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Das Ewige

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von FIST, 27. März 2006.

  1. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
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    Das Ewige


    Schüler

    Nach so langer Suche
    Fand auf dem Berg ich euch
    Kletterte und zitterte
    Bangte um mein Leben
    Als ich aufstieg
    Hin zu euch
    So bitt ich euch
    Mit Demut voll
    Geklärt im Herzen
    Mir zu künden
    Zu verraten mir
    Wonach mein Herz seit jeher suchte

    Eremit

    Wohlan ein junger Freund
    Gefürchtet nicht den Aufstieg
    Hast getrotzt dem Fels
    Und manch Getier
    Gingst wo ich einst ging
    Fragst, was ich einst suchte
    Begehrst von mir
    Was jung ich selber auch begehrte
    Und doch scheiden Zeiten uns
    Wie will ich Wüster denn heut wissen
    Was dein Herz seit je begehrt?

    Schüler

    Sprecht nicht so, dies bitt ich euch
    Nicht suche ich was Zeiten suchen
    Moden gar noch Weibsgesang
    Nicht such ich Ding noch Weg
    Wie ihn die Zeit mir schreibt
    Klagt nicht Ewigkeit in mir?
    Sucht dass mich nicht
    Was sich nicht wandelt
    Und ewig bleibt auf Zeiten.

    Eremit

    Schrecke nicht
    Auch wenn ich lache
    Und ein wenig traurig blicke
    Von Ewigem sprichst du
    Und hast die Ewigkeit geändert tausend mal
    Mal ist’s dir dies, mal ist es das
    Und ...

    Schüler

    Sprecht doch nicht
    Ich weiss ja schon
    Und wie habt ihr Recht
    Und doch, erkannt auch dies habe ich
    Darum ja erst sucht ich euch
    Das ihr mir klärt
    Erklärt mir und mir Kündet
    Was den Ewig wirklich ist
    Und was die Hast in mir befreit

    Eremit

    Wie jung du bist
    Und willst Hast nicht?

    Schüler

    Wie hastete ich
    Und hatte nie den Frieden
    Wie strebte ich und lebte ich
    Jagte dieses, jenes, jene Frau
    Sucht im Gold mein Glück
    In Wein und Bier und Wilden festen
    Gelästert habe ich den Alten
    Toren wie ich dachte
    Trocken schon und bald im Grab
    Ritt ich nicht die schnellsten Pferde?
    Kämpfe ich nicht kühn in wilden Schlachten?
    Dichtet ich nicht schönste Arien
    Sang wüste Lieder

    In Gräben wacht ich auf
    Meist mit schwerem Kopfe
    So hört und glaubt mir doch
    Die Hast wurd mir genug
    Und ich ihr überdrüssig.

    Eremit

    Bei mir also suchst du Frieden
    Ist es dieses was dein Herzen begehrt?

    Schüler

    Mitnichten such ich Frieden
    Kenne ich doch ihn den Feigen
    Schleicht sich an mit sanften Pfoten
    Legt sich schmiegsam um den Hals
    Und kleidet einen schön und angenehm
    Doch ist sein Glanz nur Putz
    Und hinter seinem Samte
    Lauern tiefe Krallen
    Oh wie tief vergiftet lag ich da
    Als ich träge wurd und weich und fett
    Als die Tage mir wie Nächte schienen
    Und Nächte nichts als öde Tage
    Und nach der Kralle
    Tief verwundet, ein nächstes mal der Samte
    Ein Nichts dass aufsog mich
    Und zuerst gütig mich umwebte
    Lies es nur die Hülle dort
    Und eine grosse Öde

    Eremit

    So kletterst du auf diesen Berg
    Dass ich dir Fülle schenke
    Dir die Öde fülle
    Mit Leben dich umkleide


    Schüler

    Oh ihr vom Berg
    Ihr kennt mich nicht
    Scheint mich zu lästern
    Zog nicht ich mich quälend aus der Öde
    Fand ich nicht das Leben wieder
    Nicht mehr Hast und nicht mehr Friede
    Wieder zog ich in den Kampf
    Doch als Held nicht mehr
    Als Rückendeckung

    Wieder trank ich Wein
    Doch nur en Glas am Tag
    Dafür Guten
    Wieder dichtete mein Herz
    Arien nicht mehr
    Doch kleine Oden
    Ich sang erneut
    Doch sang vom Frieden
    Und genoss ich nicht Schabbat
    Freute mich der Feiertage
    War des Freitags froh
    Ausgleich wie es heisst
    Zog in mich glorreich ein
    Ich glaubte mich des Himmels
    Heilig, auserkoren
    Gut und Weise
    Wie sog an mir der Hochmut dann

    Eremit

    Mein junger Freund
    Es scheint an dir
    Was dich so quält
    Der Hohe mut zu sein

    Schüler

    Oh und als ich glaubte
    Demut als das Ewige
    Mich hingab, mich niederwarf
    Anbetete tausend Altare
    Die Götter flehte
    Zum Herrn betete
    Und die Religion ich tief verkostete
    Als ich mich ins andere Schlug
    Ich Schuldbewusst meine Lasten trug
    Wie fühlte ich mich da frei
    In Ketten lag ich
    Und war Frei
    Und doch, ohweh, auch dies trügt mich
    Und nach kurzem Feuer blieb da nichts
    Nur Trümmer Tausend falscher Glauben

    Eremit

    Wahren Glauben also mein Sohn
    Begehrt den Herz im Stillen?

    Schüler

    Nicht also
    Denn als ich wandeltet im Nichts
    Da sprach zu mir am Felsentor
    Oh wie will ich dies Beschreiben
    War es nicht der Christus selbst
    Des Gottes eingebohrnen Sohn?
    War es nicht Gewand des Ewigen
    Und Pfeil im Herz und neus Gewand
    So wie es geschrieben steht
    So wie es von Anfang war
    O wie fand der Glaube mich
    Und mich die Wahre Religion
    Wie hob mich dies,
    Und zog mich gleichsam nieder
    War es dies nicht, dass mich zu dir führte?
    War es dies nicht dass ich an dich dache?
    Mich an dich erinnerte
    Ich wurde dir erneut gewahr

    Eremit

    Es verwundert mich
    Wie du mich kennen sollst

    Schüler

    Spricht man in der Stadt denn nicht
    Das vor langer Zeit
    Und vielem Jahr
    Du einst stiegst
    Vom Fuss bis hier zum Berg
    Auf dass du sinnen kannst
    Dem Leben und der Weisheit
    Erzählen alte Weiber nicht
    den armen Kleinen
    Dass du Nachts aufschreibst
    Was sie des Tages böses tust

    Eremit

    Das arme Kind oh weh
    Man treibt es aus der Ewigkeit mit einer Lüge
    Und die Schlange hat in diesem Fall
    Nur halbe Freud
    Denn muss der Balg das Ewige der Mutter nicht verlassen?
    Muss er denn nicht
    Wie du mein Junger Freund
    Durch tausend Tode hasten
    Ehe dieser kleine Knirps
    Den steilen Berg zu mir erklimmt
    Und täglich sucht er neu
    Den Tag zurück, gleich du, gleich ich
    Findet aber blosen Schein
    und Trug der Ewigkeit
    Frauen wird er suchen
    Zuviel trinken
    Singen, tanzen , dichten
    Beruhigt sein Herz nicht

    Ist mein Herz den ruhig
    Fand ich alter Narr denn Ewigkeit
    Auf dem Felsen saß ich Jahrelang
    Und wurde nicht zum Stein
    Nicht weiser als der Jüngling selbst
    Nicht klüger bin ich
    Such ich doch
    Was er nicht fand
    Oh junger Freund
    Der mit mir leidend
    Was du im Leben suchst
    Wird keiner dir je geben
    Der Tod wird tränken deinen Durst
    Und stillen deinen Hunger

    Schüler

    Ich ahnte es
    ich bin ein Tor
    suche das Unmögliche

    Eremit

    Verzage nicht
    Und gibt nicht auf
    Denn dein Herz sucht dies
    Und findet nicht
    Und doch wird Reich sein deine Welt
    Froh dein Lachen
    Wenn du blos suchst
    Nicht verkümmerst
    Nicht jammerst
    Wohl Ewiges findest du nicht
    Dafür grosse Schätze
    Auch wenn sie mit dir Sterben
    Und keiner davon Kündet
    Und keiner sich erinnert
    Und niemand Heldenlieder singt
    Und keiner um dich Weint
    Und niemand um dich klagt

    Vergängliches, mein Junger Freund
    Steigt auf in deinem Herzen
    Stück für Stück
    Die Ganze Zeit
    Der Jammer wird im Herz verbrannt
    Das Fröhliche im Traum geopfert
    Steigt es nicht zur Ewigkeit
    Ist es nicht der Lohn der Legionen?
    Ist dies nicht dein Schlüssel?

    Du rennst und rennst und wirst nicht froh
    Und wenn die Füsse einstmals lahm
    Dein Herz dir tausendmal gebrochen
    Du auf einem Berge sitzt
    Singt dir der Wind nicht seine Lieder
    So wie du ihm deine Sangst in deiner Jugend?
    Zeigt der der Mond nicht seine Liebe
    Ist der Himmel dann nicht Buch für dich
    Ist die Sonne dir nicht Freude?
    Oh mein jugendlicher Freund
    Hüte dich vor jenen
    Welche niemals Liebe kannten
    Welche nie den Rauschtrank tranken
    Welche nie als Helden kämpfen
    Welche nie die derbsten Lieder sangen
    Welche niemals träge waren
    Sie morden ihre Ewigkeit
    Und geben allen Teufeln preis
    Was Gottes Lob doch ist
    Und seine Freude.

    mfg by FIST
     
  2. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    4.608
    Ort:
    Nähe Stuttgart
    Das ist ein starker Text FIST! Wo hast du ihn her? Doch nicht etwa selbst verfasst? Danke dafür!
    lg Kalihan
     
  3. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Schalom Kalihan

    danke für die Blumen... natürlich ist der Text selber Verfasst


    mfg by FIST
     
  4. tomsy

    tomsy Guest

    fist, das ist hammer text! :blume:
     
  5. Der Magier

    Der Magier Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Mai 2005
    Beiträge:
    3.875
    Ort:
    CH
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    Hey FIST du überraschst mich immer wieder!!
    Mensch, RESPEKT!!

    Magie:kiss3:
     

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