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Buddha und das Leid ...

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Niemand, 4. Dezember 2004.

  1. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. November 2004
    Beiträge:
    7.604
    Ort:
    Niemandsland / Neutrale Zone
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    Die buddhistische Lehre unterteilt die verschiedenen leidvollen Zustände, in denen man sich befinden kann, in drei Arten.

    Zunächst gibt es das so genannte Leid des Leidens. Dies ist die gröbste, offensichtlichste Form: wenn nichts mehr richtig funktioniert, wenn man krank ist, Freunde oder Familienangehörige sterben oder man aus anderen Gründen unangenehme Zustände und Schmerzen erlebt. Stets präzise in seinen Aussagen, hat Buddha dieses Leid weiter aufgeschlüsselt. So beinhaltet es das Leid der Geburt, des Alterns, der Krankheit und des Sterbens; das Leid, von Geliebten getrennt zu sein, Ungeliebtem zu begegnen, Gewünschtes nicht zu erhalten und Erlangtes beschützen zu müssen. Darüber hinaus gibt es eine zweite Form des Leids, die häufig mit Glück verwechselt wird

    das Leid der Veränderung: Manchmal empfindet man die sich ständig ändernden Lebenslagen als interessant und abwechslungsreich, oder man erfreut sich an einem bestehenden Zustand. Doch in dem Augenblick, in dem wir versuchen, an angenehmen Eindrücken festzuhalten, ist Leiden schon programmiert. So sehr wir es auch wünschen – nichts kann dauerhaft bleiben, jede Situation und jeder Zustand löst sich wieder auf, und letztendlich zerrinnt alles zwischen den Fingern. Daher machen die Erklärungen über das Leid der Veränderung darauf aufmerksam, wie leidvoll es sein kann, von veränderlichen Dingen andauerndes Glück zu erwarten.

    Die dritte Form des Leidens wird von den meisten Menschen nie entdeckt, da man mit den beiden ersten zu beschäftigt ist. Es ist die Tatsache, dass der Geist fast immer verschleiert ist und wir daher keinerlei Kontrolle über unser Leben haben. Dieses Leid der Bedingtheit bedeutet, dass im Kreislauf der bedingten Existenz in der einen oder anderen Form immer nur Leid erfahren wird und dass im Vergleich zu unserem wahren Wesen, der Buddha-Natur, selbst die angenehmsten Zustände, die wir kennen, leidvoll sind. Die Freude der Erleuchtung reicht weit über alle bedingten Glückszustände hinaus.

    Richtig verstanden geht es bei diesen Darstellungen über das Leid eigentlich um dauerhaftes Glück. Buddha macht darauf aufmerksam, dass wir sogar den angenehmsten Zuständen, die wir jetzt erleben, nicht vertrauen können. Denn da sie sich wieder auflösen werden, ist letztendlich nur auf dauerhafte Werte wirklich Verlass. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass man bedingte Freuden vermeiden müsse; es geht vielmehr um eine Veränderung der inneren Haltung gegenüber den vergänglichen Zuständen des relativen Glücks. Statt von dem Extrem der Anhaftung in das andere Extrem der Entsagung zu wechseln, wählt man den mittleren Weg und genießt, ohne an dem bedingten Glück innerlich zu haften.

    darum der Erleuchtete:

    weil er nicht mehr verlangt und anhaftet, wird er auch nie Verlust erleiden :)
     
  2. Nithaiah

    Nithaiah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. November 2004
    Beiträge:
    5.048
    Ein wunderbarer Beitrag :danke:

    Gerade das ist aber auch die größte Schwierigkeit: Zu genießen, ohne
    anzuhaften.
    Ich werde darüber meditieren... :zauberer1
     
  3. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    7.604
    Ort:
    Niemandsland / Neutrale Zone
    Freut mich :)

    und ob Buddha recht hatte oder nicht,
    sagt Dir dann das Licht :D

    Liebe Grüße Dir
     
  4. Goldklang)))

    Goldklang))) Guest

    Was würde Budda fühlen, wenn jemand leidet, weil er nicht in seiner Nähe sein kann? Würde er mitfühlen, würde ihm das auch Leid verursachen oder würde er nur loslassen und darüber lächeln? Wäre das nicht egoistisch von ihm?
     
  5. Goldklang)))

    Goldklang))) Guest

    Habe wieder mal was vergessen, nämlich das h im Buddha!
     
  6. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

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    War Buddha nicht auch ein Bodhisattva ?
     
  7. Goldklang)))

    Goldklang))) Guest

    Wos isn des?
     
  8. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

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    Es ist ein Heiliger, dessen Wesen die Erkenntnis ist und der es sich zur Aufgabe gemacht hat, nicht eher ins Nirvana einzugehen, bis alle anderen Wesen vom Kreislauf der Wiedergeburt (Samsara) befreit sind. Jeder kann Bodhisattva werden, wenn er ein Gelübde ablegt, dass er ein zukünftiger Buddha werden will und für das Heil aller Kreaturen unermüdlich tätig sein will. Dann hat er zehn Stufen (Bhumi) in unzähligen Wiedergeburten zu durchlaufen, bis er zu der 10. Stufe, der „Wolke der Religion“ gelangt ist, wo er höchste Erkenntnis und übernatürliche Kräfte erlangt hat. :)
     
  9. Goldklang)))

    Goldklang))) Guest

    Ja, und nehmen wir an, er sei ein Mensch und in einer Beziehung mit einem Partner. Sein Expartner möchte mit ihm wieder zusammen sein, obwohl er sich vorher gegen ihn entschieden hat. Nun hat er aber eine neue Beziehung und keinen Platz mehr für den Ex. Der Expartner leidet. Wie würde er reagieren?
     
  10. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

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    Keine Ahnung, aber ich bin sicher, Du sagst es mir gleich :)
     
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