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Auswirkung von Abtreibung eines behinderten Kindes?!

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Sonnenlicht, 18. Dezember 2004.

  1. Sonnenlicht

    Sonnenlicht Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juli 2004
    Beiträge:
    10
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    Hallo zusammen!

    Ich stelle mir seit ein paar Wochen die Frage, welche systemischen Auswirkungen es für ein verheiratetes Paar haben könnte, die ihr Kind, was sie sich so sehr gewünscht haben, abgetrieben haben, weil es eben hochgradig behindert gewesen wäre. Meine Bekannte war im 3. Monat und man hat gesehen, dass der Bauch offen war. Weiterhin wurde eine Trisomie 18 diagnostiziert. Die Ärzte sagten ihr, dass das Kind kaum überlebensfähig sei, entweder noch in der Schwangerschaft sterben würde, oder aber nur einige Monate nach der Geburt zu leben hätte.
    Sie haben sich für eine Abtreibung entschieden.

    Was meint ihr, hat das die selben systemischen "Auswirkungen" wie eine "normale" Abtreibung, ist es dem System also egal, oder kommt es doch auf die Hintergründe an?!

    viele Grüße
    Sonnenlight
     
  2. Goldklang)))

    Goldklang))) Guest

    Ich kann nur sagen, ich bin froh, gesunde Kinder zu haben, doch habe mit schwerstbehinderten Kindern viel zu tun gehabt und sie sehr liebgewonnen, da sie mir meine eigenen Grenzen deutlich vor Augen führten und so ehrlich waren. Ich persönlich hab viel von ihnen gelernt!
     
  3. Ironwhistle

    Ironwhistle Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2004
    Beiträge:
    3.703
    Ort:
    Köln Höhenhaus
    Ganz ehrlich?

    Abtreibungsgegner sprechen immer wieder von Mord am ungeborenem Leben...
    Ein wenig bequem - was ist mit der Grausamkeit gegenüber einem geborenen Leben?

    Wenn ein Kind schwerstbehindert auf die Welt kommt, ist es immer von anderen Abhängig und es wird auch irgendwo immer dem Spott und den Hänseleien anderer ausgesetzt sein.

    Ich habe früher oft in der Öffentlichkeit gestanden, auch als Behindertengruppen dabei waren - es war erschreckend wieviele Menschen dazu neigten verächtlich die Lippen zu verziehen, voller Angst zu den Behinderten zu sehen...

    Ich halte es für unverantwortlich ein Kind auf die Welt zu bringen wenn man im vorraus weis das es niemals ohne fremde Hilfe existieren kann.
     
  4. Elena777

    Elena777 Mitglied

    Registriert seit:
    9. September 2004
    Beiträge:
    417
    Ort:
    in einem schönen Land
    Ja so sehe ich das auch! Vor allem wenn es geistig behindert ist, wenn es nur körperlich einen Defekt hat, geistig aber normal, würde ich es nicht befürworten.

    LG
    Elena
     
  5. Ironwhistle

    Ironwhistle Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2004
    Beiträge:
    3.703
    Ort:
    Köln Höhenhaus
    Ein Körper kann auch eine Art Gefängnis sein- besonders wenn man schnell zum Gespöt wird und eigentlich nie als Vollwertige "Persönlichkeit" angesehen wird... :(
     
  6. Eberesche

    Eberesche Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
    Beiträge:
    2.175
    Ort:
    vielleicht ein bisschen näher dran
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    Hallo Sonnenlicht,
    ich denke, die Auswirkungen sind die gleichen. Wichtig ist, daß die beiden Elternteile dazu stehen und keine Entschuldigungen suchen. Es so hinnehmen, das Kind dennoch "annehmen" (paradoxerweise - sofern das noch möglich ist) und es in Ehren halten.
    Aber am besten können dir hierzu Jake, Dagobert oder Christoph antworten, die kennen sich damit richtig aus.
    LG Tarot
     
  7. Rowena

    Rowena Guest

    nur weil irgendwelche Leute verächtlich auf behinderte Menschen blicken, heißt das noch lange nicht, das man deswegen abtreiben sollte. Im Gegenteil, wenn endlich die Integration gelebt werden würde, die Normalen lernen würden, das es normal ist, das jeder INDIVIDUELL ist, dann würden sicher nicht mehr soviele verächtlich auf behinderte Menschen schauen.
    Und die Aussage wenn es geistig behindert ist, eine Abtreibung zu befürworten, finde ich gelinde ausgedrückt daneben. Denn wer bestimmt denn was geistig behindert ist. Doch nur die Gesellschaft. Und der Grat von Normal zu geistig behindert ist sehr schmal. Mein Sohn gilt bspw als geistig behindert, weil er im lebenspraktischen Bereich sehr weit zurück ist, auf der anderen Seite kann er seit seinen 4. Lebensjahr selbständig Computerspiele installieren, konnte weit vor Schulbeginn das komplette Alphabet, schreiben, lesen,die Zahlen bis 20 sowohl vorwärts als auch rückwärts zeigen. Er ist im übrigen nichtsprechend. Dies alles hat er ohne irgendwelche Übungen gelernt. Aus eigenen Antrieb.
    Auch würde ich ihn um nichts in der Welt missen wollen und wenn ich mir manch ewignörgelnde gesunde Kinder anseh, die mit nichts zufrieden sind, dann bin ich mit meinen besonderen Kind glücklich.
    er wird trotz der Diagnose frühkindlicher Autismus als ein Sonnenkind bezeichnet, das jeden mit seinen Charme begeistert.
     
  8. Ironwhistle

    Ironwhistle Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2004
    Beiträge:
    3.703
    Ort:
    Köln Höhenhaus
    Weia, Autismus...

    Ich gehe dabei von einem Menschen aus der entweder körperlich stark behindert ist, oder geistig derart im Nachteil das er wirklich nichts kann - auch nicht lesen und schreiben...

    Autisten sind in meinen Augen nicht Behindert, sie nehmen die Welt nur anders war...
     
  9. Rowena

    Rowena Guest

    und können bis auf ein paar Ausnahmen auch nicht selbständig im Erwachsenenalter leben. Brauchen somit auch wie geistig behinderte Menschen zeitlebens Pflege und Betreuung.
    Ein lesen und schreiben können heißt noch lange nicht, das ein Autist später selbständig leben kann.
    Ich kenne bsw. eine 27jährige Autistin, die zwar Abitur gemacht hat, aber trotz allen auf umfangreiche Hilfe angewiesen ist. Sie kann bsw. nicht alleine duschen, da sie sich ansonsten mit heißen Wasser verbrühen würde, da sie kein Schmerzempfinden, sowie kein Gefühl für heiss und kalt hat.
    Eine andere Wahrnehmung heißt nämlich auch, das ein Autist nicht abschätzen kann, ob er über die Straße kann, weil er ein evtl herannahendes Auto garnicht wahrnimmt, sondern nur das sieht, was im Grade fasziniert. Was das für Auswirkungen haben kann, sollte jeden klar sein.
     
  10. Dagmar

    Dagmar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2004
    Beiträge:
    1.032
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    Die Seele macht zwischen behindert und nicht behindert keinen Unterschied.
    Oder doch ... beobachtbar, behinderte Kinder die abgetrieben werden wiegen noch etwas schwerer. Meist.

    Der Seele ist es egal.
    Auch bei einem behinderten wird es Verstrickungen geben, die bis zu evtl. späteren Geschwistern wirken. So ein Mord kann lange, einige Generationen wirken.

    Die Seele ist nicht behindert, der Körper ist es, der Geist aber nicht die Seele.
    Es gibt Behinderte in unserer Familie, im Bekanntenkreis. Behinderte Kinder die früh sterben werden, sie liebendas Leben wie wir, sie wollen Leben, solange es ihnen gewährt ist.

    Wer meint der dürfe über Leben und Tod anderer entscheiden ist grössenwahnsinnig und anmassend, er achtet das Leben nicht. Er achtet die Größe des Lebens nicht.

    Lieben Gruss Dagmar
     
    Eberesche gefällt das.
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