Blockade lösen: Sich für andere aufopfern

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von transzend3nt, 3. Januar 2019.

  1. transzend3nt

    transzend3nt Neues Mitglied

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    Berlin
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    Hallo zusammen,
    nach langem Suchen haben ein Freund und ich endlich meine mögliche Blockade ermitteln können: Ich habe mein ganzes Leben alles getan, damit es meinen Liebsten gut geht und dabei oft viel meiner eigenen Energie verbraucht, um ihnen zu helfen. An sich ja eine gute Sache, allerdings lastet das in mir, da ich selten die Anerkennung und die Dankbarkeit erhielt, die das ganze für mich lohnenswert macht, aber dennoch weiter nur gebe. Das hat in mir über mein ganzes Leben viel Leid und Trauer erzeugt, welches ich nun versuche zu lösen.
    Wie kann ich das bei so einem Problem am besten angehen und welche Tipps und Erfahrungen habt ihr?
    Ich hoffe auf eure Hilfe, liebe Grüße :)
     
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  2. Loop

    Loop Faith of the Heart Mitarbeiter

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    Setz an dem Punkt an, um es zu ändern. Du möchtest Anerkennung und Dankbarkeit. Irgendwann hat Dir dieses Verhalten mal welche gebracht, meist in der Kindheit, es war positiv und wichtig für Dich. Vielleicht kannst Du das herausfinden.:)
     
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  3. Hiltrud

    Hiltrud Sehr aktives Mitglied

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    Etwas machen was nur dir gut tut. Und das regelmäßig. Es ist okay sich um sich selbst zu kümmern und sich selbst wichtig zu nehmen.

    Das ist gar nicht so einfach wie es klingt. Mir hat das sehr geholfen. Kleine Schrittchen und genießen.
     
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  4. Solis

    Solis Guest

    Eigentlich ist das ja ein Handel: Ich gebe und will was dafür zurück! Bekomme ich nicht entsprechend zurück, fühle ich mich genügend entlohnt. - Wo oder wie findet man den wirklichen Lohn?
     
  5. Meist sind es hör die inneren Kinder die „schreien“ und um Aufmerksamkeit rufen u Glaubenssätze/Erziehungsmuster. Hast du jemanden der dir dabei helfen kann, damit zu arbeiten (Schamane?)
     
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  6. Happynezz

    Happynezz Sehr aktives Mitglied

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    Geben ist seliger, als nehmen.
     
  7. orion7

    orion7 Sehr aktives Mitglied

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    Land Brandenburg
    Hallo liebe @transzend3nt,
    es ist schön, dass Du um Rat fragst, bitte nimm die Antworten als Denkstütze und was stimmig für Dich ist, denn Du allein gehst diesen Weg.

    Vielleicht stellst Du Dir selbst ein paar Fragen, die Du in Deinem stillen Kämmerlein für Dich beantworten könntest, bevor Du hier die Antworten rein stellst.
    Z.B. Hast Du Dich jemals voll und ganz selbst so aktzeptiert, wie Du bist? Kannst Du Dich selbst so lieben, wie Du jetzt bist? Hast Du jemals irgendetwas von ganzem Herzen getan oder aus Liebe? Hast Du Dir jemals selbst Anerkennung und Beachtung geschenkt, die Du im Außen zu suchen scheinst und meinst diese nicht zu bekommen?
    Wie gesagt, Denkstütze.
    Des Weiteren wäre Vergebung aus dem Herzen für Dich selbst und für andere sehr wichtig. Dann Deinen Geist von allem Negativen befreien und in Liebe loslassen.
    Denn all das, was Du erlebt hast, wird Dir solange wieder über Deinen Weg laufen, bist Du gelernt hast, zu Dir selbst zu stehen, Dich selbst zu akzeptieren, so, wie Du bist, Dir selbst vergibst und den anderen, die eh ein Spiegel für Dich selbst, für Seiten in Dir, sind. Und Du für sie.

    Lass bitte diese Zeilen auf Dich wirken...und dann das stille Kämmerlein? Wäre ein Anfang oder eine Möglichkeit dazu...

    Alles und Liebe Dir
     
    Gardi der Zweite, nicolina und The Crow gefällt das.
  8. Oberon LeFae

    Oberon LeFae Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2010
    Beiträge:
    2.310
    Hi Ho!

    Meine Vorschreiber haben schon gute Hinweise geliefert. Das hat tatsächlich meist mit Selbstwert und Selbstliebe zu tun. Da wirst du selber ran und schauen müssen, ab welchem Punkt in deinem Leben es in diese Richtung gegangen ist. Schamanische Sitzung begleitend dazu ist keine schlechte Idee, aber wichtiger ist fast noch ein Coaching oder ähnliches, wo dir geholfen wird, das Leben auch praktisch so zu verändern, dass es wirklich in Richtung Selbstwertsteigerung geht. Die Gründe herauszufinden ist das eine, das andere ist, was zu ändern. Und da musst du auch etwas Geduld mit dir haben, erfahrungsgemäß dauert das seine Zeit, bis man gelernt hat, auf sich selber zu achten.

    Gruß,
    Dr. LeFae
     
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  9. Amalya

    Amalya Guest

    Als ich dein Statement las, musst ich sofort an ein bestimmtes Profil denken - nämlich den Zweier (Helfer) im ENNEAGRAMM. Mal ganz unabhängig, ob du diesem Typus entsprichst, verhältst du dich so und wenn du magst, ließ dir durch, ob du dich in dem stark gekürzten Text wiederfindest.

    Denn egal, w e r du bist, jeder handelt aus bestimmten Glaubenssätzen heraus. Ob das gut für dich ist oder nicht, siehst du daran, wie hoch der Leidensdruck ist. Helfen (es gut mit anderen meinen) hört sich edel an, aber ist es das wirklich? Machst du das für andere oder für dich, Hand auf Herz?!


    Hier mein sehr gekürztes Profil:


    Gewohnheit: Schmeichelei. Nach außen verlagertes Gefühl: „Was fühle ich?" Bestätigung für das Selbst im Außen suchen.

    Die Weltsicht: "Die Menschen brauchen meine Hilfe. Ich werde gebraucht."

    Kindheit: Geliebt werden für die eigene Hilfsbereitschaft. Sich darauf konzentrieren, was andere brauchen und sich selbst darüber vergessen.

    Ausrichtung der Aufmerksamkeit: Bestätigung für sich selbst.

    Spirituelle Hindernisse: Die Arbeit machen um dadurch dem Lehrer, den anderen Schülern oder dem Partner zu gefallen.

    Wachstumschance: Sich fragen, für wen tue ich das? Für mich selbst oder um dadurch Bestätigung von anderen zu bekommen?

    Was helfen kann:

    Die eigenen Bedürfnisse erkennen, anstatt die der anderen zu befriedigen. Unterscheiden, wann andere Menschen deine Hilfe wirklich brauchen und wann nicht. Die Gewohnheit anschauen, etwas zu geben, um dafür etwas zu bekommen. Versuchen Hilfe frei und ohne Erwartungen zu geben.


    • Was du dir selbst sagen kannst:
      • ich bin genauso wichtig wie alle andern,
      • ich brauche nichts zu geben, um geliebt zu werden,
      • es ist mir wichtig, auch Zeit und Kraft für mich zu haben.
    Auflösungsthema: Angst vor mangelnder Liebe oder Lieblosigkeit.

    Kannst du damit was anfangen?!


    Marabout
     
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  10. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    9.911
    Ort:
    An den Ufern der Logana
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    Liebe Transzend,

    manchmal steckt hinter diesem Problem, weniger das Bedürfnis nach Liebe – für das wir alles tun – sondern die Erwartungen. Etwas, das uns oft am Glücklichsein hindert. Die Erwartungen, die wir an andere richten, sind schon schlimm, wenn wir dann aber auch beginnen die Erwartungen an uns selbst zu richten, wird sie zu einer verhängnisvollen Plage. Die Folge ist ein ungebremster Perfektionismus, denn man will ja seinen Erwartungen auch selbst gerecht werden.

    So gesellt sich dann noch das Misstrauen hinzu, das Gegenüber könnte meine Erwartungen nicht erfüllen, also glaube ich, für alles zuständig zu sein. Damit wird man dann zur perfekten Mutter, Freundin, Bekannte usw., egal ob das andere wollen oder nicht. Loswerden kann man solche Muster nicht, denn allzuleicht möchte man dann wiederum zur perfekten Egoistin werden. Es wäre also sinnvoller, eine Strategie zu entwickeln, wie man besser mit diesem Wesenszug umgehen könnte. Die Sucht nach Anerkennung und Perfektion liegt weniger in den Erfahrungen aus der Kindheit begründet, denn auch deren Ursprung liegt in unserem Wesen (DNA).

    Eine Strategie wäre zum Beispiel zu versuchen auch einmal Dinge loszulassen und nicht alles an sich zu reißen. Es wäre auch hilfreich mit etwas weniger Perfektion gütiger zu sich selbst zu sein und sich der eigenen Erwartungen bewusster zu werden. Also einfach einmal zu warten, bis man auch um Hilfe gebeten wird. Oft ist es auch sinnvoll weniger ein perfektes Hilfspaket aufzudrängen, sondern sich mit einem Päckchen Hilfe zur Selbsthilfe begnügen.


    Merlin
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2019
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