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Antidepresiva bei trauer?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von allesverloren, 1. November 2009.

  1. allesverloren

    allesverloren Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Oktober 2009
    Beiträge:
    23
    Ort:
    Ludwigshafen
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    Hallo, ich habe meinen liebsten verloren, ganz plötzlich, unvorbereitet, einfach so!! ich schaffs nicht damit klar zu kommen, es hat mir den boden unter den füßen weggezogen, mein arzt hat mich zum psychiater geschickt und der hat mir antidepresiva verschrieben, ich weiß aber nicht ob das so gut ist, ich kann jetzt zwar wieder arbeiten gehen aber ich habe angst das die realität irgendwann doppel und dreifach zurück kommt, ich bin wie betäubt, kann aber auch weinen, was ich auch täglich mache? hat jemand von euch erfahrung??
    vielen dank und liebe grüße
     
  2. Hallo meine Liebe,
    ich denke für die akute Phase sind med. Antidepressiva ok. Damit Du "funktionieren" kannst im täglichen Leben. Denn das muß für Dich weiter gehen, so schwer das auch ist.
    Gib nur Acht, das Du nicht davon abhängig wirst. Vielleicht hilft auch hochdosiertes Johanniskraut für einen längeren Zeitraum. Das macht nicht abhängig.

    Du bist stärker als Du glaubst! Vegiss nicht, auch nach der schwärzesten Nacht folgt ein neuer Morgen. In weiter Ferne leuchtet schon der Horizont.
    Du wirst es schaffen! Es wird nur leider dauern.
    Lass die Trauer zu. Es ist wichtig, daß Du weinen kannst. Tue es nach der Arbeit, wenn Du zuhause bist. Umgib Dich mit lieben Menschen, die Dich in den Arm nehmen. Bitte die Engel um Hilfe und Unterstützung.

    Sei behütet und beschützt!
     
  3. Nefretiri86

    Nefretiri86 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Januar 2009
    Beiträge:
    29.602
    Ort:
    Niedersachsen
    Antidepressiva sind ja recht hilfreich, aber sie sollten nicht slles sein.
    Sie helfen nur begrentzt. Ausserdem wirken sie auch gleichzeitig beruhigend.
    Sowas bekommt man natürlich bei der Verschreibung der Dinger natürlich nicht gesagt. Das, was du erlebt hast, muss auch verarbeitet werden.
    Das können die Pillen nicht für dich. Eine Therapie könnte helfen, wenn die Depressionen noch nicht zu lange andauern. Ich selber hab mal ca. 3 Jahre lang Antidepressiva genommen. Ich hab sie aus eigenem Antrieb abgesetzt.
    Wenn es nach dem Neurologen ginge, würd ich die Dinger noch immer einwerfen. Aber ich wollte die nicht mein Leben lang nehmen. Es gibt auch Johanniskraut. Wirkt auch gegen Depressionen, ist aber pflanzlich.


    LG Nefri
     
  4. depri

    depri Mitglied

    Registriert seit:
    17. Oktober 2009
    Beiträge:
    409
    Ort:
    Sachsen - südlich

    Antidepresiva - eher nein , aber wenn es dir hilft im Alltag zu funktionieren gut , aber nur so lange du Weinen kannst - dann hör auf.Trauer muß man verarbeiten - drückst du dich , holt sie dich eines Tages
    ein und kann dich echt Krank machen . Las die Zeit für dich arbeiten , bis du eines Tages so fühlst :

    Schöne Tage - nicht weinen,wenn sie vergangen , sondern lächeln , dass sie gewesen.
    (Rabindranath Tagore)

    LG
     
  5. Eisfee62

    Eisfee62 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2008
    Beiträge:
    14.667
     
  6. allesverloren

    allesverloren Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Oktober 2009
    Beiträge:
    23
    Ort:
    Ludwigshafen
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    Hi, nein alleine bin ich nicht, leider bin ich nicht in der lage über meine gefühle zu sprechen, ich muss dann immer weinen und möchte meinen lieben nicht auf die nerven fallen, selbst beim psychologen kann ich nicht über alles sprechen, wieso das so ist weiß ich nicht, vieleicht weil ich schon so oft endtäuscht wurde, leider ist mein leben schon immer eher eine katastrophe gewesen, ich war dennoch immer ein sehr positiver mensch, hab dem schicksal immer ins gesicht gelacht, aber bei mir trifft der spruch: und aus dem chaos sprach eine stimme zu mir lächle und sei froh es hätte schlimmer kommen können und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer!! jetzt hab ich angst!! ich hab mein lachen und optimismus verloren, vieleicht ist das auch gar nicht so verkehrt, vieleicht passiert jetzt nichts mehr, es reicht nämlich!!
     
  7. Antidepressiva können im Trauerfalle sehr hilfreich sein...ich habe es selbst am eigenen Leibe erleben müssen.

    Laß Dich also nicht verunsichern, niemand kann für Dich und Deine Gefühle sprechen, weil nur Du sie selbst erlebst.

    Es redet sich ja so einfach, wenn man nicht selbst in der Situation ist. Das Leben muß eben weiter funktionieren...es verdient einem ja niemand anderer das Geld zum Leben.

    Moderne Antidepressiva machen NICHT süchtig, sie helfen einem nur, die traumatische Situation irgendwie zu überstehen. Ich habe sie als Segen empfunden und mir haben sie gut geholfen.

    Im Laufe der Zeit kannst Du sie ja etwas reduzieren und dann auch ausschleifen lassen. Trauern kann man trotzdem und auch weinen, aber man verzweifelt eben nicht so total am Leben, dass man sich am liebsten täglich vom Kirchturm stürzen möchte.

    Laß Dich also nicht verunsichern und hab keine Angst vor der Zukunft. Du bist eine optimistische Seele und Du wirst nach der akuten Trauerphase auch wieder Freude am Leben haben, aber jetzt darfst Du auch mal schwach sein und Hilfe annehmen.

    Ich weiß, wovon ich rede und mir kommt vieles, was Du schreibst, sehr bekannt vor.
    Ich habe viele liebe Menschen (u.a. meinen Mann und meinen Sohn) begraben müssen und bin dennoch heute wieder ein fröhlicher und optimistischer Mensch.
    Und ich habe mich nicht gescheut, auf meinen Arzt zu hören und medikamentöse Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

    Alles Liebe Dir,
    Sunny
     
  8. Nightbird

    Nightbird Guest

    Antidepressiva können den Schmerz betäuben, aber ich frage mich, ob das sinnvoll ist. Natürlich ist es sicher schwierig im Alltag, wenn Dich die Trauer überrumpelt, aber bedenke dabei die negativen Wirkungen solcher Medikamente.. Im Grunde machen viele dieser Dinger einfach nur gefühlsstumpf und taub. Ich würde nicht dazu raten. Ich würde Dir eher raten mit einer, Dir nahestehenden Person zu sprechen, Du fällst ihnen sicher nicht auf die Nerven. Und selbst wenn, dafür sind Freunde doch da.

    Alles Gute
    Night
     
  9. SammyJo

    SammyJo Guest



    Hallo,

    das tut mir leid für dich, was da so plötzlich passiert ist.

    Allerdings würde ich zu Antidepressiva nicht raten, es ist lediglich eine Verschiebung dessen, was du ohne Zweifel tun musst - Trauerarbeit. Und wenn du sie absetzt, wird sich an der wirklichen Realität nichts geändert haben, d.h. sie kommt in jedem Fall zurück.

    Allerdings stimme ich auch Sunny zu, daß im Grunde nur du entscheiden und wissen kannst, was das beste für dich ist. Fragst du 10 Leute, bekommst du 10 verschiedene Antworten, höre also besser in dich selbst rein, was für dich das Richtige ist.

    Alles Gute für dich, Sammy
     
  10. Musical

    Musical Mitglied

    Registriert seit:
    10. September 2009
    Beiträge:
    83
    Ort:
    Schleswig-Holstein
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    Ja, auch ich habe Antdepressiva nach einem Trauerfall genommen, weil
    1. ich ohne nicht in der Lage gewesen wäre meinen normalen Tagesablauf zu führen,
    2. ich unter ärztlicher Aufsicht das Medikament einnahm,
    3. dies nur eine zeitweilige Lösung ist. Es ist sehr wichtig, Dich aktiv mit der Trauer auseinanderzusetzen. Es gibt Trauerkurse und Trauerseminare bei der Caritas und/oder dem Diakonischen Werk. Erkundige Dich dort mal.
     
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