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Bewegungen der Seele und des Geistes

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Gawyrd, 15. November 2006.

  1. Gawyrd

    Gawyrd Guest

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    Lieber A.

    Ganz lieben Dank für diese Beschreibung. Damit wir dem genauer nachgehen können, habe ich mir erlaubt, damit einen neuen Thread zu eröffnen.

    Liebe Grüße, Reinhard

    PS.: Falls das nicht in Deinem Sinn ist, kannst Du es gerne vom Moderator wieder löschen lassen.
     
  2. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Ich finde diese Form der Aufstellung SEHR interessant - sie erinnert mich an eine taoistische Grundhaltung.

    ad 1 : Da Hellinger kaum bei anderen Familienaufstellern mit eigenständigen Vorgangsweisen hospitiert haben wird (nehme ich an), wird das wahrscheinlich heißen, dass er gesehen hat, dass Aufstellungen nach "den Ordnungen der Liebe" manchmal hinderlich und nicht-hilfreich waren ? (Um nicht wieder den Fehler zu begehen, verschiedenste Aufstellungsformen in einen Topf zu schmeißen.)

    ad 2 : Ich finde es unnötig, wenn hier wieder bewertet wird. Die "Bewegungen der Seele" sind etwas Anderes, nicht etwas Besseres.
    Es sind auch die Wünsche der Klienten ernstzunehmen. Viele wollen (verständlicherweise !) konkrete Situationen und Beziehungen in ihrem Leben verbessern. Wenn man dem als Aufsteller Rechnung trägt hat das noch nichts mit dem "Bedürfnis nach eigener Bedeutung und Kontrolle" zu tun.

    Man kann eigene Wege gehen, ohne die Wege anderer abzuwerten.

    ad 3 : Ja - je weniger Stellvertreter, umso dichter (in der Regel). Ich würde aber nicht allgemein sagen, dass "es" ausreicht. Was bei Hellinger ausreicht, muss bei anderen noch lange nicht reichen. Meiner Einschätzung nach wird bei der Aufstellungsarbeit die Bedeutung des Aufstellungsleiters oft unterschätzt. Es hängt viel von seiner seelischen Kraft und Feinfühligkeit ab, was sich zeigen kann und was geschehen kann.

    ad 4 : Das ist wichtig, es von vornherein zu deklarieren. Dann kann ich als Klient entscheiden, ob das für mich zum jetzigen Zeitpunkt stimmig ist. Verallgemeinerbar ist diese streng-asketische Haltung aber nicht. (siehe 2.) Für mich persönlich ist das Gespräch (nicht das Zerreden !) und das Erspüren eigener Wünsche und das Erkennen von Wünschen anderer wichtig. (Worte können für mich ebenso Kunstwerke sein wie Musik, Bilder, Tanz, Speisen - ich möchte keinen Bereich der Kunst amputieren.)

    ad 5 : Da würde mich interessieren, warum Hellinger diese Aufstellungen ÜBERHAUPT macht. Das ganze Leben ist eine große Bewegung der Seele(n).
    Wenn ich absichstlos, zurückhaltend und ziellos bin (meinem Verständnis nach taoistische Einstellungen wie zB. das Wu-Wei - das Handeln durch Nicht-Handeln) : Warum mische ich mich dann überhaupt noch durch die Durchführung und Leitung einer Aufstellung ein ? Warum beschränke ich mich nicht auf ein tatenloses und weise-lächelndes Schauen, wie alles-ist-wie-es-ist und wird-wie-es-wird. Besteht hier nicht ein innerer Widerspruch ?

    Liebe Grüße, Reinhard
     
  3. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    Lieber Reinhard!
    Da stimme ich aus vollem Herzen zu, das anzumerken lag mir auch schon auf der Zunge. Ich hab ja auch die Entwicklung in der Arbeit BHs verfolgt - und habe manches da durchaus anders wahrgenommen. Ich will hier keinen kleinkarierten Disput draus machen, zumal das ja eh alles dokumentiert und auch im Original zu haben ist. Und unterschiedliche Wahrnehmungen sind in meinen Augen ebenso berechtigt wie natürlich, sie werden nur mühsam, wenn sie absolut gesetzt werden.
    Speziell diese Formulierung habe ich auch als ziemlich entbehrlichen rhetorischen Untergriff empfunden, der das zuvor Gesagte eher entwertet als verstärkt.
    Was das Setting einer Aufstellung anlangt, halte ich inzwischen sehr Vieles für möglich und sinnvoll, und wenn ich kein Ziel verfolge, was ja als Tugend genannt wurde, muss das, was jeweils dabei herauskommt, auch das Gemäße sein (im Sinne des Übergeordneten, das da wirkt). Und ich gestehe, ich habe an Aufstellungen teilgenommen, bei denen es mir persönlich die Zehennägel aufgerollt hat, und als ich dann die Aufstellenden anschließend (und teilweise auch viel später) gesehen und ihr Feedback eingeholt habe, war ich erstaunt, dass und was sich da bewegt hat... eine Wahrnehmung, die mich nicht wirklich freut, weil es meinen Hang zur "rechten Lehre" relativiert, die aber umgekehrt mein Vertrauen in das, was da wirkt in einer Aufstellung, stärkt. Die Bedeutung des (Beg)Leiters ... also da bin ich auf jeden Fall dankbar, wenn eine fundierte therapeutische Ausbildung dahintersteht, um im "Krisenfall" - ich lass das mal absichtlich so knieweich dastehen - angemessen zu intervenieren oder nicht.
    Ja, und da bin ich dankbar, dass ich zum Beispiel einen in meinen Augen genialen Gesprächspartner wie Steve De Shazer erleben durfte - der hat vorgeführt, wie auch ein klug geführtes, von professioneller Interviewtechnik getragenes Gespräch den Klienten auf seinen eigenen Lösungsweg führen kann. Vor allem: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es keinem einzigen Aufstellenden - und das trau ich mich so apodiktisch zu sagen - gelungen ist, nicht über seine Aufstellung zu reden. Und wenn das schon so ist, dann halte ich es nicht für das Schlechteste, wenn er auch mit dem ein paar Takte redet, dem er sich für die Aufstellung anvertrauen möchte bzw. anvertraut hat. Das dient, wenn gut gemacht (und davon gehe ich mal aus, weil ich nicht grundsätzlich jedem Therapeuten Unfähigkeit unterstelle), eher der Qualitätssicherung der Aufstellung als ihrer verbalen Plättung. Wenn schlecht gemacht, kann wohl auch Letzteres eintreten. Und vor allem: das Risiko zum einen oder zum anderen sehe ich auch dann genauso hoch, wenn es vor und nach der Aufstellung keine begleitenden Kontakte gibt. Dann erledigen das Freunde, Bekannte und Verwandte... und why not? Wenn die Aufstellung nicht ins Leben und in seine realen Bezüge hinein weiterwirkte (was sie nach meinen Beobachtungen ja auch tut), was wäre sie dann gewesen? Wenn das Weiterwirken - was ja durchaus möglich ist - schmerzt: Unterstützt dann eine kluge Begleitung die Sicherung des lösenden Wirkens oder vermehrt eine Nichtbegleitung die Wahrscheinlichkeit, dass der Schmerz vermieden und die Aufstellung selbst dafür als Schmerzverursacher angeklagt wird? Ich lass das mal offen...
    Also da bin ich dankbar, dass es Menschen gibt, die ihre inneren Widersprüche leben...

    Alles Liebe,
    Jake
     
  4. A.1526

    A.1526 Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juni 2006
    Beiträge:
    515
    Ort:
    Am Unterwasserschiff...
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    Hallo Ihr beiden,

    da ich im Moment sehr eng mit der Zeit bin verweise ich auf das Original:

    Bert Hellinger: Zukunft des Familienstellens

    Im Lauf der Woche kann ich vielleicht noch was zu Euch schreiben, Reinhard und Jake.

    Danke fürs Verständnis!
    A.

    *vollimstressbin* :escape:
     
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