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Begleiterscheinungen - Entwicklungen - Erlebnisse auf dem Weg zur OBE

Dieses Thema im Forum "Astralreisen, OBEs" wurde erstellt von Phineas, 8. Dezember 2011.

  1. Phineas

    Phineas Mitglied

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    Baden Württemberg
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    Hi,

    da sich meine Erfahrungen mit Astralreisen ausschließlich auf eine einzige vollbewusste Außerkörperlichkeitserfahrung beschränken, ich dafür aber jede Menge Begleiterscheinungen, Erlebnisse und Unklarheiten aufzählen kann, die mit den Techniken der Astralreise einhergehen, habe ich mir so eben gedacht, könnte man doch auch einen Thread dazu eröffnen.

    Hier könnte man sich dann vielleicht darüber austauschen, welche Erlebnisse ihr so habt, wenn ihr eine Astralreise erreichen wollt.

    Im nächsten Thread fange ich mal an, es sei denn, jemand ist vorher fertig mit Schreiben ^^

    Also, bei mir war es so...

    Fortsetzung folgt...
     
  2. Phineas

    Phineas Mitglied

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    Baden Württemberg
    Zunächst fange ich mal mit ein paar Phasen an, die sich über fast ein Jahrzehnt erstrecken auf dem Weg zur Außerkörperlichkeitserfahrung und meinem Umgang damit:

    1. Phase (vor ungefähr 8 Jahre, ich war 20-21):

    Ich hörte von Astralreisen, las darüber, dass solche möglich wären und lernte eine Technik kennen:

    man schließe die Augen, entspanne sich, konzentriere sich entweder auf

    a) einen Piepton (ähnlich dem Tinnituston) oder

    b) einem Blitz im Dunkel des Gesichtsfeld.

    Diese beiden Wahrnehmungen würden einer Außerkörperlichkeitserfahrung vorausgehen.

    Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich mir so einen Blitz vorstellen sollte, aber kaum hatte ich die Augen geschlossen, fing der Piepston an... dazu kam ein starkes Herzklopfen, gefolgt von Zittern und Vibrieren am ganzen Körper, extremes Atmen... das wurde immer stärker, bis ich plötzlich Angst bekam, mein Herz würde aussetzen. Ich brach sofort ab

    Phase 1 wiederholte ich immer mal wieder, kam aber nicht drüber hinaus, bis ich eines Tages in einem Klartraumforum folgendes hörte:

    Phase 2: Außerkörperliche Erfahrungen sind ganz einfach eine gesonderte Form von Klarträumen. Es handelt sich also nach wie vor um Träume!!!

    Von nun an ging das extreme Herzrasen vorüber, mir gelang es, mich zu entspannen, ich spürte eine tiefe Entspanntheit immer sehr schnell und hatte schon damals auch hypnagoge Bilder bewusst miterlebt.

    Doch erst durch die Freundin meines Vater kam Phase 3 ins Spiel.

    Phase 3 (Zivildienstzeit ... ich war etwa 21 - 23)

    Die Freundin erzählte mir davon, dass sie beim autogenen Training aus Versehen außerhalb ihres Körpers gekommen sei. Sie beschrieb diese Zeit, in der ihr dies wiederfuhr, als eine sehr schlimme Zeit, doch als sie außerhalb des Körpers war, fühlte sie sich so geborgen wie noch nie im Leben und wollte dort nicht mehr wieder hinfort. Ich glaubte ihr jedes Wort, begann für möglich zu halten, dass außerkörperliche Erfahrungen vielleicht doch mehr sind als bloß Träume und beschloss, so etwas auch einmal zu erleben. Ich wollte damals definitiv außerhalb meines Körpers gelangen. Ich kaufte mir ein Buch zu dem Thema, las Beiträge in Foren, war in Chats und hörte mich hier hin und dort herum um, und übte tags wie nachts.

    Phase 4 (1 Woche nach dem Beschluss, wirklich außerhalb des Körpers zu gelangen):

    Ich wachte mitten in der Nacht auf, wollte eigentlich lieber schlafen, konnte jedoch nicht... ich war mit einem Piepston aufgewacht, ging auf die Toilette und wieder ins Bett... dachte mir: ach, ich probier einfach ein bisschen, vielleicht klappts ja. Ich hatte keine große Erwartungen. Ich sah so bizarre Bilder von Rhesusaffen, nicht direkt Traum, aber auch nicht richtig wach. Aber auch keine hypnagogen BIlder, würde ich sagen.
    Und ich lag ausnahmsweise nicht in der OBE- Haltung!

    Jetzt fragt der eine oder andere sicher: was versteht der Phineas unter OBE-Haltung...

    also wenn ich seitlich in Embryohaltung bin, schlaf ich meist sofort ein, liege ich jedoch auf dem Rücken, bleibe ich meistens länger wach. OBE-Haltung ist auf dem Rücken, Arme und Beine ausgestreckt, Arme seitlich am Körper liegend, jedoch nicht zu nah am Körper (so dass es halt nicht einzwängend ist)... ich lag jedoch diesmal mit Armen auf der Brust, Beine übereinander gekreuzt und lauschte dem Tinnituston und wollte, dass die Rhesusaffen endlich aufhören zu schreien, wollte fast lieber schlafen und plötzlich (oder sollte ich besser sagen: DOCH plötzlich) hörte ich ein Geräusch, wie ich es noch nie zuvor gehört habe. Es dauerte rückblickend eine Sekunde und bestand aus sovielen Geräuschen gleichzeitig (zumeist Glockenläuten oder Piepstönen, KLingelgeräuschen etc zusammen) und anschließend war mein Körpergefühl ein anderes... Und das Geräusch hatte mich erschreckt, sehr kurz nur, aber trotzdem nachhaltig, wie sich später noch zeigen sollte.

    Ich "wusste" auf einmal: gleich ists so weit, gleich bin ich aus meinem Körper raus. Ich faste kurz darauf nach der Luft, zog mich an ihr aus dem Körper heraus wie an einer Schnur und erlebte ein Gefühl, an das ich mich heute kaum mehr richtig erinnern kann. NUr dass es so absolut real war. Ich Wusste: ich bin außerhalb meines Körpers, ich wusste: es gibt keinen endgültigen Tod, ich bin unsterblich und ich erlebe diese Erfahrung so oft jede Nacht, weswegen ich mich auch nicht über den Zustand wunderte, in dem ich mich plötzlich befand. Mein Ich-bewusstsein, welches ja quasi zum ersten Mal mit dabei war, schien auch nur soweit überwältigt zu sein, als dieses Ich nun endlich erreicht hatte, was es wollte... es schien aber keineswegs überrumpelt oder verängstigt zu sein. Es freute sich daran, endlich hinter eine Wahrheit geschaut zu haben, die es auch bis heute nicht als bloßen Traum abtun kann.


    Doch tja, dieses Ich, da es ja nun davon ausging, jederzeit außerkörperlich sein zu können, dachte sich: was kann es nun in diesem Zustand alles tun. Und so beschloss ich, zu allererst etwas kleines zu machen: ich wollte meinen Körper sehen. Ich drehte mich um, sah wie aus der Ferne mein Bett, jedoch nicht meinen Körper, wunderte mich und öffnete plötzlich meine "realen" Augen, kam mir vor, als wäre ich von einer absoluteren Wirklichkeit in eine Traumwelt geraden (diese Realität hier) und brauchte eine Weile bis ich richtig akzeptieren konnte, dass dieser Traum wirklich die Realität ist, von der wir uns ja einbilden, sie wäre allein real und Träume wären Schäume, wenn ihr versteht, was ich meine....

    Wundert euch nicht, weswegen ich grade vom Ich wie einer abgespaltenen Persönlichkeit geredet habe, aber damit will ich nur verdeutlichen, wie schnell so ein Ego-Denken von der "Wahrheit" abgelenkt werden kann. Es ist fast so, als gäbe es zwei Ichs! Eins, das im Körper existiert, und ein anderes, das außerhalb des Körpers existiert. Und zumeist unbewusst sind beide jedoch gänzlich miteinander verknüpft und arbeiten zusammen. Doch das Ich im Körper hängt sich zu stark an Fassbarem fest, während es das "Unfassbare" mehr und mehr durch die Finger schlüpfen lässt.

    Phase 5 Das Danach...

    Es dauerte ungefähr zwei MOnate, bis ich allmählich wieder ganz der Alte wurde. Während dieser Zeit machte es mir nichts aus, wenn mal ein Zug vor der Nase wegfuhr (weil ich das als persönliche Erfahrung akzeptierte, die so und genau so absolut richtig war) oder ich kam mit Niederschlägen viel besser zurecht, ich erinnerte mich immer wieder daran, wie viel bewusster ich mich fühlte, als ich außerhalb des Körpers war.
    Ich hatte lange das Gefühl, jederzeit wieder aus dem Körper raus zu können, wenn ich wirklich wollte. Ich hörte oft nachts diese Pengs im Kopf, unterm Bett oder irgendwo anders im Zimmer, die ja auch als Zeichen gelten, dass ein Teil des Ichs sich vom Körper abgelöst haben soll (hab ich mal irgendwo gelesen, keine Ahnung, wie weit das zutrifft). Einmal sah ich auf die Digitaluhr meines Videorekorders, auf der irrwitzigerweise jetzt stand: "Übe" oder "Jetzt" oder so was... als wenn ich jetzt eine gute Chance hätte, aus meinem Körper rauszuswitchen.... Und einmal wachte ich auf und hörte eine Stimme, die da sagte: "Nachtwächter" und noch so einiges mehr. Aber an "Nachtwächter" kann ich mich als einziges noch erinnern. Davon abgesehen war die Stimme nicht menschlich, eher mechanisch, oder energetisch, wenn ihr euch was drunter vorstellen könnt...
    Aber irgendwie schaffte ich es nie wieder so aus dem Körper heraus wie damals. Also - nie wieder bewusst. Und lange Zeit hatte ich auch Angst vor diesem Ablöseprozess, weil dieses Klingelgeräusch, welches meine erste absolutreale Außerkörperlichkeitserfahrung begleitet hatte, mich so ängstigte. Ich wollte das Geräusch damals nie wieder hören... und vielleicht hinderte mich meine Angst davor, noch eine weitere Reise außerhalb des Körpers zu erleben, vielleicht war ein Teil von mir unbewusst, aber nur der Teil, der keine Angst hatte, während ein anderer Teil (vor allem der bewusste Anteil von mir) sich bis heute nicht mehr ganz rausbewegt hat.

    Fortsetzung folgt...
     
  3. HeiligerGeist

    HeiligerGeist Mitglied

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    Ich kann sehr gut nachvollziehen was du erlebt hast, bei mit ist es ähnlich. Ich habe immer mal wieder (kurze) "Astralreisen" - und es fühlt sich jedesmal wieder geilomatisch an... Das direkte Herbeiführen einer "Astralreise" mag mir aber nicht so recht gelingen. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht die Gewissheit oder Sicherheit habe eine zu haben. Auch habe ich Respekt bzw. Angst, was vielleicht auch hinderlich ist. Meistens schaff ich es nicht, weil ich zu schnell einschlafe. Die Phase der tiefen Entspannung erreich ich aber eigentlich immer.

    Aber wieso bist du dir eigentlich so sicher, dass Astralreisen existieren? Ich selbst sage immer: Alles kann möglich sein. Ich bin aber von nichts felsenfest überzeugt, da ich nicht ent-täuscht werden will ;)
     
  4. Phineas

    Phineas Mitglied

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    Phase 6: Sieh erst mal zu, dass du mit beiden Beinen auf der Erde stehst :

    Dies war die Phase, in der ich mir dachte: vielleicht ist es gar nicht gut, so sehr außerkörperlich sein zu wollen. Es ist doch so, dachte ich mir: ich habe erstens Angst vor diesem Klingelgeräusch, zweitens bin ich ohnehin eher weltfremd, drittens lebe ich doch aus einem bestimmten Grund in der materiellen Welt und der wird garantiert nicht der sein, dass ich nun alles dran setze, möglichst "nichtmaterielle" Reisen zu unternehmen, oder?

    Ich begann damit, aufzuhören, mich weiter mit OBEs zu beschäftigen. Das ging ganz schleichend, und ganz allmählich schlief ich nachts wieder normal ein und wachte normal auf, ich lebte... ich lebte mein Leben wie zuvor auch.
    Hier wird deutlich, warum ich das Ich wie einen abgespaltenen Teil eines anderen Ichs beschreibe: weil das Ich "im" Körper allmählich vergessen hat, welche Potentiale die Außerkörperlichkeit ihm gebracht haben... ich denke heute noch an die zwei MOnate zurück, in denen ich sehr viel mehr im "Augenblick" gelebt habe, weniger bereute, wenn ein Zug vor der Nase davon fuhr und solches Zeugs eben. Stattdessen begann dieses Ich mehr und mehr mit dem Verstand zu argumentieren: "Naja, es war schon alles sehr real, aber vielleicht war es ja doch nur ein - wenn auch ein absolut eigentümlicher -, Traum.

    Bis heute bin ich so jemand, der sich nicht mehr richtig in das Erlebnis hineinversetzen kann, aber heute gehe ich immer mehr in die Richtung: nein, es war real! Es ist eine Realität so wie die Realität, in der ich jetzt am PC schreibe, ebenfalls real ist. Doch bis zu dieser Phase, in der ich das so sehen konnte, mischen sich noch ein paar andere Phasen dazwischen

    Phase 7: Manchmal... manchmal... manchmal...

    Manchmal probierte ich es dann halt doch wieder aus. Die ersten Male dachte ich noch über das Klingelgeräusch nach, das mich so erschreckt hatte, und sicher hinderte mich schon der Gedanke daran, dass es noch einmal wieder klappen sollte. Dann vergingen wieder MOnate, ohne mich mit Astralreisen zu beschäftigen... und dann probierte ichs wieder. Je mehr Zeit dazwischen kam, desto mehr stellte sich ein anderes Problem ein - das Klingelgeräusch war es nicht mehr:

    Auf einmal hatte ich das Gefühl, dass ich kein besonderes "Erlebnis" mehr verspürte, wenn ich die Übungen machte. Enweder konnte ich mich nict auf den Piepton dauerhaft konzentrieren... oder ich spürte beim Üben nur meinen angespannten Körper, nicht jedoch den "zweiten Körper".... oder - und das war das Entscheidende: wie fühlen sich denn eigentlich ganz genau nochmal diese Schwingungen an? Ich hab schon seit Jahren natürlich nicht mehr erlebt, dass ich Herzrasen bekomme, aber nicht mal das Gefühl, das etwas kribbelt, stellte sich ein...

    Man sagt ja: Am Anfang wären die Schwingungen sehr stark, mit der Zeit würde man sie nicht mehr so spüren. Tja, aber ohne die Schwingungen zu spüren, dachte ich, könnte ich wohl kaum wieder außerkörperlich werden.

    Ich befasste mich also immer mal wieder mit den AKEs und dann gab ich auf.

    Phase 8: Eine Idee.... (möglicherweise vor zwei bis drei Jahren)

    Irgendwann bin ich auf eine Idee oder eine Frage gekommen: was unterscheidet einen Traum von der Wirklichkeit? Die Antwort, die mir früher dazu eingefallen wäre: Die Wirklichkeit ist, wie der Name schon sagt, die Wirklichkeit, der Traum hingegen ist nicht real, existiert nicht.

    Doch diesmal ging ich gedanklich einen Schritt weiter und begann folgendes zu überlegen: Alles, was ich in der "Wirklichkeit" erlebe, nennt sich doch Erfahrung. Aber was unterscheidet die Erfahrung der Wirklichkeit von der ERfahrung im Traum? Ich habe zum Beispiel im Traum schon erlebt, wie es ist, körperlich oder sogar geistig behindert zu sein, ich war mal Todkrank im Traum und als ich erwachte, war ich ganz überrascht, wie anders ich mich auf einmal fühlte.

    Ich glaube, ich hatte sogar schon Träume, die mehrere Monate gedauert haben könnten (heute im Wachzustand fällt es mir schwer zu schreiben, dass ich mir dessen "sicher" wäre).

    Entscheidend aber ist, dass ich in jedem Fall schon ein paar Mal Träume hatte, bestehend aus Erfahrungen, aus denen ich gelernt habe. Davon auszugehen, diese Träume wären also Schäume, wäre aus meiner Sicht absolut Unsinn, da sie mir ja was gebracht haben - geistig und emotional etc...

    Phase 9: Idee / Gedanke wiederholt sich:

    Immer öfter begann ich sagen: ich halte es für möglich, dass Träume genauso Realitäten sind wie die Erlebnisse im "Wachzustand" (dieser Wachzustand stellte ja nach meiner bisher einzig vollbewussten Außerkörperlichen Erfahrung ebenfalls eine Art Traumzustand dar, was solange paradox klingt, bis man aufhört: Realität und Traum voneinander zu trennen.

    Phase 10: Erlebnisse verschiedener Art:

    Es gab mal ein Erlebnis, da hab ich mich gerade hingelegt und mir gesagt: ich möchte mal mittels Meditation etwas erleben, das einem LSD-Tripp ähnelt (ich hab noch nie LSD genommen, aber ein Freund von mir und ich dachte mir dann: schon spannend, was der Mensch unter Drogeneinfluss wahrnehmen kann. Da ich großen Respekt vor Drogen hab, wollte ich es mal so probieren.)

    Ich lag also im Bett, grade erst hineingepflanzt, mit dem Vorsatz etwas in der Richtung zu erleben, da hörte ich in der Ferne einen Zug vorbeifahren und ich kann bis heute nicht beschreiben, wie ich das gefühlt hab, was ich fühlte: es schien, als wäre mein Bewusstsein einerseits im Bett liegend im Körper gewesen, andererseits verschmelzte ein anderer Teil mit dem Zug, der vorbeifuhr. Ich war quasi der Zug und der Zug war ich, gleichzeitig lag ich in meinem Bett. Als das Zuggeräusch endete, lag ich vollständig wieder im Bett.

    ODER: ich erlebte manchmal Dinge "im Zimmer", die mir absolut real vorkamen und auch heute noch in der Erinnerung als Ereignisse erscheinen, die wirklich passiert sind (also in der Realität): Einmal war ich bei einem Freund zu Besuch, hörte mitten in der Nacht, wie er trotz tiefster Dunkelheit Playstation spielte und sagte ihm mehrfach, dass er das doch mal sein lassen könnte. Er sagte, er stelle das Gerät leiser, aber ich kam und kam nicht zum Schlafen.

    Am nächsten MOrgen wollte ich ihn darauf nochmal ansprechen,, dann kam mir aber in den Sinn: MOment mal: seine Playstation liegt ja gar nicht im Zimmer, und wenn es so dunkel war, wie es war, dann würde er wohl kaum auf so eine verrückte IDee kommen, blind zu spielen (wobei mir auch in den Sinn kam, dass ich zwar nichts hatte sehen können, trotzdem aber irgendwie nicht negativ beeinträchtigt war, trotz des Sehverlustes.

    Was ich in jener Nacht erlebt habe, erscheint mir bis heute wie ein reales Erlebnis, doch mit Sinn und Verstand betrachtet, kann es nur ein Traum gewesen sein.

    Phase 11: Allmählich änderte ich meine Sichtweise grundlegend:

    Wenn du immer mal wieder Dinge erlebst, die nicht real sind, aber sie so erlebst, als ob sie real wären, dann beginnst du bestehende Ansichten in Frage zu stellen und neue Sichtweisen in Betracht zu ziehen. Also habe ich ganz allmählich aufgehört real von nicht real zu unterscheiden, bzw. Träume als genauso real und echt anzusehen wie das, was ich jetzt erlebe, während ich das hier auf PC schreibe.

    Heute mittag:

    Ich erlebte folgendes: ich legte mich ins Bett, beschloss eine OBE zu probieren. Keine Ahnung, wie ich auf die Idee kam, es wieder einmal mittags zu probieren, das habe ich schon ewig nicht mehr gemacht. Jedenfalls legte ich mich auf den Rücken, entspannt und dann probierte ich eine ganze Weile hypnagoge Bilder zu kriegen, es klappte nicht sofort. Stattdessen stellte sich eine Art Anspannung im Körper ein.
    (Viele Autoren mit OBE-ERfahrungen sprechen davon, dass man eine OBE am besten nach dem Aufwachen probieren soll, weil man dann

    - am stellsten in den hypnagogen Zustand zurückkehren könne
    - der Körper noch entspannt sei
    - man nicht so viele wirre Gedanken hätte
    - etc...)

    Doch ich erlebe morgens oder beim nächtlichen Erwachen irgendwie immer das Eine: mein Körper ist total schnell angespannt, will in die Seitenlage, Embryohaltung. Ich halte die Liegeposition kaum zwei Minuten aus, während ich abends längere Zeit auf dem Rücken liegen bleiben könnte.

    Heute war mein Körper also auch wieder angespannt, doch diesmal dachte ich seltsamerweise daran: vielleicht ist das genau der Sinn. Vielleicht muss ich angespannt sein, damit etwas anderes leichter gespürt werden kann.
    Ich habe derweil dem Tinnitusklang gelauscht, der nach wie vor schnell kommt, wenn ich mich drauf einlasse. Irgendwann sagte ich: "Mein Körper weiß, wie sich Schwingungen anfühlen, auch wenn mein Verstand diese bis heute nicht kapiert hat, also vertraue deinem Körper, Phineas!" und siehe da: auf einmal kam das Kribbeln. Ich sagte: "Schwingungen erweitert euch"...
    Zwischenzeitlich forderte ich auch die hypnagogen Bilder herauf... und irgendwann erlebte ich, wie meine Finger ihre Position irgendwie änderten (so als würde ich einige FInger übereinander kreuzen, wohlwissend, dass meine "echten Finger" nicht bewegt wurden... nach einiger Zeit hatte ich das Gefühl, dass die Handinnenfläche der einen Hand nach unten, die andere nach oben zeigte. Mein Körper war vollkommen entspannt und ich rutschte immer wieder in einen hypnagogen Seinszustand rein... konnte manche Dinge richtig fühlen, doch kehrte anschließend wieder "zurück" in den Körper...

    Dass ich aber definitiv schon mehr diesen zweiten Körper spürte, wurde mir bewusst, als ich irgendwann mit der Übung endete... Es dauerte eine Weile, bis ich die Arme und Beine wieder richtig bewegen konnte, da diese deutlich angespannter waren, als der Körper, den ich gespürt habe (manche würden sagen: ja, der nennt sich Astralkörper)... Keine Ahnung, jedenfalls war ich ganz begeistert, wie verschieden sich mein Körper angefühlt hatte, und wie sehr der Körper zu schlafen schien, während ich nach wie vor wach war.

    Hier mach ich mal ein Cut... ist schon spät geworden und werd jetzt mal gleich ein bisschen weiter üben...

    Und @ HeilerGeist: ich sehe das vielleicht sehr ähnlich wie du: Alles kann möglich sein, ich bin aber von nichts felsenfest überzeugt. Der Unterschied besteht nur inzwischen darin, dass ich mich inzwischen trotzdem dazu durchgerungen hab, mich darauf einzulassen, dass OBEs real sind, eben, weil ich aufgehört habe Träume von der Realität abzugrenzen. Ob das nun bedeutet, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, das ist eine andere Geschichte... ich halte es für möglich, sehr wahrscheinlich sogar... doch wissen tue ich es noch nicht.

    Finde deinen Gedanken aber super! Ich finde es ziemlich wichtig, dass man nich zu fest an etwas festhält, weil es sonst umso schmerzhafter werden kann, davon loszulassen.... ach je, weiß nicht, ob mich da wer versteht ^^

    ich geh jetzt erst ma ins Bett, genug für heute...

    Und freue mich über weitere nette Gespräche, Erfahrungen eurerseits

    Grüßle

    Phineas
     
  5. Phineas

    Phineas Mitglied

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    Hi Leute,

    inzwischen übe ich mindestens einmal pro Tag, um eine Astralreise zu induzieren.
    Heute hatte ich wieder einen kleinen Erfolg und - wer weiß - vielleicht sogar ein 'außersinnliches' Erlebnis.

    Seltsamerweise nicht in der Nacht, sondern tagsüber machte ich die Übungen. Ich legte mich hin, entspannte mich, schaffte es in den hypnagogen Zustand, rutschte wieder hinaus und wieder hinein... spürte, wie mein Körper sich anders anfühlte (bei mir ist das ein Zeichen, dass ich eine veränderte Wahrnehmung bekomme. Mein körper kann zum Beispiel zuvor angespannt sein, aber mein Geist scheint dann eine Art zweiten Körper zu "denken", der total entspannt ist. Komme ich wieder aus dem zustand heraus, bewege meinen richtigen Körper, dann ist das 'befreite Körpergefühl' sofort wieder weg. Meist brauche ich dann sogar eine Weile, bis ich die "Festigkeit" meiner Augen und so weiter wieder richtig als Teil von mir wahrnehme) Jedenfalls spürte ich dann plötzlich für einen kurzen Moment, wie mein Daumen und evtl. ein oder zwei weitere Finger kurzzeitig außerhalb des Körpers waren. Ich denke, ich habe die Chance verpatzt, ganz aus dem Körper zu gehen, weil meine Konzentration sofort bei meiner rechten Hand war und dann war dort wieder alles beim Alten...

    Dann spürte ich kurz darauf ein Gefühl, als ob mein Kinn ebenfalls kurzzeitig außerkörperlich geworden wäre, etwas klopfte dagegen, wie ein leichter Klapps oder ein Kinnhaken, aber nicht sehr schmerzlich... (aber gleiches Ergebnis, ich war zu schnell mit den Gedanken an der Stelle, wo es sich außerkörperlich anfühlte)...

    Und das, was ich mit außersinnlichem Erlebnis meine (also von dem ich mir vorstellen könnte, dass es so etwas in der Art war), lief folgendermaßen ab:

    Während meiner Versuche, aus dem Körper zu steigen oder zu entschweben, entschied ich mich kurzerhand, dass ich versuchen möchte, mir einen Ort vorzustellen, wohin ich meine Astralreise projezieren möchte. ich nannte mehrmals den Namen eines Freundes, den ich schon seit längerem nicht mehr gesehen hatte, bei dem ich mir auch Sorgen machte, ob es ihm noch gut geht, ob er evtl sogar 'Selbstmordgefährdet' sein könnte...
    Nun ja, ich habe ja keine richtige Außerkörperliche Erfahrung gehabt, nur Finger und Kinn außerkörperlich gespürt, und ich stellte mir vor, ihm einen Besuch abzustatten, was mir nur in der Phantasie gelang, ABER:

    heute tauchte er erstmals wieder im Skype auf, hat bisschen was erzählt, wie es ihm geht und so weiter...

    Ich fand das schon faszinierend... Vielleicht war ja ein kleiner Teil von mir tatsächlich bei ihm, in Gedanken oder einfach nur unbewusst... und das könnte vielleicht der Auslöser gewesen sein, endlich mal wieder was von sich hören zu lassen...

    Soviel dazu,

    machts gut

    Grüßle
    Phineas
     
  6. thorti

    thorti Neues Mitglied

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    Hi Phineas,

    kannst du mir erklären, wie du den hypnagogen Zustand erreichst? Ich habe bisher immer versucht, möglichst Gedankenstille zu erreichen. Ab und zu kamen auch mal ein paar Bilder, aber eher vage, kurze Eindrücke. Hast du da eine gezielte Technik, oder passiert es einfach?

    Liebe Grüße,
    Thorti
     
  7. Phineas

    Phineas Mitglied

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    Hi Thorti,

    Hm, die Frage ist, ob du schon mal den hypnagogen Zustand gefühlt hast. Ich beschreibe ihn ja so: es sind Bilder, die so wirr sind, aber gleichzeitig richtig fesselnd und traumähnlich... sie werden von mir verfolgt, ohne dass ich versuche, auf sie Einfluss zu nehmen. So als würde ich einen spannenden Film anschauen, würde dabei vergessen, dass ich ja eigentlich auf dem Sofa sitze und mir nichts passieren kann. So etwa würde ich hypnagoge Bilder beschreiben...

    Der Unterschied zu gewöhnlichen Bildern, ist, dass ich sehr klar bei der Sache bin, noch genau weiß, dass ich im Bett liege. Dieses Wissen, dass ich gerade im Bett liege, ist für den MOment, da ich hypnagog bin, fast vollständig, um nicht zu sagen: gänzlich weg.

    Aber jetzt wirds schwierig: wie komme ich da hin...

    Also es klappt nicht immer,

    Ich sag mal: Phase 1 dazu: meistens lege ich mich ins Bett und konzentriere mich als allererstes auf alle Dinge, die ich "will"... Hier gehts um alles, was dein Ego will oder nicht will. ich sag zum Beispiel: "Ich will morgen mein Zimmer aufräumen, ich will nicht an den oder den denken, aber wenn der mal wieder auftaucht, umso besser etc... Und dann sage ich mir: So, ab jetzt sind alle diese Dinge, die ich will bedeutungslos... Ich befinde mich jetzt nur im hier und jetzt.
    Du kannst dir auch deinen Körper vorstellen, jede einzelne Stelle, plötzlich fängt was an zu jucken und du willst dich kratzen... Wichtig ist, dass du dir vornimmst, diesen Gefühlen nur in dieser einen Phase nachzugehen.

    Dann musst du dir irgendwann überlegen: jetzt will ich mein Ego zurückschrauben... Das bedeutet: es kann immer noch vorkommen, dass dich irgendetwas juckt, dann sag dir oder besser gesagt, deinem Ego aber: dass es zuvor die Zeit gehabt hat, sich zu kratzen, hier etwas zurecht zu rücken, dort etwas zu tun und so weiter... Das kann es später auch wieder tun, aber jetzt muss sich dein Ego zurückziehen und im wahrsten Sinne des Wortes fallen lassen. Wenn du das schaffst, wirst du merken, dass plötzlich nichts mehr juckt, alles so ist wie es eben ist...
    Also bei mir ist es oft so, dass ich noch dieses Jucken spüre, dann aber mir sage: das Jucken gehört zu dem, was ich hier mache dazu... ich habe ne Weile gebraucht, bis ich das Jucken und die Anspannung als Teil der OBE-Übung akzeptieren konnte... doch als ich es geschafft hab, waren auch die unangenehmen Empfindungen weg.

    Diesen Zustand empfinde ich meist schon sehr angenehm. Und ab hier weiß ich gar nicht mehr, wie ich genau vorgehe... Mal sage ich schon jetzt: "Ich bin Energie", um zu vermeiden, dass ich sage: ich verlasse meinen Körper. (Keine Ahnung, ob die Affirmation: ich verlasse meinen Körper hinderlich ist oder nicht, aber wenn du plötzlich außerhalb des Körpers bist, heißt es doch oft, man soll nicht an seinen Körper denken... - wie gesagt, hab selbst auch nicht die größte Erfahrung).

    Und kennst du den Zustand, wo du einfach so ins Leere schaust, wo andere sagen: "Wo bist du nur wieder mit deinen Gedanken?" Wenn mir jemand so etwas sagt, müsste ich eigentlich antworten, dass ich gar nichts gedacht habe. Wenn du diesen Zustand erreichst, dann ist das glaube ich ganz gut, weil daraus bauen sich bei mir dann meist die hypnagogen Bilder auf.

    Und ehe ich mich versehe, merke ich, wie ich plötzlich von hypnagog in Wach wechsle.

    Und anschließend spüre ich dann in der Regel auch ganz allmählich die Schwingungen, von denen so oft die Rede ist.
    Ich hab dabei allerdings auch das Problem, dass ich meist nicht mehr weiß, ob ich mich nun auf die Schwingungen konzentrieren sollte (was bedeuten würde, dass ich etwas bewusst steuere) oder es unbewusst geschehen lasse und mehr hypnagog bleiben soll (also ohne bewusstes Steuern)...

    Ich weiß nicht, ob dir das irgendwas bringt. Um ehrlich zu sein, weiß ich während des Übens selbst auch kaum, wie ich am besten vorgehe... Also ich hab keine genaue Reihenfolge: 1. Entspannen, 2. jedes Gefühl ist richtig und gehört hier her, 3 denke an nichts, sei nichts und 4. jetzt allmählich tauchen hypnagoge Bilder auf...
    Bei mir ist es irgendwie jedes Mal anders, und manchmal komme ich auch nicht zu den hypnagogen Bildern... Seltsamerweise schaffe ich es aber viel öfter dort hin, obwohl viele sagen, dass es sehr schwer wäre...

    Ach noch etwas: hast du eine gute Traumerinnerung? Das könnte nützlich sein.
     
  8. Phineas

    Phineas Mitglied

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    Interessant ist auch, was in wikipedia dazu steht ^^

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hypnagogie
     
  9. Daddy24

    Daddy24 Mitglied

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    In meinen Träumen ;)
    durchsuche das forum doch mal nach themen von mir.. vieleicht helfen sie dir weiter.. da sind ein paar ziemlich gute antworten dabei falls du die richtigen fragen suchst. ;)
     
  10. thorti

    thorti Neues Mitglied

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    Danke dir Phineas für deine ausgiebige und hilfreiche Antwort!!!

    Die hypnagogen Bilder sind mir so dann noch nicht begegnet, aber diese Leere hab ich schon ein paar mal erlebt. Die Geschichte mit den Schwingungen tauchte bei mir bisher immer dann auf, wenn ich, sofern man das zeitlich einschätzen kann, ganz kurz 'beusstlos' war. Dann hat mich ein kleines Stückchen Bewusstsein wieder 'wach' gemacht und die Schwingungen gingen los.

    Ich habe kein gutes Traumgedächtnis. Heute konnte ich mich endlich mal wieder an einen Traum erinnern, weil er auch sehr aufwühlend war, aber sonst eher selten.

    Ich werde das mit dem Ego gezielt lahmlegen heute mal versuchen. Die Erfahrung, die du beschreibst habe ich aber auch schon gemacht. Wenn es wirklich mal eftig juckt, oder der Schluckreflex meint, er müsste aktiv werden, muss man diese Dinge nur lang genug ignorieren und mit einem mal verschwinden sie und die Empfindung ändert sich.

    Danke auf jeden Fall erst mal. Ich berichte, wenn sich wieder neues ergibt;-)
     

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