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Aus dem Leben gerissen...

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von Engelelfe, 16. Dezember 2008.

  1. Engelelfe

    Engelelfe Mitglied

    Registriert seit:
    3. August 2007
    Beiträge:
    42
    Ort:
    bei Offenburg (BW)
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    Hallo ihr Lieben,

    ich muss mir das jetzt einfach mal von der Seele schreiben...

    Im April wurde bei meinem Schwiegervater durch "Zufall" ein Tumor in der Stirn festegestellt. Kirschkernklein, wohl gutartig, nicht ans Gehirn gewachsen und vermutlich dabei, sich zu verkapseln.
    Der Arzt hielt ihn für harmlos und riet, es bei dem Tumor zu belassen und halt halbjährlich per Kernspintomographie zu untersuchen, ob er wirklich nicht mehr wächst.

    Hätten wir nur darauf gehört... denn mein Schwiegervater holte sich eine zweite Meinung und die sprach sich für eine unbedingte Operation aus. "Lieber jetzt, wenn er noch klein ist... Nicht dass er doch wächst..."

    So entschied er sich also zu der OP. Sie sollte harmlos sein, eine "Routineoperation". Auch wenn ich nicht verstehe, dass Operationen, bei denen die halbe Schädeldecke geöffnet wird, als harmlos angepriesen werden.
    Zitat vom Arzt: "Die OP ist harmlos; kann höchstens passieren, dass sie nicht mehr aufwachen. Aber den Weg den sie heute auf sich genommen haben (50km Autobahn, viel Verkehr...) birgte ein größeres Risiko. Wird also schon gut gehen."

    Ja gesagt, getan. Die Op lief gut, aber er wachte nicht mehr auf. Zwei Tage kämpfte er ums Aufwachen, er bewegte sich immer mehr - doch kam nicht mehr zu sich. Auch ein 25-minütiger Reaminationsversuch brachte ihn nicht mehr zurück...

    Wir wissen nicht, was da schief geloffen ist und auch die Ärzte können es uns nicht erklären.

    Nun sitzten wir hier und warten. Doch worauf? Es ist jetzt ein Monat her. Es ist noch so unwirklich, man hat immer noch das Gefühl, er kommt bald zur Tür rein. Man möchte mit ihm reden über das was geschehen ist, eine andere Entscheidung treffen...

    Und ganz ehrlich, ich hab Angst vor Weihnachten. Ich weiß nicht, wie wir die Tage überstehen sollen.


    Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll... wir hatten noch so viel gemeinsame Pläne. Er hatte noch so viele Pläne.


    Es gibt Tage, an denen sage ich mir "wir haben jetzt einen Schutzengel mehr auf Erden" und ich "tröste" mich mit meinem Glauben, dass er in anderer Form weiter bei uns ist; aber dann gibt es auch Tage wo ich nur traurig bin, es begreifen will (und nicht kann) und einfach nicht mehr weiter weiß...
    Ich hab Angst vor dem Alleinsein, vor der Dunkelheit, hab manchmal Verfolgungswahn... und weiß mir einfach nicht zu helfen...
    Hinzu kommt dann halt brutale Angst vor dem Tod, mit der ich mich im Moment auseinandersetze. (Weil er nicht greifbar ist, nicht begreifbar, nicht fassbar...)


    Aber es tut gut, die Gedanken einfach mal runterzuschreiben...
     
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