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Buddhismus

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von opti, 29. April 2006.

  1. opti

    opti Guest

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    Da ich mich in nächster Zeit sehr wahrscheinlich etwas intensiver mit dem Buddhismus beschäftigen werde, möchte ich gerne einen Buddhismus-Threat eröffnen. Er soll alle Seiten des Buddhismus beleuchten. Beginnen möchte ich mit dem Hinweis auf einige Buddhastatuen und einer Stupa.

    Buddhastatuen

    Ist das nicht eine schöne Buddhastatue? Sie stammt aus Taxila, der historischen Hauptstadt des Reiches Gandhara, das sich über die östlichen Gebiete des heutigen Afghanistan und den Nordwesten Pakistans erstreckte.

    In Afghanistan ist auch die größte Buddhastatue zu finden, die bis zur Zerstörung durch die Taliban (2001), mit etwa 55 m Höhe weltweit größte Darstellung eines stehenden Buddha.

    Stupa

    In Gandhara (Afghanistan) wurden im 1. Jahrhundert die ersten Darstellungen des Buddha in menschlicher Gestalt angefertigt - zuvor waren ausschließlich symbolhafte Darstellungen (z.B. Stupas) üblich gewesen. Diese Skulpturen wurden zu Vorbildern aller späteren Darstellungen Buddhas.

    Mit Stupa war in uralten Zeiten der Erdhügel gemeint, der über den Überresten einer toten Person errichtet wurde (aus dem Sanskrit stup: aufhäufen, ansammeln). Dieser Hügel hatte die Form einer Halbkugel und war meist aus Erde oder auch aus Stein gemacht: die Inder setzten einen Stab in den Mittelpunkt der Halbkugel und beerdigten die Gebeine unter ihm. Der Stab wurde als Verbindung zum Zentrum des Universums angesehen, welches alle Energie sammelte und die Geburt allen Lebens beeinflusste. Die (Halb-)Kugel als Symbol für Vollständigkeit zeigte die Balance von Energie im Universum, wurde zum Symbol des Universums.

    Hier eine Stupa
     
  2. shenpen

    shenpen Mitglied

    Registriert seit:
    10. September 2004
    Beiträge:
    631
    hallo opti

    den gleichen leitsatz hast du schon vor ca. einem jahr geschrieben. ich glaube du wirst dich dein leben lang in der nächsten zeit etwas näher mit dem buddhismus befassen....:D

    LG shenpen
     
  3. opti

    opti Guest

    Die Idee zu diesem Threat kam mir durch die Beschäftigung mit den Felsenedikten des Kaisers Asoka. Darum nun einige Hinweise auf Asoka. Man kann sagen, dass Kaiser Asoka der eigentliche Gründer des Buddhismus in Indien war.

    Im 4. Jahrhundert v. Chr. wurden die Länder der Perser (dazu gehörte auch Afghanistan) von Alexander dem Großen erobert. 326 v. Chr. erreichte er Taxila, nahm die Stadt kampflos ein da sich der dort herrschende Fürst der Übermacht ergab und stationierte dort eine Garnison von Mazedoniern. Zwar endete die Herrschaft der Griechen schon 317 v. Chr., doch der hellenistische Einfluss blieb vor allem in der Kunst noch lange danach erhalten.

    Um 321 v. Chr. hatte der indische Maurya-König Chandragupta das erste indische Großreich, das weite Teile des indischen Subkontinents umfasste, begründet. Das Reich erfuhr seine größte Ausdehnung während der Regentschaft seines Enkels Ashoka, der selbst, bevor er zum Kaiser wurde, Statthalter seines Vaters in Taxila war. 272 v. Chr. wurde Ashoka zum Herrscher des Großreiches und konvertierte nach einer Reihe blutiger Kriegszüge und Schlachten zum Buddhismus.

    In der Folge wurde er zu einem großen Förderer der Lehre des Buddha, dem Dharma, und ließ neben Edikt-Säulen (Texte, die als Inschriften an frei stehenden Stein-Säulen, an Felsen und Wänden von Höhlen angebracht in seinem ganzen Reich verbreitet wurden) auch tausende Stupas errichten.

    Auch in Taxila, das damals bereits seit längerem ein bedeutendes Zentrum des Buddhismus war, das Lernbegierige aus der gesamten buddhistischen Welt anzog, entstand zu jener Zeit der „Dharmarajika-Stupa“ (auch Chir Tope), der damit der vermutlich älteste Stupa im heutigen Pakistan ist. Die ursprüngliche Konstruktion dieses zentralen Sakralbaus der Stadt hatte einen Durchmesser von 50 Metern, war halbkugelförmig und ähnelte wohl dem bekannteren Stupa von Sanchi. Das Bauwerk wurde bei einem Erdbeben im Jahr 30 weitgehend zerstört und danach in noch größerer Form wieder aufgebaut.

    Fragment einer Edikt-Säule
    Inschrift von Kaiser Asoka

    Taxila
     
  4. opti

    opti Guest

    shenpen, ich glaube, da täuscht du dich. Ich habe bereits einige der Theravada-Texte gelesen und ich werde die übrigen auch noch lesen. Und nur mit dem Lesen ist es nicht getan. Ich schaue gleichzeitig vielfach im Palikanon, bei wikipedia und anderen Seiten nach.
     
  5. shenpen

    shenpen Mitglied

    Registriert seit:
    10. September 2004
    Beiträge:
    631
    schon ziemlich lange oder? und was ist denn genau der grund dass du das machst?

    LG shenpen
     
  6. opti

    opti Guest

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    Vielleicht sollte ich dich einmal daran erinnern, dass ich mich in letzter Zeit sehr intensiv mit der Anatta-Lehre Buddhas (der Lehre der Leere, Shunyata), sowie mit dem Hinayana und Mahayana beschäftigt habe. Dein Vorwurf, ich würde mich nicht mit dem Buddhismus beschäftigen, trifft vielleicht den falschen. Warum überhaupt diese Skepsis?

    Der Grund? Reine Neugier. Interesse.
     
  7. shenpen

    shenpen Mitglied

    Registriert seit:
    10. September 2004
    Beiträge:
    631
    ich glaube da hast du was falsch verstanden. ich habe nicht gesagt du würdest dich nicht mit buddhismus beshcäftigen. du hast mir immernoch keine antwort auf die frage gegben ob du lotusz bist. wenn das der fall wäre würde ich mal behaupten du studierst das sum es nachher zerreissen zu könnnen.
    ich würde also mal sagen, reine neugier....:D

    shenpen
     
  8. opti

    opti Guest

    Ich bin eben auf einen interessanten Aspekt gestoßen, der meine Vermutung bestärkt, dass Jesus im Grunde genommen nichts anderes als ein Yogi war, der im Prinzip nach denselben Vorstellungen wie Buddha lebte (Kontemplation, Ethik, Brahmacharya). Einige vermuten ja auch, dass Jesus selber in Indien war. Aber auch einige seiner Jünger waren offensichtlich in Pakistan (Nordindien).

    Nach Kaiser Ashokas Tod setzte bald der Zerfall des indischen Reiches ein und 185 v. Chr. wurde Gandhara (antikes Reich im nordwestlichen Teil des heutigen Afghanistan) (35 km nordwestlich des heutigen Islamabad) schließlich von den baktrischen Griechen (Baktrien = Landschaft im nördlichen Afghanistan - ein Gebiet, aus dem auch der Religionsgründer Zarathustra stammt), erobert. Mit Sirkap gründeten sie eine eigene griechische Stadt in unmittelbarer Nähe Taxilas und herrschten dort bis etwa 90 v. Chr.. Danach wechselte die Herrschaft in schneller Folge zu den Saken (indogermanisches Nomadenvolk in Zentralasien aus der Gruppe der Iranier, etwa 90 v. Chr.) und danach den persischen Parthern (antikes iranisches Volk, etwa 19). Deren König Gandophares soll der Überlieferung gemäß den Apostel Thomas und Apollonius von Tyana (Zentralanatolien) an seinem Hof zu Gast gehabt haben.

    Taxila
     
  9. opti

    opti Guest

    Auch Nagarjuna, der bedeutende buddhistische Gelehrte und Begründer der Shûnyavâda-Schule (Lehre der Leere) des Mahâyâna-Buddhismus, lehrte in jener Zeit (78 n. Chr.) ebenfalls in Taxila (Pakistan).

    Und noch einmal auf die Buddhastatuen zurück:

    Zeitgleich entstanden in Gandhara die ältesten Bildnisse des Buddha in menschlicher Gestalt, nachdem er zuvor nur durch Symbole repräsentiert worden war. Deutlich waren in diesen Darstellungen die, seit den Eroberungen Alexander des Großen verbreiteten, hellenistischen und auch provinzialrömischen Einflüsse zu erkennen („Graeco-Buddhismus“). Ausgehend von Gandhara wurde dieser Stil prägend für die buddhistische Kunst nicht nur dieser Region, sondern auch der Ländern entlang der Seidenstraße; von Zentralasien über China und die Mongolei bis Korea und Japan.

    Mir war bisher nicht bekannt, dass die Buddhastatuen sowohl einen römischen als auch einen hellenistischen Einfluss hatten.

    Das Ende von Taxila

    Ein letzter Bericht über die Stadt und insbesondere deren buddhistische Kultur stammt von dem chinesischen Pilgermönch Fa-Xian, der sie im Jahr 403 besuchte. Um das Jahr 455 wurde die Region schließlich von den Hephthaliten („Weiße Hunnen“) erobert. Sie zerstörten die Stadt und auch die buddhistischen Klöster des Umlandes und beendeten damit die rund 1000 Jahre währende Geschichte Taxilas. Der chinesische Pilgermönch Xuanzang, von dem neben anderem ein Bericht über die ebenfalls in Gandhara errichteten Buddha-Statuen von Bamiyan stammt, besuchte das frühere Taxila im 7. Jahrhundert und beschrieb es als Ruinenstadt.

    Taxila
     
  10. Energeia

    Energeia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2006
    Beiträge:
    3.288
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    Milchstraße
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    Hallo Opti,

    wir könnten hier unter anderem auch die Ergebnisse der anderen Buddhismus-Threads zusammentragen. Was denkst Du darüber ?
    Was ist genau das Ziel ?

    Shenpen hat immer noch nicht "los-gelassen". Das muss ja ein traumatisierendes Ereignis für ihn gewesen sein, diese Zusammenkunft mit Lotusz. ;)


    Liebe Grüße
    Energeia
     
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