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Christus und der schamanische Weg

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von yinundyang, 18. August 2009.

  1. yinundyang

    yinundyang Guest

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    Hallo....

    mich beschäftigt, wie sich Christus und der schamanische Weg zueinander verhalten.

    Vorweg, dieses Thema hätte wohl auch in den Bereichen Religion und Spiritualität sowie Schamanismus erscheinen können. Ich habe mich für den Bereich Meditation entschieden, weil hier der innere Weg, der Weg zum Christus in uns, Ausgangspunkt der Betrachtung sein soll. Wie nun aber, verhalten sich hierzu schamanische Techniken und Erfahrungen?

    Einige Überlegungen, die ich hierzu habe:

    Der Christusweg/Königsweg der von Liebe und Hingabe. Wenn der Mensch „soweit“ ist, offenbart sich Christus in ihm. Sein Wille geschehe. Meditation und rechtes Leben/Denken/Tun können aktiv und bewusst getan werden, im Sinne einer Vorbereitung und Tempelreinigung. Geistesgaben, Sehen, Erinnerungen an frühere Leben o.ä. sind Geschenke, die gegeben werden, wenn der Mensch bereit dafür ist.

    Im Schamanentum nun, wird soweit mir bekannt, gezielt willentlich versucht, Kontakt mit der Anderswelt aufzunehmen, meist auch mit Hilfsmitteln wie Ayawaska oder San Pedro. Neben dem „Reisen“ soll durch die Substanzen alter Schmerz durchlebt/Blockaden sichtbar und geheilt werden. Evtl. kann dies als eine Art Tempelreinigung verstanden werden. Nun frage ich mich, ob dieses willentliche Tun, einschließlich der Pflanzen, Gefahren birgt und ob es sich überhaupt mit dem Christusweg "verträgt".

    Wie seht ihr das?

    Liebe Grüße,

    yinundyang
     
  2. Lunai

    Lunai Guest

    Hallo,

    jeder hat seinen ganz eigenen 'Christusweg', wenn man das so nennen möchte. Und solange das Handeln durch Liebe bestimmt wird, sehe ich da keine Konfliktpunkte. Ob es sich nun mit deinem 'Christusweg' verträgt oder nicht, kannst nur du entscheiden. Ein Schamane würde vermutlich 'ja' sagen ;)
     
  3. Ldzukunft

    Ldzukunft Guest

    Santo Daime Kirche:blume:


    bei interesse.


    lg:)
     
  4. maria45

    maria45 Guest

    Liebe YinundYang,
    für mich besteht da kein Widerspruch.
    Wenn man so ein Thema anschneidet wie den Gebrauch von Pflanzen, darf es nicht ausbleiben, auf die Gefahren hinzuweisen, die das für den "Hobbyschamanisierenden" hat. Also nur weil man mal Ayahuaska probiert hat befindet man sich nicht auf dem schamanischen Pfad. Das sind Dinge, die gehören in eine bestimmte Kultur und unter die weise Aufsicht eines in dieser Kultur stehenden. Nicht, daß das nicht auch ein kulturfremder erlernen könnte, aber das geht nicht in irgendwelchen Schamanenweekends.

    Schamanismus als solcher besteht durch den Kontakt zur Geisterwelt. Das Wort "Schamane" kommt vom hebräischen "schämän", Öl, das die Salbung mit heiligem Geist anzeigt.
    Christentum als solches besteht durch das "Chrisma", die Salbung mit dem heiligen Geist.
    Insofern gibt es da also keinen Unterschied.

    Man könnte Jesus, wie der Geist ihn in die Wüste treibt und er sich dort anderen Geistern konfrontiert, durchaus als Schamanen sehen.
    Was nun den "willentlichen Kontakt zur Anderswelt" angeht: Was ist genau der Unterschied zum Christentum, in dem man auch bewußt, "willentllich", um den heiligen Geist bittet, daß er einen erfüllt?

    Es ist beides eine Invokation, egal ob mit oder ohne pflanzlichen Mitteln (Wobei der Weihrauch der katholischen Kirche ja auch Hanf enthält...).
    Sicher sind die zunächst ins Auge stechenden äußeren Formen scheinbar unterschiedlich, doch das Innere ist dasselbe. Es wird dasselbe mit anderen Worten und anderen Bildern beschrieben.

    Im Schamanismus erhält derjenige, der Schamane werden wird, den Ruf aus der Geisterwelt. Sie sucht Kontakt. Nicht der Mensch, der einen romantischen Faible fürs schamanisieren entwickelt hat und irgendeiner "Indianermode" hinterherläuft...

    Im Christentum erhält derjenige, der den Weg des inneren Christus geht, ebenfalls einen Ruf, den Ruf des Herzens. Man ist "berufen". Doch nur wenige sind "auserwählt", verwirklichen diesen Ruf des Herzens.

    In jeder wahrhaft spirituellen Tradition ist es so, daß die geistige Welt "auserwählt", sie nimmt jemanden als Schüler, egal ob durch einen sichtbaren Meister oder durch Geister.
    Und wer wirklich begreift, was die Geistige Welt da mit einem vorhat, der wird - wenn er halbwegs bei gesundem Menschenverstand ist - einfach Reißaus nehmen.
    Da könnte man in der Bibel zahlreiche Berufungsgeschichten nachlesen, wo Gott einen Propheten auserwählt. Die sind meistens erstmal nicht sehr glücklich mit dieser Auserwählung. Ebensowenig sind es meistens die werdenden Schamanen...

    Warum nicht? Weil es ein knochenharter Weg ist. Gefahren für Leib und Leben lauern auf diesem Weg. Nicht auf dem breiten Weg des Kirchenchristen, und nicht auf dem breiten Weg des Hobbyschamanen und nicht auf dem breiten Weg des Mahayana-Buddhismus. Aber auf dem schmalen Pfad wirklicher Erwählung. Oder wer freut sich darüber, daß er ein paar Mal in Situationen kommen wird, in denen er Gefahr läuft zu sterben oder schlimmeres...? Niemand, der recht bei Trost ist. Das einzige, was einen bei der Stange hält, ist eben dieser Ruf und seine Resonanz im Innern.

    Auch Jesus predigt keinen süßen LuL-Pfad. Er konfrontiert die Jünger mit dem, was von ihnen verlangt werden wird. Man lese z.b. Johannes 6, 60-66:

    Doch wer wirklich diesen Herzensruf spürt, der geht nicht weg, um nichts in der Welt. So geht die Erzählung auch weiter:

    und Petrus antwortet:
    Da ist nicht die Frage, ob man alles verlassen muß und Jesus nachfolgt. Petrus hat alles verlassen und kann nicht zurück. "Zu wem sollen wir gehen?" Er findet in der äußeren Welt kein Ziel mehr. Er spürt das Heilige und es läßt ihn nicht los. Selbst dann, als er es dreimal verleugnet, als er bei der Kreuzigung doch die Hosen gestrichen voll hat. Er kehrt zurück. Wen der Ruf einmal ereilt hat, der kann noch so sehr fliehen, nichts auf dieser Welt wird ihn letztlich mehr zufriedenstellen können und er wird diesem Ruf wieder und wieder folgen, ob in dieser Inkarnation oder in einer anderen...
     
  5. soya

    soya Guest

    das ist genau das was ich auch sagen würde, ich stimme dir zu, jeder von uns hat eigenen weg oder besser jeder ist anders sensibilisiert und es trifft sich wieder in der mitte.

    lg:umarmen:
     
  6. yinundyang

    yinundyang Guest

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    Hallo Lunai,

    Danke für Deine Antwort.

    Das seh ich auch so, mit und ohne Hervorhebungen.

    Darum ging es in der Frage nicht.

    Vermutlich.

    Viele Grüße,

    yinundyang
     
  7. yinundyang

    yinundyang Guest

    Liebe Maria,

    Danke für Deine ausführliche Antwort.

    Erklärend hinzufüg: Ich wollte mit meiner kurzen Überlegung bzw. der Frage keinen Widerspruch stützen. Vielmehr ist es so, dass ich wenig über das Gemeinsame dieser doch erstmal unterschiedlich anmutenden Zugänge/Wege weiß. Daher meine Frage an die, die sie ahnen, beschreiben können, vielleicht wissen.

    Kannst Du hier bitte deutlicher werden. Den Gebrauch von Pflanzen meinte ich mit willentlichem Herbeiführen. Bsp.weise dass "Dinge" offenbar werden, die noch gar nicht dran sind, evtl. weil die "Reife" für den Umgang fehlt. Was ist mit Hängenbleiben, Auslösen von sog. Psychosen, Besetzungen?

    Was ich als Unterschied empfinde, ich möchte noch einmal betonen, nicht zu wissen meine, ist, ist die Technik des Zugangs. Ob man den Weihrauch nun mit den Pflanzenmitteln der Schamanen vergleichen kann, vermag ich nicht zu sagen. Es scheint mir hier jedoch einen Unterschied zu geben.

    „Willentlich“ so wie ich es als Unterschied in beidem empfinde, möchte ich noch etwas genauer beschreiben: Ohne Wunsch und Wille geht sich wohl kein Weg. Ob das, was und wie der einzelne auf „den“ Weg kommt, hier auf Erden so frei gewollt ist, oder nicht doch geführt, sein mal dahingestellt. Alle ausgeübten Techniken sind wohl erst mal willentlich. Dennoch sehe ich einen Unterschied, in dem, was sie bewirken (können). Im Christusgebet, Meditation der liebenden Hingabe, so nehme ich an, muss sich das Wollen auflösen, um zu Empfangen. Der Wille „etwas“ erreichen zu wollen, „weiterzukommen“, spirituelle Erfahrungen machen zu wollen, führt wohl eher dazu, dass dieses nicht geschieht. Erst durch das Loslassen, öffnet sich das Innere. Anders gesagt, wenn der Mensch bereit ist zu empfangen, empfängt er, nicht aber, wenn er es will.

    Im Schamanischen dann, werden durch Pflanzenkonsum wohl „Zustände“ und Erfahrungen erreicht, die ohne diesen nicht möglich wären. Das meine ich mit willentlich herbeigeführt. Diese Erfahrungen scheinen auch unabhängig von dem Bereitsein des Konsumenten einzutreten.

    Kann also in sicherer und gewagter Zugang unterschieden werden? Oder doch alles wieder dasselbe?

    Viele Grüße,

    yinundyang
     
  8. maria45

    maria45 Guest

    Liebe YinundYang,
    ich habe es wohl nicht klar genug gesagt. So etwas sollte man nicht ohne die Hilfe eines Lehrers tun, also eines wirklichen Schamanen, der genau diese Fallstricke mithelfen kann zu umgehen.
    Es gibt spirituelle Wege, die ohne "Drogen" auskommen, und andere, die "Drogen" einsetzen. Doch sollte niemand glauben, daß bereits das Einnehmen dieser Dinge genügt um spirituelle Erfahrungen zu machen. Man macht Erfahrungen, ja. Spirituell werden sie erst in dem Moment, wo man innerlich wächst. Drogengebrauch führt allerdings zunächst nicht zu einem Wachstum, sondern zu einer Schrumpfung bestimmter Energien. Das eventuell dann daraus sprießende Wachstum muß weit mehr als das wieder gutmachen. Das gelingt in der Regel eben nicht ohne die Hilfe eines Schamanen. Und in der Regel meint nicht nur in der Mehrzahl der Fälle, sondern in 99.99% der Fälle oder mehr.

    sicher gibt es diesen Unterschied, er ist aus meiner Sicht ganz einfach zu benennen: Der Gebrauch von Pflanzen ist nur sinnvoll möglich unter Anleitung durch einen Meister (in diesem Falle ein Schamane), der Zugang ohne Pflanzen ist auch möglich ohne Meister, dieser wird sich dann zeigen, wenn derjenige soweit ist daß er ohne ihn nicht weiter kommt.

    auch im Gebrauch von Pflanzen muß sich das Wollen auflösen um zu Empfangen. Nur ist die Auflösung dort sehr viel leichter möglich, dafür ist das Empfangen des "Richtigen" dort sehr viel schwerer. Für das Empfangen des "Richtigen" ist eben die Anwesenheit eines Meisters unabdingbar.

    In Anwesenheit eines Meisters ist der Gebrauch von Pflanzen nicht gewagt, sondern ein natürliches Instrument, das völlig sicher ist. Richtig eingesetzt, stellt es eine Abkürzung dar um etwas zu erreichen, das sonst schwer zu erreichen ist.

    Um ein Bild zu gebrauchen: Eine solche Pflanze ist wie eine Rakete. Du kannst einsteigen und mitfliegen, wenn du einen Piloten hast. Wenn Du selber kein Pilot bist, wirst du damit eine Bruchlandung machen.
    Wie du richtig sagst, losfliegen tut sie auf jeden Fall, auch wenn man nicht dafür bereit ist, aber die sichere Landung oder das Andocken im Weltall ist eine ganz andere Sache.

    Deshalb würde ich anders unterscheiden:
    a) Der Zugang ohne Pflanzen ist ein sicherer, langsamer Zugang.
    b) Der Zugang mit Pflanzen ist in Anwesenheit eines Meister ein sicherer, schneller Zugang
    c) ohne Anwesenheit desselben ein sicherer, schneller Untergang.

    in Liebe und Wahrheit,

    eva-maria
     
  9. maria45

    maria45 Guest

    Nachtrag: Wer ist ein solcher Meister, wie kann man einen solchen erkennen?

    a) jedenfalls nicht daran, daß er jahrelange Drogenerfahrung hat. Das macht keine Meisterschaft aus.
    b) wirkliche Meister lehren nicht gegen Geld. Ganz einfach. Sie nehmen einen eher als eine Art spirituelles Kind in ihre Gemeinschaft auf. Die nötige Beziehung ist nicht durch Wochenendseminare erreichbar, sondern im täglichen, eventuell jahrelangen Zusammenleben.
    Auch Jesus und seine Jünger leben mehrere Jahre miteinander, also auch ohne Pflanzen gelten dieselben Regeln.
     
  10. Lucia

    Lucia Sehr aktives Mitglied

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    eine der wenigen, dafür aber am besten dokumentierten, schamaninnen, die mit christlichen aspekten gearbeitet hat, war maria sabina. sie verwendete für ihre rituale psylocibine und als helfer maria, jesus und gott.
    dazu wär das buch "maria sabina - botin der heiligen pilze" zu empfehlen. als einblick, wie sie christliche elemente in ihre schamanische arbeit eingebaut hat.


    da diese bezeichnung aus dem ostsibirischen raum kommt, wirds wohl weniger hebräisch sein. nur weil was gleich oder ähnlich klingt, hat es nicht unbedingt dieselbe sprachwurzel.


    Bellinger (Knaurs großer Religionsführer, 1986): "Shaman (tungus.), sha-men (chines.), von samarambi (mandschurisch, tobendes Umherschlagen)."


    Lörler (1986):"Übersetzt in unsere Sprache heißt Schamane <sich anheizen, verbrennen, mit Hitze oder Feuer arbeiten>. Das Wort kommt aus dem ostsibirischen Raum ..."


    Panoff/Perrin (1982): "Von tungusisch (Altai-Sprache) saman, <der außer Fassung bzw. der verzückt ist>."


    Eliade (1952): "Der Schamanismus strictu sensu ist ein par excellence sibirisches und zentralasiatisches Phänomen. Das Wort stammt über das Russische vom tungusischen shaman. In den übrigen zentral- und nordasiatischen Sprachen entsprechen diesem Terminus jakutisch ojun, mongolisch buga, boga (buge, bu) und udagan (vgl. dazu burjätisch udayan, jakutisch udoyan, Schamanin), turktatarisch kam, gam, mongolisch kami usw. Man hat den tungusischen Terminus aus Pali samana zu erklären versucht ..."


    außerdem noch als kleine anmerkung - nicht jede schamanische tradition arbeitet mit pflanzen- oder pilzwesen.

    :)
     
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