Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Aus der Suchtforschung

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von GreenTara, 29. Juni 2004.

  1. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2003
    Beiträge:
    6.466
    Ort:
    Kassel
    Werbung:
    Da diverse Threads zum Thema Sucht oder suchtähnlichem Verhalten gestartet wurden, hier ein kurzer "Input" aus Sicht der Forschung:


    Quelle: Suchtforschung auf neuen Wegen, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Reihe BMBF PUBLIK, 2004
     
    Manouche gefällt das.
  2. Manouche

    Manouche Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Mai 2017
    Beiträge:
    15
    Ort:
    Stuttgart
    Dein Beitrag ist ja schon relativ alt, aber falls noch Interesse an dem Thema besteht können wir uns gern darüber austauschen.

    LG
     
  3. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2003
    Beiträge:
    6.466
    Ort:
    Kassel
    Hallo Manouche :)
    Das Feld ist groß, worüber genau möchtest du dich denn austauschen? Über den Begriff Sucht an sich, seine inflationäre Verwendung,die Diskriminierung, die damit einher geht, wenn eine Person als süchtig bezeichnet wird, wie ein Süchtiger mit seiner Sucht umgeht, etc.?

    Schöne Grüße
    Rita
     
  4. Manouche

    Manouche Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Mai 2017
    Beiträge:
    15
    Ort:
    Stuttgart
    Über den Begriff ansich, und über mögliche Therapieverfahren.
    Da ich selbst, und einige in meinem Umfeld „Betroffene“ sind, kann ich aus Erfahrung sagen, dass die üblichen Therapieformen, wenn überhaupt nur kurzfristig wirklich helfen.
    Eine der Gründe mag mitunter der sein, dass die Sucht als eine für sich "alleinstehende und unheilbare Krankheit" betrachtet und dem entsprechend behandelt wird, anstatt als Symptom.
    Nach Aussagen von Therapeuten,Beratern und Ärzten heißt es ja auch; Betroffene bleiben ein Leben lang süchtig.

    Meiner Meinung nach ist jede Form der Sucht eine Kompensation.
    Der Konsum/ die Zwangshandlung dient dazu das innere Gleichgewicht wieder her zu stellen.
    Dort wo im inneren ein Mangel herrscht, etwas fehlt, entsteht (meist unbewusst) der Wunsch danach.
    Deshalb denke ich, dass das Wort Sucht nicht der Oberbegriff aller Abhängigkeitsformen ist, sondern das Wort Sehnsucht.
    Sprachwissenschaftlich betrachtet ist das Wort -Sehnsucht-, ein "zusammen fügen' der beiden Wörter -Sehn- und -Sucht-.
    -Sehn-, kann entweder eine Ableitung des Substantivs die Sehne sein, welches ein Bindeglied beschreibt. Oder des Verbs sehnen das Ausdruck eines starken Wunsches ist.
    Ebenso verkörpert -Sucht- zweierlei. Nämlich das Nomen -die Sucht-, im Sinne von Abhängigkeit. Oder das Indikativ des Verbs suchen.

    In unserer Wissenschaftlich anerkannten Schulmedizin kann damit wenig angefangen werden. Anders dagegen sieht es in der Alternativmedizin aus.
    Dort geht man in vielen Behandlungsmethoden davon aus, dass der Natürliche/Gesunde Zustand des Menschen bedingt ist an die ausgewogenheit der beiden polaren Kräfte Yin&Yang (männlich/aktiv und weiblich/passiv)
    und die Trinität des Menschen im Sinne der Ganzheitlichkeit Körper,Seele und Geist.
    In der Spirituellen Psychotherapie wird seit einigen Jahren mit dem Konzept der Inneren Familie (innerer Vater/Mann, innere Mutter/Frau und das innere Kind) gearbeitet. Kennen wir ja zum Teil auch aus der Astrologie.
    Ich denke jede Art von Sucht ist die äusserliche Manifestation der inneren Suche nach einer fehlenden Yin oder Yang (anima&animus) Qualität und/oder Verbindung der beiden, die widerum ihren Ursprung in einem „gestörten“ Verhältnis der eigenen inneren Familie hat.

    Durch das Statement „Betroffene bleiben ein Leben lang süchtig“, wird ja klar dass „Betroffene ein leben lang suchende bleiben“
    Was völlig OK ist, solange die Suche des jeweiligen seine Funktion im System nicht beeinträchtigt und behindert.

    Lg
    Manouche
     
    sikrit68 gefällt das.
  5. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2003
    Beiträge:
    6.466
    Ort:
    Kassel
    Werbung:
    Hallo Manouche :)

    Ich kann aus Erfahrung sagen, dass übliche Therapieverfahren durchaus helfen können, und zwar sehr langfristig.

    Abhängigkeit wird auch in "üblichen Therapien" (welche sind gemeint?) als Symptom betrachtet bzw. als missglückter Versuch, ein gravierendes Problem zu lösen. Tatsächlich sind bestimmte Formen von Abhängigkeit tatsächlich "unheilbar" in dem Sinne, dass der Körper durch Veränderungen (bestimmte Rezeptoren) bei Zufuhr des Suchtmittels wieder reagiert und es deshalb sinnvoll ist, abstinent zu bleiben. Es ist einfach weniger kräfteraubend als zum Beispiel "kontrolliert" zu trinken. Bei anderen Formen der Abhängigkeit fährt man gut mit einem niedrig dosierten Ersatzmittel.

    Wie gesagt: Ein Versuch, ein Problem zu lösen, wobei die Lösung zum Problem wird.

    Das ist nicht auf die "spirituelle Psychotherapie" - was ist das überhaupt? - beschränkt, sondern wird auch in der "herkömmlichen Therapie" seit Jahrzehnten eingesetzt.

    Das ist aber nichts Astrologiespezifisches, sondern eher als Angebot im Rahmen einer Beratung bzw. eines Coachings auf der Basis des Horoskops zu verstehen und teilweise Auswuchs der sogenannten "psychologischen Astrologie" oder "astrologischen Psychologie". Leider.

    Genau das ist ganz häufig das Problem, das gelöst werden soll (mit einem untauglichen Mittel): Man versucht, in einem völlig absurden System (Wirtschaft, Gesellschaft, Herkunftsfamilie etc.) zu funktionieren bzw. seine Funktion zu erfüllen. Menschen sind aber keine Rädchen im Getriebe. Funktionieren wollen halte ich für kein geeignetes Therapieziel, im Gegenteil.

    Die Frage ist - wie bei jeder Therapie - was will derjenige, der dort Hilfe sucht: Will er/sie Symptomfreiheit oder will er gesunden? Wenn jemand gesunden will, ist es meistens recht wurscht, welche Therapie es denn nun genau ist, die zum Einsatz kommt - entscheidend ist die Motivation, leben zu wollen. In der Therapie gilt es, seinen "Werkzeugkoffer" für das Leben ohne Suchtmittel gut zu füllen und während und auch nach der Therapie zu lernen, je nach Situation und Umständen das entsprechende Werkzeug (eingeübte Verhaltensweisen im weitesten Sinne) vorzuholen.

    Schöne Grüße
    Rita
     

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden