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Brutalität und Feindseeligkeit

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von Freund, 15. März 2014.

  1. Freund

    Freund Mitglied

    Registriert seit:
    14. März 2011
    Beiträge:
    155
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    Köln
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    Hallo Zusammen,
    eine Sache die mich immer wieder Beschäftigt, in nahezu allen Medien die ich zum Thema Traum durchstöbere, ist die Tatsache, dass die meisten Menschen positive Erfahrungen mit den Charakteren machen die Sie in ihren Träumen treffen.

    Nun gut es mag sein, dass Leute, die sich mit Träumen und Esoterik beschäftigen, bereits zu einem Großteil mit einer Erwartungshaltung von inneren Führern, Schutzengeln, etc. an den Traum heran gehen und von daher schon auf diese Wesen treffen, oder diese selbst erschaffen ( deute dies jeder wie er mag). Dennoch finde ich es komisch, dass mein eigenes Erfahren im krassen Kontrast dazu steht.

    Ich spreche hier über Erfahrungen die fast ausschließlich aus Klar-Träumen stammen, in unbewussten Träumen kommen diese Erlebnisse nicht vor.

    Träume enthalten bei mir entweder Figuren, die mir als Teil meiner Selbst vorkommen, also ganz selbstverständlich existierende Nebendarsteller, oder als fremdartige Wesen. Sobald mir im Traum ein Wesen als fremdartig auffällt kommt es meist sofort zu einer kampfartigen Konfrontation. In mir steigert sich ein Gefühl ( welches ich eher als ein Körpergefühl beschreiben würde anstelle von Wut oder ähnlichem ) zu starker Intensität heran und ich "stürze" mich auf besagten Fremdcharakter. Worauf ich auch sofort aufwache.

    Das Ganze erinnert mich an Alpträume in meiner Kindheit, in denen ich mir bewusst wurde, dass ich träumte und ich mich aufweckte, in dem ich mich direkt der Bedrohung entgegenstellte.

    Neben meiner eigenen Brutalität gegenüber diesen Figuren stelle ich auch fest, dass mir die Charaktere ebenso feindlich gesonnen sind. Sobald ich bewusst träume und meine Aufmerksamkeit auf jemand fremdes lenke wird dieser meist immer feindlich. Dies gilt nicht für Personen die mir als Teil meiner Selbst erscheinen. Dabei sind die Figuren weniger direkt als ich. Sie übermitteln mir düstere kryptische Botschaften, scheinen mich wieder in unbewusste Traumzustände einlullen zu wollen, oder belauern mich einfach.

    Teilt jemand diese Erfahrungen? Ich würde gern neben meinen eigenen Deutungen noch andere Meinungen hören.

    Ich danke schon mal fürs lesen!
     
  2. petrov

    petrov Aktives Mitglied

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    414
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    Venlo Holland
    Unerfuhlte wunsche.
     
  3. Freund

    Freund Mitglied

    Registriert seit:
    14. März 2011
    Beiträge:
    155
    Ort:
    Köln
    Ja die Theorie, dass alles im Traum ein Produkt einer unterdrückten Libido ist, ist mir geläufig, dennoch scheint sie mir persönlich etwas zu simpel für die Entschlüsselung komplexer Traum-Szenarien.

    Danke trotzdem für die Anregung (...)
     
  4. johsa

    johsa Guest

    @petrov schrieb aber nichts von Libido.
    Das hast du dort anscheinend hineingelesen.

    Warum wohl? ;)

    Ich glaube, daß Träume alles das beinhalten, was wir unterdrücken. Nicht nur im Bereich Sex.
    Der Bereich ist zwar bei den meisten Menschen sehr wichtig, was man auch an den Tausenden
    von Klicks sieht, wenn hier mal ein Thread-Titel das Wort 'Sex' führt.
    Sondern auch in den Bereichen, die wir innerlich als 'nicht gut' befinden.

    Das wären dann Hochmut, Habgier, Zorn, Völlerei, Neid, Faulheit und Wollust (Sex).
    Also alle Todsünden und alles, was man dort einordnen kann.

    Mir fällt oft auf, daß Träumer zwar nach der Bedeutung ihres Traums fragen, daß sie aber nicht
    bereit sind, die Abgründe ihrer Seele kennenzulernen.
    Sie wollen nichts von diesen 'nicht guten' Eigenschaften wissen. Die haben sie ja verdrängt und
    damit wollen sie nicht konfrontiert werden.
    Traum-Deutungen, in denen ihre schlechten Seiten angesprochen werden, überlesen sie einfach.
    Es gibt dann kein Feedback.

    Du schreibst zB:
    'dennoch scheint sie mir persönlich etwas zu simpel für die Entschlüsselung komplexer Traum-Szenarien.'

    Da geht’s schon los. Viele Träumer sind so beeindruckt von ihren Träumen, daß sie meinen, sie
    wären ein ganz außergewöhnlicher Mensch, ein zukünftiger Prophet, Magier, Wunderheiler oder
    dergleichen. Das entspringt dem Hochmut.

    Wer in der Demut ist, der weiß, daß alle Menschen gleich sind und daß alle die gleichen Schwächen
    haben. Und daß die Träume in der Regel diese Schwächen widerspiegeln.

    Die Traumbilder sind unterschiedlich. Aber die Botschaften sind die gleichen.
    Bei jemandem, der sich mit Magie beschäftigt, tauchen in den Träumen magische Symbole auf.
    Bei einem anderweitig Interessierten tauchen andere Symbole auf.
    Aber die Botschaft ist die gleiche.
     
  5. Mipa

    Mipa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juli 2012
    Beiträge:
    3.174
    Ort:
    zwischen burgen, klöstern und reben

    Hallo Freund
    Irgendwie ist mir dieser satz aufgefallen. Was genau bedeutet 'fremd' für dich? Unbekannt, bedrohlich, unberechenbar? 'Kampfartige konfrontation' würde ich ohne nähere erläuterungen dazu mit abwehr gleichsetzen. Während die selbstverständlich existierenden nebendarsteller friedlich erscheinen, ist das bei den fremdartigen wesen in deinen träumen nicht der fall.
    'Fremdartige wesen' kannst du ja auf verschiedenen ebenen deuten: Als anteile von dir selbst, die du irgendwie wahrnimmst, die dir aber fremd geblieben sind und die du deshalb ablehnst oder allenfalls ereignisse, begegnungen und erfahrungen in deinem leben, die du nicht einordnen oder verstehen kannst, die dich einschüchtern oder verunsichern und auf die du deshalb 'losgehst'.

    Ist es möglich, dass sich das bedingt?

    Wie stellt sich 'jemand fremdes' dir dar und was verbindest du mit einer feindlichen verhaltensweise, wie sieht die konkret aus? Im ersten moment fiel mir dazu ein: Wie fühlt sich dein inneres für dich an? Wie wirken die anteile in dir zusammen. Wie ändert sich dein verhalten dir selbst gegenüber, wenn du deine wahrnehmung auf bestimmte verhaltensweisen von dir richtest? Bringst du verständnis auf, stolz, wertschätzung, mitgefühl, nachsicht, humor, bist du streng mit dir, hart, abwertend, etc.?

    Wie sehen diese figuren aus? Was für farben haben sie, bzw. umgeben sie? Gibt es einen kontext, in den sie eingebettet sind, bzw. der sich wiederholt?

    Nein, ich kenne diese erfahrungen nicht, finde die thematik deshalb aber nicht weniger interessant.:)
     
  6. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

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    Glaub ich nicht.
    Interessanterweise kann es so sein, dass man ein schwieriges Leben hat, dafür schöne Träume oder umgekehrt...da kommt die Psychologie ins Schleudern.

    Man kann Dinge in Träumen erleben, die man selbst nicht für möglich gehalten hat.
    Die wichtige Frage ist nun ob die Träume immer zur eigenen Person gehören oder ob man gedanklich auch zulassen kann dass man im Traum auf erweiterten Bewusstseinsebenen Dinge/Wesen ausserhalb seines Seins treffen kann.


    Belasten dich diese Dinge oder willst du das einfach nur mal so erforschen ?
     
  7. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
    Da scheint mir die Logik nicht ganz schlüssig.
    Die schlechten Eigenschaften sind im Traum richtig wiedergespiegelt, doch sobald man im Traum mystisches erlebt oder besondere spirituelle Erfahrungen macht ist das automatisch Humbug mit Tendenzen zum Grössenwahn ?


    Und warum sollte man nicht visionäre Träume haben können und gleichzeitig nicht auch noch demütig sein können ?

    Das stimmt so nicht.
    Symbolbilder haben oft eine sehr weit gefächerte Bedeutung und die spezifische Bedeutung erschliesst sich erst durch den Betrachter.
     
  8. Freund

    Freund Mitglied

    Registriert seit:
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    Köln
    Ich danke für die vielen Rückmeldungen. Es scheint mir als müsste ich einige Begriffe die ich verwende etwas genauer definieren. Ich versuch das mal in Antwort auf eure Beiträge zu tun.

    @sidala:

    Auf die Sexualität kam ich eigentlich weil mich pedrovs Ausage an Freud erinnert hat der eben alles auf dieses Themenfeld begrenzt. Persönlich glaube ich nicht das Sex etwas mit diesen Träumen (bzw dieser Situation im Träumen, es geht hier ja nicht um einen konkreten Traum) zu tun hat (ich sehe einfach keinen Zusammenhang zwischen spontanen aggressiven Impulsen und bösartigen Traumfiguren und dieser Thematik) , bleibe aber offen für Deutungen in die Richtung. Sexualität ist meiner Meinung nach nicht nur eine Kraft mit der wir uns auf andere Menschen konzentrieren, sondern auch etwas, dass mit der Wahrnehmung der restlichen Welt zu tun hat.

    Auch unterdrückte Wünsche scheinen mir nicht damit in Verbindung zu stehen. Ich bin persönlich eigentlich nie Aggressiv, verspüre eher Verachtung als Hass und nehme in mir auch keinen Wünsche war das zu ändern.

    Deine Ansicht über die Auseinandersetzung mit negativen Teilen unserer Selbst und unserer Träume teile ich. Wie beschrieben finde ich selten Forenbeitrage, die sich damit auseinandersetzen. Vielleicht kannst du ja mal versuchen mir zu erklären welche negativen Teile meiner selbst du hier unterdrückt wiedererkennst, wie gesagt mir fehlt da noch ein schlüssiger Zugang.

    @Mipa

    Dann versuch ich das erstmal genauer zu beschreiben: Fremd bedeutet hie für mich eine Person, die mit einer direkten Intensivität auftritt. Die sich eben nicht anfühlt, wie die anderen Traum-Charaktere, die man mit Freunden vergleichen kann mit denen man unterwegs ist, sondern eben fremd, wie jemand Fremdes der dich auf der Straße einfach anstarrt. Manchmal ist das auftreten dieser Figuren extrem intensiv, beginnt mit einer seltsamen Stimme, die man eben nicht denkt sondern wirklich hört. Manchmal reicht die Stimme mich aufzuwecken, die dann wie ein Schrei im Kopf nachhallt. Diese Stimmen, oder die Dinge die sie sagen lösen ein spontanes Entsetzen aus, welches sich in Übelkeit oder einem Zusammenziehenden schockartigen Gefühl äußert. Die Figuren haben keine Farben, sehen Teilweise normal aus, sind Teilweise gar nicht sichtbar, sonder nur spürbar. Sie sind in keinen bestimmten Kontext eingebettet, die bösartigen Kommentare die sie äußern sind aber ähnlich.
    Ein paar Beispiele:
    "Weißt du was das Ziel ist? Das Ende allen Bewusstseins"
    "Du hast in dir eine Tür für uns geöffnet, die du nie wieder schließen kannst" "Das Ego erblüht in der Pubertät bevor es durch das Bewusstsein Gottes ersetzt wird"
    (klingt kitschig/pathetisch, aber das sind die Aussagen)
    Allerdings kommt es nicht immer zu solchen "Gesprächen", eventuell da ich die Figuren vorher attackiere. Im Traum erscheinen sie mir ganz klar als Feinde, ekelhafte bösartige Wesen. Es ist möglich dass durch meinen "Hass" diese Bösartigkeit entsteht, aber dann fehlt mir der Auslöser, dieser Feindseeligkeit meinerseits und wie gesagt ist das Gefühl meist nicht Hass aus einer Situation heraus, sondern Impulsartiger instinktiver "Hass".

    Mir selbst gegenüber kann ich durchaus streng und Abwertend sein, dies ist aber meist mit Verständnis gekoppelt. Selbsthass habe ich so noch nicht erfahren.

    @chocolade:

    Die Dinge belasten mich nicht wirklich. Manchmal direkt danach schon, aber sobald ich Klartraum-Übungen wegfallen lassen verschwinden die Figuren sofort. Kann das also im gewissen Maße kontrollieren.

    Die Interpretation, dass es sich hier um tatsächliche Wesen handelt will ich genauso wenig von der Hand weisen wie die, dass es sich hier um unterdrückte Teile meiner Selbst handelt. Ich denke sich für eine der beiden Möglichkeiten zu entscheiden ist immer Wunschdenken, wir wissen es einfach nicht. (Ich erinnere mich auch mal später von Crowley gelesen zu haben dass das sicherste Anzeichen für eine fremdartige Astrale Präsenz sofortiger körperlicher Ekel ist, welcher in manchen Situationen bei mir überraschend auftrat).
     
  9. johsa

    johsa Guest

    Ich schreib mal, wie ich das sehe.

    Ohne deine Träume näher zu kennen, trau ich mich schon zu behaupten, daß es bei dir um
    unterdrückte Wut, unterdrückten Zorn geht.
    Ich sehe auch wie du alle Traumpersonen als Teil meiner selbst.
    Deshalb deute ich die aggressiven bösartigen Figuren in deinen Träumen als deine unterdrückte Wut.

    Ein Beispiel aus meinem Leben:
    Mir ist meine bisher unterdrückte Wut erst vor etlichen Monaten klar geworden.
    Und zwar geht es bei mir um den Zorn auf meine Eltern, speziell meinen Erzeuger.
    Mein ganzes Leben lang hab ich geglaubt, sie wären mir gleichgültig, denn ich empfand nichts für sie.
    Ich hatte überhaupt keine Gefühle für sie. Außer Verachtung. Wie du !

    Aber vor ein paar Monaten fing ich an, ohne erkennbaren Grund immer wieder mal an vergangene
    Szenen mit meinen Eltern in meiner Kindheit zu denken und ich steigerte mich immer mehr hinein.
    Bis mir auf einmal bewußt wurde, daß ich vielleicht sogar in der Lage wär, meinen Erzeuger
    umzubringen, sollte er mich noch einmal schlagen wollen (das tat er früher manchmal wenn er
    besoffen war).

    Diese aggressiven Gedanken wiederholten sich noch mehrere Male und mir war klar, daß irgendeine
    Blockade gelöst war in mir, die früher verhindert hat, diese Wut zu spüren.
    Wahrscheinlich weil es weh tat.

    Jetzt hab ich mich aber schon wieder beruhigt. Ich denke, es ist vorbei.

    Damit wollte ich kurz erklären, daß sehr wohl Aggressionen in uns sein können,
    die wir aber nicht spüren, nicht fühlen.
    Und da du entsprechende Träume hast, ist es sehr wahrscheinlich, daß es so ist bei dir.
     
  10. Freund

    Freund Mitglied

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    Ja das verstehe ich, dennoch bin ich nicht überzeugt.

    Verschiedene Gründe verbleiben bei so einer Deutung für mich unerklärt:
    - warum entstehen diese Situationen nur in luziden Träumen?
    - warum haben diese Figuren keinerlei offensichtliche Gemeinsamkeit? Warum gibt es keine rechtfertigende Situation, keinen Auslöser dafür? (Sie tauchen auf => es kommt sofort zum "kampf")
    - Die Emotion selbst die ich in Bezug zu diesen Figuren empfinde ist anders als bloß Zorn. Es ist wie gesagt wie ein Körpergefühl, ein emotionsloser Adrenalinschub gefolgt von einer ja irgendwie tragischen Einsicht "sie sind absolut böse" "sie müssen bekämpft werden", als wären das Prinzipien die sich aus einer nicht geklärten Situation so ergeben. Als wäre es menschlich mit ihnen kämpfen zu müssen, wenn man aufeinander trifft.
    - Die Feindseeligkeit der Personen selbst und die Gespräche mit ihnen. Wie gesagt kommt es manchmal zu Gesprächen, in denen ich mich zurück nehme, nicht angreife und beschriebene kryptische Botschaften übermittelt werden.

    außerdem sehe ich diese Personen eben nicht als Teil meiner Selbst an, sie erscheinen mir im Luziden Zustand als nicht zu mir gehörig, fremd.

    Ich gehe in diesen Träumen nicht in Hass/Rache/Dominanz-Gefühlen auf, wie es in nicht luziden Träumen vorkommen mag, sondern werde in diesen Impuls grundlos hinein geschoben und sehe ihn als zwingen so erforderlich an.
     

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