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Christentum vs. Grundgesetz

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Leyla, 17. Oktober 2009.

  1. Leyla

    Leyla Guest

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    Hallo Foris,

    erst einmal möchte ich an dieser Stelle alle gläubigen Christen bitten, sich nicht angesprochen- bzw. auf die Füße getreten zu fühlen. Es richtet sich nicht an euch, sondern eher an diejenigen, die im Christentum den "Ton angeben" und entscheiden, wann wie was durchgeführt wird. Unter Umständen auch an christlich gläubige Eltern, jedenfalls habe ich nicht die Absicht, jemanden an den Pranger zu stellen.

    Im Grundgesetz Artikel 4 (1) steht folgendes:

    Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

    ---------------------------------------------------------

    Jedenfalls widerspricht dies doch dem Vorgehen bezüglich der Taufe der christlichen Kirche. Laut Grundgesetz dürften Eltern dann für ihr Kind nicht entscheiden, welcher Religion es zugehört, da dies ja die Freiheit des Glaubens des Kindes einschränken würde.

    Dies deswegen, weil immernoch sehr viele Kinder getauft werden, obwohl weder die Eltern- noch die Kinder später etwas mit diesem Glaube zu tun haben. Viele werden einfach getauft, weil es eben so üblich ist, sein Kind taufen zu lassen.

    In so ziemlich allen Religionen ist es mit Sicherheit ebenso, dass Kinder in die entsprechende Religion gesteckt werden, der die Eltern auch angehören. Somti hat es nicht hauptsächlich etwas mit dem Christenzum zu tun, aber ich denke dies ist die größte Religionszugehörigkeit der Deutschen. Und da ich nicht weiß, wie es in anderen Religionen abläuft, spreche ich mal nur vom Christentum und der Taufe.

    Aber wie gesagt, dass Kinder getauft- und in eine Religion "gesteckt" werden, widerspricht zum Einen dem Grundgesetz (worauf wohl niemand achtet) und zum Anderen würde auch ich es sehr begrüßen, Kindern die freie Entscheidung zu lassen, ob- und wenn ja, welcher Religion sie angehören möchten.

    Wenn sie sich zu ihrgend einer Zeit aus Glaubensgründen für eine Religion entschieden haben, können sie dieser ja immernoch beitreten. Besser als über dem Kopf des Kindes hinweg zu entscheiden, welcher Religion es anghören soll. Denn Religionszugehörigkeit und Glaube der Person stimmen nicht immer überein...
     
  2. Nefretiri86

    Nefretiri86 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Januar 2009
    Beiträge:
    29.602
    Ort:
    Niedersachsen
    Ja find ich auch nicht gut. Die Taufe ist viel zu früh. Ich find es auch besser, wenn das Kind sich später selber dazu oder dagegen entscheiden würde. Weiss nicht, warum das so viele Eltern mit dem Taufen machen. Vielleicht, weil es Jeder macht!? Aber man muss ja nicht unbedingt das machen, was Jeder macht. Vielleicht auch wegen der Verwandschaft, das die nicht rum mosern, wenn das Kind nicht getauft ist. Denn für viele ältere Menschen hat ein Kind erst richtig seinen Namen, wenn es getauft ist.
     
  3. Reisender

    Reisender Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. Januar 2005
    Beiträge:
    4.085
    Ich sehe hier keine Differenz mit dem Grundgesetz.
    Das Eltern die Entscheidungshoheit für ihre Kinder haben ist völli normal und nicht anders denkbar.
    Mit 18 Jahren kann das Kind alle Entscheidungen revidieren.
    Aus der Kirche austreten dauert auf dem Landratsamt ca 10 Minuten.
     
  4. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    doch, dürfen sie, das liegt in der Entscheidungsgewalt der Eltern über die Erziehung ihrer Kinder (Artikel 6, und Artikel 7 Absatz 2 und 3, Grundgesetz)
     
  5. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.056
    Ort:
    burgenland.at
    Das ist eine feine Gegenüberstellung. Unsere weltliche Rechtssprechung im Verhältnis zur Religion.
    Speziell beim Christentum muss man sagen, von der Struktur her ist sie eine theoretische Religion,
    denn sie hat sich nie mit den weltlichen Dingen befassen müssen.
    Als extremes Beispiel sei hier die andere Seite angeführt von der Taufe,
    wo es darum geht etwa einen Massenmörder zu verurteilen.
    Moses killt ihn, und Mohammed köpft ihn – aber der Nazaräner?
    Ja gut, der reißt ihn auch aus.
    Aber das was dann gekommen ist, die Theorie mit der Symbolfigur Christus,
    Hochwürden kommt bestenfalls mit Einspruch,
    und da sich so nichts vermeiden lässt käme die letzte Ölung,
    was vornehm in eine letzte Gelegenheit der Buße und Reue verwandelt wurde.

    Es ist dieses Gehabe, man wisse genau wie es besser zu machen ist,
    und Gott sei dank müsse man das nicht praktisch unter Beweis stellen.
    Nun handelt es sich um Theorien, gute Vorsätze einer Lebensführung,
    da kann nichts Wesentliches passieren, außer dass der Heranwachsende ein guter Mensch wird,
    darum ist es nicht verwunderlich warum Kirchen kleine Kinder taufen dürfen.

    Schließlich erspart man sich so die Verpflichtung zur moralischen Schulung als Staat.
    Die Kirche bekommt dafür ihre vermeintlichen Gläubigen.

    Das ist der Deal.




    und ein :weihna1
     
  6. mina11

    mina11 Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2008
    Beiträge:
    295
    Ort:
    ungefähr im südöstlichen österreich
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    ich glaub das geht schon mit 14 jahren oder irre ich mich da???
     
  7. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.056
    Ort:
    burgenland.at
    "Bei der moralischen Schulung Ihres Kindes müssen sie leider mit einem Selbstbehalt rechnen.
    Dafür gestatten wir ihnen bei der Draufgabe eines oder mehrerer Kinder einen Mengennachlass.
    Der kommt in Form einer Dreingabe zum Ausdruck.

    In Erwartung Ihrer baldigen Antwort, bla bla bla


    Hochachtungsvoll


    Unterschrift" - Haben sie das?




    und ein :lachen:
     
  8. Leyla

    Leyla Guest

    Ja, das Grundgesetz widerspricht sich in vielen Artikeln.

    Wo wäre denn das Problem, die Kinder einfach gar nicht zu taufen und sie selbst entscheiden zu lassen? Klar kann man später austreten, aber getauft ist man dann ja trotzdem. Und ebenso, wie man später austreten kann, kann man sich, wenn man nicht getauft wurde, später ja immernoch taufen lassen, wenn man das möchte.

    Ich finde, es gibt weitaus wichtigere Entscheidngen, die Eltern für ihre Kinder zu treffen haben, als ob sie getauft sind oder nicht. Und dass Eltern nicht für ihre Kinder entscheiden können, ob- und wie sie getauft werden, könnte man getrost auch abschaffen, ohne dass es jemandem schaden würde.
     
  9. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

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    17. Februar 2009
    Beiträge:
    5.327
    Ort:
    Wien
    Das Taufwasser brennt heute noch auf der Haut
     
  10. Eristda

    Eristda Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2008
    Beiträge:
    5.304
    Ort:
    Coburg
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    Es ist vermutlich eine "Vergewaltigung" gegenüber dem Kind.

    Denn es gibt kein staatliches Gesetz (ähnlich der Schulpflicht), das dem zustimmt.

    Die Kirchenrechte haben sich dem staatlichen Gesetz unter zu ordnen.

    Es wäre schon interessant, wenn ein Staatsbürger beim Bundesverfassungsgericht dahingehend mal eine Beschwerde einreichen würde.

    Es gab mal vor einigen Jahren eine Sekte, deren Guru den Kindern und sogar Neugeborenen Meditation (auch Zwangsmeditation genannt) verordnete, was ein Landgericht in München als rechtswidrig verurteilte.
     
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