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Beziehung herstellen im Vergleich

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von pluto, 6. März 2012.

  1. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
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    ich meine damit, den Vergleich darüber, wie Paare früher und heute zueinander finden / gefunden haben.

    In einem Gespräch ist mir aufgefallen, dass es früher, als ich jung war, das war vor ca. 30 Jahren, (meine güte ist das eine große Zahl :D), da gab es ja gerade mal ein Telefon, Fahrrad, Mofa oder Mokik, später dann natürlich auch das Auto. Man lernte sich kennen, traf sich vielleicht zweimal die Woche und irgendwann kam man zusammen.

    Heute lernen sich junge Menschen kennen, und danach schreiben sie sich jeden Tag, sogar mehrmals, sei es mit Handy oder Internet. Zusammen sind sie dann recht schnell, und auch ebenso schnell wieder auseinander.

    Ob diese Schnelligkeit des Kennens bzw. der Medien, einen Einfluss darauf hat, dass die Paare kürzer zusammen sind?

    viele Grüße Pluto
     
  2. Lifthrasir

    Lifthrasir Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juli 2009
    Beiträge:
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    Ort:
    Nanhai, Foshan, PR China
    Hallo Pluto,

    Nach meiner Ansicht sind es eher nicht die Medien und/oder die Art wie sich die Menschen heute kennen lernen, sondern das Umfeld und die Lebensweise.

    Die Menschen früher wurden religiöser erzogen und das Leben als solches war religiöser geprägt. Dass heißt im alltäglichen Leben gab es Dogmen und Regeln, die befolgt werden mussten, bei Fehlverhalten wurde bestraft. Seien es nur die dreckigen Fingernägel in der Schule oder ungebührendes Verhalten in der Öffentlichkeit, bis hin zu Strafen die von Gottes Seite (duch die Kirche vertreten) angedroht wurden - und Gott sieht alles, nichts ist zu verstecken.
    Gibt es einen besseren Bewacher und Bewahrer moralischer und gesellschaftlicher Regeln und Dogmen?

    Heute, nach den Sätzen der Eltern "Meine Kinder sollen es besser haben" hat sich die Lebensweise verändert. Moral und Ethik sind von Konsum und Freiheit verdrängt worden. Um den Konsum zu decken gehen beide Elternteile arbeiten und so wird die früher anerzogene Moral nicht mehr vermittelt. Solche Aufgaben sind in den Bereich öffentlicher Stellen, wie den Schulen, verrückt, die jedoch immer weniger diese Aspekte vermitteln können und deren Aufgabe es eigentlich auch nicht sein sollte.

    Die Medaille hat immer zwei Seiten, so auch der Umstand dass es uns "besser" geht, denn auf der anderen Seite sieht es anders aus. Ebenso wie an die Stelle von Umweltgiften jetzt Geschmacksverstärker, Hormone und Co getreten sind, ist an Stelle von Moral der Konsum getreten.

    Die Formel "Bis das der Tod euch scheidet" hat keine moralische Wertigkeit mehr. Ich persönlich halte diese Formel auch für moralisch unhaltbar, denn Menschen ändern sich mit der Zeit und eine Ehe sollte auf Respekt, Verständnis und Liebe aufgebaut sein (nach meiner Meinung) doch wenn sich Menschen auseinander Leben, sich so verändern das diese Pfeiler keinen Bestand mehr haben, was für einen Sinn hat dann der Fortbestand einer Ehe? Ein Arbeitsverhältnis kann gekündigt werden, warum also eine Ehe nicht?
    Klar zu sagen ist nach meiner Ansicht, dass heute die Menschen sich zu schnell trennen und vielleicht auch zu schnell heiraten, weil das Sich-Trennen so einfach geworden ist.

    Letztendlich muss jeder Mensch seine Handlungen vor sich selbst verantworten - auch wenn er es nicht wahrhaben will. Daher ist mein Bestreben, die "Ehrlichkeit zu mir selbst" als Basis meines Lebens, zu wählen.

    Nach meiner Meinung liegt das Problem nicht in der Nutzung der Medien, sondern der moralischen Ehrlichkeit zu sich selbst --- die Wertigkeit von Akzeptanz, Respekt und Verständnis fehlt --- keine Dogmen! Es ist die Einsicht der Verantwortung den eigenen Handlungen gegenüber, nicht die erzwungene Handlung durch möglich zu erwartende Bestarfung bei Nichtbefolgen von Regeln und Dogmen.

    Einen straffreien Gruß vom Lifthrasir aus FarFarAway
     
  3. daway

    daway Neues Mitglied

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    6.985
    Ort:
    ja schöner beitrag wieder mal von dir ... ausm fernen land :D

    ich find aber schon dass die schule einem auch werte des zusammenlebens vermitteln sollte - war bei mir auch so dass erkannt wurde dass der unterricht gar nicht möglich ist wenn die gemeinschaft in der klasse nicht funktioniert sondern eine art krieg ohne regeln herrscht sodass ein verpflichtendes freifach diesbezüglich notgedrungen eingerichtet wurde ...

    dann heußt es ja immer : für das leben lernt man und nicht für die schule oder den lehrer
    aber was lernt man über das leben wenn die sozialen kompetenzen wegfallen?

    was früher war kann ich wenig sagen weil ja noch rel. jung bin
    jedoch hab ich zb aus dem grund kein handy weil da soviel sinnloses gequatscht wird und ich für mich feststellte dass mit dem handy schnell sachen ausgemacht werden und ebenso schnell und einfach wieder abgesagt werden ... das war teilweise schon ziemlich zermürbend wenn man ausgemachte dinge in seinem alltag einplant ... zudem hab ich auch festgestellt dass über handy oft sachen gesagt werden die sich leute von angesicht zu angesicht nicht trauen würden ... besonders wenns um konflikte oder probleme geht

    kann schon sein dass dieses schnelle zusagen und absagen und ausmachen per handy auch irgend einen einfluss auf beziehungen hat ... aber ich glaub eher dass es die menschen selbst sind die immer noch entscheidungen treffen und es eben grundwerte sind wie eh lifthrasier schon gut geschrieben hat

    grüße liebe
    daway
     
  4. Darkhorizon

    Darkhorizon Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Juli 2008
    Beiträge:
    8.264
    Ort:
    nieder-und oberbayern
    das kann ich mir kaum vorstellen..im gegenteil..die medien ermöglichen es dir menschen kennen zu lernen die du sonst niemals kennen lernen würdest..meine frau wäre wohl niemals meine frau wenn es das i-net nicht geben würde..wie lange man zusammen bleibt bzw. wie sehr man liebt liegt wohl immer an den menschen selbst..egal ob man sich über die medien, im konzert oder im supermarkt kennen lernt..
     
  5. Bougenvailla

    Bougenvailla Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. September 2011
    Beiträge:
    6.998
    @ Lifthrasier
    Sehr schön erklärt.

    Ich denke auch zu viele Reize, und dadurch bedingt auch Unzufriedenheit.

    Geld um sich "was" leisten zu können, nicht weniger als der Nachbar zu haben, ist für viele wichtiger als sich für einander Zeit zu nehmen.

    Welches Kind kann sich noch über eine Tafel Schokolade freuen.
    Das neueste Handy, Markenklamotten X PC-Spiele.......und...........

    @ daway

    Bei uns war der Lehrer noch eine Person vor der wir Respekt hatten.
    Überhaupt wurde uns im Elternhaus Respekt vor anderen Menschen vermittelt.

    Ich bin mit dem Spruch meiner Mutter aufgewachsen: Was du nicht willst das man dir tu, dass füg auch keinem andern zu.

    Heute haben viele Lehrer Angst vor der Klasse und sind so nicht in der Lage den Kindern/Jugendlichen Werte zu vermitteln.

    Wie also sollen lange glückliche Partnerschaften funktionieren wenn es keine Rücksicht und Zufriedenheit gibt. :confused:
     
  6. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    Hallo miteinander,

    eure Antworten habe ich gelesen und bin dankbar für eure Sichtweisen. Ich ersehe daraus, dass unser soziales Leben sich verändert hat, das auch im dem Glauben zu tun hat. Ebenso mit den Lehrern, die sind auch geändert haben und ihrer Verantwortung u.U. aus dem Weg gehen und ihren Beruf einzig als Wissensvermittlung ansehen.

    viele Grüße Pluto
     
  7. Isisi

    Isisi Guest

    Ehrlich gesagt finde ich eher dass viele Eltern ihrer Verantwortung aus dem Weg gehen und das Vermitteln von sozialen Werten einfach in der Schule abegeben wollen. Eltern sein heißt auch Erziehung und die gehört erstmal ins Elternhaus.
     
  8. Lifthrasir

    Lifthrasir Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    3.337
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    Nanhai, Foshan, PR China
    Ich glaube nicht das Eltern ihrer Verantwortung aus dem "Weg gehen" wollen, sondern eher, dass sie es nicht mehr besser wissen. Solch eine Entwicklung - oder besser gesagt Veränderung ist ein giftiger schleichender Prozess --- giftig deswegen, weil ich der Meinug bin, dass unser Zusammenleben nur noch in kleinen Gruppen und nicht mehr in Großgemeinschaften den Menschen als solches sozial vereinsamen lassen. Auch wenn es Fälle gibt, die davon erzählen, dass sich Menschen über die neuen Medien, wie z.B. Internet kennen gelernt haben, so fehlen doch im Großen und Ganzen die sozialen realen Kontakte.

    Ein kleines Beispiel, ich saß in einem Schnellrestaurant und beobachtete zwei junge Menschen, die sich zwar sehr nahe saßen (räumlich) doch durch ihre Mobiltelefone so in ihrer Welt waren, dass sie um sich herum nichts wahrnahmen - der soziale Kontakt zum Nächsten (räumlich) wird verstümmelt. Die Menschen wissen es nicht mehr besser...

    :danke: für die "Blumen"...

    ...ich bin bei Dir was die Schule auch vermitteln soll, doch eben nicht nur! Der erste Soziale Kontakt ist immer noch die Familie - und für mich auch der wichtigste soziale Kontakt. Wenn hier schon beschnitten und verstümmelt wird, was soll dann die Schule noch ausbügeln, wo sie doch schon ihrer Grundaufgabe, dem Vermitteln von Wissen, nicht so gerecht werden können, wie es eigentlich deren Aufgabe ist.
    Nebenbei fehlen dann noch weitere Möglichkeiten, wie Freizeitaktivitäten in Gruppen, wie z.B. Sport oder so wie ich in den Pfadfindern war.

    Während meiner ersten drei Jahre in China konnte ich aktiv das Leben in einer Großfamilie (3 Generationen unter einem Dach) mitverfolgen als Teil der Familie --- da wurde mir noch mehr bewusst, was ich vorher schon erkannt habe.

    Die Moderne bietet uns ein "einfacheres" Leben, alles wird sicherer und einfacher, körperliche Arbeit wird von Maschinen verrichtet. Doch die Technk und deren Nutzen hat eben auch die zweite, die Kehrseite der Medaille. Wer der Kehrseite trotzdem etwas Positives abgewinnen kann, die Nachteile erkennt und trotz Moderne seinen Weg findet, das Negative kompensieren kann - der hat nach meinen Ansichten einen tollen Weg für sich erkannt und gewählt...

    ...doch dazu braucht es einen wachen und aufmerksamen Geist, der auch kritisch blicken kann und nicht gedankenlos konsumiert. Leider konsumiert der größte Teil der Gesellschaft gedankenlos und erkennt nicht, dass die Virtuelle Welt kein wirklicher Ersatz für die reale Welt ist --- das Resultat kann jeder sehen, der Sehen will.

    Ich für mich mixe die Moderne mit dem Altertum und denke so einen gesunden Weg für mich gefunden zu haben, da ich nicht alles gedankenlos konsumiere - Fernsehen ist zum Beispiel zu 100% gestrichen...
     
  9. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    dort, wo es schön ist
    Hallo liftrhasir,

    den jungen Eltern wird es schwer gemacht, weil einzig nur noch das Berufsleben zählt. Es ist schon fast ein Schimpfwort sich Mutter zu nennen. Dann kommt hinzu, dass die jungen Eltern eingeredet bekommen, sie müssten erstmal ihr Leben genießen. Die Großeltern sind dann sehr großzügig dabei auf das neue Kind aufzupassen. Diesbezüglich fand auch ein Wandel statt. Als ich Kind war, waren die Großeltern dabei, aber die Erziehenden waren die Eltern, voran die Mütter.

    Aus deinen gesamten Antworten nehme ich ein reflektives Auseinandersetzen mit dem Thema wahr.

    viele Grüße Pluto :)
     
  10. daway

    daway Neues Mitglied

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    IIIIIICH :)
    bin aber kein kind mehr:confused:

    ja solche sprüche kenne ich auch ... bin auch so aufgewachsen dass man sich gegenseitig respektiert ... aber als ich dann in der schule den ersten ungezogenen unterkam die einem einfach aus purer dummheit (spass nennen die das) ins schienbein in die eier oder sonst wohin treten usw. - war für mich klar dass die welt nicht mit gegeseitig respektieren und alle schön ung gut behandeln und freundlich und nett sein funktioniert ... ab diesen ersten erlebnissen in meiner kindheit im sozialen umfeld ausserhalb der familie war für mich krieg ... und traurigerweise musste ich feststellen dass die keinen jungs die damals so mit 9 - 10 oder 12 spass daran hatten anderen weh zu tun ... heute familie und kindern haben schon 30 sind und leider noch genauso dumm ... was ich erschreckend finde ...

    da frage ich mich schon die rotzlöffel ohne jegliche skrupel moral und ethik haben alle freundinen und familie ... doch ich der so gut es ging derartige abartige zwischenmenschliche dinge tunlichst vermeidete und versuchte stehts den kopf zu benutzen um konflikte zu lösen anstatt mit agression oder hinterhältigkeit/rache/ etc.
    .... wirkt wohl nicht ganz attraktiv

    und das schlimme wenn man mit guter erziehung viel erträgt und einmal austickt weils echt nervt und einem bis hier steht usw. wird einem das viiiiiiiel viel übler genommen als jemanden der laufend scheisse baut und auch noch spass dran hat

    ich vermute aber schon langsam dass gesellschaftlicher kleinkrieg ja schon wieder sich positiv auf die beziehungen auswirkt ... denn dann bleibt die familie die eigenschworene bande sozusagen ... da wo man für ein sicheres umfeld ... für frieden in den eigenen vier wänden sorgt ... und man hat auch gemeinsame feinde über die man traschen kann usw. sowas verbidnet auch wieder ... und wenn draussen krieg herrscht und in den vier wänden wo die beziehung zuhause ist und frieden herrscht fühlt man sich auch wohler
    ...führt aber womöglich langfristig auch zu nix guten - wenn ich jetzt ehrlich bin

    naja ich wünsch mir ja wenn ich mal alt bin und einen weißen bart hab
    dass ich für irgendsolche gesellschaftliche menschliche phänomene alles in einem satz klar beantworten kann ... :D

    grüße liebe
    daway
     
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