1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Bin Bauarbeiter und kein Dichter . . .

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Riven, 22. Dezember 2004.

  1. Riven

    Riven Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2004
    Beiträge:
    62
    Ort:
    Mitten im depressiven Wien
    Werbung:
    aber Geschichten sind erlaubt und so vielleicht auch dieser kleine Anfall selten positiver Denkweise. Hoffe bloß, daß das Positive auch positiv rüberkommt . . . :rolleyes:

    Gutenmorgengebet . . .

    Es ist wunderbar hier zu sein, in diesem Traum von einer Welt.

    Eine phantastische Sache - zu sehen ohne zu schauen, zu tun ohne zu wollen, zu wissen ohne zu denken und zu lieben ohne anzuhaften. Grenzen zu ziehen, Reviere zu bilden und gleichzeitig die Gewissheit in sich zu tragen, dass es diese Grenzen gar nicht gibt. Um dann über all diese imaginären Grenzen hinweg, gemeinsam zu wachsen . . .

    ohne zu wissen - wohin.

    Ohne zu wissen, wissen, dass alles anders, fremdartig, geheimnisvoll und mysteriös, gleichzeitig aber auch eins ist. Es ist wunderbar, seltsam und vertraut zu gleich, hier zu sein, von dieser geheimnisvollen unerschaffenen unbeschreiblichen Kraft ins Leben gerufen um Geburt und Tod, Schmerz und Freude in sich zu vereinen . . .

    zu einem einzigen großen Ganzen.

    Es ist wunderbar zu weinen und ebenso wunderbar ist es zu lachen, ohne dabei zu wissen, warum. Es ist gut, da zu stehen, wo man eben steht. Nach und nach aus diesem tiefen Schlummer der Umnachtung zu erwachen und zu sehen was man eben sieht, ohne zu wissen was man da eigentlich sieht . . .

    denn alles ist im Werden. Ich bin im Werden.

    Es ist phantastisch, nervös und gereizt, aggressiv, unsicher und bissig zu sein. Nicht zu wissen, wo man sich befindet, wenn man verbissen suchend herumirrt - um dann wieder hineinzufinden, in dieses großartige Gefühl der Verbundenheit . . .

    mit allem was da ist.

    Was interessiert mich der Tod . . . ? Das Ende dieses Films das ich ohnehin in mir fühlen kann, als warnende Instanz, nicht all zu viel Zeit im Schlaf zu verbringen. Ich bin nicht Nachher. Ich bin nicht Vorher. Ich bin Jetzt und Hier, in diesem sonderbar wunderbaren Traum . . .

    so ist es wohl der Wille und so soll es auch sein.

    :danke: >>>>> :guru: >>>>> :escape:
     
  2. Riven

    Riven Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2004
    Beiträge:
    62
    Ort:
    Mitten im depressiven Wien
    Aufgeschrieben . . .

    in der Tiefe des Inner`n dunkelt der Dichter.
    unerkannte Dimensionen des Wortes,
    unerschöpfliche Vielfalt zerrissener Gedanken
     
  3. Riven

    Riven Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2004
    Beiträge:
    62
    Ort:
    Mitten im depressiven Wien
    Aufgeschrieben . . .

    in der Tiefe des Inner`n dunkelt der Dichter.
    Unerkannte Dimensionen des Wortes,
    unerschöpfliche Vielfalt zerrissener Gedanken
    zum Leben erweckt nur durch die fordernde Kraft

    erwachenden Bewußtseins.

    Die Enge der Sprache zerteilend
    und Irrlichter
    aus Täuschung und Lüge
    im Feuer des Gedichtes

    ausradiert.


    So. Und der Fairness wegen muß ich hier noch das Original hinschreiben . . .


    Aufbrechen . . .

    in der Tiefe des Innern dunkelt die Ganzheit
    unerkannte Dimensionen der Seele
    unerschöpfliche Vielfalt des Seins
    zum Leben erweckt nur durch die fordernde Kraft
    der Liebe

    Die Enge des Egos zerteilend
    und Irrlichter -
    aus Hochmut und Angst
    im Feuer der Wahrheit
    verglühen


    :danke:
     
  4. Riven

    Riven Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2004
    Beiträge:
    62
    Ort:
    Mitten im depressiven Wien
    Man soll hier nur eigenes Aufschreiben. Schwierig . . . wenn man der Ansicht ist, daß es nichts eigenes gibt. Wenn man meint Gedanken seien nichts das man besitzen könnte weil sie im Ursprung einer unfaßbaren, unerschöpflichen Quelle entspringen. Die Art der Transformation dieser Gedanken mag eine individuelle sein, die Gedanken selbst sind es nicht . . . So schreibe ich eben die "eigene" Transformation irgendwelcher freischwebender Gedanken hier hin. Gedanken, die ich mir in einer sehr düsteren Stimmung irgendwoher eingefangen habe.


    Depression bedeutet . . .
    wissen, ohne die richtigen Worte dafür zu finden.

    Bedeutet wissen um die Verbundenheit von Allem mit Allem,
    und bedeutet, den Faden zu "sehen", aus dem das Leben gewoben ist,
    ohne auch nur das geringste von Biologie zu verstehen.
    Depression bedeutet, die "Liebe" zu fühlen, aus der diese Welt gebaut ist
    und die in allem Lebendigen steckt und in den Steinen ebenso wie in den Atomen.

    Und gleichzeitig auch den Haß,
    der sich durch den Menschen wie ein Feuersturm über die Erde verbreitet.

    Am eigenen Leib und in der eigenen Mitte.

    Depression bedeutet,

    nach Außen hin hart zu erscheinen und souverän,
    schweigsam zu dulden,
    weil es niemanden gibt, mit dem man sprechen könnte
    und innerlich zu zerbrechen . . .

    . . . bedeutet, nicht mehr funktionieren zu können,
    in einer Welt,
    in der es nur mehr auf Funktion ankommt
    weil nichts anderes mehr zählt.

    Depression bedeutet, verbunden zu sein,

    mit all dem schönen, aber auch mit all dem Dreck dieser Welt,
    bedeutet, selbst zu diesem Dreck zu werden
    und ebenso verbunden zu sein mit allen, die ihn atmen
    und die daran zu Grunde gehen.

    Bedeutet verbunden sein mit Gefolterten, aber auch mit ihren Peinigern,
    mit Mördern und Vergewaltigern ebenso wie mit ihren Opfern,
    mit Diktatoren ganz genau so wie mit den Unterjochten.
    Verbunden, durch dieses grauenvolle, schmerzende Band der Liebe.

    Ja, Depression bedeutet,

    den gesamten Haß,
    alle Verachtung und Ungerechtigkeit, die es in dieser Welt gibt,
    in seiner eigenen Mitte zu fühlen,
    als ein riesiges, schwarzes Loch.

    Weil man ganz einfach weiß,
    daß man sich mit all dieser Entartung auf ein und der selben Ebene befindet.
    Auf der Oberfläche dieser in kosmischen Maßstäben winzigen Kugel.
    Und weil man diesen seltsamen Faden sieht, der das alles miteinander verbindet.

    Weil man ganz einfach sieht,

    daß hier gleichzeitig hohe und niedrige Kräfte am Werk sind,
    die sich in der eigenen Mitte treffen.

    Und man kann nichts dagegen tun, als abzuwarten . . .
    Man kann Therapien in Anspruch nehmen, Tabletten schlucken,
    man kann sich ablenken um immer wieder zurückzukehren,
    oder man kann versuchen, die Depression zu erkennen und zu beleuchten.

    Das ändert jedoch nichts an der Unerträglichkeit dieser tragischen Art,
    die Welt, das Leben zu sehen.

    Und doch bedeutet Depression auch, zu wissen,

    das es diese Liebe gibt, die alles miteinander verbindet,
    diesen heilsamen, transparenten, endlosen Faden . . .

    und Depression ist einfach nur die Kunst,
    im Gleichgewicht zwischen Licht und Finsternis zu leben
    und niemals aus den Gedanken zu verlieren,
    das diese Erde ein kleiner, bunter und sehr lebendiger Ball ist.

    Ein winziges Lebewesen mit riesigen Möglichkeiten,
    inmitten eines unendlichen Universums.
    Und der Mensch bloß eine Zelle
    und die Menschheit ein Organ dieses Lebewesens.

    Und es gib einen Weg,

    diese Dunkelheit in der eigenen Mitte zu überwinden.
    Sie anzunehmen, als einen Teil seiner selbst
    und sich dabei verbunden wissen, mit jener unvorstellbaren Kraft,
    die all das, was da ist, ins Leben gerufen hat.

    Dieser Kraft, die die einen so und die anderen so nennen,
    die in Wahrheit aber keinen Namen hat.
    Die Heilung besteht darin,
    den Faden des Lebens nicht bloß zu sehen,




    sondern selbst zu diesem Faden zu werden.

    [​IMG]

    Der Mensch ist der Weg

    :danke:

    . . . und ein trotz der Dunkelheit hell erleuchtetes Weihnachtsfest,
    Glück im neuen Jahr für alle Gläubigen und für alle Atheisten und Licht,
    vor allem für die Verirrten und Entarteten . . . ​


    so eben auch für mich, Willi :escape:
     
  5. Riven

    Riven Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2004
    Beiträge:
    62
    Ort:
    Mitten im depressiven Wien
    Dieses Gedicht . . . ? AUFBRECHEN . . . !

    ist im Original natürlich nicht von mir. Aber ich habe leider den Namen der Autorin vergessen. Sie möge mir verzeihen.
     
  6. Bigenes

    Bigenes Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. März 2005
    Beiträge:
    2.936
    Ort:
    Hamburg
    Werbung:

    :thumbup:

    Genau!
     

Diese Seite empfehlen