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Bewußtsein & Zeit ......

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von SammyJo, 18. April 2008.

  1. SammyJo

    SammyJo Guest

    Werbung:
    Hallo :)

    Durch den sehr inspirierenden "Tunnel-Thread" und einige Gedanken, die ich dort geäußert habe (bisher ohne Rückmeldung, leider :stickout2), möchte ich das Thema "Bewußtsein & Zeit" gerne vertiefen.

    Wir hatten das schon einmal im Thread "Vom Wesen der Zeit", aber ich möchte den Bereich Bewußtsein hier gerne mit einbringen.

    Für mich hängt die Existenz und Schaffung der Zeit komplett mit einer Form von Bewußtseinszustand zusammen.

    Somit kann - wie ich es sehe - Zeit dilatiert oder gedehnt werden oder auch komprimiert werden, bis hin zur kompletten "Zeitlosigkeit". Es ist die Frage, ob Zeit schneller fliessen muß, um durch Kollabieren zum Nullpunkt zu geraten oder langsamer werden muß, vermutlich geht sogar beides, in beide Richtungen. Vielleicht "wartet" ja der Nullpunkt überall und nirgends, öhm ja.

    Ich vermute, daß dies auch beim Lebenden funktioniert, jedoch im nachtodlichen Bereich wesentlich schneller und besser, daß wir dieses langsam im unteren Hertz-Bereich schwingenden physischen Körpers entledigt sind und somit dem Nullpunkt wesentlich näher oder ihn dadurch wesentlich einfacher erreichen könnend. Frage: Warum das aber?

    *Fragezeich*

    Nun müßte man Nullpunkt definieren oder in Worte fassen, Bewußtsein, Zeit und Ebenen von Bewußtsein, sowie Gott, Primärbewußtsein und Sekundärbewußtsein und anderes :clown:.

    Hat jemand Lust dazu etwas zu sagen?

    Bin gespannt.

    SammyJo

    :morgen:
     
  2. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde

    Hi,

    habe da gerade (vor einigen Tagen) das geschrieben:

    Zum Gesetz von Ursache und Wirkung gehört die Zeit. Es gibt keine Zeit. Nicht im Sinne wie die Schwerkraft. Zeit ist keine Energie, keine Kraftfeld.
    Zeit ergibt sich aus dem Ablauf schöpferischen Handelns. Sie ist die Reihenfolge von Ursache und Wirkung.
    Nun setzen die Menschen ständig viele Ursachen. Und so sind auch immer viele Wirkungen spürbar. Und es entsteht der Eindruck einer fortschreitenden Reihenfolge. Der Zeit. Würden aber jetzt alle Menschen aufhören Ursachen zu setzen, würde der Eindruck eines Stillstandes entstehen. Was aber in der Praxis nicht möglich ist. Denn der Mensch ist ein schöpferisches Wesen. Und er setzt deshalb Ursachen.
    Aber wir kennen die sich daraus ergebende Sprunghaftigkeit der Zeit. Wenn wir auf etwas warten, also unbeschäftigt sind, also keine neuen Ursachen schaffen, dehnt sich für unser Empfinden die Zeit. Minuten werden subjektiv zu Stunden. Andersherum, wenn wir aktiv sind, verkürzt sich für unser Empfinden die Zeit: Ach, ist es schon spät. Wie die Zeit vergeht!
    Die Schöpfung, bis hinein in unser tiefstes Inneres, beruht auf dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Unsere Biographie ergibt sich aus der Reihenfolge der Ursachen, die wir gesetzt haben. Und der daraus resultieren-den Wirkungen. Wirkungen, die wir in unserem Inneren, aber auch in der Außenwelt erzeugt haben.

    Aus: Hier & Jetzt, Lebenswende von Uwe Sananda, Next-Books.de
    Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

    :)

    crossfire

    PS: Falls der Text als Werbung eingestuft werden sollte, haut ihn halt weg.


     
  3. SammyJo

    SammyJo Guest



    Mhm,

    dieses Argument oder diese Sichtweise, es gäbe keine Zeit, kommt ja immer wieder.

    Gehe ich allerdings nicht mit konform. Daß sie gedehnt erscheinen kann und verkürzt je nach Beschäftigungsgrad, das ja. Aber daß es sie nicht gäbe, nein nein, das sehe ich durchaus anders.

    Wie gesagt, die Frage des Bewußtseinszustandes, was gibt es für Zustände dieser Art?

    Was ist Bewußtsein?

    Was ist Gott?

    Was sind wir?

    Und wie interagieren wir mit diesem, denn Er agiert ja nicht, oder?

    :morgen:
     
  4. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde

    Hi,

    mein Text sagt, dass es keine Zeitenergie oder so was gibt.
    Was es aber gibt, ist eine wahrnehmbare Reihenfolge der Ereignisse. Einen strukturierten Ablauf also.

    Die Geschwindigkeit des Ablaufs ist von den Ursachen und Wirkungen abhängig, die ein Bewusstsein wahrnimmt.

    Für mich teilt sich das menschliche Bewusstsein in zwei Stufen.
    Da ist das rein biologische Bewusstsein. Es beinhaltet die Instinkte, die Überlebensstrategie. Steht beim Menschen ungefähr auf der Stufe hochentwickelter Primaten. Die sich selbst auch in einem Spiegel erkennen. Sparsam zur Kommunikation fähig sind. Und hin und wieder einen Stock als Werkzeug einsetzen.
    Darüber liegt die seelische Ebene. Wie stark ein Mensch sie nutzt, hängt von der Bewusstwerdung seiner geistigen/seelischen Natur ab. es ist ein deutlicher Sprung von dem Gedanken: Ich habe eine Seele bis zu Ich bin eine Seele.
    Das Zeitempfinden, also die Geschwindigkeit des Ablaufes ist beim Menschen subjektiv. Wie mein Text beschreibt, kann sich das Zeitempfinden dehnen oder verkürzen. Ist aber Wahrnehmung.

    Gott interagiert mit seiner Schöpfung wenig bis gar nicht. Was sich aus Prinzip des Freien Willens erklärt. Also greift Gott nicht ein. Und setzt damit keine neunen Ursachen. Was ihn zeitlos, also ohne Ablauf der Ereignisse macht. Von dort kommt auch die menschliche Vorstellung, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig seien. Was aber nicht stimmt. Denn, auch für Gott gilt eine Reihenfolge der Ereignisse. Zuerst ist der grundlegende schöpferische Akt. Und schließlich wird die Schöpfung auch an einem Ende ankommen und wieder zu Gott zurückkehren. Gottes Gegenwart ist aber dadurch sehr gedehnt.

    :)

    crossfire

    PS: Nicht inkarnierte Seelen liegen da irgendwo zwischendrin.


     
  5. SammyJo

    SammyJo Guest



    Ja, den gibt es normalerweise. Es gibt auch Tag und Nacht, es wird dunkel und dann wieder hell. Lässt sich ja nicht ganz verleugnen, das.


    Ja, das menschliche Bewußtsein kann sich durchaus noch unterteilen, das mag schon sein und sich vieleicht auch so. Ich allerdings spreche jetzt grad vom menschlichen Bewußtsein in Gänze = Sekundärbewußtsein. Und nicht nur der Mensch, sondern alles, was so auf dem Weg ist und über eine Art Bewußtsein verfügt.


    Nun, das was ich meine agiert gar nicht, sondern ruht, ruht und ruht nochmal. Es agiert nicht, weder reagiert noch agiert, es ruht und beobachtet = Nullpunkt, Gedanke, Point Zero .....

    Wer macht also die Erfahrungen für Gott an seiner Stelle? Anstatt? ;)

    Und was ist dieses jenes? = Sekundärbewußtsein?

    Was ist zwischen diesen beiden Formen von Bewußtsein entstanden bei Schaffung der Welt? Ebene 7 zu Ebene 6 = schnell schwingend (Gamma-Ray), Ebene 6 zu Ebene 5 (X-Ray)= schnell, aber etwas langsamer schwingend und im Zeitenfluss, Ebene 5 zu Ebene 4 (Ultraviolettblue)= noch etwas langsamer schwingend und im Zeitenfluss, Ebene 4 zu Ebene 3 (visible Light) = wieder langsamer, Ebene 3 zu Ebene 2 (Infrared), Ebene 2 zu Ebene 1 (Hertzian).

    Und was ist jeweils dazwischen liegend?

    Zeit
    Entfernung
    Raum
    Energie


    Was passiert, wenn beide Formen von Bewußtsein, also die Spitze (als Triade betrachtet, aber eigentlich eine 3D-Pyramide) und egal welche Ebene darunter wieder verschmelzen, analog werden?

    = Nullpunkt? Aufheben der Zeit und der Dimensionen, die dazwischen liegen? Mit Omnipräsenz (vielleicht, aber nur vielleicht) und allem, was so dazugehört?

    :)

    Und ja, nicht inkarnierte Seelen liegen irgendwo dazwischen drin, exaktemente.

    So meine Sicht.

    :weihna1
     
  6. Fynn

    Fynn Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. März 2008
    Beiträge:
    5.162
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    Meine bescheidene, einfache Sicht:

    Zeit als "Ding an sich" gibt es nicht.

    Aber es gibt durchaus die "Wahrnehmung" von Zeit in unserem Bewußtsein.

    Zeit tritt auch nur in Verbindung mit Raum auf. Wo kein Raum und wo keine Beobachtung von Bewegung innerhalb dieses Raumes, da auch keine Zeit.

    :)
     
  7. SammyJo

    SammyJo Guest



    Ja, hi Fynn,

    magst irgendwie beschreiben, wo und wie man diesen "Ort" oder was auch immer das ist, wo kein Raum und keine Beobachtung von Bewegung herrscht, finden mag? Oder wie lässt es sich ggf. in Worte fassen?
    :)
     
  8. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.296
    Hi SammyJo!

    Da hast Du Dich gleich wieder in das wohl schwerste Thema innerhalb der Wahrnehmung gestürzt... :D

    Du sagst, Zeit hängt für Dich mit einer Form des Bewusstseinszustand ab. Würde ich auch sagen, aber ich definiere Bewusstseinszustand demnach, was genau in dem Moment wahrgenommen wird. Ein Bewusstseinszustand wird von vielen so angesehen, wie ein Bewusstsein einer bestimmten "Art"... das daher bestimmte Wahrnehmungen hat, also in etwa...

    "Höherer Zustand" - freiere Wahrnehmung....
    "niedriger Zustand" - begrenztere Wahrnehmung...

    Das sehe ich anders.

    Das "Sein", unbewusst, "nichts", ohne Wahrnehmung... nimmt etwas wahr. Was es wahrnimmt bestimmt den Bewusstseinszustand. Im Extrem gesagt könnte man sogar sagen, das jeder einzelne Moment ein neuer Bewusstseinszustand ist.

    Stell Dir mal vor, alle Wahrnehmung würde wegfallen, äußere wie auch innere... also auch Deine Gedanken. Es bliebe etwas das in gewisser Weise "wach" ist.... es IST... aber sich seiner selbst nicht in der Form bewusst als das es sich oder auch nur irgendetwas wahrnimmt. Dieser grundlegende Zustand ist das was Erleuchtung genannt wird. Der "Zustand" vor jeder Wahrnehmung, der gleichzeitig alles und nichts ist. Und dieser Zustand ist komplett zeitlos. Und dieser Zustand ist es bei uns allen, in jedem einzelnen Moment, der den Moment wahrnimmt. Jeden Moment Deines Lebens, hat das eine "Sein" das auch jeder andere "in sich trägt", das wahrgenommen was sich dann "Ich, SammyJo" nennt. Und wenn man überhaupt etwas Gott nennen sollte, wovor ich immer etwas zurückschrecke, dann ist es für mich dieses eine grundlegende Sein. Das was wahrnimmt und die Quelle einer jeden Wahrnehmung ist.

    Das "Sein"... "Gott"... nimmt einen ersten Gedanken wahr: Ich bin. Dann folgen weitere die sich verzweigen.... "Ich bin mächtig"... "Ich bin dies" "Ich bin das".... Dazu kommen Eigenschaften, es ist wie eine Selbsterforschung in jede vorstellbare Richtung und erschafft viele Wesen unterschiedlicher Arten. Und dazu gehört dann auch der Mensch. Wenn Du Dich genau fragen willst, was Du bist, dann lass mal alles Wissen weg. Stell Dir vor, diese Moment wäre der erste den Du jemals wahrnimmst. Klar, da sind Erinnerungen... Aber wenn Du nicht so sehr auf den Inhalt schaust und Dich davon einfangen läßt, erkennst Du das es Gedanken sind. Da ist ein Zeigefühl plus Zeitgedanken (Gestern...letztes Jahr....morgen).... Das ist schon Zeit. Und Du erkennst, das Zeit aus Wahrnehmung "gemacht ist". Wenn Du in jedem Moment nur wahrnimmst, ohne das irgendwie zu interpretieren und dem eine besondere Bedeutung zu geben, kannst Du die "Bausteine" erkennen, aus dem Dein gegenwärtiger Moment gemacht ist. Und Zeit ist einer davon.

    Das grundlegende "Sein" agiert meiner Ansicht nach nicht. Es ist einfach... Man könnte höchstens sagen, es ist wie eine große Sonne das allem was es wahrnimmt Energie gibt. Es ist die Existenz selbst, die sich aber eben durch ihre Wahrnehmung ausdrückt. Der Gedanke "Ich bin" ist ja lediglich Wahrnehmung. Aber in der Verbindung des "Sein" mit dem Gedanken entsteht ein Wesen. Die Interaktion ist jeder Moment, das ist alles Interaktion, nur keine zwischen verschiedenen Wesen. Das was Du machen kannst, ist zu versuchen Dich immer mehr dorthin zu wenden, um immer mehr zu erkennen das Du das selbst bist, bzw. immer mehr zu verstehen das Du nichts von dem bist was Du wahrnimmst. Das sind alles lediglich soetwas wie gedankliche Beschreibungen Deiner selbst und begrenzt. Wenn Dir klar ist, das nichts was Du wahrnimmst etwas über Deine wirkliche Existenz aussagt, öffnest Du Deine Wahrnehmung für mehr. Und das ist im Grunde der Weg... Immer mehr von dem, was das Ganze ist, wird in die Wahrnehmung gebracht. Die "Beschreibung" wird immer umfassender und klarer.

    Das ist das was ich "reines Sein" nenne, oder "grundlegendes Sein"... zumindest wenn ich Dich richtig verstanden habe. Allerdings ist es meiner Meinung nach KEIN Gedanke. Es nimmt welche wahr, es schafft durch Gedanken Bewusstsein. Aber diese grundlegende Existenz ist meiner Meinung nach objektiv, unveränderlich, ewig, absolut, einzig, allumfassend...

    Nicht etwas anderes macht die Erfahrung. Nimm Dich selbst als Beispiel. Wenn Du Dein Bewusstsein nimmst und SammJo vergißt. Du machst Deine Augen zu und stellst Dir jetzt irgendeine Art Existenz vor, irgendein Wesen innerhalb irgendeiner Welt. Dann erschaffst Du ja durchaus ein Wesen, aber es ist nicht unabhängig von Dir. Du bist es und es ist Du. Und doch bleibst Du auf einer gewissen Ebene auch wieder was Du immer warst und davon unberührt, genauso wie dieses Wesen keinen Schimmer hat/haben muss, was es in Wirklichkeit ist. Das "reine Sein" plus die Wahrnehmung "Ich bin das Wesen so und so, in dieser und jener Welt... mit der und er Geschichte" ist dann dieses Wesen. Einfach weil das grundlegende Sein keine Eigenschaften mitbringt "außer" der Existenz selbst und natürlich der Fähigkeit wahrzunehmen.


    Es ist ja eigentlich kein neues oder anderes Bewusstsein. Es findet aber trotzdem wohl eine Teilung statt. Genauso wie innerhalb der Wahrnehmung Teilungen stattfinden, ähnlich dem als wenn eine Lichtquelle mehrere Filme projeziert die miteinander nichts zu tun haben. Dann ist da einmal das Licht selbst... das grundlegende Sein. Es ist in seiner Reinheit weiterhin existent und unberührt. Dann ist da in vielen Facetten das was es sozusagen "zum Leben erweckt", und das sind dann verschiedene Bewusstseinszustände. Das was Du, wenn ich Dich richtig verstanden habe, sekundäres Bewusstsein nennst. Es existiert alles parallel.

    Wenn Du es mit Wellen verbildlichen willst... Ich glaube sogar, dass das der Wahrheit am nächsten kommt. Stell Dir eine Schwingung vor, eine absolut reine Schwingung. Die Schwingung selbst ist die Quelle, die Information die sie erzeugt... durch ihre Frequenz, ist das was "sie" wahrnimmt. Durch ändern der Frequenz verändert sich das was wahgenommen wird, die "Information" und damit der Bewusstseinszustand. Zeit ist meiner Ansicht nach keine eigene Information. Man kann nicht sagen, das sie irgendwo objektiv so oder so ist. Es ist eine Wahrnehmung gedanklicher Art. Schau Dir doch mal an, wie Du Zeit wahrnimmst. Du nimmst den Moment wahr. Und Du nimmst ihn innerhalb einer Zeitlinie wahr, weil Du Gedanken hast die Zeit "enthalten". Erinnerungen und zeitliche Vorstellungen. Es scheint auch noch eine Art Zeitgefühl zu existieren glaube ich. Aber der Punkt ist: Es wird nicht "Zeit" geschaffen und dann wahrgenommen, sie ist in keinem Moment objektiv. Die Wahrnehmung erschafft "Informationen" die man Zeit nennt, bzw: Von denen aus man auf Zeit schließt. ...Das ist wohl noch etwas näher dran... Deshalb bin ich auch der Meinung, das es gerechtfertigt ist, zu sagen das Zeit eine Illusion ist. Innerhalb des Erlebens ist sie ein Fakt, wie jede Wahrnehmung. Objektiv gesehen ist sie Wahrnehmung und vollkommen relativ, was für das Erleben bedeutet, das sie immer und überall potentiell veränderbar ist.

    Weiß nicht genau, ob ich hier weiß worum genau es Dir geht... Aber wenn Du meinst, zwischen "reinem Sein" und dem durch Wahrnehmung entstandenen Bewusstsein meinst.... Ich denke gar nichts liegt dazwischen.

    Falls Du es zeitlich meinst... Z.B. von Moment zu Moment, glaube ich, das es ein ständiger Wechsel ist von 0 ("reines Bewusstsein) zu einer Wahrnehmung. Wie ein Blinken. Ein bisschen wie ein Computer funktioniert mit "Strom fließt"..."Strom fließt nicht".... also mit den Nullen und Einsen. Zwischen 2 Momenten, die jeweils andere Wahrnehmungen haben die Zeit ausdrücken können, liegt dann immer sozusagen der Nullpunkt.

    Es gibt meiner Meinung nur 2 grundlegende Arten. Das ist das "reine Sein" und das Bewusstsein (reines Sein + Wahrnehmung). Und innerhalb der Wahrnehmung gibt es dann jede erdenkliche Möglichkeit. Von der Wahrnehmung ...wegen mir eines "Gottes"... bis zu einer Laus. Und Veränderungen finden nur durch Verändern der Wahrnehmung statt. Daran ist absolut nichts Objektives. Man kann höchstens sagen, die "Information" die wahrgenommen wird, spiegelt das reine Sein mehr oder weniger klar, bis hin zur absoluten Klarheit, sozusagen einer perfekten gedanklichen Beschreibung was sozusagen einem Schließen des Kreises gleich kommt.



    Ist meiner Meinung nach ebenfalls "nur" eine Frage der enthaltenen "Information", also WAS wahrgenommen wird. Dein grundlegendes Bewusstsein kannst Du genauso gut dazu nutzen um ein Wesen zu "erschaffen" und das Bewusstsein hineinzuprojezieren das der Information gleichkommt: "Ich bin ein Mensch, und habe die und die Eigenschaften" .... usw. wie auch in "Ich bin eine nicht inkarnierte Seele" oder was auch immer. Die verschiedenen Arten der Existenz sind verschiedene Möglichkeiten was wahrgenommen werden kann. Und es kann alles wahrgenommen werden, davon bin ich überzeugt. Man sollte da auch nicht in Ursache und Wirkung denken, im Sinne von "ein Wesen/Zustand entwickelt sich zu einem anderen." Die Entwicklung kann Teil der Information sein, also z.B. die Wahrnehmung "Ich bin ein Mensch, aber ich habe Erinnerungen das ich vor meiner Geburt dies und jenes war" aber diese beiden Zustände bedingen sich objektiv nicht. Es sind wie Bilder einer Kinorolle die alle auf einmal projeziert werden. Der Ablauf liegt in der Information der Bilder, aber objektiv ist an keiner Stelle Zeit oder Ursache und Wirkung, in der Form das ein Bild ein anderes voraussetzt. Die Einzelbilder sind meiner Meinung nach objektiv sogar vollkommen still. Es gibt keine Bewegung. Auch die liegt in der Information, in der Wahrnehmung. Es wird aus einem Zustand vollkommener Ruhe ein vollkommen ruhiger Zustand wahrgenommen, der aber aussagt: "
    Ich bin ein kleiner Moment, innerhalb einer Zeitlinie und voller Bewegung, die Wirkung einer Ursache die zeitlich in der Vergangenheit liegt." Wenn man es so sieht, dann kann man jedes Paradox erklären. In gewisser Weise werden sie sogar logisch. Es ist logisch, warum Zeit existiert wie auch nicht, oder warum Ursache und Wirkung existiert wie auch nicht. Einheit und Trennung. USW....

    Was mich persönlich interessiert ist vielmehr: Wie schafft man die Information die man will. Wenn man sagt: "Ich nehme jetzt diesen Moment wahr, gleich folgt ein weiterer mit anderen "Informationen"." Objektiv gesehen ist zwischen den Momenten keinerlei Begrenzung, aber irgendwas muss es geben das der folgende Moment nicht vollkommen sinnlos ist und sozusagen in die Geschichte, den Ablauf passt. Aber... Ich glaube, das hat auch keine objektive Antwort.

    VG,
    C.
     
  9. hier meine Art
    darauf zu antworten:



    Darauf schwieg er wieder lange Zeit. Bis er schließlich begann, eine Sure aus dem Koran zu rezitieren:


    Nein! Ich schwöre es bei den Sternen, die kreisen und verschwinden!
    Ich schwöre es bei der Nacht, wenn sie sich ausbreitet!
    Bei der Morgenröte, wenn ihr Dunst sich verflüchtigt!,
    In der Wahrheit ist sicher ein ehrwürdiger Bote,
    befähigt mit Macht, nahe dem Herrn des Thrones;
    unbeweglich, folgsam und sicher ist er.
    Euer Gefährte ist kein Besessener!
    Sicherlich sahst du ihn am flimmernden Horizont;
    Im Unbekannten zeig dich nicht karg.
    Es ist nicht das Wort eines verfluchten Dämons.
    Wohin gehst du?
    Dies ist ein Bauwerk für die Welt,
    Für diejenigen unter euch, die dem graden Weg folgen.​

    Stille trat ein, und Stella war wie hinweg getragen von der Kraft seiner Worte. Sie wollte ihnen Raum geben.
    Mahouds Worte aber waren so machtvoll, dass sie glaubte, das gesamte Universum dafür zu benötigen. Sie schauten aneinander an und er wusste, er hatte es ihr vermitteln können, mit jener Sure. Er fühlte, sie verstand ihn und nichts war zwischen ihnen. Keine begrenzenden Ideologien, nichts.
    „Die Verbreitung des Islam nahm seinen Lauf“, erzählte er weiter. „Bagdad übernahm dabei eine führende Rolle. Das Jahr 529 war später von großer Bedeutung für seine weitere Entwicklung. Es war das Jahr der Vertreibung der Philosophen aus Athen durch Kaiser Justinian. Die Philosophen wanderten ab in den Orient. Genau genommen nach Gondischapur, den Bewahrungsort für Aristoteles. Als dann im IX Jahrhundert Ibn Ishaq aus Bagdad Aristoteles Schriften ins Arabische übersetzte, begann eine Renaissance des Islam. In der Akademie von Gondischapur...
    „Gondischapur?“ unterbrach sie ihn. „Wo war Gondischapur? Ich habe diesen Namen nie gehört.“
    „Gondischapur war im heutigen Irak, an den Ausläufern des Zagrosgebirges. Damals der Ort allen wissenschaftlichen Geschehens. Dort, wo die Philosophen, die Mediziner und auch christliche, nestorianische Theologen versammelt waren.
    Das war der Vermittlungsort der griechischen, indischen und sogar der chinesischen Kultur“, schwärmte er. „Und wiederum die Verbindung zum persischen Erbe des Zarathustra.“
    „Das muss gewaltig gewesen sein!“, warf sie lebhaft ein. „Ein Schmelztiegel des gesamten damaligen Wissens. Aber, Mahoud, woher weißt du das alles?“
    „Ich war in Bagdad“, antwortete er. „Und habe in der Bibliothek Nachforschungen betrieben. Leider gibt es über Gondischapur wenig Information. Diese sagenumwobene Akademie bestand zwischen dem dritten und elften Jahrhundert, sie wurde völlig zerstört und verschwand dann endgültig im Nebel der Jahrhunderte.“
    „Du hast dich sehr intensiv mit der Entwicklung des Islam befasst. Es ist ein faszinierendes Bild, dass du mir aufzeichnest.“
    „Ich hielt es für wichtig, jene Impulse von damals gedanklich zu verarbeiten.“
    „Dein Glaube hat dadurch Struktur“, sagte sie voll Bewunderung. „Wir alle sollten jene Impulse von damals versuchen zu integrieren und gedanklich zu bewältigen, damit wir frei bleiben und uns weiter entwickeln.“ Stella seufzte. „Ohne in irgendwelchen Kollektivismen zu stranden.“
    „Willst du damit sagen, dass wir weitergehen müssen?“
    „Ja, Mahoud. Nur so ist Entwicklung möglich.“
    „So war es damals mit Aristoteles. Wie in einem Prisma gebündelt fiel sein Lichtstrahl in die islamische Welt. Die Strahlen, gebrochen zu einer glitzernden Farbenpracht, aus der jener Strom hervorging, in dem wir uns heute alle wiederfinden.“

    Beide waren durch diese Worte zu einer tiefen geistigen Erfahrung gelangt. Es ist die Erfahrung des Menschseins und die Ahnung des Weltenvorgangs, in welcher der Mensch so klein und wiederum so unendlich groß sein kann, denn alles geht zuerst von einem einzigen Individuum aus.
    Es war, als wären sie in einem Raum angelangt, den man als den Raum des absoluten Geistes bezeichnen könnte. Einer der Wege, die dort hinführen, geht über das reine Denken. Philosophische Gedanken führen zum reinen Geist - und das ist reine Erfahrung.
    Mahoud hatte seinen Arm um Stella gelegt, das Feuer war längst heruntergebrannt.
    Sie blickten stumm hinauf in den dunklen Nachthimmel.

    aus meinem Buch "Kismet" 2006


    die Szene spielt mitten in den Bergen des Oman
    wo Stella und Mahoud philosophieren
    und durch ihr Gespräch in diese bestimmte Stimmung kommen...

    ich weiss nicht ob du es nachvollziehen kannst
    dieses ganz wach sein

    du verweilst völlig in der absoluten Gegenwart
    ja... ich nenne so was den Nullpunkt


    Aphrodite:liebe1:

     
  10. Reisender

    Reisender Neues Mitglied

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    UNd wo weder Raum noch Zeit, da auch kein Universum,
    denn das Universum ist ein Prozess, und ein Prozess verlangt Raum und Zeit.

    Was es "an sich" gibt, Meister Eckart nannte es die Gottheit hinter dem Gott,
    darüber ist keinerlei Aussage möglich, außer vielleicht, daß es es die Insistenz
    ist, das Potential des Seins.
     
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