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Bücher zur Kathedrale von Chartres

Dieses Thema im Forum "Bücher" wurde erstellt von HarryHaller, 18. September 2008.

  1. HarryHaller

    HarryHaller Mitglied

    Registriert seit:
    9. August 2007
    Beiträge:
    203
    Werbung:
    Bücher über Chartres:
    Das Erste:
    http://www.amazon.de/Kathedrale-Kosmos-h...s/dp/3720521338
    Die Autorin verbreitet darin viele irrige Behauptungen, die weder sachlich, noch mathematisch richtig sind.
    Ein Wust von irrem und wirrem Zeug, wie z.B. dass das planksche Wirkungsquantum mit dem goldenen Schnitt zusammen hängen würde, was weder mathematisch, noch inhaltlich stimmt und mit der Kathedrale nix zutun hat. Fr. Dr. Sonja Klug ist eine gerissene Geschäftsfrau, die weis wie man ein Buch vermarktet.
    Die Rezensionen:
    Sind der blanke Hohn.
    Fr. Klug verkauft ihr Machwerk auch als "Wissenschaftliche Arbeit" der Uni Bonn:

    An der Uni Bonn teilte man mir jedoch mit:

    Es gibt diese Studie also garnicht.
    Ich nenne so etwas Betrug.
    Fr. Klug tritt jedoch auch als clevere Managerin auf.
    http://www.buchbetreuung-klug.com/

    Das zweite Buch
    http://www.amazon.de/Geheimnisse-Kathedr.../ref=pd_sim_b_1
    ist zwar sehr spannend, bietet aber keine Literaturhinweise. Man weis also nicht, woher der Autor sein Wissen schöpft.
    Die Angaben der Maße sind zwar rein rechnerisch korrekt und es befinden sich viele interessante Infos zum Thema Gral darin, aber weiterlesen kann man nicht, da sich keine Literaturangaben darin befinden.

    Das dritte Buch
    Obigen Kommentar fand ich als Klappentext im Buch von Gerhard Baer, "Geometrie und Arithmetik in den Strukturen der Kathedrale von Chartres"
    http://www.haagundherchen.de/titel.asp?aut=Gerhard Baer
    Leider ist das ein Selbstkostenverlag, bei dem der Autor alles selbst bezahlt. Das Buch kann ich bei Amazon leider nicht finden.
    Der Autor kann fundiert nachweisen, welche Basisgeometrie und welches Maß die Kathedralenbauer verwendeten.
    Man kann es sich in der Universitätsbibliothek von Passau über die Fernleihe kommen lassen. Bei Amazon ist es nicht zu finden.

    Das vierte Buch
    Dieses Buch ist weitgehend seriös und hält sich an das Wenige, was man wirklich weis, aber es ist daher, relativ dünn.
    http://www.amazon.de/Pythagoras-die-Meis.../ref=pd_sim_b_6

    *************
    Ob nun die Gralstafeln in der Kathedrale niedergelegt sind weis ich nicht. Die angegebenen Figuren haben jedenfalls mit der Struktur des Grundrisses der Kathedrale wenig zutun und fügen sich irgendwie, eher weniger als mehr in den Grundriss der Kathedrale ein.
    http://www.aliquot.de/chartres/bilder/chartres-plan-400.jpg
    ob das jedoch im Sinne der Erbauer war, halte ich immer noch für sehr zweifelhaft.

    Die Umwandlung eines Rechtecks in ein flächengleiches Quadrat kann man schon bewerkstelligen, in dem man die lange Seite eines Rechtecks mit dem Seitenverhältnis 2:1, als Diagonale eines Quadrates nimmt. Das heißt, das fragliche Rechteck mit doppelter Länge wie Breite (Doppelquadrat) kann flächenmäßig gleich konstruiert werden, in dem man die lange Seite zur Diagonale eines Quadrates macht.

    Das ist die Grundproportion des Mittelschiffes der Kathedrale zum Seitenschiff. Mittelschiffbreite:Seitenschiffbreite=2:1
    Ja, es gibt viele Kathedralen wo das zutrifft, aber wollten ihre Erbauer nun den Gral abbilden? Oder verwendeten sie das Verhältnis 2:1 als Basis-Proportion aus anderen Gründen?

    So jedenfalls ist das zu lesen in dem hervorragenden Buch von Dr. Naredi Rainer
    http://www.amazon.de/Architektur-Harmoni...21643132&sr=1-1
    Das nun leider nur noch antiquarisch erhältnich ist und alle maßlichen und proportionalen Geheimnisse der Kathedralen beinhaltet

    Es gibt also eine Vorliebe der Kathedralenbauer zu dem Proportionsverhältnis 2:1. Die Vierung, das sind die mittleren vier Pfeiler, die in jeder Kathedrale am Kreuzungspunkt zwischen Querschiff und Basilika stehen. Sie bilden also das Zentrum jeder Kathedrale. Diese Vierung ist Abbild das himmlischen Jerusalem. Die von der Vierung aus gehenden Pfeilerreihen haben meist den halben Abstand der Vierung, bilden also das Verhältnis 1:2 ab.

    Von Augustinus ist uns überliefert, dass die Oktave der Intervall der Erleuchtung sei. Dieses Zitat hat die Zisterzienser, die ersten Kathedralenbauer, stark beeinflusst, so dass sie in ihren Bauten das entsprechende Saitenlängenverhältnis 2:1 in ihre Kathedrale als zentrales Element einfügten.
    So jedenfalls kann man es aus Naredis Buch herauslesen.

    Das ist nur ein Element, welches auch wissenschaftlich allgemein akzeptiert ist.

    Angesichts der Literatur zum Thema Chartres frage ich mich, will der Mensch betrogen werden? Was wissen wir denn von dieser Kathedrale und was von ihren Erbauern. Praktisch nichts. Dass dieses wundervolle Bauwerk auf einem alten Kultplatz errrichtet wurde, ja das trifft auf beinahe alle Kathedralen zu. Die Literatur zu Chartres ist in meinen Augen haarsträubend.
    Es gibt eine Studie zu Chartres (DuMont Verlag, ebenfalls vergrifen) in der sehr gut und fundiert nachgewiesen wird, dass Chartres mehrfach umgeplant wurde und die Bauabschnitte zu schwerster Disporoprtionierung und Bauschäden geführt haben.
    Die Pfeilerabstände von der Vierung ab bis zur Westfassade schwanken so stark, dass man annhemen muss, dass die Westfassade, die den letzten Brand überlebt hatte ursprünglich abgerissen werden sollte, um an etwas anderer Stelle eine neue zu bauen. Diesen Plan hatte man aufgegeben als die Basilika schon im Bau war. So mußte man die Pfeilerabstände einkürzen.
    Die Pfeilerabstände vom Turm der Westfassade zur Vierung sind: 6,14m; 6,31m; 6,98m; 7,03m;, 7,08m; 7,07m; 7,12m;
    Man sieht, dass der Abstand von 7m, das ist die Hälfte des Pfeilerabstands der Vierung (14m) bis auf 6,14m schrupften mußte, damit man 7 Pfeiler platziern konnte.
    Die Pfeiler der Kathedralen mußten mehrere Meter tief in das Fundament, also unter die Kathedrale eingelassen werden, damit sie das Gewicht von hunderten von Tonnen tragen konnten. Daher kommen m.E. die maßlichen Ungenauigkeiten von mehreren cm bis zu einem viertel Meter.
    Im Fall Chartres ist die Umplanung so eklatant zu sehen - ich mag mich auch irren -
    Wenn die Länge der Kathedrale nicht das ursprünglich geplante Maß erreicht, was macht es dann für einen Sinn die Figuren des Grals, flächengleiches Rechteck, Quadrat, Kreis darin zu suchen? Diese Figuren sollen ja der Länge nach in die Kathedrale psssen...

    Ich bin nun kein Anbeter wissenschaflicher Arbeiten, auch hier kann man sich mal irren. Ja es gibt die gröbsten Irrtümer in der Wissenschaft, aber ich gehöre nicht zu den Menschen die haltlos alles Glauben was man ihnen vorsetzt. Weder von der wissenschaftlichen Seite noch von der esoterischen.

    Dennoch, die Kathedrale zu Chartres zeugt von höchster Vollendung und ist eine "Vorzeitige Antwort auf alle Fragen der gotischen Baukunst", wie ein Historiker es formuliert. Sie zählt zu den wunderbarsten Bauwerken und zu den frühesten. Von ihr und von einigen anderen Bauwerken der selben Periode (St. Denis, Amiens, usw.) ging der Siegeszug der Gotik über ganz Europa.
     
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