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Bibel und Homosexualität - eine Klärung

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von maria45, 1. Oktober 2009.

  1. maria45

    maria45 Guest

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    Ja, ich bin gebeten worden zu diesem Vers der Bibel etwas zu sagen. Wie man sich eventuell denken kann, werde ich dieses Thema nicht auf die übliche buchstäblich sinntötende Weise abhandeln, sondern in die innere Bedeutung der Dinge einen Einblick gewähren.

    Zunächst sollte man also wissen, daß es bei sämtlichen Schriftstellen immer und erstmal nur um einen geistigen Zusammenhang geht. In manchen Fällen sind bestimmte Gebote zu bestimmten Zeiten der Menschheitsgeschichte auch buchstäblich angewandt worden, dies ist aber biblisch unbegründet, ja, im eigentlich spirituellen Sinn sogar pervers.

    Eine der lustigen Anekdoten am Rande, nur um das Thema anzuwärmen und ein bißchen aufzuheitern: Es gibt kein Verbot für lesbischen Geschlechtsverkehr in der Bibel. Das ist schon mal wirklich diskriminierend, oder? Die Schwulen hingegen hat über Jahrtausende die Ausgrenzung der Gesellschaft getroffen, nur weil Verblendung und religiöser Wahn die Doktrinen so bestimmten.

    Lao Tse sagt im Dao De Jing: "Wahre Worte sind wie umgekehrt." Wir werden am Ende dieser kleinen Erklärung das Fazit haben - ich verrate es einfach schon mal vorher, daß die Bibel in diesem Verbot ausdrücklich verbietet, Schwulen den Geschlechtsverkehr zu verbieten! Na? Neugierig geworden?

    Also: Wir haben es hier mit einer "Leiche" zu tun. Ein Stück uralter Menschheitsgeschichte insofern, daß dieses Gebot bestimmt Jahrtausende über buchstäblich interpretiert wurde und ihm wohl noch nie der Atem des Lebens eingehaucht wurde. Ich kenne mich doch so einigermaßen gut aus in der Interpretationsgeschichte der Bibel, und mir ist jedenfalls noch nicht zu Ohren gekommen, daß jemand dies so interpretiert hätte wie ich es gleich tun werde.

    Sagen wir mal, 6000 Jahre und ein Buch. Möglicherweise sogar noch sehr viel älter. Aber wir wollen uns gar nicht weiter in die zeitgeschichtliche Betrachtung der Bibel vertiefen, es ist nur so eine schöne Metapher. Eine 6000 Jahre alte Leiche. Da sind praktisch nur noch Knochen übrig. Alles andere ist bereits vergangen. Die ganzen Weichteile sind verschwunden, längst von Würmern gefressen.

    So ist der lebendige Bezug zu solchen Schriftstellen wie dieser längst verloren gegangen, im Staub der Jahrtausende eingehüllt. Ich werde also nun eine 6000 Jahre alten Knochenhaufen vorsichtig restaurieren und ihm wieder Fleisch, Haut, Sehnen, Muskeln, Fettgewebe und Blut geben und ihn so langsam aber sicher zum Leben erwecken. Ein spannendes Projekt.

    Das erste, was man weiß bei einer solchen archäologischen Unternehmung ist, daß man so gut wie gar nichts weiß. Man kennt die Menschen nicht, zu denen damals diese Worte gesagt wurden. Man kennt weder die historischen Bezüge, noch die wirkliche Intention. Wir verzichten auf jede Spekulation und gehen wissenschaftlich vor.

    Wissenschaft arbeitet ja mit Zahlen, mit Fakten. Das angenehme an der Bibel ist, daß sie überaus wissenschaftlich ist. Das einzig unangenehme ist, daß das kaum einer weiß, die meisten halten sie für ein Religionsbuch. Insofern ist die Art der Betrachtung sicher gewöhnungsbedürftig, aber einfach aufregend.

    Wir holen jeden einzelnen Knochen in diesem Vers an die Oberfläche, betrachten seine Tiefenstruktur, und haben dann eine fundierte Aussage über die ursprüngliche Funktion. Wir machen also eine DNA-Analyse dieser sprachlichen Bruchstücke. Los geht's!!!

    Es fängt an mit dem Zeichen "waw". Die "waw" ist das Wort "und" und gleichzeitig das Zeichen, das die Zahl 6 bedeutet. Die 6, das ist auch das Symbol für den sechsten Tag, für die Erschaffung des Menschen. Der Mensch steht in bestimmtem Sinn im Zeichen dieser "waw". Im Menschen ist es möglich, im Menschen kann es geschehen, daß Zeit und Ewigkeit sich küssen, daß sie sich befruchten. Die Ewigkeit als der Raum des All-Gegenwärtigen, die Zeit als der Raum des Erscheinenden, Seienden und sich Verändernden.

    Das ist der Kontext. Diese Gebote sind für den Menschen geschrieben, als hilfreiche Weisungen, wie man sinn-voll Menschsein ausleben kann. Auch das Gebot, die Anweisung, die Gebrauchsanweisung zum Menschsein, die in diesem Vers gegeben wird, ist so eine Anweisung. Eine Möglichkeit, möglichst erfüllt zu leben.

    In jedem Menschen sind diese beiden Welten anwesend, die Welt des Schweigens und der totalen Potentialität, der absoluten Fülle von allem-was-es-geben-könnte-und-nicht-geben-könnte. Diese Welten nennt die Bibel die "männliche" und die "weibliche" Seite.

    Egal, welchen Vers der Bibel man sich nimmt, es sind immer Beschreibungen, die für jeden Menschen gemacht sind. Nicht nur für exklusive. Für jeden Menschen. Eigentlich müßte schon aus diesem Zusammenhang klar sein, daß es hier also nicht um Männer gehen kann, sondern um eine Qualität, die mit dem Symbol "Mann" belegt ist, die aber in jedem Menschen anwesend ist.

    Schauen wir, was das für ein Knochen ist. "isch" ist der "Mann" im Hebräischen. Betrachten wir mal ganz tief, wann ein Mann ein Mann ist. Was ist im Menschen, in jedem Menschen, der "Mann"?

    Das hebräische Wort "isch" schreibt sich mit drei Hieroglyphen, drei Zeichen, die jedes wesentlich sind. Der Einfachheit halber kann man sich vorstellen, daß jedes hebräische Wort wie eine Formel ist, eine chemische Formel, die absolut kennzeichnend für den jeweiligen Inhalt ist. So wie wir inzwischen wissen, daß Wasser chemisch H2O ist, so weiß die hebräische Sprache den Inhalt, die "Formel" für alles. Sehr praktisch, weil man da alles, das einem begegnen kann, mal eben durch den Massenspektrometer jagen kann und schauen kann, was das eigentlich ist. Ganz wissenschaftlich, ohne eine Spur von subjektiver Färbung oder gar historischer oder gesellschaftspolitischer Färbung. Wasser ist ja auch H2O, egal unter welchen Bedingungen man es analysiert. In Deutschland, in Frankreich, in den jedem Land ist Wasser H2O. Heute, gestern, in tausend Jahren, und auch vor hunderttausend Jahren ist Wasser H2O.

    In dieser Weise ist "isch" also geschrieben in drei Zeichen, die exakten Aufschluß darüber geben, was die Idee von "Mann" im Menschen ist.

    Das erste Zeichen ist die Aleph. Sie ist das Zeichen des Schweigens. Die Aleph kann nicht allein gesprochen werden, nur im Zusammenhang mit anderen Zeichen. Das ist übrigens schon ein wesentlicher Hinweis auf das, was "Mann" ist. Ein Mann kann nicht für sich allein sein. Er braucht immer etwas. Etwas an dem er herumdenkt, herumtüftelt, herummacht. Etwas Erscheinendes muß einfach da sein. Ein Mann kann nicht einfach so, nur im Schweigen da sein. Irgendetwas kommt in ihm immer hoch.

    Und diese Qualität finden wir in jedem Menschen. Jeder Mensch hat diese Eigenschaft, daß er immer mit etwas beschäftigt ist, entweder im lästigen Sinn, etwas zu erledigen, unangenehm, oder im freudigen Sinn, es macht Spaß etwas zu tun. Aber einfach so still sein, so ohne alles, das geht gar nicht. Dann verschwindet die Qualität von "Mann"-Sein.

    Die Aleph hat aber noch eine Qualität. Sie ist das "ich", wenn sie vor ein Verb gestellt wird. "ich tue", dann wird vor das Wort "tun" eine Aleph gestellt. Damit tue ich etwas. Das Männliche hat auch diese Qualität. "Ich" bin der Macher. Nein, laß mal, das mach "ICH" jetzt. Nein, ich will das selber machen. Self-made-man sagt man. Und da ist viel dahinter. Die Emanzipation hat es glücklicherweise noch nicht zur self-made-women gebracht. Frauen haben das nicht nötig. Dafür haben sie ja die Männer, die ihnen zu Füßen liegen und es gern für sie machen. :)

    Ja, ein bißchen Spaß dabei muß schon sein. Humor, Feuchtigkeit, in diese alten Knochen. Dann beleben sie sich.

    Nun, was sind die anderen wesentlichen Bestandteile von "Mann"? Na? Richtig, hier kommt jetzt schon der "kleine" Unterschied. Das männliche am Mann. Ganz eindeutig das Glied. Es ist dieses kleine Zeichen "jod", ein kleines Würmchen nur, wenn man es in der hebräischen Sprache betrachtet. Natürlich nur dort... *gg*

    Denn aus dieser Jod entsteht alles. Jedes Zeichen ist im Hebräischen aus lauter Jods aufgebaut. Da gibt es keine Ausnahme. So ist der Mann, diese zeugende Qualität im Menschen, auch der Grund für alles, was den Menschen er-zeugt. Es ist der Antrieb im Menschen. Wie gesagt, der Mensch drängt danach zu sein, zu zeugen, er möchte Spuren hinterlassen, nicht wie ein Geist durch die Gegend schweben.

    Wie ist eigentlich dieses Zeichen für den Menschen, die "waw"? Wie wird die geschrieben? Sollte man an diesem Zeichen nicht schon sehen können, wie der Mensch ist? Ja. Die Waw ist geschrieben als eine Jod, die einen langen Schwanz hat, der bis zur Erde reicht. Bis zur Grundlinie. Die Jod "hängt" gewissermaßen oben an der oberen Schreiblinie, und hat einen langen Strich, der bis auf den Boden reicht. So sieht das Zeichen aus, das dem Menschsein eine Art Weisung darstellt, wie er am besten Mensch ist.

    Es gibt diesen schönen Spruch: "Wir sind spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen." Das ist auch eine Übersetzung dieses Zeichens, der "waw". Die Jod ist oben, ist im himmlischen Bereich. Wir sind keine hochentwickelten Affen. Nein, im Kern sind wir spirituelle Wesen, kommen aus einer rein geistigen Sphäre. Aber im Menschsein sind wir hier inkarniert. Wir reichen ganz hinunter, bis auf die Erde. Das ist Menschsein. Der wahre Mensch verkörpert und lebt dieses Prinzip. Er ist ein spiritueller Mensch, der aber auch ganz menschlich ist, ganz hier in diese Welt sich hineinbegibt und hier wirkt, hier etwas beiträgt. Er berührt den Boden, hat Bodenhaftung. Er tut etwas. Dann gibt es die innere Rückmeldung im Menschen: "ah schön, ich habe etwas geschafft, geschaffen, getan. Das ist befriedigend."

    Egal, was es ist. Rumsitzen und nur rumdödeln, rumtrödeln, keine Beschäftigung zu haben entspricht nicht dem Wesen des Menschen. Er möchte etwas tun. Das ist der "Mann" in jedem Menschen. Wenn er das nicht tut, wenn der Mann im Menschen die "Erde", das Erscheinende nicht berührt, stirbt etwas im Menschen. Wenn der "Mann" im Menschen nur im "männlichen" Bereich bleibt (hier sind wir im Prinzip schon an der Auflösung des Rätsels dieses Verses), wenn er nur im Inneren bleibt und schon denkt, daß das alles ist, dann ist er "schwul" im Sinne der Bibel. Und dann stirbt etwas im Menschen einen Tod. Nämlich der Sinn des Hierseins. Man wird depressiv. Die Freude stirbt. Langeweile kommt auf. Gähnende Sinnleere tut sich auf. Wozu bin ich überhaupt hier? Ach, ich habe den Eindruck, daß ich gar nicht hierher gehöre...

    Hat man das schon mal in esoterisch angehauchten Kreisen gehört? Dieses "ach, ich bin doch ein Engelwesen, ich gehör hier gar nicht her, ich muß wieder channeln mit Sirius und meinem Geistführer..."? Ja? Ja, also das ist schwul sein im Sinne der Bibel...

    Die Bibel verurteilt diese Dinge nicht. Du darfst mit deinem sirianischen Geistführer channeln soviel du willst. Nur... wenn das alles ist, wenn du hier keinen Fuß auf die Erde bekommst, wenn du deine Inkarnation hier nicht nutzt um etwas zu tun, um konkret anderen Menschen etwas zu bedeuten, um hier Freude zu haben bei was auch immer du tust... dann bist du schwul im Sinne der Bibel. Und dann stirbt die Freude. Dann stirbt der sich für esoterisch haltende Mensch an Langeweile. Das ist so unerträglich lange hier. Wie lange soll ich denn noch hierbleiben? Sinnlosigkeit. Der Sinn des Menschseins verfehlt.

    Der Begriff von Sünde ist strenggenommen ein Begriff der Zielverfehlung. Man tut nicht das, was man sinnvollerweise tun könnte. Anstatt den Löffel mit dem Essen in den Mund zu schieben und zu essen, läßt man das Essen auf den Boden fallen. Dann ist es sündig, Ziel verfehlt. Dazu ist das Essen nicht da. Ist nicht schlimm, kann man saubermachen. Niemand verurteilt das. Aber man ist mit diesem Bissen eben auch nicht satt geworden. Man erlangt keine wahre ER-füllung.

    Bekommt diese uralte Weisung nun langsam Fleisch auf die Knochen, mehr Lebendigkeit, mehr Aktualität für jeden Menschen? Es sind ganz praktische, lebenstaugliche Ideen, die darin stecken. Kein moralinsaures theoretisches Zeugs.

    Ok, aber wir sind ja immer noch in den allerersten Anfängen dieses Verses. Die ersten Fußknöchelchen haben wir gefunden und in die richtige Position gebracht. Mehr noch nicht. Aber es schält sich schon das Bild von einer konkreten Situation heraus, einer in verschiedenen Lebenslagen ganz aktuellen Situation und ihrem sinnvollen Umgang.
     
  2. maria45

    maria45 Guest

    Gehen wir weiter. Das dritte Zeichen im "Mann" ist die "schin". Sie ist das Zeichen des Geistfeuers. Das brennt. Im "Mann" in jedem Menschen brennt etwas, und das ist die Sehnsucht nach Spiritualität. Dieses Feuer ist in jedem Menschen. Ist es erloschen, hat der Mensch keinen innerlichen Zugang mehr zu diesem Feuer, dann ist der Mensch das, was die Bibel so oft beschreibt: ein verwitwetes Weib. Eine Frau. Dann ist er nur noch "außen". Eine Frau, die keinen Mann hat. Es gibt in der Bibel keine einzige Stelle wo ein verwitweter Mann vorkommt. Das wäre auch absurd. Denn ein spiritueller Mensch, einer, der im Zeichen des Geistfeuers lebendig ist, ist nie verlassen, ist nie ohne eine äußere Wirkung, ohne etwas umhüllendes, weibliches. Dieses Feuer strahlt aus. Es wirkt auf meine Gedanken, auf meine Gefühle, auf meinen Körper, auf die Menschen und auf meinen gesamten Lebensbereich. Es teilt sich unwillkürlich mit.

    Auch das ist dieses befruchtende Element des männlichen Geistfeuers in jedem Menschen. Wahrhaft spirituelle Menschen sind nie langweilig. Sie sind inspiriert. Es gibt Ideen, es gibt Lebendigkeit, es gibt neue Projekte, die sich entwickeln. Es sprüht Feuer. Funken schlagen aus dem Menschen. Er kann be-geistern, weil er mit Geist begabt ist.

    Dann wirkt in dem Menschen der "Mann". Und dann wirkt er "richtig", also "sinn-erfüllt", weil er eben eine Außenwirkung hat. Das "außen" ist das Weibliche, das Erscheinende. Was ist eine Spiritualität, die keine Wirkung zeigt? Nix. Gar nichts. Das wäre wieder ein Beispiel für einen schwulen Mann im Sinne der Bibel. Du hast eine lebendige Beziehung zu "Gott", zu dem All-bewegenden Geist im Innern und es hat noch nie jemand etwas davon bemerkt?

    Jakobus würde an dieser Stelle sagen: Wo sind deine Früchte? Wo ist dein Glaube? Ein Glaube ohne Werke ist tot. Ein Mensch, der sich Christ nennt, weil er mal christlich getauft wurde und nur klammheimlich abends mal alleine für sich kurz an Gott denkt, aber nie tätig wird, nie virulent wird (das kommt von vir, Mann), nie aktiv wird, der "verschweigt" seine Spiritualität und lebt sie nur in seiner Phantasie aus. Nur in dem Inneren, da wo es möglichst keiner sieht. So ein Mensch ist schwul im Sinne der Bibel. Und lebt einfach nicht sein Potential. Und deshalb wird er irgendwann einmal frustriert sein. Die Freude stirbt. Das sind die Tode, mit denen eine "schwule" Geisteshaltung im Menschen getötet wird. Depressionen. Zwangsgedanken. Abdrehen in Phantasiewelten. Selbstmord.

    Der Mensch lebt sein Leben nicht. Er lebt nicht das, wozu er eigentlich hierher gekommen ist. Er ist hierher gekommen, um sich in dieser Welt zu freuen. Freude zu empfangen und Freude weiterzugeben. Einen Beitrag zu leisten. Die Gaben, die er hat, für sich und für andere zu nutzen. Die "Gaben" sind die "männliche" Seite. Doch bleibt er in seinem Drang nach Verwirklichung, in seinem Geistfeuer nur im Innern, lebt nur in seiner Welt und kommuniziert nicht, vergräbt er diese Gaben. Und stirbt in irgendeiner Form dann innerlich, manchmal sogar auch äußerlich daran.

    Das diesem Vers entsprechende Gleichnis von Jesus ist übrigens das vom Hausverwalter, der seinen Knechten Talente gibt, damit sie in seiner Abwesenheit Handel treiben damit. Es gibt da einen, der viel hat und viel damit anfängt, und er wird belohnt. Dann gibt es einen, der nicht so begabt ist, aber auch damit handelt und er erhält auch seinen Lohn an Lebensfreude damit. Und dann gibt es den "schwulen" Knecht, der einfach sein Talent vergräbt. Er versteckt es in der Erde. Das, was innerlich leben soll, veräußerlicht er, tut es nicht dahin, wo es hingehört, sondern verhüllt das Männliche, versteckt es, und handelt damit mit seinem "Mann", mit seinem Offenbarungsdrang, und seinen Gaben "äußerlich", wie bei einer Frau.

    Rein buchstäblich ist es ja sowieso Quatsch. Ein Mann kann bei einem anderen männlichen Wesen gar nicht so verkehren wie bei einer Frau, weil das andere männliche Wesen eben männlich und nicht weiblich ist. das männliche hat keine Vagina. Es geht ja gar nicht. Schon daran könnte man eigentlich merken, daß es unsinnig ist, hier auf einer buchstäblichen Bedeutung der Stelle zu bestehen.

    Fangen wir mal an, die Fußknochen zusammenzusetzen. Ja, so eine vollständige archäologische Rekonstruktion ist schon ziemlich aufwendig. Hätte man nicht gedacht, oder?
    Also die Aleph als erstes Zeichen des "Mannes" im Menschen, dann noch die beiden Zeichen "Jod" und "Schin". "jod+schin" ist hebräisch "jesch". Es bedeutet "es gibt". Nun tritt also in der Strukturformel für "Mann" das "ich", die Aleph, in Kooperation mit dem, was "jesch", was "es gibt".
    Das ist die Idee und die Funktion und die Sinngebung des "Mannes" im Menschen. "ich" verbinde "mich" mit all dem, was "es gibt". Der Mann, das männliche in mir, ist auch das Innerliche, das Schweigende, die ewige Welt. Die Aleph, die unaussprechlich ist für sich alleine. Das göttliche in mir. Und dieses Göttliche in mir, dieser allerinnerste Kern, tritt im Zeichen des "Mannes" im Menschen in Verbindung mit dem alles-was-es-gibt. Die gesamte Welt der Erscheinung, die die Ewigkeit umgibt, die ihre nach außen erscheinende Frucht ist, diese Welt der Erscheinungen wird mit der Ewigkeit verbunden. Die Ewigkeit küßt die Zeit. Und aus dieser Berührung, aus dieser Liebesbeziehung, entsteht Lebendigkeit. Diese Art der Beziehung wirkt fruchtbar, belebend.

    Nun ist im Hebräischen jedes Zeichen nicht nur ein Buchstabe, sondern auch noch ein Zahlzeichen. Die drei Zeichen für "isch", "aleph+jod+schin", könnte man im Hebräischen auch einfach als einen Zahlenkode lesen. Dann steht da: "1+10+300". Das kann man leicht addieren, im Gesamtgewicht entsteht 311.

    Nun haben wir also das "Molekülgewicht" für das, was im Menschen "Mann" ist. Was ist diese 311? Es ist die 65.ste Primzahl. Spannend ist nun natürlich, was diese 65 uns sagen kann. Die 65 ergibt sich als Gesamtgewicht des Wortes "Adonai", das man unter anderem mit "Herr" übersetzen kann. Jaja, ich sehe euer Lächeln. Der Mann, der Herr. Am besten die Frau beherrschend. Aber wir gehen ja systematisch vor, wissenschaftlich. Nicht vorschnell Schlußfolgerungen ziehend. Was ist 65 eigentlich für eine Zahl? 65=5*13.

    Oh. Was sollen nun diese Zahlen? Na, ich hatte ja gesagt, wir graben heute tief, machen echte Rekonstruktionsarbeit. Die 5 ist die Zahl der "He", des Hauchlautes, der unter anderem übersetzt "der/die/das" bedeutet, also der bestimmte Artikel. Die 13 ergibt sich als Gesamtgewicht des Wortes "Liebe". Der "Mann" im Menschen ist idealerweise (so stellt sich Gott das vor, so hat er uns gebaut) "die Liebe", "ha ahawa". Nun kann man natürlich auch leichter nachvollziehen, weshalb Paulus als oller Kabbalist diese Strukturformel natürlich kennend im Neuen Testament schreibt, die Pflicht und Schuldigkeit eines jeden MANNES sei es, seine "Frau" so zu lieben wie Christus die Gemeinde geliebt hat. Ja, natürlich geht es da auch nicht um besondere Dienstverpflichtungen von Ehemännern an ihre Ehefrauen, das wäre wieder die buchstäbliche Ebene, die verboten ist. Dazu kommen wir auch noch.

    Nein, es geht auch Paulus wieder um den "Mann" in jedem Menschen. Dieser Persönlichkeitsteil, der vom Geistfeuer brennender Spiritualität geprägt sein sollte, wenn das Leben so richtig Freude bereitet, dieser "Mann" soll "seine Frau" lieben. Jeder Mensch hat eine "Frau". Die "Frau" ist die gesamte Welt, in der er lebt. Ja, darum geht es Gott. Er sagt hier eigentlich, daß der Mensch so richtig völlig Mensch ist, wenn sein "Mann" in ihm die gesamte Welt so liebt wie Christus alle Menschen geliebt und sich für sie hingegeben hat. Der "Mann" steht ja im Zeichen der 65, "Die Liebe". Doch nicht als solcher ist er schon "die Liebe", der "Mann" ist ja die 311, die 65.ste Primzahl. Der "Mann" im Menschen weiß aber, was "die Liebe" sein könnte. Er hat im Inneren eine gute Ahnung davon. Die Idee davon ist ihm gegeben. Jeder Mensch hat irgendeine Vorstellung von "Liebe". Doch der spirituelle Mensch in mir, der, der mit dem Geist Gottes erfüllt ist, der hat echt Ahnung davon, wie es ist, "die Liebe" zu leben, und zwar die gesamte Welt in dieser Liebe des Geistes zu umarmen und zu befruchten.

    Ja, so langsam entsteht in dieser Betrachtung ein Bild, ein Umriß, schon eine Anmutung dessen, was hier alles ursprünglich nur als altes Sprachknochenhäufchen lag. Für heute mal genug, denn es wartet ja noch viel Material auf die Restaurierung.
     
  3. Mantodea

    Mantodea Guest

    Liebe Maria, ich danke Dir ganz herzlich,habs zwar noch nicht gelesen....:)
     
  4. maria45

    maria45 Guest

    Die Aufmerksamkeit, die ich diesem Thema diese Nacht widmete, blieb nicht ohne Folgen. Sie war also nicht "schwul". Heute morgen sprach mich eine Freundin darauf an, daß sie nicht gut für ihre Prüfung lernen könne. Sie würde die ganze Nacht wach liegen und grübeln.

    Ich sagte ihr knallhart, weil ich sie gut kenne und weiß daß ich ihr so etwas zumuten darf: ja, das sind deine "schwulen" Anteile im Sinne der Homosexualität wie sie die Bibel versteht. Es sind nur Gedankenspiele, die unfruchtbar sind. Reine "Hirnwichserei". Englisch "Mind-fuck".

    Ich riet ihr, doch dann lieber aufzustehen und die Gedanken aufzuschreiben. Alle. Ganz unzensiert. Sich diesem Fluß der Gedanken hinzugeben ist eine Sache, doch dann muß etwas daraus werden. Eine Möglichkeit ist Schreiben. Im Schreiben kommt der Gedanke, der zunächst innerlich ist, in eine äußerliche Form, in eine weibliche Form. Und im Schreiben strukturiert sich das Denken. Man bekommt Bewußtheit. Die Bewußtheit, die Frucht, entsteht, weil man ihr Raum gibt. Es ist nicht Gedanke hin, Gedanke her, und wieder derselbe Gedanke hin und her. Das führt zu nichts, ist "unfruchtbar". Man tut nur so als ob man nachdenkt. Es ist ja nichts gegen Nachdenken zu sagen. Wie soll man Probleme lösen, wenn man nicht nachdenken darf? Nur eben, es muß sich daraus etwas ergeben. Nicht jeder Gedanke muß Frucht tragen. Die Natur ist da auch recht verschwenderisch. Nicht jedes Spermium und nicht jeder Pflanzensame befruchtet und wächst zu vollem Leben heran.

    Darum geht es auch nicht, obwohl andererseits jeder Gedanke schon seine eigene Frucht in sich hat. Nicht immer die schönsten Früchte, aber Wirkungen entfaltet jeder Gedanke. Es geht auch nicht darum, daß sich-Gedanken-machen schlecht ist. Nur das Prinzip des Grübelns, des hin-und-her-zweifelns. Das tötet die Lebendigkeit in mir, das tötet die Lust, die Freude. Es ist die Haltung in mir angesprochen. Nicht die Gedanken sind schlecht. Es gibt aber eine lebendige Art, sich Gedanken zu machen, und eine andere, sich selbst tötende Art, sich selbst unfruchtbar machend, in leblosen Formen erstarrend.

    Und sie verstand das. Dann ist Frucht da. Es ist nicht ein Gedankenspiel in mir geblieben, es hat auch eine äußere Wirkung entfaltet. Und es wirkt weiter, indem ich hier diesen Beitrag schreibe. Eine weitere Frucht. Und wer weiß, wen es anspricht. Wer weiß, welche Einsichten dadurch noch alle kommen. Und wie man dann anders lebt, in einem anderen Bewußtsein, in einem anderen Tun, in einer anderen Welt.

    Kommen wir zu dem nächsten Häufchen Knochen. Da ist dieses Verb "schachav". Im Hebräischen bedeutet es "sich hinlegen, legen zu" und auch im speziellen Sinne Geschlechtsverkehr haben. Die Zeichen, die da sind, das Wort "schachav" aufbauen, sind "schin+kaph+beth". Die Schin hatten wir schon, der sind wir schon im Kontext des Geistfeuers begegnet. Die Schin hat aber auch noch eine andere Bedeutung. Sie ist der Zahn. Die Kaph ist neu. Es ist die Hieroglyphe einer geöffneten Hand, einer zupackenden Hand, einer Hand im Handeln begriffen. Und dann noch die Beth, das Haus. Im umfänglicheren Sinn ist die Beth die ganze Schöpfung, alles erscheinende der Dualität. Setzen wir diese beiden Knochen zusammen, erhalten wir jemand, der die Dualität fassen möchte. Er möchte sich ihr nähern, sie anfassen, sie be-greifen. Ah, da sind wir schon wieder beim Fassen, Begreifen der Gedanken. Das ganze in der Qualität des Geistfeuers auf der einen Seite, also ein Drang, sich zu offenbaren, sich da hinzugeben, und auf der anderen Seite, so ganz konkret, der Zahn, das Knabbern an der Dualität.

    Man sagt auch zu Dingen, die man noch nicht be-griffen hat: Das muß ich erstmal verdauen. Und die Verdauung setzt im Mund an. Die Zähne leisten die Vorarbeit, sie spalten die Nahrung auf. Dann kommt die flüssige Phase. Mein Körper und die Nahrung tauschen Flüssigkeiten aus. Speichel fließt. Die Nahrung wird feucht, fängt an zu reagieren.

    Ja, ich habe die Dinge ein wenig so beschrieben, daß sie auch einer Schilderung eines Geschlechtsaktes zugeordnet werden könnten. Die Zähne dringen in die Nahrung ein. Mäusezähnchen...

    Essen ist übrigens in der Bibel ein Bild des Geschlechtsverkehrs. Ein Spruch in Salomo sagt: "Dies ist der Weg des ehebrecherischen Weibes: sie ißt, wischt sich den Mund ab und sagt: Ich habe nichts böses getan." Na, die Bibel wollte nicht generell erklären wenn Frauen essen, daß das schon was schlimmes ist. Es geht da um den metaphysischen "Eßvorgang". Ich möchte den Vers jetzt nicht näher analysieren, das wäre eine andere Baustelle jetzt. Obwohl in ihm genausolche Tiefen stecken wie in dem, den wir gerade betrachten zu dem "Mann" verkehrt mit "männlichem" wie "Frau", "ißt" auf diese Weise.

    Der hohe Geist, die Schin, legt sich zu seinem Gegenpart, der Beth und faßt sie an in der Kaph. Der Geist ist hier das männliche, zeugende, erschaffende Prinzip. Er geht in die Beth, in die "Frau Welt" hinein, und zwar umfaßt er sie in der greifenden Hand, der Kaph. Die Beth ist auch die "bat", die "Tochter". Die Königstochter.

    Der Geist ist dabei das Feuerprinzip, die Bath ist das Erdprinzip. Die beiden Gegenteile. Das Feuer ist auf Position Eins, die Erde ist auf Position 4. Der Geist muß bis auf die Erde hinunter, muß sich in-karnieren, hineingehen in das Fleisch, das "carne". Doch in welcher Art? In der Art der Kaph. Die Kaph ist vom Zahlzeichen her 20. Sie ist also auch eine Dualität, jedoch auf anderer Ebene. Es ist die Dualität, die ständig sich ändert. Ständig geschieht etwas. "panta rhei", "alles fließt", sagten die Griechen. Es ist die Qualität des Wassers. Wenn der Geist nur bis zum Wasser kommt, hat er es nicht geschafft. Wenn die Schin nur bis zum veränderlichen, ständig fluktuierenden kommt, dann ist es wieder unfruchtbar. In der Schöpfungsgeschichte wird dieser unfruchtbare Zustand als das "Schweben" des Geistes auf dem "Wasser" beschrieben.

    Das "Schweben" ist aber "merachäphät", ist eher ein hin-und-her-bewegen. Und hier sind wir schon wieder unter anderem beim Grübeln (falls unfruchtbar) oder beim fruchtbringenden Denken. Wenn es fruchtbar sein soll, muß der Geist auf die Erde. Es reicht nicht aus, daß er lustig im nur-veränderlichen verbleibt. Es soll etwas konkretes geschehen. Eine wirkliche Außenwirkung. Wirk-lichkeit. Re-al werden, real kommt von "res", "Ding". Es soll ein Ding werden, ein Erscheinendes in dieser Welt. Faßbar, greifbar, begreifbar, und mit Eigenschaften und Eigen-wirkungen. Nicht nur tot, es soll ein lebendiges Kind entstehen. Es soll doch weitergehen.

    Nun ist im Text aber nicht einfach das Wort "beischlafen, beiliegen", "schachav", sondern "jischechav", "er schläft bei", "er verkehrt mit". Das Zeichen, das noch zu den drei anderen als erstes Zeichen hinzutritt, ist die "jod", die geschlossene Hand. Es ist auch die "jod" der dritten Person Singular, also "er/sie/es" tut etwas.

    Diese Handlung des "beischlafens", des "er/sie/es schläft bei", ist etwas wirklich Göttliches. In der jüdischen Überlieferung wird gesagt, der Geschlechtsverkehr ist eine der drei Freuden, die Gott dem Menschen schenkt, als Vorgeschmack auf das Himmlische. Es ist also in keiner Weise sexfeindlich oder leibfeindlich, sondern sehr sinnlich und dankbar und mit Aussicht auf noch viel mehr, was daraus kommen kann.

    In Zahlen schreibt sich dieses Wort "10+300+20+2", insgesamt 332=4*83. Anhand dieser Zahlen werden wir gleich sehen, wie göttlich das ist. Die 83 ist die 24.ste Primzahl, und mit diesem Schlüssel könnte es "klingeln". In der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament werden die 4 lebendigen Wesen voller Augen im Thron Gottes beschrieben und die 24 Ältesten um den Thron Gottes. Und im Wort "er verkehrt sexuell" haben wir genau diese beiden Bestandteile, die 4 und eine Form der 24, nämlich die männliche Idee der 24, die 24.ste Primzahl. Diese männliche Idee kommt von außen, von um den Thron und befruchtet die 4 lebendigen Wesen, die in und um den Thron sind, als weiblicher Gegenpart.

    Also jeder Geschlechtsakt an sich hat etwas Göttliches. Daran ist nichts verkehrtes. Nur gibt es eben Formen, die "lebendig machen", die Leben zeugen, und andere Formen, die mit Tod töten. Kommen hier aber nicht doch wieder auf die Ebene von verbotener Sexualität? Nein, aus einem ganz einfachen Grund nicht: Die Welt und all das was in ihr geschieht ist weiblich. Der Körper jedes Menschen gehört in die Gruppe "erscheinend", und deshalb "weiblich". Der Körper ist ja nicht der Mensch. Der Körper ist das Gefährt, das Fahrzeug, in dem der Mensch dieses Leben er-fährt, er fährt damit durchs Leben und am Ende legt er diese Hülle wieder ab und fährt woanders fort mit dem Er-fahren.

    Deshalb ist alles, was Körper mit Körpern machen, ein "weiblich x weiblich", eine lesbische Begegnung. Und die Bibel sagt nichts zur lesbischen Sexualität. Sie ist nämlich kein Buch mit weltlichen Vorschriften und Regeln, sondern mit spirituellen Prinzipien. Und sie schreibt nicht in dem Sinne vor, was zu tun ist, sie gibt Anweisungen, was funktioniert und was nicht funktioniert und was die Folgen von funktionieren oder nicht funktionieren sind. Egal, in welcher Form sich Körper begegnen, das ist ein ganz anderes Kapitel. Es gibt zwar da auch bestimmtes, was besser ist und was schlechter ist, aber es ist ein ganz anderes Gebiet.

    Einen Wagen mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve zu fahren trägt ihn eben außerhalb der für ihn vorgesehenen Fahrbahn. In den meisten Fällen endet das mit einem Unfall. In dieser Weise beschreibt die Bibel die "korrekte Fahrweise" und die möglichen Unfälle. Doch was jemand dann tut, ist allein seine Verantwortung.
     
  5. Mantodea

    Mantodea Guest

    Liebe Maria,
    ich hab mir den Text mal ausgedruckt,da ich Mühe habe am PC zu lesen,weit bin ich noch nicht gekommen,aber es ist angenehm zu lesen und Humorvoll..:)
    Was mir aber jetzt grad noch einfällt ist das es im NT eben diese Stellen für Frauen gibt:
    mer 1,26 Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen.
    und dass die Schriften des NT jünger sind als 2000 Jahre..
    Deine Sicht über das AT finde ich unbezahlbar :)
    wie siehst Du es mit der Wortleiche was das NT angeht.?
    lg vittella
     
  6. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

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    5.4 und Josef!

    Es ist wahr. Will man die Menschen von einer Unwahrheit befreien,
    dann muss man ihnen ein entsprechendes Gegenstück anbieten,
    wenn sie es selbst nicht bemerken.

    Denn wenn etwas falsch ist, dann ist sie da, die Wahrheit.

    So einfach kann es sein. Wenn davon die Rede ist, man soll sich kein Bild von Gott machen, aber nicht aus dem Grund, weil man es nicht sollte, sondern wegen der Unmöglichkeit eine allumfassende Summe darzustellen. Hatte man ein wenig später den Focus auf den Vater gelegt, den dominierenden männlichen Teil in einer Familie, auf eine ganz bestimmte Person mit Stammbaum und so, dann handelte es sich auch um diese Person, und alles Ziehen und Drehen danach sollte daran nichts ändern können. Obwohl es sich nur um eine Sequenz, einen Ausschnitt, dabei gehandelt hatte, der besonders hervorgehoben werden sollte.

    In Wirklichkeit verhält es sich doch so mit dem Jenseits des Menschen, dass sich dabei eine gravierende Änderung nach der Zeit des Überganges ergibt, nämlich in eine Gemeinschaft die sich auch so wie eine Gemeinschaft verhält und nichts mehr mit der uns bekannten Persönlichkeit gemeinsam hat.

    Wann werden die Menschen auf der Erde das endlich kapieren?

    Niemals. Alle Versuche in dieser Richtung sind nur von Stückwerk an Erfolg begleitet.

    Wie sehr man von dieser zuletzt genannten Gesetzmäßigkeit überzeugt sein kann, das beweist ein Verhalten das von vorgelagerten Säbelrasseln und Kanonendonner berichten kann, und dann dennoch in der Lage ist sie einem Teufel in die Schuhe zu schieben, der in der Wüste leben soll.
    Dabei liegt das teuflische in der früheren Endlichkeit.

    Mensch, wann siehst du und träumst du endlich in Farben?



    und ein :weihna1
     
  7. Eristda

    Eristda Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2008
    Beiträge:
    5.318
    Ort:
    Coburg
    Die Bibel wird verschieden ausgelegt, ist doch bekannt.

    Die katholische Kirche, welche die größte unter den christlichen ist, lehnt die gleichgeschlechtliche Partnerschaft ab. Nach der Meinung von Papst Benedikt VI. können solche keinen Nachwuchs zeugen und deshalb sind diese Beziehungen sinnlos und stehen im Widerspruch zu Gottes Natur.

    Der Staat in D legitimiert die gleichgeschlechtliche Partnerschaft. Sie dürfen heiraten und Kinder adoptieren. Die evangelische Kirche hat sich dem angeschlossen.
     
  8. maria45

    maria45 Guest

    Liebe vitella,
    uff... soll ich dazu wirklich sagen was das ist? Also... ich meine jetzt "unrein" gesprochen, so historisierend... läßt die Bibel ja nix aus an Schandtaten, sie zeichnet ein klares Bild des Menschen, auch in seinen Abgründen. Und... also diese Stelle, ja, wenn das nur lesbisch wäre, wärs ja harmlos. Dagegen hat "Gott" ja nix. Wenn man sich anguckt von was Paulus hier redet und zu wem, dann ist es im Kontext von Tieren, denen man mehr Verehrung darbietet als dem Schöpfer, wenn du verstehst...
    um deutlicher zu werden: Tiersamen in sich aufzunehmen ist schon recht heftig, was die Belastung des Astralkörpers angeht.:rolleyes:

    Im Auge der Ewigkeiten betrachtet, im "Reinen" gesehen, geht es hier allerdings um ganz anderes, wie man sich aus spiritueller Sicht der Bibel unschwer vorstellen kann. Von Sodomie könnten sich ja doch auch heute noch die meisten guten Gewissens freisprechen. Es geht um die Entsprechung des tierischen. Was findet man denn so richtig "tierisch geil"?

    Geil ist ein Wort, das ursprünglich aus dem hebräischen "gajil", Freude, sich ableitet. Was macht dem Menschen so richtig Spaß? Pornos z.b. - da gibts eine Riesenindustrie. Oder Sexspielzeug. Man verkehrt mit Gegenständen und mit Bildern anstatt mit Menschen. Das ist das weibliche, die "Frau", der Körper des Menschen. Was nimmt dieser Körper für "Samen" in sich auf?

    Bilder der Gewalt z.b. Sich jeden Tag Gewaltfilme anschauen, oder durch Pornos. Es ist nicht schlimm sich so etwas anzuschauen. Schlimm, entehrend für das eigene Innere, ist es nur, wenn es im äußerlichen geschieht, wenn man es nur benutzt, wenn es keine Spiritualität fördert.

    Mein Lehrer sagte dazu: "Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lang nicht dasselbe."
    und: "Es gibt nichts, das verboten ist. Es ist immer nur die Art und Weise, die korrekt getan werden soll."

    Paulus spricht an dieser Stelle wirklich von Sex. Und doch nicht von Sex in dem Sinne von bestimmten Sexpraktiken.

    Wie gesagt, die Bibel ist kein Moralbuch, das einem Vorschriften machen möchte. Sie zeigt nur Wege auf, Wege in die eine Richtung und Wege in die andere. Wege in die Gefangenschaft und Wege der Erlösung, der Befreiung aus Gefangenschaft. Es geht hier um die Sexualität. Die Urkraft im Menschen. Doch wozu nutzt der Mensch sie? Zur reinen Triebabfuhr oder heiligt er sie? Sex nur als Triebbefriedigung ist sowohl in der Ehe als auch außerhalb ein Sündigen, ein Veräußern, ein Verrat am Heiligen.

    Folgt der Mensch einfach seinen Trieben, hat er das Wahre mit dem Ersatz vertauscht. Sexualität kann der Weg in die Hölle oder der Weg in den Himmel sein. In geheiligter Sexualität ist ein unglaublich herrlicher Weg der Erleuchtung verborgen.

    Im Tarot ist das die Karte "Die Liebenden", Trumpf 6. Es sind eigentlich zwei Frauen dargestellt, die Heilige und die Hure. Wie wird Sexualität gelebt, wie wird die "waw" gelebt? Hündisch, dem geilen Trieb folgend? oder heiligend, im Sinne des Zeichens des Menschen, der 6?

    Das Tier der Offenbarung mit der Zahl 666 ist in unserer Zeit längst inkarniert. Es schreibt sich heutzutage ganz einfach: SexSexSex. Sex ausleben auf alle Varianten, im Körper, in Gefühlen, in Gedanken. Es ist veräußerlicht. Es geht nur um den Kick. Immer härter, immer schärfere Pornos, der Reiz muß immer stärker werden, damit es noch kickt.

    Das ist in diesem Bild der Sex von "Frau" mit "Tieren". "Frau" ist hier der Körper jedes Menschen, die "Tiere", die vierfüßigen oder die kriechenden oder fliegenden Tiere sind die Bilder für verschiedene Ebenen von veräußerlichter Begierden.

    Nach Sex und nach anderem. Geld, Macht, Ruhm, Schönheit, Genußsucht.

    Wer seine körperliche Sexualität für den Kick auslebt, lebt ihn mit dem Tier in sich selbst aus. Dieses Tier ist das Tier der Offenbarung. Und alle Welt betet es an...

    Na gut, wenn das das Tier ist, dann lebe ich eben enthaltsam. Das ist doch besser oder? Ich verkneifs mir eben, bin ein guter Mönch am besten oder eine gute Nonne. Ist das vielleicht die Lösung?

    Nein, darum geht es auch nicht. Das wäre das, was im nächsten Vers angesprochen wird, im Vers 27. Männer mit Männern. Der Mann als das Symbol des entschlossenen Willens in mir und der andere Mann als Symbol des Schweigens, des es-mir-verkneifens. "Ich" beherrsche "mich". Genau in dem Moment, wo ich die innere Kraft der Sexuallität nicht dazu gebrauche um mich hinzugeben, um zu verschmelzen, sondern um mir innerlich besser vorzukommen, benutze ich sie nur für etwas innerliches. Ich habe die Gedanken, daß es nicht gut ist. Oder die Gedanken daß es wegen meines Glaubens verboten ist. Oder verbiete mir diese spezielle sexuelle Spielart. Oder ich unterdrücke möglichst jeden Gedanken an Sex. Das ist Mann mit Mann. Da tobt der innerliche Kampf, leidenschaftlich, unerbittlich. Wollen wir doch mal sehn, wär doch gelacht, wenn ich meine Sexualität nicht in den Griff kriege. Das hat nichts mit Liebe zu tun, nichts mit Hingabe.

    Doch unterdrückte Triebe werden nur stärker. Das ist auch keine Lösung.

    Die Lösung ist - wie immer - die Hingabe, die Liebe. Doch sie erfordert den ganzen Menschen. Es gibt nichts heiligeres als die Sexualität. Und es gibt nichts unheiligeres. Man kann es von außen nicht sehen. Egal was jemand sexuell gerade tut, es könnte gerade völlig heilig sein oder völlig entweihend.

    Darum geht es. Nicht der, der nach außen enthaltsam lebt, aber von inneren Dämonen unerfüllter Wünsche getrieben ist, ist heilig.
    Und der, der irgendeiner Perversion nachgeht, dies aber in Hingabe und Liebe tut, ist nicht unheilig. Ich könnte Pornos gucken, ich kann alle sexuellen Varianten durchspielen. Kein Problem.

    Nur die Fragen:
    Was suche ich da?
    Was tue ich?
    Worin liegt der Reiz?
    Was ist die Frucht davon?
    Ehre ich mich oder entehre ich mich?

    Ist es "Zeitvertreib"? Mal eben ein ONS. Nett, um die innere Leere zu füllen. Brauche ich es für mein Ego? Den da oder die da rumgekriegt haben? Dann ist es entweihend, entehrend für mich und den anderen.

    Oder begegne ich Gott im anderen? Sehe ich alles was da ist? Will ich wirklich ihn als Menschen, begegne ich ihm? oder begegne ich seinem Schwanz? oder ihren Titten?

    Und der Unterschied ist manchmal sehr klein.
    Es kommt auf das Innere an. Das ist das Entscheidende.

    Jeder be-urteile sich selbst.
    Niemand ver-urteile einen anderen.

    Nur Gott kennt das Herz.
    :kuesse:
     
  9. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.064
    Ort:
    burgenland.at
    Wenn der Vater mit dem Sohne, und der Sohn mit dem Vater, dann ist das immer noch ein Gleicher unter Gleichen.
    Sogar wenn der Großvater mit dem Enkel, dann verhält es sich noch immer so.
    Eine Begegnung mit Moses und Elia erfährt eine Verneinung im ehrenden Hüttenbau,
    wird getoppt akustisch von Noah und visuell von Abraham,
    wie man es bei Petrus und Johannes findet – wenn man es finden möchte.

    Also Noah und Abraham.
    Hat hier bereits eine Veränderung im Geschlecht Mensch stattgefunden?
    Kommt eine solche Kommunikation aus einem neuen Bereich der Menschheit?

    Zwischendurch sei erwähnt, werden heute alle Priester und Nonnen,
    dann gibt es morgen keine Menschheit mehr.
    Das hat aber nichts mit dem Öffnen der Ventile zu tun,
    damit andere Kanäle verschlossen bleiben.

    Kann man wirklich so den schmalen Grad erfahren,
    zwischen aufsteigendem und abfallendem Berghang?
    Der sich eine Zeit lang dahin ziehen mag,
    einmal kürze und dann wieder länger.

    So wie ein lang anhaltender Schlagobersgenuss,
    ob nun von der Kuh oder der Pflanze.
    Sei es aus Erfahrung,
    oder durch das Fasten willkürlich herbeigeführt.

    Er schreibt nicht nur vom äußeren Noah, sondern auch unter 2. Petrusbrief 3, 14-16 davon,
    es sehr schwer das Gesagte von Paulus auch zu verstehen.
    Warum – weil es in vielen Belangen nicht eindeutig sondern frivol zweideutig wäre?
    Er selbst, der Petrus, sich jedoch so oder so dem Paulus fürs Leben verpflichtet fühlte?
    Und er, der Paulus, wiederum einem Hirngespinst im nahen Petrus nachjagte,
    so wie es seinem Lebensstil angepasst gewesen ist?

    Geil!

    Schwule dürfen heute heiraten, und Kinder mögen sie sich auch besorgen,
    so lange, bis keine mehr zu kaufen sind, und kein Josef mehr im Angebot vorhanden.



    und ein :weihna2
     
  10. tyrael63

    tyrael63 Guest

    Werbung:
    danke für diesen ganz wunderbaren thread!!!

    deswegen münden auch so viele wege, patentrezepte, ratschläge, praktiken nicht im erstrebten ergebnis. weil die eigentlichen prozesse nicht in der welt, im außen, sondern im innen stattfinden.

    das außen ist der ausdruck dessen, was drinnen stattfindet.
    und diese innere haltung, diese energie, die ich in mein handeln, tun, in mein außen sende, ihnen mit auf den weg gebe, entscheidet darüber, was es ist, was es bewirkt.

    ist es ausdruck des sich-selbst-achtens, und des mich-im-anderen-erkennens, das dazu führt, dem anderen auch diese achtung zukommen zu lassen, dann ist das tun "ge-heiligt",
    ist es ausdruck meiner eigenen leere, der versuch, sich selbst auf kosten eines anderen innerlich, energetisch, materiell... zu "bereichen", "aufzufüllen", dann ist es "un-heil", unheilig. verstärkt noch das ungleichgewicht, innen und außen.

    eigentlich so einfach.

    danke, liebe maria!
     
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