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August

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Urajup, 25. August 2015.

  1. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. November 2004
    Beiträge:
    22.274
    Ort:
    Achtern Diek
    Werbung:
    Erich Kästner



    Der August

    Nun hebt das Jahr die Sense hoch
    und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
    Wer sät, muß mähen.
    Und wer mäht, muß säen.
    Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.

    Stockrosen stehen hinterm Zaun
    in ihren alten, brüchigseidnen Trachten.
    Die Sonnenblumen, üppig, blond und braun,
    mit Schleiern vorm Gesicht, schaun aus wie Frau'n,
    die eine Reise in die Hauptstadt machten.

    Wann reisten sie? Bei Tage kaum.
    Stets leuchteten sie golden am Stakete.
    Wann reisten sie? Vielleicht im Traum?
    Nachts, als der Duft vom Lindenbaum
    an ihnen abschiedssüß vorüberwehte?

    In Büchern liest man groß und breit,
    selbst das Unendliche sei nicht unendlich.
    Man dreht und wendet Raum und Zeit.
    Man ist gescheiter als gescheit, -
    das Unverständliche bleibt unverständlich.

    Ein Erntewagen schwankt durchs Feld.
    Im Garten riecht's nach Minze und Kamille.
    Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille.
    Wie klein ist heut die ganze Welt!
    Wie groß und grenzenlos ist die Idylle ...

    Nichts bleibt, mein Herz. Bald sagt der Tag Gutnacht.
    Sternschnuppen fallen dann, silbern und sacht,
    ins Irgendwo, wie Tränen ohne Trauer.
    Dann wünsche Deinen Wunsch, doch gib gut acht!
    Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.
     
  2. MelodiaDesenca

    MelodiaDesenca Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2013
    Beiträge:
    1.206
    Ort:
    Wien
    Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
    Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
    und auf den Fluren laß die Winde los.

    Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
    gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
    dränge sie zur Vollendung hin und jage
    die letzte Süße in den schweren Wein.

    Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
    Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
    wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
    und wird in den Alleen hin und her
    unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    (Rilke)
     
    Urajup, Colombi und übermütig gefällt das.
  3. Colombi

    Colombi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. November 2014
    Beiträge:
    10.564
    Bald ist nun September! :)
     
  4. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. November 2004
    Beiträge:
    22.274
    Ort:
    Achtern Diek

    SEPTEMBER

    Dalien und Astern taumeln sanft im lauen Wind
    September ist da, das schöne Kind.
    Die prunkvollen Rosen
    Immer noch schön

    Geruch von brennendem Holz
    Umgeben von allmählich schwindendem Grün
    Es riecht bereits nach Herbst und nach Vergänglichkeit
    Ich will es nicht wissen, für mich ist es noch nicht soweit.

    Noch liege ich im Garten, in meiner Idylle
    Noch umfliegt mich die Libelle.
    Silbrig , Flügel schlagend huscht sie herbei und wieder fort
    Zauberland September, du herrlicher Ort.

    (Verfasserin: Urajup)


    Lg
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. August 2015
    MelodiaDesenca und puenktchen gefällt das.
  5. Colombi

    Colombi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. November 2014
    Beiträge:
    10.564
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    Dann sollte auch dieses schöne und und wohlbekannte Gedicht nicht fehlen:

    Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
    Die Luft ist still, als atmete man kaum,
    Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
    Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.



    O stört sie nicht, die Feier der Natur!
    Dies ist die Lese, die sie selber hält,
    Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
    Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.


    Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863)
     
    MelodiaDesenca gefällt das.
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