mädchen wuschen
    und herrichteten als kostenlose Schiffshure
    gestorben an zu vielen Seemannsschwänzen
    noch einmal Futter für Haie, ein letztes Mal
    Meine Kiefer verkrampfen sich immernoch ....
    Oder eine Reise durch die Wüste
    lange ist es her, dass wir loszogen
    die Brüste der Frauen versiegten bereits
    und das Wasser der letzten Quelle tragen wir schon Tage
    tote Babys und Kinder graben wir wenige Zentimeter tief in den Sand
    einzig der Wille treibt noch ein paar ehemals kraftvolle Erwachsene
    in eine Zukunft von der sie nichts mehr wissen
    Die Erinnerung ist in meinen Zellen eingetrocknet ...
    So ging es viele Male auf Leben und Tod ...
    Mal starb nur einer, ein Held, mal starben alle
    bis auf einen, ein eigenwilliges Leben ...
    einmal ...
    kämpfte ein letztes Paar an einem Fluß gegen
    die römische Armee, die Mutter setzte das Kind in einen
    Korb in den Fluß und segnete es und kämpfte
    nachdem ihr Mann gefallen war
    noch viele Stunden gegen die Römer, alleine,
    und ihre guten Gedanken hielten bis über
    ihr Ende hinaus ... Gedanken für ein Paradies ...
    nach Deinen Gedanken, Wünschen wird Dir geschehen ...
    Mensch Du gigantisches Wesen.
     

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