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Bescheidenheit

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von HerrHundi, 3. November 2005.

  1. HerrHundi

    HerrHundi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. April 2005
    Beiträge:
    1.336
    Ort:
    Zwinger
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    Was haltet ihr von Bescheidenheit?
    Gut? Schlecht? Erstrebenswert? Idiotisch?

    Das berühmte Online-Lexikon sagt darüber:

    1. Bescheidenheit ist eine Verhaltensweise von Menschen, wenig von etwas für sich zu beanspruchen, obwohl die Möglichkeit der Vorteilnahme besteht oder zugunsten jemandes anderen auf etwas zu verzichten. Bescheidenheit als Lebensprinzip entsteht häufig aus der Einsicht, dass alles Übermaß im Leben schädlich ist. Gemäß des altgriechischen Merkspruchs: Nichts zu viel.

    2. Kritisch betrachtet ist Bescheidenheit im wesentlichen eine, beginnend in frühester Kindheit, anerzogene und sozialisierte Verhaltensweise: "sich mit etwas bescheiden", sprich freiwilliger Verzicht.
    Psychologisch gesehen ist demnach die Freiwilligkeit, dieses augenscheinlich freiwilligen Verzichts, zwiespältig.

    3. Soziologisch gesehen ist eine moderate Ausprägung dieser Verhaltensweise vorteilhaft für das Funktionieren einer Gruppe. Andererseits ist Bescheidenheit für sozialen sowie beruflichen Erfolg und die Selbstverwirklichung des einzelnen Menschen häufig hinderlich.





    1. Dem kann ich bedingt zustimmen. Ich bin auch der Meinung, dass zuviel nicht gut ist, aber wenn ich z.B. nach dem zweiten Teller aufhöre zu essen, weil mir nach dem dritten schlecht wäre, bin ich dann bescheieden oder habe ich nur beweisen, dass "zuviel schädlich ist"?
    Bescheiden wäre ich meiner Meinung nach, wenn ich auch dann nicht weiter essen würde, wenn es mir NICHT schlecht wäre. (In dem Falle würde ich sogar 4 Teller verputzen. :D)

    2. Dem stimme ich zu. Bescheidenheit wird uns anerzogen und ich persönlich halte sie für falsch. Natürlich bin ich keine Verfechterin der "Geh-über-die-Leichen" Methode, aber ich habe nie verstanden, wieso ich mich "bescheiden sollte" oder zugunsten von xy einfach so auf etwas selbst zu verzichten, obwohl ich die Möglichkeit habe, es zu bekommen.

    3. Kann mir jemad erklären, was sie mit dem Satz über die Gruppe meinen? Mir fällt kein Beispiel ein, wo Bescheidenheit für eine Gruppe von Vorteil wäre.
    Vorteil sehe ich eher bei einer anderen Gruppe.
    Aber immerhin haben sie kapiert, dass Bescheidenheit im Berufsleben nicht vorteilhaft ist. :D


    Wie sind eure Meinungen über und Erfahrungen mit Bescheidenheit? :)
     
  2. Naivchen

    Naivchen Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. September 2005
    Beiträge:
    725
    Ort:
    Thüringen / Deutschland
    Hallo Herr Hundi, ich denke, daß muß man relativ sehen, situationsbedingt...
    Ich gehöre wohl eher zu denen, welchen ihre Bescheidenheit, oder manchmal anders ausgedrückt, ihre soziale Ader, "ausleben, obwohl es für sie hinderlich ist.
    Entweder bin ich altmodisch, oder???
    aber ich denke schon, das Bescheidenheit nix Schlimmes ist, aber heutzutage, ist eh bloß die "Ellenbogengesellschaft" im Vorteil.
    Wem so etwas nicht liegt, ist im Nachteil.
    Es kommt auch auf die Situation an.Es gibt Dinge, da kwürde sogar ich mit 100 Ellenbogen vorgehen, aber im Großen und Ganzen wäre es bestimmt für die Menschheit vorteilhaft, wenn sich eine gewisse Bescheidenheit der Gier widersetzt.
    liebe Grüße Naivchen
     
  3. HerrHundi

    HerrHundi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. April 2005
    Beiträge:
    1.336
    Ort:
    Zwinger
    Mir liegt es nicht. Bescheidenheit aber auch nicht. ;)
    Das heißt so viel: Ich würde dir nicht mit dem Ellenbogen 3 Rippen brechen, um dich aus dem Weg zu haben, aber an dir vorbei schlüpfen schon, wenn ich nur kann. :D
     
  4. Zahya

    Zahya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juni 2004
    Beiträge:
    416
    Ort:
    Graz AT
    ich kann auch der 2. definition von bescheidenheit eher zustimmen.
    mit bescheidenheit verbinde ich vor allem "nicht (an)nehmen", und da wird es durchaus schädlich. geben ist nicht seliger als nehmen: beides muss im ausgleich sein.
    "bescheiden" kenne ich vorwiegend als verzicht auf etwas, was einem eigentlich zustehen würde. vor allem sieht man das, wenn es um anerkennung geht... wenn man jemandem dankt, und der sagt dann "nicht der rede wert", oder man will jemandem ein geschenk, eine freude machen, und bekommt "das kann ich doch nicht annehmen" zu hören ... falsche bescheidenheit. leider wird das heute allzu häufig gelebt, und in diesem sinn ist es in meinen augen ganz bestimmt keine tugend, sondern vielmehr beschneiden.
     
  5. Suria

    Suria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2005
    Beiträge:
    1.532
    Hallo Herr Hundi,

    eine intressante Deffinition von Bescheidenheit habe ich dem Buch von Götz Blome "Das neue Bach-Blüten-Buch" gefunden.

    Er schreibt:

    "Sich zu entscheiden bedeutet, sich zu bescheiden. Nur wenn man genügend Bescheidenheit entwickeln kann, um aus den vielen, stets zur Wahl stehenden Möglichkeiten eine einzige auszuwählen, kann man eine Entscheidung treffen.
    Wer unter der Scleranthus-typischen Entscheidungsschwäche leidet, muß also bewußte Bescheidenheit lernen.
    Die natürliche Bescheidenheit besteht allerdings nicht, wie die moralische Bescheidenheit, darin, verzichtbereit zu sein und ohne echten Grund für sich weniger zu verlangen, als man eigentlich möchte, sondern im Gegenteil darin, in anspruchsvoller Bewußtheit aus dem Kuchen der sich vielen bietenden Möglichkeiten die beste Rosine herauszupicken und den Rest beiseite zu schieben.(Die" beste Rosine" besteht weniger in materiellen Vorteilen als vielmehr in jenen Faktoren , die Wert für unsere Seele besitzen.)
    Natürliche Bescheidenheit ist ein Element bewußter und gesunder Lebensbewältigung,"moralische" Bescheidenheit dagegen eine lebenswidrige Unwahrheit, da das Leben nie freiwillig auf etwas verzichtet, was es braucht; sie kann höchstens überlegt eingesetzt werden, um in einer Gesellschaft von Besitz- und Machtgierigen zu überleben...

    Ich finde die Unterscheidung die er macht zwischen natürlicher und moralischer Bescheidenheit wesentlich...es ist ein neuer Blickwinkel der mir geholfen hat tieferes Verständnis zu entwickeln.

    Suria :winken2:
     
    Angelika-Marie gefällt das.
  6. Maraiah

    Maraiah Sehr aktives Mitglied

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    ist sich bescheiden nicht auch das gegenteil von fordern ???


    ich habe damit gute erfahrungen gemacht.
     
  7. HerrHundi

    HerrHundi Sehr aktives Mitglied

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    Mit was? Fordern? :D

    In der ersten Definition geht es noch nicht mal ums Fordern, es geht darum, dass dir was sozusagen in der Gegend rumliegt, du es aber, bescheiden wie du bist, einfach nicht nimmst. :D
    Zumidest habe ich es so verstanden. :lachen:
     
  8. HerrHundi

    HerrHundi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Du, diese natürliche Art von Bescheidenheit hat aber schon der Oscar Wilde treffend formuliert: "Ich habe einen ganz einfachen (bescheidenen :D) Geschmack. Ich nehme nur das Beste." :D
    OK, damit kann ich mich auch anfreunden. :lachen:
     
  9. Maraiah

    Maraiah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Siebengebirge

    ja klar mit fordern, mit was denn sonst :D ...


    wenn wir uns bescheiden, dann kommen wir in eine besondere energie. mit der bescheidenheit setzt auch so etwas wie innerer frieden ein, weil wir uns selbst in einen zustand des "genug/fülle" versetzen. nehmen wir mehr als wir brauchen, also wir nehmen, was wir nicht wirklich brauchen, dann gehen wir wieder in einen zustand der unzufriedenheit - und wir wollen immer mehr.

    so ist weniger mehr, sozusagen. da liegt im bescheiden sein die fülle und im unbescheiden sein liegt mangel. fülle führt zu liebe und zufriedenheit. mangel zu unzufriedenheit und angst ...

    ich glaube nicht, das wir überhaupt fähig sind etwas nicht zu nehmen, dass wir brauchen. nicht wirklich :) ... manchmal glauben wir nur, dass wir auf etwas verzichten ...
     
  10. Suria

    Suria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2005
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    1.532
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    ...das glaube ich sehr wohl, es ist gerade die falsche Bescheidenheit die uns Dinge nicht nehmen läßt, die wir dringend bräuchten.
    Die ganze Moral entfremdet uns von unmittelbar gefühlten Bedürfnisen...und
    daraus entsteht erst all das Dilemma von Gier, Mangel, Sucht ,etc....
     

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