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Brauchen wir einen Schutzpanzer?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von joscha(mädchen), 9. Oktober 2002.

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Brauchen wir einen Schutzpanzer?

  1. Ja, mein Intellekt ist mein Schutzpanzer

    18 Stimme(n)
    47,4%
  2. Ja, latente Unfreundlichkeit ist mein Schutzpanzer

    8 Stimme(n)
    21,1%
  3. Nein

    17 Stimme(n)
    44,7%
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  2. Luquonda

    Luquonda Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Oktober 2002
    Beiträge:
    829
    Ort:
    Twistenbostel / Zeven
    Hallo


    Wofür?



    Liebe Grüße
    Luquonda
     
  3. Isis

    Isis Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Mai 2002
    Beiträge:
    1.003
    Ort:
    Saarland
    Nutzt auch nix.

    Isis;)
     
  4. Delphi

    Delphi Mitglied

    Registriert seit:
    12. Mai 2002
    Beiträge:
    83
    Ort:
    Heilbronn
    Hallo !
    Natürlich bräuchten wir eigentlich keinen und er nützt auch nichts ,da wir uns immer nur selbst verletzen.Er hindert uns nur so zu sein wie wir eigentlich sind!
    Allerdings ist es sehr schwer von diesem Verhaltensmuster weg zu kommen ,da die weit verbreitete Meinung und Erziehung immer die ist ,das wir von Außen verletzt werden und wir uns davor schützen müssen.

    Viele Grüße

    Delphi:)
     
  5. Luquonda

    Luquonda Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Oktober 2002
    Beiträge:
    829
    Ort:
    Twistenbostel / Zeven
    Eben, wovor wollen sich die Menschen denn schützen, vor dem Innen oder dem Außen?

    Je dicker der Schutzpanzer ist, umsomehr verliert man den Kontakt zum eigenen Innen, sind doch die Aktionen von Außen ein Spiegel und eine Hilfe, das Innere zu erkennen.

    Wovor hat man dann Angst, vor dem Außen oder vor sich selbst?

    Liebe Grüße
    Luquonda
     
  6. sanhei

    sanhei Guest

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    Wie ich mit Bedauern feststelle, bin ich wieder mal dabei, gegen die Mainstream zu schwimmen *seufz*. Fate...

    Ja, ich denke, dass wir - unter bestimmten Umständen - durchaus einen Schutzpanzer brauchen. Warum? Ganz einfach: Wir leben in einer Welt, die, wie jedes Ding in diesem Universum, zwei Seiten hat - eine freundliche und eine feindliche Seite. Münzen mit nur einer Seite gibt es leider nicht, zumindest nicht auf dieser Ebene.

    Ich glaube, dass auch dies eine Aufgabe ist, die wir bewältigen sollen: Differenzieren lernen. Wer sich zu sehr öffnet, wer nicht achtet, wem gegenüber er sich öffnet, wer sich verletzlich macht - wird auch verletzt werden. Falsches Vertrauen ist ebenso schädlich wie gar kein Vertrauen. Jedes "Zuviel" ist schädlich, wie in der Medizin, so auch im Leben. Ich persönlich neige dazu, jedes Extrem zu meiden: Die Welt nur noch rosarot zu sehen und ihre Schwachstellen zu verleugnen, macht sie nicht besser.

    Klingt vielleicht hart, ist aber so. Ganz besonders im Geschäftsleben.

    Wer von euch noch nie von einem Freund enttäuscht, einem Geliebten verraten, einem geldgierigen Aasgeier übers Ohr gehauen wurde oder in irgend einer anderen Weise unangenehme Erfahrungen gemacht hat, werfe den ersten Stein.

    Jedes Ding hat seine Zeit, heißt es. Auch der Schutz und die Offenheit.

    Und jetzt: Kreuzigt mich!
     
  7. Jeder braucht einen Schutzpanzer und hat auch einen, so wie der Körper ein Immunsystem hat. Dieser Schutzpanzer ist die Aggression. Jetzt gibt es überzogene Aggression und positive. Es kommt auf das Maß an, die "goldene Mitte" - wie immer im Leben. Die Aggression reguliert den Ausgleich zwischen Gemeinschaft und Ego. Aggression (positive) ist jedes "Nein". Beispiele findet jeder selbst.

    Liebe Grüße,
    Gisbert :winken5:

    PS.: An die Umfrage kann ich mich nicht beteiligen, weil Mehrfachantworten und Zusatzantworten ("Sonstiges") nicht möglich sind.
     
  8. Es gibt den goldenen Mittelweg. Er ist heute sehr populär. Es gibt noch etwas anderes.
    Den goldenen Mittelweg brauche ich, wenn ich meine Mitte verloren habe. Wenn ich nicht zwischen den Extremen hin und her schwanken kann; also, wenn ich nicht l e b e n kann. Ich habe Angst.
    Denn das Leben IST ein Hin- und Herschwanken zwischen den Extremen, WENN es tatsächlich gelebt wird. Nichts anderes ist Leben. Die Angst vor leben, vor dem Leben lässt mich die goldene Mitte suchen.
    Deshalb ist die goldene Mitte heute populär.
     
  9. @ Joscha(mädchen)

    Die "goldene Mitte", die aus dem Motiv heraus gewählt wird, Konflikte (mit der Gesellschaft, dem Chef, der Freundin, den Eltern usw.) zu vermeiden, ist keine "goldene Mitte", sondern Erstarrung, Angst.
    Ich interpretierte deinen Begriff "Schutzpanzer" als Aggression. Aggression ist im Sprachgebrauch negativ besetzt. Alo nannte ich es "positive Aggression". In der ganzen Bandbreite der Aggression musst du schon die "goldene Mitte" wählen (lernen), um als Gemeinschaftswesen respektiert, anerkannt und geliebt zu werden und dich selber lieben zu können.

    Liebe Grüße,
    Gisbert :winken5:
     
  10. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    16. September 2001
    Beiträge:
    15.210
    Ort:
    Oberösterreich
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    Das sehe ich nicht so. Wie Du selbst geschrieben hat gibt es auch positive Agression, das würde ich nicht als Schutzpanzer sehen. Manche bauen einen Schutzpanzer aus äußerlicher Gleichgültigkeit auf...
     
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