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Ausbildung - heutzutage bessere Bedingungen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Thundercat, 3. September 2008.

  1. Thundercat

    Thundercat Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2007
    Beiträge:
    507
    Ort:
    NRW
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    Wie sind eure Erfahrungen betr. Berufsausbildung?
    Haben es die Azubis heute "besser"?

    Ich meine früher regte sich manch einer z.B. darüber auf wenn er als Kfz-Mechaniker Azubi z.B. den Hof kehren oder das Auto vom Chef putzen musste!
    Eben solche Dinge, Arbeiten die eigentlich nicht so wirklich was mit dem Beruf zu tun hatten den man erlernen wollte!

    Ich bin ja u.a. gelernte Köchin, habe selber gute Erfahrungen in meiner Lehre gemacht (kann nicht klagen, war schon echt OK mein Ausbilder), aber ich hörte von andern Azubis aus andern Betrieben doch schon das ein oder andere!
    Die einen erzählten das sie eigentlich dauernd nur das Kühlhaus und Lager aufräumen und putzen würden, die andern klagten über Überstunden ohne Ende, keine freien Tage, arbeiten müssen nach der Berufsschule (dazu sei gesagt das hier für die Berufsschule freizustellen ist, nebst div. anderer Regelungen), nicht Einhaltung der Ruhezeiten, keine Pausen usw.

    Nun meine Erfahrung mit meinen Kids erscheint mir da so als wenn ich nun indirekt erlebe was ich damals nur aus Erzählungen kannte!

    Dabei dachte ich irgendwie - naja ich hatte vll. die trügerische Illusion - das diese Zeiten vorbei seien!

    Ätzend auch das eigentlich doch niemand die Ausbildungsbetriebe kontrolliert und da 1. jeder machen kann was er will (die jungen Leute sind ja froh wenn sie überhaupt nen Ausbildungsplatz ergattern) und 2. scheinbar jede Frittenbude ausbilden darf (im Sinne von "jeder x-beliebige Betrieb, sei er qualifiziert oder auch nicht).

    Komm mir keiner mit der IHK, die vermitteln sogar an Seelenverkäufer und Sklavenhalter! :wut1:

    Nun was habt ihr erlebt?
    Was hört ihr im Freunde,- Bekannten- und Verwandtenkreis?
    Welche eigene Erfahrung habt ihr?
    Welche mit euren Kids?
    Wie seht ihr das heute - besser :confused: schlechter :confused: gleich geblieben?

    Das kann doch echt alles nicht wahr sein!
     
  2. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2007
    Beiträge:
    11.864
    Ort:
    An der Nordsee
    Was die heutigen Ausbildungsmöglichkeiten betrifft, so finde ich es erstmal ganz toll, dass wirklich jedem (jungen) Menschen jeder Weg zur Weiterbildung offen steht. Seien es Abendschulen, Fernunis, oder die Möglichkeit vom Hauptschüler über den 2. Bildungsweg die Hochschulreife zu erlangen um doch noch den erträumten akademischen Beruf ergreifen zu können. Klar, Fleiß, Disziplin und eine gewisse Intelligenz immer vorausgesetzt.

    Die innerbetrieblichen Berufsausbildungen haben sich im Vergleich zu früheren Zeiten, glaube ich, nicht sonderlich verändert. Es stimmt, heute darf (zumindest in der BRD) jeder Hinz und Kunz ausbilden, aber das wurde auch nur aufgrund der mangelnden Ausbildungsplätze möglich gemacht. Hier ist ein Zertifikat alles, ein Zettel auf dem steht „Xy ist *** weil er es da und da gelernt und eine Prüfung abgelegt hat“. Daran krankt meiner Ansicht nach das System. In Deutschland werden derartige „Zeugnisse“ vollkommen überbewertet und haben nur in den seltensten Fällen wirklich was mit dem Wissen, der Arbeitleistung und –bereitschaft des Inhabers zu tun.

    Was vielleicht noch dazu zu sagen ist: Je kleiner ein Betrieb ist – und vielleicht nicht ganz so professionell wie eine große Firma – umso mehr lernen die Azubis, weil sie wirklich mitarbeiten und mitdenken (müssen) und nicht die ersten 1- 2 Jahre mit typischen Lehrlingsarbeiten wie Ablage, Botengänge, Handreichungen etc. auf Abstand gehalten werden.

    Ruhepol
     
  3. Aurica

    Aurica Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2008
    Beiträge:
    275
    Ort:
    in meinem Körper
    Ich kann bisher nur aus der Erfahrung meiner beiden Ältesten etwas sagen. bei beiden waren/sind die Ausbildungsbedingungen recht gut.

    Mein Sohn, der Speditionskaufmann lernte hatte wirklich tolle Chefs, die ihm recht schnell Aufgaben anvertrauten, die er woanders evtl. erst im 3. Lehrjahr bekommen hätte.

    Ich denke es kommt auch immer darauf an wie der Jugendliche sich gibt, zeigt er Null Interesse an der Ausbildung werden ihm wahrscheinlich eher die kleineren Aufgaben wie Mülleimer leeren etc. anvertraut.

    Meine Älteste lernt Krankenschwester und auch dort haben sich die Bedingungen wesentlich verbessert. Sie hat in der praktischen Zeit auf der jeweiligen Station einen Mentor, den sie fragen kann und der für sie da ist. Am Ende der Stationszeit, schreibt sie auf was sie auf dieser Station gelernt hat und was ihr gefallen hat oder nicht, dann, schreibt dieser Mentor einen Bericht wie sie sich gegeben hat.
    Im Blockunterricht wird nicht nur stupide gelernt, sondern auch mal vor Ort geschaut wie es woanders läuft. Sie waren z.B. in Dänemark, dort wurde ihnen erklärt und gezeigt wie man dort arbeitet.

    Ich schliesse mich Ruhepol an, dass in Deutschland wirklich zuviel wert auf die Zeugnisse gelegt wird. Ein guter Theoretiker kann in der Praxis ne "Niete" sein und umgekehrt.
     
  4. Felice

    Felice Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2008
    Beiträge:
    7.536
    Ort:
    Wien
    Hallo!


    Bin ja a Wienerin, also wie es in Deutschland läuft, weiss ich net.

    Mein Sohn hat vor drei Tagen eine Lehre als Elektroenergietechniker begonnen und ist glücklich. Nach zwei Tagen kann man zwar noch nichts sagen, aber es ist ein guter Betrieb mit vielen Mitarbeitern, guten Sozialleistungen usw..... Er fühlt sich aber wohl und das ist wichtig. Liebe Kollegen....

    Ich hatte auch Glück mit meiner Lehre, musste nie Hilfsabeiten verrichten. Wie gesagt, war Glück. Denn ich weiss von meiner Schwester, von meinem Freund und auch von anderen, dass es fast an der Tagesordnung ist, dass Lehrlinge oft Drecksarbeit erledigen müssen und von den anderen versklavt werden.

    Selbst habe ich damit keine Erfahrung gemacht.

    Ich glaube aber, dass es generell im Gastgewerbe ziemlich hart ist. So wie du geschrieben hast, Thundercat. Da wird überhaupt viel Schund getrieben, leider. Viele Angestellte werden ausgebeutet.

    Da ich beruflich in diesen Bereich falle, weiss ich aber generell, dass es bessere Ausbildungsmöglichkeiten gibt. Vor allem ist es nicht mehr abehängig von deiner Geldbörse, so wie es früher oft war. Jeder kann zB. studieren.

    Auch von der Weiterbildung, die der Staat finanziert, sind viele Möglichkeiten gegeben, was früher nicht so war. Weiss ich aus Erfahrung.

    Denke, dass jeder, wenn er will, einen Weg findet, zumindest hier in Wien. Ich wünsche jedem das Beste dafür....


    lg Felice ;)
     
  5. Sitanka

    Sitanka Guest

    hm, das ist schwer zu sagen, aber ich würde schon sagen ja. ich habe einen sohn der gerade in der lehre ist und ich muss sagen, ich habe mich mit dem heutigen lehrlingsgesetz ein wenig auseinander gesetzt, dass es die lehrlinge heutzutage schon einfacher haben.
    wobei das natürlich nur auf die gesetze zutrifft, denn was nutzt es einem jungen menschen, wenn er von seinem chef trotzdem nur runtergeputzt wird oder den ganzen dreck wegräumen muss, obwohl das nicht seine aufgabe ist.

    in meiner zeit war das üblich, da durfte der lehrling nichts anderes tun, als putzen und für alle der handlanger zu sein, doch jetzt zum glück ist das anders.

    meinem sohn gefällt es sehr gut in der lehre, ihm macht sein job spass und er darf auch viele dinge machen. er arbeitet in einem architektenbüro und wird bautechnischer zeichner. ich muss sagen hut ab, was er alles machen darf und das steigert sein selbstbewusstsein enorm.

    das ist hald die österreichische sicht der dinge, in deutschland kann ich das natürlich nicht beurteilen.
     
  6. Delphinium

    Delphinium Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Mai 2007
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    4.673
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    In meiner Zeit war das auch üblich, doch nebenbei wurde noch eine vernünftige Lehre absolviert. Heutzutage lässt die Ausbildungsqualität sehr zu wünschen übrig. Von meinen letzten 5 Lehrlingen war vielleicht einer dabei, bei dem ich sagen kann er hat sein Berufsziel so erreicht, daß er seinen Beruf so ausüben kann, daß er auch am Arbeitsmarkt gefragt ist. Da wird die Ausbildung grad mal so leidlich durchgezogen während man sich früher schon zwangsläufig von solchen Kandidaten rasch getrennt hat. Als Ausbilder kann man nicht viel machen ausser Motivation versuchen. Druck ausüben darf man nicht mehr.

    ciao, :blume: Delphinium
     
  7. Sitanka

    Sitanka Guest

    kann es sein, dass es in österreich und deutschland da schon kravierende unterschiede gibt?

    denn ich kenne den lehrplan meines sohnes und ich kenne meinen ehemaligen lehrplan und obwohl ich eine komplett andere lehre absolviert habe, gibt es ja doch gegenstände an den schulen die gleich sind und ich muss sagen, da hat sich enorm viel getan. das war ja so gesehen bei mir noch ein klacks, aber was heute den jungen menschen abverlangt wird, ist schon einiges.
     
  8. Delphinium

    Delphinium Sehr aktives Mitglied

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    Bayern
    Sicher ist das unterschiedlich, ansonsten würd auch mein Glaube an die Jugend verloren gehen *g*
    Ich kann nur vom Handwerk und Gartenbau reden, da ist es schon gravierend schlecht geworden. Wäre ich selbstständig, würde ich mir keinen frisch ausgelernten Gehilfen mehr leisten sondern irgendeine ungelernte Hilfskraft, möglichst billig. Nicht vor allem wegen dem Geld sondern einfach weil die Fachkraft nichts mehr wert ist. Das was sie kann, kann ich einem Ungelernten auch auf die Schnelle mal beibringen und der zeigt dann meist auch den Willen und das Engagement dazu.

    ciao, :blume: Delphinium
     
  9. Thundercat

    Thundercat Mitglied

    Registriert seit:
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    507
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    NRW
    Na warum muss die ungelernte Hilfskraft - wenn sie doch nach ordentlicher Einweisung gleichwertig mit einer ausgebildeten Fachkraft ist/wäre - denn dann "billig" sein?
    Dann sollte der guten Hilfskraft doch auch dasselbe Geld gezahlt werden!:rolleyes:

    Jupp, das "gute" Gastgewerbe - vll. ne "Sonderabteilung" betr. Ausbildung und Arbeitsplätzen!?

    Trotz aller "Abschreckungsversuche" :lachen: wollen bzw. wollten 3 meiner 4 Kids unbedingt in diesen Bereich!

    Meine Älteste ist bereits ausgelernt (Fachfrau für Systemgastronomie) und da lief es doch weitesgehend gut!

    Sohnemann ist in der Ausbildung zum Koch und fühlt sich durchaus wohl!

    Na und unsere Jüngste, sie schwankt noch zw. 2 Ausbildungsberufen im Bereich Gastronomie, mal sehn wofür sie sich entscheidet (derweil arbeitet sie aber so schon im Gastgewerbe, also nix Leerlaufphase).

    Allerdings haben mein Sohn und meine Jüngste auch schon herbe bis heftigste Erfahrungen machen müssen, das grenzte tatsächlich an "Sklavenhaltung" - und das dazu auch noch in von der IHK "vermittelten" Läden!
    Echt der Hammer was da abging!

    Von Nachbarskindern naja Jugendlichen die in der Ausbildung sind (versch. Berufe) höre ich Ähnliches.
    Daher eben meine Nachfrage hier betr. Erfahrungen!

    Delphi betr. Motivation der Azubis, nun ich könnte mir auch vorstellen das diese mangelnde Motivation vll. u.a. auch daran liegt das sie vll. nicht den gewünschten Beruf erlernen!?
    Oder sie haben sich nicht wirklich gut informiert (Praktikas nicht genutzt u.ä.) und wollen die "Zeit nur durchstehn" damit sie wenigstens ne abgeschlossene Ausbildung haben (egal in welchem Beruf)!?

    Immerhin, meine Kids hatten das Glück (was offenbar heutzutage auch nicht unbedingt die Regel ist, wie man so hört) wenigstens alle im gewünschten Beruf zu lernen!

    Finde so sollte es sein, alles andere ist m.E. eh nur murks und kann nur im "Nichts" enden, sprich das die Zeit "abgesessen" wird, die Prüfung mit ach und krach bestanden wird, aber diese Jugendlichen bzw. jungen Menschen danach kaum bis nie im erlernten Beruf arbeiten werden!
    Zum einen weil sie nicht wollen, zum andern weil sie mit der meist dann geringen Qualifikation eh keiner einstellt!

    Schade, denn das ist vertane Zeit und macht ja auch wirtschaftlich gesehen keinen Sinn!

    Achso und noch betr. Kontrollen der Ausbildungsbetriebe, da sollte es unabhängige Stellen geben die diese Betriebe regelmäßig kontrollieren und dann aber auch durchaus die Befugnis haben sollten was zu unternehmen wenn Betriebe ausbilden die dazu nicht geeignet sind bzw. eben entsprechend mies mit ihren Azubis umgehen!
    Das kann natürlich weder die IHK oder ein ähnlich strukturierter "Verein" noch die Gewerkschaft sein!
    Eine unabhängige Stelle eben!

    Ich denke mal es käm am Ende allen zugute, wie schon gesagt durch falsche, mangelhafte Ausbildung usw. entsteht m.E. ein größerer wirtschaftl. Schaden!

    (Leider zählt das Argument des "menschl. Schaden" wie nennt sich das im Krieg so "schön" - Kolateralschäden!
    Da heißt es dann schnell "auf Einzelschicksale kann leider keine Rücksicht genommen werden)
     
  10. Sitanka

    Sitanka Guest

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    schade eigentlich, wir leben im 21 jahrhundert und anstatt das gewisse dinge besser werden, scheinen wir uns zurückzuentwickeln :(
    und trotzdem wird dann immer geredet, dass so ein mangel an gut ausgebildeten menschen herrscht, naja kein wunder.
     
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