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Astrologie, wahr oder unwahr??

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Caressa, 22. Juli 2007.

  1. Caressa

    Caressa Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2007
    Beiträge:
    439
    Ort:
    ·٠•♥·٠•♥·&#
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    Hallo!
    ich war jetzt bei einer astrologischen Beratung.
    Es war sehr nett und es hat auch vieles auf mich zugetroffen.

    Doch was ich nicht verstehe. Wir alle haben doch eine Schöpferkraft. Wonach wir die Gedanken ausrichten, das werden wir auch anziehen. Was hilft dann die Astrologie?
    Und was wenn mir ein Astrologe sagt, dass mein kommendes Jahr mit Schwierigkeiten verbunden sein wird? Mit was für einer Einstellung gehe ich denn dann ins neue Jahr?

    Und was nützt dann die eigene Gedankenkraft wenn wir von den Sternen beeinflusst werden?

    Wer hat mit Astrologen Erfahrungen?

    LG, Ca
     
  2. hi2u

    hi2u Neues Mitglied

    Registriert seit:
    10. Februar 2007
    Beiträge:
    2.372
    Ort:
    hart an der Grenze
    Hi, Caressa!

    Zuerst einmal beeinflussen die Sterne nix und niemanden. Die sind nur wie eine große Bahnhofsuhr -- wenn ich da drauf schaue, kann ich dir sagen, dass du große Schwierigkeiten haben wirst, den 18:25 nach Berlin zu kriegen. Weil ich weiß, dass die Uhr 18:23 zeigt und der Bahnsteig 22 zwei Treppen und 400 Meter entfernt ist.

    Aber auch, wenn wir nun diesen einfachen Sachverhalt gegen einen komplexen tauschen: im Herzen bleiben wir immer die selben. Es gibt niemanden, der sein Leben von Grund auf wandeln könnte -- deine Anlage schleppst du immer mit. Das beinhaltet aber auch schon die Gedanken, die du überhaupt denken kannst. Es mag in einer Situation 48 mögliche Auflösungen geben, aber du findest davon nur 20 -- die anderen 28 entsprechen nicht deiner Art zu denken, also sind das objektiv mögliche, für dich aber im wahrsten Sinn des Wortes uneinsichtige Wege.

    Das mit der Prophezeiung, es wäre nächstes Jahr mit Schwierigkeiten zu rechnen -- nun, wann wäre das nicht der Fall? Du könntest ja dem Sterndeuter mitteilen, dass du nur die "good news" willst und einäugig ins nächst Jahr gehen -- aber wieso gehst du dann überhaupt zum Sternenfuzzi?

    Mit der Zukunft haben viele ein Problem, es ist auch auf den ersten Blick wenig lustig zu wissen, dass man schnurstracks auf ein Gewitter zusteuert, wo man sich doch so an der Sonne freut. Ich habe da weniger Hemmungen -- ich freue mich dann halt ein bisschen mehr an der Sonne und packe auch gleich den Regenschirm ein... Und im Gewitter weiß ich, dass es nicht der Weltuntergang ist, sondern nur ein Gewitter, das sich schon bald verzieht.

    Richtig benutzt, verschafft mir die Prognose einen Vorteil, weil ich die verschiedenen Zeitqualitäten besser einschätzen und nutzen kann. Prognose findet ja überall und immer statt, je vorhersagbarer etwas ist, desto mehr Vertrauen wird dem geschenkt. Das ist nicht nur bei der Wetterprognose der Fall, das gilt auch für Landkarten, die mir z.B. eine enge und steil steigende Straße ankündigen. Das sind auch die Fahrpläne, Stundenpläne und Kalender, die jeder benutzt. Astrologie bedient sich eines "übergeordneten" Kalenders, der sich aber in Symbolen äußert, die erst gedeutet werden wollen.

    Dabei schleichen sich dann alle Fehler ein: Der Sterndeuter kann zuwenig Erfahrung haben, er kann etwas übersehen, es kann die Art, wie er sich ausdrückt, ungeschickt sein, es kann schwierig für dich sein, zu verstehen, was dir vorausgesagt wird -- aus all dem fast wie ein kleines Wunder, dass dann doch ab und an etwas so eintrifft, wie es prognostiziert wurde, nicht?

    Das alles ändert aber nichts an der "Wahrheit" der Astrologie oder besser ihres Mediums, des Laufs der Sterne. Der Astrologe kann prognostisch irren, metagnostisch (im Nachhinein) sind aber immer alle Einflüsse minutengenau im Horoskop zu finden. Wie bei der obigen Bahnhofsuhr: wie wahr ist die denn? Meine Aussage, du würdest Schwierigkeiten beim Erreichen deines Zuges haben, hat mit der angezeigten Zeit nur mittelbar zu tun, und nur weil ich nicht weiß, dass du Weltmeister im 400 Meter Lauf bist, liegt die Anzeige der Uhr trotzdem nicht falsch...

    Damit einen schönen Abend noch.


    P.S.:
    Die Meteorologie ist eine anerkannte Wissenschaft und hat eine Trefferquote von etwa 80% bei ihren kurzfristigen (3-5 Tage) Voraussagen. Die Astrologie ist seit der Aufklärung nur noch als Scharlatanerie anerkannt, also besteht objektiv doch gar kein Grund, deren langfristigen Prognosen zu trauen, oder?
     
  3. blackandblue

    blackandblue Guest

  4. Solana

    Solana Mitglied

    Registriert seit:
    7. Oktober 2006
    Beiträge:
    59
    Ort:
    Bielefeld
    Ich finde, Astrologie ist nicht dazu da, um Prognosen zu machen - jedenfalls nicht generell "... nächstes Jahr ist mit Schwierigkeiten zu rechnen..." oder ähnlich. Wozu sie sich gut eignet, ist, wenn man ein bestimmtes Vorhaben angehen will, zu schauen, ob die entsprechende "kosmische Resonanz" da ist bzw. wie ich es am besten angehe, um der Qualität der Zeit zu entsprechen.
    Und, liebe Caressa, Du hast ganz Recht: Du schaffst Dein Schicksal durch Deine innere Haltung, mit der Du durch's Leben gehst. Und im übrigen habe ich schon einige Male erlebt, dass sogenannte "schwierige" Konstellationen überhaupt keine Schwierigkeiten im Leben des Betroffenen mit sich brachten, weil dieser einfach am richtige Weg war...
     
  5. Chimba

    Chimba Guest

    Hi Caressa :)

    mit der selben Einstellung, mit der Du in alle Jahre gehst. Es gibt kein Jahr, wo nicht mit Schwierigkeiten zu rechnen ist.

    Es ist so, wie es hi2u beschrieben hat: die Sterne sind eine große Bahnhofsuhr - sie zeigen eine Zeitqualität an, sie tun aber nichts.
    Es ist auch nicht jeder für jedes Thema resonant, und es ist auch nicht jedes Thema für jeden gleich anspruchsvoll.

    Mit deinen Gedanken kannst Du natürlich alles machen wie bisher - der einzige Haken: deine Gedanken sind eventuell schon mal beeinflusst, wenn Du aus prognostischen Motiven bei einem Astrologen warst.

    "Self-fullfilling prophecy" ist der Haken an der Sache. Deswegen ist ja immer die Gretchenfrage, ob man Prognose wirklich möchte. Denn selbst, wenn ein schwierigeres Thema angezeigt sein sollte, heisst das ja noch immer nicht, dass Du es nicht erfolgreich bewältigen kannst bzw was dabei letztendlich herauskommt. :)
    Gedanklich bist Du weiterhin frei, wenn Du frei sein kannst im Kopfe und hast somit alle Gestaltungskraft, wie immer. :)

    Grundsätzlich wäre ich bei der Wahl des Astrologen meines Vertrauens sehr sehr vorsichtig. Der Schuss kann nämlich ganz schön nach hinten losgehen.
    Und es ist eben "die Kunst der Sterndeutung" und gerade die Prognose besonders heikel, und auch die Übermittlung eben dieser ist in Wahrheit eine Kunst. :) Nicht alle, die sich in der Kunst der Sterndeutung üben, sind auch wirklich "Künstler".

    Liebe Grüße,
    Chimba
     
  6. Gabi0405

    Gabi0405 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. Mai 2007
    Beiträge:
    11.052
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    Hallo hi2u,

    danke für diesen klasse Beitrag. Der ist von A-Z stimmig und einleuchend.

    :welle:

    Gabi
     
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