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Aufstand des Gewissens

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Allegrah, 16. Juni 2006.

  1. Allegrah

    Allegrah Guest

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    Namaste!

    Ein Thema, das mich schon seit einiger Zeit bewegt und heute von Hr. Jean Ziegler, Un-Berichterstatter für das Recht auf Nahrung und Autor von „Imperium der Schande“, in der Sendung Punkt X/Spiegel TV um 23 Uhr kommentiert wurde: „Aufstand des Gewissens.“ gegen Hunger und Not auf der Welt trotz doppeltem Reichtum auf der gegenüberliegenden Seite.

    Fand ich höchst interessant und sehr wahr gesprochen. Seit vielen Jahren befasse ich mich mit dem Elend der Kinder auf der Welt.

    Treffend hat Hr. Ziegler in diesem Zusammenhang Immanuel Kant zitiert:

    Es möge so sein, dass wir alle gleichviel haben. :liebe1:
    In diesem Sinne Herr Ziegler. :)

    Ich bin für satte, gesunde und glückliche Menschen auf der Welt und zwar für alle!

    Wie denkt ihr darüber?
     
  2. RitaMaria

    RitaMaria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2004
    Beiträge:
    3.876
    Ort:
    Am Rhein
    Du wirst hier - und bei 99% der restlichen Menschheit kaum jemand finden, der das anders sieht..

    1% reicht aus. Das Prozent, das an der Macht sitzt, Lebensmittel lieber vernichtet, damit die Preise stabil bleiben, anstelle jedem Flieger, der sowieso in Hungerländer geht, bis an die Gewichtsgrenze die Lebensmittel mitzugeben, die hier "zuviel" sind..

    ähh..sind sie zu viel? Wir haben auch hier die "Tafeln" erfinden müssen, damit auch die noch satt werden, die sich auch die normalen Discounterpreise nicht mehr leisten können.
    Auch hier sind wir mittlerweile da angekommen, dass Oma Krüssmann sich überlegen muss, ob sie ihre letzten 10Euros in die Arztpraxis trägt oder Lebensmittel kauft - und beides geht nicht..

    Ich wunder mich auch hier, dass bei den neuen Sparplänen der Regierung nicht auf ein Aufschrei des Entrüstens durch das Volk geht.. dass der zunehmende Griff in die Taschen der Bürger, der so manche in absolut lebensbedrohliche Situationen bringt, irgendwie geschluckt wird, weil man ja gegen " die da oben " so machtlos ist..

    Wir müssen nicht ins Ausland, um Not zu lindern. Aber wir schweigen ja hier schon und gucken weg:escape:

    Gruß von Rita
     
  3. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2006
    Beiträge:
    6.014
    Ort:
    im Wald
    Fragt sich nur wie lange noch. Kein Staat kann seine Bürger ohne Reaktion ewig ausbeuten. Es sei denn, er verwendet Gewalt und damit produziert er dann selbst die ersten Rebellen.
    :zauberer1
     
  4. Allegrah

    Allegrah Guest

    Stimmt.

    Armut ist in gewisser Hinsicht ansteckend, Rita.

    Es sind nur "die da unten", die Ländergrenzen sehen, weil sie ihre Existenz von denen, die so sind wie sie und jenseits der Grenze leben, bedroht sehen.

    "Die da oben" schert es kaum die Bohne, wo die Not am Größten ist.
    Denn wo die Not am Größten ist, dort bauen sie ihre Produktionsstätten hin, die sie nicht durch EDV bzw. Roboter betreiben können. Es geht schlicht und einfach nur ums Profit.
    Wobei die kleinen Fischchen unten sich ruhig um die Krümel prügeln dürfen, die sie unters arme Volk streuen.
    => Darum gehts. Und genau darum siehts auch von Jahr zu Jahr auch in unserem Lande ein wenig ärmlicher aus.
    Denn: Wo die Güterpreise hoch liegen, dort werden nach der goldenen ökonomischen Regel, die Ausgaben dafür so gering wie möglich gehalten. Was unweigerlich zu einem gesteigerten Gewinn führen muss.
    Was mit den dabei wegrationalisierten Arbeitsplätzen wird, ist absolut uninteressant für den Produzenten. Wichtig ist in erster HInsicht, dass sein (Anlage-) Kapital steigt.


    Entrüstet sind die Menschen schon, sie lassen es nur falschen Orts ab. Meist ist das auch so gewollt und gelenkt.

    Um es mal anders auszudrücken: "Das Dach eines Hauses, wird durch die Wände und Fundament gehalten."

    Das ist ein Trugschluss. Alle Länder befinden sich in einem wirtschaftlichen Geflecht. Geht das Eine den Bach runter, so greifen die Folgen auf die Anderen über.
    Dabei ändert sich bei denen "da oben" nichts. Im Gegenteil! Sie erleben dadurch noch mal eine Profitsteigerung.
    Die "da unten" trifft es immer.

    D.h., wenn z. B. in Afrika der Hunger ausbricht, laufen die Produzenten runter und produzieren dort, weil der Hungernde kaum eine Wahl hat, als für einen Hungerlohn zu arbeiten. Im Gegenzug tritt dann bei uns Verarmung ein, weil die Arbeitsplätze an den Hungernden für ein Hungerlohn vergeben wurden und die Arbeitslosigkeit bei uns steigt. So einfach ist das.

    Ist der Hungernde dadurch reicher geworden? Nein.
    Haben wir dadurch mehr bzw. die gleichen Arbeitsplätze? Nein.
    Bekommt der Produzent nun mehr Gewinn? Aber ja doch. :weihna1
    => so siehts aus!

    Und: Hast du schon mal ein Waisenkind bei uns gesehen, das Brot stehlen musste und vor Hunger in eine Straßengang flüchtete, die stehlen, um nicht zu verhungern und daher von Armee und Polizei mit Maschinengewehren gejagt und auf sie, mit der Absicht zur Tötung, geschössen wurden???
    Du wirst staunen...aber sowas gibt es auf der Welt (Brasilien). Im Gegenzug sind die Wohlhabenden um ihr Vermögen und 2. Auto besorgt. Entsetzlich!
     
  5. Allegrah

    Allegrah Guest

    .
    .

    Interview mit Herrn Jean Ziegler: "Diese Weltordnung tötet."

    .
    .
     
  6. Der_Narr

    Der_Narr Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2005
    Beiträge:
    2.392
    Ort:
    Bergisches-Land
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    Der Staat ist doch nichts was ausserhalb der Bürger steht.
    Alle Bürger und somit die Gesellschaft bilden den Staat.
    Im Prinzip bedeutet dies,dass die Bürger sich selber ausbeuten.
    Was du vielleicht als Staat ansiehst,ist nichts anderes als ein Verwaltungsapparat.Und dieser Verwaltungsapparat verteilt die Gelder die anhand von Steuern aufgebracht werden.
    Ob diese Gelder gerecht verteilt werden,darüber lässt sich sicherlich streiten/diskutieren.
    Ausbeuten kann man nur einen Menschen der etwas besitzt,oder etwas leistet.
    Die Arbeitsleistung kann z.B. ausgebeutet werden.

    In diesem Staat/Gesellschaft gibt es Bürger die etwas einbringen,und es gibt Bürger die empfangen.
    Ausbeuten kann der Staat nur den,der etwas einbringt,niemals dem der empfängt.
    Der Staat kann dem Bürger der empfängt etwas kürzen,aber niemals ausbeuten.
    Ausgebeutet wird der jenige,der etwas einbringt.

    Grüsse vom Narren
     
  7. Allegrah

    Allegrah Guest

    Sicherlich hast du recht: Nur der, der Einbringt, kann ausgebeutet werden.

    Es müssen aber auch reichlich Arbeitsplätze vorhanden sein, damit alle "einbringen" können.
    Wenn Menschen Jahre lang keine Arbeit bekommen, dann ist es für sie nicht möglich was einzubringen. Was sollen sie in diesem Fall machen? Verhungern?

    In DE zahlen wir alle Sozialbeiträge. Diese werden als Rückversicherung für eben die Zeiten eingezahlt, in denen der Mensch nicht in der Lage ist was einzubringen. Die Leistungen, die aber zu den unglücklichen Zeiten eigentlich für den Lebensunterhalt reichen sollten, oder überhaupt bezahlt werden sollten, werden von Jahr zu Jahr gekürzt (Hartz IV, usw.).
    Das ist auch eine Art Ausbeutung, da der, der eingezahlt hat, plötzlich im Regen steht, was ja nicht im Sinne des Erfinders war.

    (ähm sorry...ich habe mich mal dazwischengedrängelt.)
     
  8. Der_Narr

    Der_Narr Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    2.392
    Ort:
    Bergisches-Land
    @*J*D*
    Ich hoffe dass wir nicht wieder im Streit landen.
    So hänge ich mich mal ganz vorsichtig aus dem Fenster.

    Es gibt schlechtbezahlte Arbeitsplätze die niemand haben will wegen 100 € mehr.

    Wir sollten nicht so naiv sein zu glauben dass alle Menschen arbeiten wollen,wenn man sie nur liesse.

    Wofür gibt es denn die Tafel?
    (Das ist nicht zynisch gemeint sondern ernst!Weil die Lage ernst ist!)

    Wenn es so wäre,wären die Kassen voll und nicht leer.

    Das kreide ich HarzIV an,weil nach einem Jahr arbeitslosigkeit der Arbeitslose in HarzIV fällt.Somit wird wieder ein Leistungsträger bestraft/ausgebeutet.

    Dies trifft aber nicht auf Langzeitarbeitslose zu.

    Grüsse vom Narren
     
  9. Allegrah

    Allegrah Guest

    Darüber werden wir sicherlich nicht streiten. Sicher gibt es Solche. Sie sprechen es sogar vor laufender Kamera im TV frei von der Seele wech. :escape:

    Man muss sich aber auch fragen, warum diese Jobs so miserabel bezahlt werden? Harte Arbeit für ein paar Groschen ist Ausbeutung.

    Habe ich das irgend wo behauptet?
    Was denkst du warum es Ausbeutung gibt?
    Damit die, die Ausbeuten, kaum bis garnicht arbeiten brauchen! *hehe*


    Die gibt es in Europa, was ich auch sehr human finde.
    Doch lies das Interview mit Herrn Ziegler. Wo anders treffen Menschen wohl kaum auf so viel Humanität. Jährlich sterben Mio. von Menschen an Hunger, während andere in saus und braus leben.

    Die Kassen haben wohl irgend wo ein Leck.

    Du kannst ja auf deine eingezahlten Beiträge gerne verzichten, wenn du so spendabel bist und meinst, man soll einzahlen aber in schlechten Zeiten nicht verlangen. ;)

    Das ist halt das Problem, weswegen wir beide uns gelegentlich auch mal streiten: "Du hast so viele Vorurteile."
    Wenn 5 Menschen aus einer Menge eine bestimmte Einstellung haben, dann repräsentieren diese nicht die ganze Clicke.
     
  10. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
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    Ich wollte Euch gerne auf den Thread "(R)evolution des menschlichen Geistes" aufmerksam machen, den ich unter "Allgemeine Diskussionen" ins Forum gestellt habe. Der Thread über die Technologie des Dimensionssprungs ist in dem Zusammenhang auch interessant, aber da muß ich erst schauen, ob sich beides durch die Entwicklung der Threads auch in die gleiche Richtung entwickeln wird.

    Liebe grüßt, Christian
     
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