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Astrologie und die Langeweile danach

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Hurz, 23. Mai 2007.

  1. Hurz

    Hurz Mitglied

    Registriert seit:
    25. Februar 2007
    Beiträge:
    43
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    Liebe Foris und Mitleser




    Vorab kurz zu meiner Person:

    Mein Name ist ***a**, ich bin ein Mann, nach meinem Horoskop sogar ein Widderle mit Aszendent Gemini, an welchem mein Mars, ein SEXtil zu meinem Merkur bildend, steht.

    Ich leide unter einer Smilieallergie.

    Seit 2001 läuft der Ur-anus, welcher mein Herrscher von Haus 10 und Haus 11 ist, bei mir durch das 11. Haus, was mir manchmal arges Kopfweh bereitet... bitte akzeptiert das als Entschuldigung für eventuellen Schwachsinn, den ich hier von mir gebe.

    Aber genug der Beschreibung, zur Veranschaulichung des Ganzen hier der entsprechende Horoskopabschnitt.





    Ich werde im Folgenden möglichst kurz schildern, wie ich die Astrologie durchgenommen habe und wie ich zu meiner Schlußfolgerung, dass diese langweilig sei, gekommen bin.

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.



    WICHTIG: DEN FOLGENDEN TEXT HÄTTE ICH UNGEFÄHR SO AUCH VOR DREI JAHREN SCHREIBEN KÖNNEN!




    So fings an...


    September 2001: Ich war 12,452055 Jahre alt, als ich mir an einem Altbuchverkaufsstand ein halb eingerissenes Buch über Sternzeichen herausgriff, welches ich, um meine Neugier zu befriedigen, für die eine Mark, die ich damals gerade übrig hatte, sogleich kaufte und daheim las.
    Es war ganz amüsant geschrieben und enthielt dennoch einige verblüffend zutreffende Aussagen. Meinen Bekannten, die auch gerne darin schmökerten, lieh ich es auf eigene Anfrage hin aus. Ich las noch ein Buch über chinesische Sternzeichen, betrachtete das Ganze jedoch mehr als interessante Spielerei.



    September 2003: Zwei Jahre später, wiederum im September, stieß ich auf ein Buch über die 1000 Prophezeiungen eines anerkannten Arztes aus dem 16. Jahrhundert, genannt Nostradamus, welche sich mit der Weltgeschichte, mit der allgemeinen Zukunft der Menschheit befassten. Dieser Seher hatte dabei den Zeitraum von etwa dem Jahr 1550 an bis weit ins vierte Jahrtausend hinein abgedeckt, und dabei unter anderem beide Weltkriege am Anfang des 20. Jahrhundert vorhergesehen.
    Ich war angesichts der gigantischen Bandbreite und Aussagekraft dieser Prophezeiungen nachhaltig beeindruckt.

    Im Buch war beiläufig erwähnt, dass Nostradamus die Richtigkeit seiner Zukunftsaussagen mithilfe der Astrologie für sich selbst bestätigte, diese also unterstützend zu seinen eigenen Visionen heranzog. Ich begann mich dafür zu interessieren, tiefer in die Materie der Astrologie einzusteigen, von welcher ich
    mir detaillierte Zukunftsprognosen über mein eigenes Leben erhoffte. Ich beschloß innerlich, mir das dazu notwendige Wissen selber anzulesen und mich selbst davon zu überzeugen, dass möglicherweise doch alles vorherbestimmt ist.

    Bald darauf stieß ich zufällig auf ein Grundlagenwerk der Astrologie, welches hauptsächlich die Planetensymbolik, die Horoskoperstellung und Horoskopdeutung behandelte. Das kam mir gerade gelegen, denn ich begann, ausgiebig in dem Buch zu lesen. Schnell lernte ich Grundlagen und Grundelemente eines jeden Horoskops kennen und auch, diese zu deuten, allerdings mehr auf psychologischer statt auf fatalistischer Basis. Ich stellte nämlich fest, dass die neumodische Astrologie sich (fast) nur mit der Grundverfassung jedes einzelnen geborenen Menschen befasste, aber der praktischen Zukunftsdeutung anhand der Sterne kaum Beachtung schenkte, doch das war mir gleichgültig: Ich hatte eine Fundgrube für neue interessante Einsichten in die menschlichen Verhaltensweisen.


    Zu der Zeit, es war wohl im Dezember 2003, ließ ich mir im Internet mein Geburtshoroskop berechnen, sowie auch das einiger Familienangehöriger und Freunde anhand der Geburtsdaten, die sie mir gegeben hatten. Passende "Kochbuchdeutungen" wurden gleich mitgeliefert, welche ich dann auch staunend las. Manche davon waren zwar nichtssagend formuliert, doch ich war von der grundlegenen Richtigkeit des Systems überzeugt.
    Allerdings zweifelte ich an der Korrektheit einiger Geburtsdaten meiner Bekannten, die ziemlich ungenau und unsicher waren: War derjenige jetzt genau um 8 Uhr geboren, oder bis zu einer Viertelstunde vorher oder nachher? Jede Abweichung der Geburtszeit hat anscheinend große Auswirkung darauf, ob der Betroffene später ein Bäcker oder ein Milchverkäufer wird.
    Ein weiterer Kritikpunkt: Die von den psychologisch orientierten Astrologen angepriesene Einzigartigkeit und Komplexität eines einzelnen Geburtshoroskops schreckte mich wegen der Mühsamkeit ab, so tief wollte ich nun doch nicht in die Materie einsteigen; ich durchwühlte zwar mein eigenes Horoskop so ausführlich wie ich nur konnte nach allerlei interessanten, d.h. v.a. selbstbestätigenden und Glück verheißenden Aussagen, ließ das Horoskop eines meiner Mitmenschen jedoch nach einem drüberschweifenden Blick weitgehend ungedeutet und ging über zu dem des nächsten, immer auf der Suche nach augenblicklichen, sensationellen Feststellungen. Im Grunde war das ziemlich eintönig. Mir wurde die psychologische Astrologie einfach langweilig, ich hatte mich satt gelesen, also brauchte ich neue Anreize. Ich hatte darüber schon vergessen, weswegen ich mich ursprünglich in das Thema Astrologie hatte einlesen wollen, denn von Prognose war (noch) keine Spur.
    Mir fiel ein astrologiekritisches Buch in die Hände, ich ließ mich davon "verführen" und wollte mich schon ganz von der Astrologie abwenden, da hatte ich den genialen Einfall, den Abschnitt mit dem astrologischen Methodenspektrum in meinem Grundlagenbuch nochmal nachzuschlagen...
    Außerdem las ich zu dieser Zeit noch Bücher über allgemeine Esoterik, u.a. über Handlesen, Schriftdeuten und Tarot. In der Theorie stets hochinteressant, im Grunde schienen mir die Praktiken jedoch nur Spielereien zu sein, so dass ich von ihnen schnell wieder abließ.



    Frühjahr 2004: Ich verschaffte mir einen Überblick über die einzelnen Teilbereiche der Astrologie, ohne mich noch weiter in das Thema psychologische Horoskopdeutung zu vertiefen. Endlich meinte ich das gefunden zu haben, wonach ich anfangs Ausschau gehalten hatte: Die Stundenastrologie, mein Fenster zur Zukunft! Ich kaufte mir ein Buch darüber und lernte ihre zur "Alltagsastrologie" grundverschiedenen Regeln. Die seit Jahrhunderten praktizierte Methode der Stundenastrologie ist klar, exakt, unkompliziert sowie praktisch anwendbar.
    Bei dieser Methode wird für jede sachlich gestellte Frage stets ein augenblickliches Momentshoroskop erstellt, um daraufhin aus diesem eine eindeutige, sachgerechte Antwort auf die Frage zu erkennen. Obendrein können damit noch allgemeine Zukunftsfragen beantwortet werden.
    Es lag jetzt an mir, die Theorie in der Praxis zu erproben. Ich kaufte mir zu diesem Zweck einen Monat nach meinem 15. Geburtstag mein erstes Astrologieprogramm für den Computer, welches praktischerweise auch eine Zeituhr eingebaut hatte, mit der man im Horoskop schrittweise in die Zukunft voranschreiten und auch wieder rückwärts konnte.
    Allerdings erfuhr ich bald darauf beim Lesen, dass die Zukunftsdeutung mithilfe der Stundenastrologie eng umrissen war: Man durfte nämlich "nur" den Zeitraum der nächsten sechs Monate deuten, sprich ein halbes Jahr Zukunftsblick. Danach verlor die Aussagekraft des Stundeshoroskops ihre Wirkung. Wirklich Weltbewegendes war im Stundenhoroskop daher nicht zu erkennen; es beantwortete meist Fragen, die sich um den Alltag drehten. Im Endeffekt war mir selbst die Stundenastrologie zu mühsam und unergiebig: Wenn ich schon nicht großartig in die Zukunft deuten konnte, was sollte ich dann damit? Ich war ja gerade mal knappe 15 Jahre alt. Großartige Probleme hatte ich ebenfalls (zum Glück) kaum welche. Und den Aufwand, ein Stundeshoroskop zu erstellen nur um zu wissen, ob mir nächste Woche womöglich eine schwarze Katze über den Weg laufen würde, war mir diese Prozedur wohl kaum wert. Also ließ ich auch meine stundenastrologische Praxis einschlafen.

    Daraufhin befasste ich mich anhand eines Buches mit der Orteastrologie. Wieder faszinierend, interessant und praktisch. Ich stellte fest, dass der Weg von meinem Wohnhaus zur Schule unter dem Einfluss meines ungünstig aspektierten Saturns stand. Gut zu wissen, aber leider als Grund meines Fehlens in einer schriftlichen Entschuldigung völlig unakzeptabel. Also Idee wieder verworfen.




    Ich stellte fest, dass ich nun bis auf einige Feinheiten und unüberblickbare Unterschichten die gesamte Astrologie von oben bis unten durchgenommen hatte. Ich kannte damals schon so gut wie alles, was relevant ist. Klar, das Lesen war kurzweilig und es hatte Spaß gemacht, die lustigen Bildchensymbole zu entschlüsseln.
    Doch was war mir geblieben?


    Langeweile, ein mildes Lächeln und Schläfrigkeit.





    Ich danke euch fürs aufmerksame Lesen. Ich freue mich schon auf die (hoffentlich zahlreichen) Kommentare.



    Mit den besten Grüßen,
    der Mann mit der Maske​
     
  2. hi2u

    hi2u Neues Mitglied

    Registriert seit:
    10. Februar 2007
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    2.372
    Ort:
    hart an der Grenze
    Hi, Hurz.

    Und nun? Ich vermisse doch einiges Astrologisches, wie Döbereiner, Huber, und wie sie alle heißen. Auch die Hamburger Schule, bzw. die Uranische Astrologie, findet sich nicht auf deiner Liste. Wie auch immer du es anstellst, was sollte denn deiner Meinung am Betrachten einer Uhr spannend sein? Auch wenn man sie nach vorne drehen kann, es bleibt der Blick auf die Anzeige einer zukünftigen Realität, die von der Intensität keinesfalls dem echten Leben gleichkommt.

    Astrologisch gesehen ist dein Mars Konj. AC Garant für Ungeduld und die Sonne in 12 guter Grund, sich zurückzuziehen. Also ist es nur natürlich, dass dich das Betrachten der Sterne einerseits anzieht, andererseits unbefriedigt lässt. Das ist aber auch keine Einmaligkeit, ich meine, es geht den meisten so. Oder es sollte ihnen so gehen, denn wer das Stochern im Himmel für die Quintessenz hält, hat sich auf das Niveau des Briefmarkensammlers begeben, der die bunten Minibildchen als Substitut seiner Reiselust benutzt.

    Solange du weiterhin so nette G'schichterln über deine Sicht der Dinge ablieferst, soll mir dein Überdruss allerdings Recht sein. Schau dir also bitte wenigstens noch die oben erwähnten Schulen und Methoden an und habe möglichst wenig Spaß daran.

    :escape:
     
  3. Nemesis5

    Nemesis5 Aktives Mitglied

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    26.787
    Ort:
    überhalb des Weißwurschtäquator's
    Ich war ja heut früh schon der Versuchung nahe, was zu schreiben, hatte es aber gelassen.

    Aber jetzt muss ich doch schmunzeln:

    Wie auch immer du es anstellst, was sollte denn deiner Meinung am Betrachten einer Uhr spannend sein?

    Also, wenn ich hier so sitze und die Wand hoch kucke, seh ich meine Funkuhr. Seit geraumer Zeit hängt bei der Uhr der Sekundenzeiger. Seit 2 Tagen bewegt sich dieser nun hin und wieder. Da hockt sogar die Katze davor und kuckt ungläubig, weil ich an dem runden Ding was bewegt. Das kann dann schon spannend sein... geht die Uhr nun wieder, oder bleibt der Sekundenzeiger wieder hängen?

    Jetzt nicht böse sein. Das fiel mir jetzt so auf anhieb ein.
     
  4. HuHu Hurz :weihna1 Merci für deinen Beitrag. Irgendwie kann ich das ein oder andere sehr gut nachvollziehen...Liegts am Herrscher von 11 oder am Ur-Anus Transit durch 11? Oder an der Widdersonne im Sextil zu Jupi? So richtig lange kann ich auch nix machen ohne dass mich bald gähnende Langeweile überfällt. Noch geht's mit der Astrologie. Aber so permanent - wie es zum Beispiel ein Kumpel von mir macht - pfleg ich dieses Interessengebiet nicht. Manchmal hab ich irgendwelche Visionen :clown: und lieg damit auch recht gut. Aber so, dass ich die Astrologie den ganzen Tag betreiben könnte...nee, das geht nicht mehr.
    Ich hab übrigens auch sehr früh damit angefangen entsprechende Bücher zu lesen - als Kind schon. Weiß aber nicht mehr genau wann. Und Handlesen, Tarot etc. kamen dann so mit 16, 17 dazu. Mit 20 war dann jedoch erstmal Schluss. Und das für die nächsten 12 Jahre als ein Ereignis meine Neugier wieder ausgelöst hat. Mal gemessen an meinem sonstigen Durchhaltevermögen, klappts mit der Astrologie trotzdem noch recht gut - in Maßen genossen. Aber das milde Lächeln und die Schläfrigkeit überkommen mich trotzdem auch manchmal. Eigentlich eher deshalb, weil zu viel interpretiert wird und ich beim Lesen mancher Texte merke, dass die Autoren (sei es in Büchern oder Foren), den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, ergo über-interpretrieren. Das passt z.B. nicht zu meinem Naturell der Schnell-Erfasserin. Entweder seh ich auf Anhieb was - oder ich lass es bleiben. Wenn ich das Suchen anfangen muss, vergeht mir der Spaß an der Freude und ich krieg Kopfweh vom Gähnen.

    :) LG, v-p
     
  5. Hurz

    Hurz Mitglied

    Registriert seit:
    25. Februar 2007
    Beiträge:
    43
    @hi2u

    Servus. Du hast schon Recht, mit den astrologischen Schulen habe ich mich kaum befasst. Weil ich diese lästig und widersprüchlich fand, habe ich sie ignoriert und meinen eigenen Weg gefunden. Ich habe auch kaum mit verschiedenen Häuserberechnungsmethoden experimentiert (sondern sie höchstens angeschaut), ich war von Anfang an immer bei Placidus. Das wird doch außerdem eh jedem Neuling geraten, oder?

    Ansonsten, würde ich sagen, habe ich nur die Direktionen und die Progressionen ausgelassen... weil sie mir zu kompliziert und unpraktisch schienen, ich langweilte mich dabei nur.

    Zum anderen Punkt: Die astrologische Uhr fand ich gut, weil ich keine Ephemeriden zur Hand hatte. Mit einem Klick konnte ich das Horoskop um eine beliebige Zeiteinheit vor- und zurück verschieben.
    In der Stundenastrologie muss man erkennen können, wann ein zum Zeitpunkt der Frage noch applikativer Aspekt in der Zukunft exakt wird - separative Aspekte zeigen nur an, was in der Vergangenheit gelaufen ist.
    Mit der Zeitschaltuhr konnte ich z.B. im Ein-Tages-Takt voranschreiten, bis die beobachteten Planeten in einem exakten Aspekt zueinander standen.
    Außerdem kann man mithilfe der Uhr noch in die Vergangenheit reisen, um u.a. vorgeburtliche Mondstände erkennen, was mir bei der Geburtszeitkorrektur zu gute kam.
     
  6. Gabi0405

    Gabi0405 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. Mai 2007
    Beiträge:
    11.047
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    G ä h n........, wenn dich die Astrologie so langweilt, du auf der anderen Seite aber auch nicht bereit oder zu müde bist tiefer in die Materie einzutauchen, dann höre doch einfach mit der Astrologie auf.
    Hast du vielleicht ein bischen wenig Feuerenergien?
     
  7. Laura 272

    Laura 272 Mitglied

    Registriert seit:
    15. Mai 2006
    Beiträge:
    390
    Das Problem ist, wenn ich nirgends Tiefgang zeige und sobald es schwierig ist aufhöre und mir das nächste anschaue, habe ich zwar alles wie das Vorwort in einem Buch gelesen, aber nichts wirklich verstanden.

    Da kann ich tausend Bücher lesen und in Wirklichkeit keins gelesen.


    Problematisch wird es, wenn ich mir dann ein Urteil erlaube über den Inhalt des Buches.

    Da du noch sehr jung bist, erprobst du dich hier und da und das ist auch normal.

    Vielleicht wirst du irgendwann, wenn du älter bist und das Leben Spuren hinterlassen hat ruhiger und dein Interessewird geweckt, auch einmal hinter die Fassade zu schauen.

    Bis dahin viel Spaß bei den vielen Dingen.

    LG Laura
     
  8. Jo, das hab ich mir vorhin auch gedacht. Mit 20 kann man vielleicht Lehrbuchwissen anwenden, doch fehlt es schlicht an Lebenserfahrung. Je mehr man im Leben mitkriegt, je mehr man dann Radices oder mundane Konstellationen vergleicht und guckt und schaut und forscht - umso interessanter wird es. Langweilig wirds eigentlich nie wirklich, auch wenn mir manchmal die Ausdauer fehlt oder ich entnervt steckenbleibe. Ab und an will ich mal alles über Bord werfen - gelingt mir nicht. Und das ist gut so, denn meiner Meinung nach bringt die Beschäftigung mit dem Symbolgehalt der Astrologie so ungemein viel, dass man wahrscheinlich irgendwann allein mit dem Wort LANGEWEILE nix mehr anfangen kann, weil man weiß, dass es nicht das Thema als solches ist, das langweilt, sondern man selber.

    LG, v-p
     
  9. Hurz

    Hurz Mitglied

    Registriert seit:
    25. Februar 2007
    Beiträge:
    43
    @Laura


    Ich stimme dir zu, dass viele hier mehr Lebenserfahrung und wahrscheinlich auch mehr astrologische Praxis als ich Jungspund haben. Nur nebenbei bemerkt: Die Jahre machen einen zwar älter, aber nicht unbedingt klüger.


    Als ich vor (übrigens fast genau) drei Jahren einen ganz ähnlichen Text zu diesem Thema formuliert hatte und auch schon kurz davor war, ihn in diesem Esoterikforum zu veröffentlichen, dachte ich auch, dass ich vielleicht noch zu unerfahren sei, dass ich vielleicht wichtige Sachen übersehen würde und machte deswegen einen Rückzieher.
    Jetzt, immerhin ganze drei Jahre später, hab ich die ganze Sache für eine lange Zeit vergessen gehabt. In dieser Zeit sind mir eine Menge Dinge durch den Kopf gegangen, die selten etwas mit Astrologie zu tun hatten, sprich Lebenserfahrungsdingsbumsdingens.
    Vor etwa einem halben Jahr kam ich wieder auf das Thema Astrologie. Seitdem beschäftige ich mich hauptsächlich mit Transiten, die auch eine Form der Zukunftsprognose sind. Desweitern vertiefte ich meine Kenntnisse in der Synastrie, verglich also einzelne Horoskope miteinander. Aber schon wieder: Langeweile, nix Neues im Makrokosmos. Die heutige Astrologie ist ausgelutscht wie sonst nix.
    Anscheinend wurde es Zeit, dass das, was ursprünglich gesagt werden sollte, auch gesagt wird.




    Kann schon sein, dass ich mein Statement revidieren werde, sobald ich endlich 20 bin und der Ur-anus aus Haus 11 ausgezogen ist. Mal schauen. Möglicherweise werdet ihr es nie erfahren, hehehe...



    Grüßend verbleibend,
    Hurzel-Purzel
     
  10. Solana

    Solana Mitglied

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    Lieber Hurzel-Purzel!
    Noch eine Bemerkung zur Stundenastrologie - wie kommst Du darauf, dass sie das Fenster zu Deiner Zukunft ist? Mithilfe der Stundenastrologie kann man konkrete Fragen beantworten, indem man sich das Horoskop des Augenblicks anschaut, in dem die Frage gestellt wird. Aber das hat nicht unbedingt was mit der fernen Zukunft zu tun, sondern eher mit dem Hier und Jetzt.
    Im übrigen ist die Astrologie nicht - wie Du vielleicht denkst - zur Prognose Deines restlichen Lebens da. Sondern wenn man sie richtig beherrscht, ist sie ein hervorragendes Werkzeug zum Erkennen Deiner Fähigkeiten, Deiner Anlagen, die Du mitbringst, der Aufgaben, die Du im Laufe Deines Lebens zu erledigen hast, und der Schwierigkeiten, mit denen Du (in Dir) zu kämpfen hast. Nichtsdestotrotz liegt es in Deiner Hand, was Du aus Deinem Leben machst - wenn Du z.B. musikalisch begabt bist, heißt das ja noch lange nicht, dass Du ein Starpianist bist, sondern um einer zu werden, musst Du halt auch daran arbeiten.
    Statt Dich mit den falschen Büchern, die Du nicht einordnen kannst, zu beschäftigen, wäre es vielleicht gescheiter, einmal zu einem seriösen Astrologen in die Beratung zu gehen, um herauszufinden, worin für Dich der Sinn Deines Lebens bestehen könnte.
    Das ist wahrscheinlich auch nicht langweilig - es sei denn, Dich interessiert das alles nicht.
     
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