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Augen schließen?

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von Era Vulgaris, 21. Dezember 2007.

  1. Era Vulgaris

    Era Vulgaris Guest

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    Ahoj.

    Ich meditiere noch nicht lange und habe mich gefragt, welchen Unterschied es macht, während der Meditation die Augen zu schließen oder offen zu lassen. Bei einem Freund sah ich mal, als er meditierte, dass er die Augen offen hatte. Er zählt seine Meditation zum Zen-Buddhismus. Ich hab das nun auch eine Weile so versucht und nach einiger Zeit wird es ziemlich anstrengend für meine Augen und ab und an muss ich blinzeln, was, glaube ich, meine Konzentration etwas beeinflusst. Ich hab daher meistens mit geschlossenen Augen meditiert. Andererseits merke ich jedoch durch das Fixieren auf einen bestimmten Punkt auf der Wand vor mir, dass ich nach der Meditation mich auf manche Punkte in meiner Umgebung besser konzentrieren kann. Zb während eines Gesprächs, wenn man jemand anderen in die Augen sieht - der Blick wird fester und konzentrierter.

    Also was ist "besser"? Und welche Unterschiede gibts da wirklich?
     
  2. Era Vulgaris

    Era Vulgaris Guest

    Übrigens würden mich Meinungen interessieren, ob man sagen kann, dass Leute gibt, für die Meditation nicht empfehlenswert ist - aus welchen Gründen auch immer. Oder ob man Meditation uneneingeschränkt jedem Menschen empfehlen kann, um seine Lebensqualität zu steigern. Ich hatte schon etwas Erfahrung mit Psychedelika und möchte irgendwie gerne dieses Gefühl auf dem "Höhepunkt" nach dem Ego-Tod etwas stärker in mir konservieren bzw. die Möglichkeit haben mir die Erkenntnisse auf natürliche Weise in Erinnerung zu rufen und Teil meines " alltäglichen Bewusstseins " werden zu lassen.

    Aber irgendwie denke ich, dass es auch schädlich für das gesellschaftliche Dasein sein kann, wenn man zu viel "Wahrheit" auf spirituellem Weg in sich aufnimmt und dann erkennt, wie sinnlos das Treiben der Menschen um einen herum ist und der ganze Konkurrenzkampf von Leuten, die weniger Einsicht in das "Wirken Gottes" (mir fällt nichts besseres ein) haben und man sich doch täglich mit ihnen auseinandersetzen muss. Wäre Meditation wirklich hilfreich für jemanden, der eigentlich keine Probleme hat, diesen Konkurrenzkampf und dieses alltägliche Treiben als ausgeglichene Persönlichkeit ohne Meditation durchzustehen, wenn er durch diese erstmal einen Leidensweg von "Erkennen" gehen muss und sich während dieser Zeit von den Leuten aus seinem Umfeld unverstanden fühlt?
     
  3. Sirine

    Sirine Neues Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2007
    Beiträge:
    10
    Ort:
    1220 Wien
    Hallo Era Vulgaris,
    Keine Angst, je erfahrener Du durchs meditieren wirst, desto mehr mitgefühl für Deine Mitmenschen entwickelst Du. Es geht ja beim meditieren auch darum nicht zu werten! d.h. Du findest die Menschen so wie sie sind gut, weil es eben ein Teil der Welt ist, so wie sie ist.
    Du betrachtest alles gleich-gültig, d.h. alles hat den gleichen Wert. Es betrifft Dich und Deine Entwicklung nicht, was andere Menschen denken, tun oder wichtig finden. Lass sie, es ist ihr Leben und es ist für sie gut.
    Alles was für dich zählen kann ist Dein Leben und ob Du es so lebst, wie es sich für Dich gut anfühlt.

    alles Liebe
    Sirine
     
  4. Era Vulgaris

    Era Vulgaris Guest

    Gut, Mitgefühl und allgemeine Akzeptanz für meine Mitmenschen entwickeln und sie als Teil der Welt begreifen, der seine Daseinsberechtigung hat, funktioniert auch ohne Meditation.

    Es betrifft mich insofern, als das Unverständnis der Leute für das Bewusstsein eines "spirituellen Menschen" zu Konflikten durch die Eingliederung in das gesellschaftliche Leben führen kann. In der Meditation möchte man seinen Geist befreien, je länger man sie praktiziert, desto stärker verändert sich das Weltbild. Und genau diese "Verunreinigungen", die man aus dem Bewusstsein löschen möchte, kehren durch die Interaktion in den Uni/Berufs- Alltag zB wieder ein. Es geht mir nicht darum, über die Werte oder Einstellungen anderer Leute und deren Einflsuss auf mich zu reflektieren, sondern um den Konflikt zwischen Bewusstseinsreinigung und den daraus resultierenden veränderten Umständen in der Bewältigung alltäglicher Pflichten, die evtl. besser zu bewältigen wären als Mensch ohne spirituellem Bewusstsein.

    Also wenn es sich ohne spiritueller Erleuchtung gut anfühlt, entgeht mir dabei nichts. Kein "höheres Ziel", keine "Aufwertung" meines Wohlbefindens.
     
  5. Aimitzu

    Aimitzu Mitglied

    Registriert seit:
    22. November 2004
    Beiträge:
    282
    Hör einfach auf zu Analysieren und sei du selbst.

    Alles was du tust in richtung Meditation kann zu erfolg führen. Du musst es nur TUN.

    Augen zu oder offen ? Lotus oder nur halber? Schwebend oder sitzend?
    Alles unwichtig sei du selbst ohne dein Wirwarr im Kopf dann klappts auch mim Meditieren.

    Techniken sind nur dazu da um dir einen Weg zu zeigen der Weg ist jedoch bei allen derselbe.

    "Gut, Mitgefühl und allgemeine Akzeptanz für meine Mitmenschen entwickeln und sie als Teil der Welt begreifen, der seine Daseinsberechtigung hat, funktioniert auch ohne Meditation."

    Dein Mitgefühl und deine Aktzeptanz enden jedoch irgendwo. (Oder lässt du zu deiner/m Freundin/Freund etwas durch dritte zustößt?)
    Einen wahren Yogi stört all so etwas nichtmehr. Es ist die Qualität der Liebe die den unterschied zwischen Yogi und "Normalo" ausmacht. Davon sind wir wohl alle ganz weit entfernt :)
    Streben kann man trotzdem

    Es betrifft mich insofern, als das Unverständnis der Leute für das Bewusstsein eines "spirituellen Menschen" zu Konflikten durch die Eingliederung in das gesellschaftliche Leben führen kann. In der Meditation möchte man seinen Geist befreien, je länger man sie praktiziert, desto stärker verändert sich das Weltbild. Und genau diese "Verunreinigungen", die man aus dem Bewusstsein löschen möchte, kehren durch die Interaktion in den Uni/Berufs- Alltag zB wieder ein. Es geht mir nicht darum, über die Werte oder Einstellungen anderer Leute und deren Einflsuss auf mich zu reflektieren, sondern um den Konflikt zwischen Bewusstseinsreinigung und den daraus resultierenden veränderten Umständen in der Bewältigung alltäglicher Pflichten, die evtl. besser zu bewältigen wären als Mensch ohne spirituellem Bewusstsein.


    Es ist fast unmöglich ein WIRKLICH Spirituelles Leben zu führen in unserer (Westlichen) Welt. Wenn du das brauchst zieh in den Wald und werde eins mit der Natur :weihna1

    Alles was für dich zählen kann ist Dein Leben und ob Du es so lebst, wie es sich für Dich gut anfühlt.
    Also wenn es sich ohne spiritueller Erleuchtung gut anfühlt, entgeht mir dabei nichts. Kein "höheres Ziel", keine "Aufwertung" meines Wohlbefindens.


    Weist du genau ob dir etwas entgehen würde? Kannst du erst wissen wenn du "Erleuchtet" bist. Dann interessierts dich glaube ich auch nemmer :nudelwalk
     
  6. Flori

    Flori Guest

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    Hallo Era Vulgaris
    Beim Zazen, was du Zen Meditation nennst, ist die Körperhaltung nach den meisten Traditionen als sehr wichtig für wahres Zazen übermittelt. Die Augen gehören da auch dazu. Sie sollten leicht geöffnet sein nach unten gerichtet, nichts fixierend. Zazen ist allerdings auch nicht mit herkömmlichen Meditation gleichzusetzen. Die offeen Augen beim Zazen sollen ein zerstreuen, abschweifen des geistes verhindern. Beim Zazen geht es darum zum Augenblick, zum nur Sein, zum ursprünlichem natürlichem Zustand, zum Körper zu erwachen.
    In den anderen meditationen geht es häufig darum über diesen Körper hinter sich zu lassen, transzendent zu werden, und bei manchen auch um Visualitionen. dabei hilft es, zumindest mir, die Augen zu schließen. Zazen heißt ja "Sitzen in Versunkenheit/Konzantration", in der Meditation dagegen zieht man ja seine Sinne von der Außenwelt ab und richtet sie nach innen.

    Das ist der Weg des Yogis. Es gibt aber auch spirituelle Schulen die ein leben in der Gesellschaft lehren, wie z.b. der Sufismus.
    Es ist schwerer, aber es ist auch die beste medthode Verantwortung zu übernehmen. Es gibt z.b. die Prinzipien der Naqshbandyya bei denen unter anderem auch gelehrt wird zu lernen bei den mensch zu sein und gleichzieitig bei Gott. "Einsamkeit in der Menge".
    Ich denke durch den spirituellen Weg bekommt auch eine ganz andere Sicht auf die Welt. Lernt vielleicht die Wahrheit hinter dem Offensichtlichen zu sehen. Man lernt die Kräfte hinter der Welt kennen und vielleicht auch wie man sich ihnen entziehen kann ohne physich zu flüchten.Ich denke das ist ein wandeln auf Messers Schneide.
    ich denke also, dass man lernen muss diese Wahrheit in den Alltag zu bringen und die richtige harmonie zu finden. Aber es geht da ja um etwas was über uns selbst geht, Bequemlichkeit zählt da nicht.
    liebe Grüße, Flo
     
  7. Deus

    Deus Mitglied

    Registriert seit:
    16. Dezember 2007
    Beiträge:
    97
    Ort:
    Basel
    Nunja, es gibt ja verschiedene Arten zu meditieren. Ich geh in mich, versuche mich auf mein Unterbewusstsein zu konzentrieren... so tief in mein Inneres zu gelangen, das ich die reine Präsenz meiner fühle. So weit, bis es nur noch dunkel, und die Musik und der Geruch fern ist.

    Wichtig für mich ist dabei, mich von der Aussenwelt 'abzukoppeln'. Das geht durch Ablenkung der Sinne. Musik um die Umwelt nicht zu hören, räuchern um nichts zu riechen, Augen schliessen, um nicht abgelenkt zu werden.

    Um mich etwas zu 'Outen' erde ich nach dem Schamanismus... dazu geht man am aller besten in den Wald, sitzt am Boden. Wie du dann dort verfährst ist deine sache...

    Grüsse, Deus
     
  8. TopperHarley

    TopperHarley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2005
    Beiträge:
    3.809
    Ort:
    Linz
    Wie es ja aus deinen Sätzen hervorgeht kommt es bei der Meditation auf Konzentration an. Ich meine, dass es helfen kann, wenn man sich vorher auf einen Punkt, der vor einem liegt, mit offenen Augen konzentriert ... als Vorbereitung sozusagen. Du sagst ja selber, dass du dadurch in der Lage bist, die Aufmerksamkeit nach vorne zu richten.

    Letztlich müssen wir aber möglicherweise blinzeln oder irgend etwas bewegt sich im Raum bzw. unsere Gedanken drehen sich um einen Gegenstand, den wir sehen ... und das lenkt uns eben ab. Wir sind sehr leicht ablenkbar und deswegen schließt man bei der Meditation am besten die Augen. Ein "Profi", und davon gibt es nicht allzu viele, kann sogar bei geöffneten Augen meditieren. Du könntest vor ihm auf und ab tanzen und er würde es nicht mitbekommen, weil seine Aufmerksamkeit nach innen gerichtet ist ... dorthin wo sich die Bühne des Lebens ausdehnt. Wir können unser Bewusstsein nur an eine Stelle fokussieren ... und derzeit laufen fast 100 % über die 5 Sinne des Körpers in die äußere Welt.

    Meditation war schon immer das Mittel alle Bewusstseinsströme zu bündeln und nach innen zu richten, weil es eben mehr gibt als nur diese äußere Welt und den Körper.

    lg
    Topper
     
  9. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Wie gesagt wurde, ist beim Zazen die korrekte Sitzhaltung sehr wichtig, wahrscheinlich wichtiger als bei den meisten anderen Schulen. (Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Zen de facto keine konkrete Schulung im Beherrschen der subtilen Körperenergien bietet, sondern dies implizit durch die Anwendung einer korrekten Sitzhaltung sicherstellt.)

    Ob du die Augen geöffnet haben willst oder nicht, das hängt ab davon, was du genau tun willst. Oder was die Idee ist, mittels welcher du meditierst. Dass Meditation sich auf Konzentration abstützt oder damit gleichbedeutend ist, ist nicht ganz richtig. Die beiden Säulen der Meditationstechnik sind:
    1. Konzentration (fokussierend, aktiv ausschliessend),
    2. Aufmerksamkeit (nicht fokussierend, passiv einschliessend).
    (Jede Kombination in der Gewichtung der beiden ist möglich.) Die beiden Säulen sind nicht gleich und auch nicht aufeinander reduzierbar, und man begegnet immer wieder Leuten, die den Unterschied zwischen den beiden nicht kennen. Beispielsweise ist, entgegen der Behauptungen in diesem Thread, im Zen der Aufmerksamkeitsaspekt weitaus wichtiger als der Konzentrationsaspekt (es sei denn, es wird mit einem Koan gearbeitet).

    Nicht zu blinzeln und/oder auf einen Punkt zu starren ist eindeutig eine Technik, die fast ausschliesslich die Konzentration fördert, nicht jedoch die Aufmerksamkeit.

    Eine kurze Zusammenfassung:
    Geöffnete Augen haben folgende Vorteile:
    1. Es besteht eine aktive Verbindung der Innen- und Aussenwelt. Die Schnittstelle zwischen innen und aussen wird betont. Das wirkt erdend.
    Nachteile von geöffneten Augen:
    1. Ereignisse in der äusseren Welt können ablenkend wirken.

    Geschlossene Augen haben folgende Vorteile:
    1. Alle Meditationstechniken, die hauptsächlich mit der Innenwelt arbeiten, wie z.B. Visualisationen, fallen leichter.
    2. Eine Entspannung - falls als Meditationsziel gewünscht - fällt vermutlich leichter.
    Geschlossene Augen haben folgende Nachteile:
    1. Gefahr des Einschlafens grösser.

    Und so weiter. Die Listen könnte man erweitern.

    Jetzt ist die Frage: Was möchtest du denn nun eigentlich tun?
     
  10. hman

    hman Mitglied

    Registriert seit:
    16. Januar 2008
    Beiträge:
    33
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    Also ich lass immer die Augen halb offen, sodass meine Sicht leicht verschwimmt. Ist glaube ich ein guter Kompromiss. Bei geschlossenen Augen ist halt meiner Meinung nach die Gefahr da, dass man schläfrig wird oder kurzweilig sogar ganz wegpennt. Bei Zen ist es üblich, dass die Augen offen bleiben und einen Punkt im Raum fixieren aber ich denke im Endeffekt muss jeder selber herausfinden, was für ihn die beste Methode ist.
     
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