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Antiautoritäre Erziehung ?!

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Ravenna, 4. September 2007.

  1. Ravenna

    Ravenna Guest

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    Ich habe festgestellt das doch einige , rein altersmäßig , hier Kinder oder ein Kind haben müßten . Wie seht Ihr das ? Ist die makarenkowsche Methode überholt , oder hat sie heute mehr denn je Gültigkeit (Camps ) ???
     
  2. opti

    opti Guest

    Es gibt bei spiegel.de noch einen recht aktuellen Beitrag über die antiautoritäre Erziehung.

    Die Weltverbesserungsanstalt
     
  3. Ghostwhisperer-999

    Ghostwhisperer-999 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. November 2005
    Beiträge:
    2.067
    Ort:
    Saarland
    Ich stelle immer mehr fest mit der Zeit, dass es auf den richtigen "Mix" ankommt. Man kann sehr freundschaftlich mit seinen Kindern umgehen, aber ab und zu braucht es auch Autorität. Es gibt Situation, da lasse ich nicht mit mir verhandeln. Meine Kids können mit allem zu mir kommen, wir verstehen uns sehr gut und haben viel Spass zusammen - Mama darf auch mal Freundin sein. Wenns aber z.B. um die Hausaufgaben geht oder das Aufräumen, kenn ich kein Pardon - obwohl ich hier einräumen muss, das Ganze geht recht locker bei uns zu. Hauptsache ist doch, dass man Interesse an seinen Kindern hat und dem was sie machen. Alex zeigt mir jeden Tag, was er in der Schule gemacht hat, bei den Aufgaben bleib ich in seiner Nähe und schaue sie mir auch an und wenn er Hilfe braucht, bin ich auch da. Gleichzeitig können wir zusammen aber auch Unsinn machen und Spass haben, - mit allen meinen Kindern. Autorität erhält man nicht, indem man befiehlt, sondern in dem man vorlebt, was man den Kindern beibringen möchte. Manchmal ist es auch nicht falsch, bei den Kindern einzugestehen, wenn man mal fix und alle ist. Wenn die Beziehung zw. Kindern und Eltern gut uns stabil ist, werden die Kleinen dies auch nicht ausnutzen.

    LG
    Astralengel
     
  4. Opelia

    Opelia Mitglied

    Registriert seit:
    9. November 2005
    Beiträge:
    201
    meint ihr lessefair oder antiautoritär?
    also so: "ich habe Kinder, aber die gehen mich nichts an" oder demokratischer Stil?

    Ich bin auch der Meinung wie Astralengel; Grenzen gehören gezogen, doch eine Vertrauensbasis gehört aufgebaut.
    Nicht autoritär wo es heißt "Ich bin der Boss und ihr habt zu gehorchen"
     
  5. Ischariot

    Ischariot Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. August 2007
    Beiträge:
    5.897
    Ort:
    nördliches Waldviertel
    Treffender kann man's kaum formulieren! :kuesse:

    Immer wieder sieht man doch, was diese antiautoritäre Form der Erziehung hervorbringt.
    Menschen die sich selber als Zentrum der Welt betrachten, unfähig sind sich unterzuordnen.
    Nicht das ein Mensch des anderen Untertan sein sollte, aber Liebe selbst impliziert Unterordnung,
    Respekt und auch mal Verzicht.

    Ein Punkt, den ich besonders Wichtig finde, ist das erstellen von Regeln - das ordnen des Tages
    durch bestimmte Rituale, die für das Kind einen Orientierungspunkt, Halt und Sicherheit darstellen.

    Alles in allem bin ich auch ein befürworter des Satzes der hier ja schon gefallen ist:
    Die richtige Mischung macht es aus ... ist das nicht überall so?


    Euer mehrfach beglückter Ischariot ;)
     
  6. Melina

    Melina Guest

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    Das Gefühl für Kinder scheint irgendwie verloren gegangen zu sein, eben halt das Essentielle was Kinder bedürfen und benötigen, nämlich sehr viel Zeit, Lob,Zuwendung, Nähe aber auch klare Grenzen und Strukturen.
    Mir scheint, viele Eltern sind mit einfachsten Fragen heutzutage überfordert.
    Materiell sind die Kleinen mit unnötigen Kram "überversorgt", emotional oft unterversorgt, leider fehlt es vielen den richtigen "Mix" hinzubekommen.

    Als ich angefangen habe zu studieren, sagten die Profs damals die antiautoritäre Erziehung hätte auf ganzer Linie versagt - die antiautoritäre Erziehung galt zu meiner Zeit als mega-out.

    Ich habe trotzdem ein bisschen davon in meinen Erziehungsstil einfliessen lassen,ganz einfach aus Achtung und Respekt vor meiner Tochter.
    Sie respektiert und achtet mich auch,wir zwei verstehen uns einfach großartig.
    Aber natürlich fand ich ebenso auch Grenzen und Strukturen wichtig, was in der antiautoritären Erziehung weniger zum Tragen kommt.
    Als meine Tochter klein war, habe ich sehr darauf geachtet sie viel allein entscheiden zu lassen, allerdings immer altersgerecht und nie überfordernd.
    In puncto Selbstständigkeit hat sie von klein auf im Haushalt mitgeholfen und das, obwohl sie stark gehandicapt ist.
    Heute kann sie sämtliche Dinge, die ihr laut ärztlicher Diagnose abgesprochen wurden und auch geistig hat sie einen riesen Entwicklungssprung gemacht, ist Klassenbeste und wird sogar einen Schulabschluss machen können,obwohl damals gesagt wurde, dass sie nie lesen oder schreiben werde.

    Auch wenn es mich wahnsinnig viel Kraft gekostet hat, bin ich heute sehr froh dass ich mich mit ihr so intensiv beschäftigt habe und sie einfach in ihrem Rhythmus zu lernen, so gut ich kann, gefördert habe.
    Die gängigen Therapien hätten bei weitem nicht dafür ausgereicht.

    Ich konnte mich deswegen jahrelang nur um meine Tochter kümmern. Besonders die "Esoteriker" haben das nicht so ganz verstanden,
    kann mich aus der Ecke nur an Vorhaltungen und Vorwürfen erinnern, aber an nix Konstruktivem, oder gar an so etwas wie praktischer Nächstenliebe.

    Mir ging es in erster Linie dass sie eine Chance bekommt so selbstständig wie möglich zu werden, damit sie ihr Leben so führen kann, wie sie es für richtig hält und das habe ich entgegen allen ärztl. Prognosen tatsächlich erreicht,

    lg.
    Melina
     
  7. Azdak

    Azdak Mitglied

    Registriert seit:
    28. Dezember 2006
    Beiträge:
    402
    Ein kind braucht viiel Mutterliebe und sollte durch Vorbildwirkung Grundsätze der Ethik und des Verantwortungsbewusstseins lernen.

    Zu glauben, man sollte dem Kind (egal ob mit baseballspielen oder mit schlägen) über pubertäre Kriesen hinweghelfen, und ihm somit Erfahrungen und Möglichkeiten zur (selbst)Reflexion zu unterschlagen ist Unsinn!

    Wenn ein Mensch so und so mit der Welt in Konflikt gerät, warum soll er dann nicht eine Ahnung von einem paradiesischen Dasein bekommen dürfen?

    Man sollte, wenn überhaupt, nur dann härter durchgreifen wenn es einen selbst wirklich stört. Nur dann ist es authentisch und das kind merkt das und schaut sich nebenbei (für später) ab, wie man seine persönlichen Anliegen durchsetzen könnte.
     
  8. Ghostwhisperer-999

    Ghostwhisperer-999 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. November 2005
    Beiträge:
    2.067
    Ort:
    Saarland
    @Melina

    Du schreibst, deine Tochter sei/war stark "gehandicapt" - darf ich fragen, weshalb oder ist dir das zu privat ?
    Dein Text liest sich für mich so, dass du deine Tochter ganz einfach "normal" behandelt hast und davon hat sie sehr profitiert. Das find ich große Klasse, ihr habt beide viel geleistet !
     
  9. gerard

    gerard Mitglied

    Registriert seit:
    30. Mai 2007
    Beiträge:
    328
    Ort:
    steiermark
    mir fällt beim besten willen zu diesen thema jetzt nix ein.

    oder?
    zu meiner frau hat einmal die nachbarin gesagt ganz anti-autoritär,

    meine kinder müßen nicht grüßen,das taten sie auch nicht,doch jetzt als erwachsene tun sies,sie haben dazu gelernt!

    rantibuntanti a gfröt mit den anti g.v.gerard:stickout2
     
  10. Ravenna

    Ravenna Guest

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    Was mich bei dem allen nur ein bißchen wundert ist , das es immer mehr in Mode zu kommen scheint ,,schwierige Kinder" in Camps unterzubringen deren Devise lautet:,,Um eine neue Persönlichkeit aufzubauen muß man erst die alte zerstören ." Und komischerweise sind es meist Kinder die aus Kreisen kommen die erziehungstechnisch gesehen zu den Vorzeigefamilien gehören . Ich hab in früheren Zeiten mit schwierigen Jugendlichen gearbeitet ,ehrenamtlich ,und hab kürzlich einen ,,unverbesserlichen" wiedergetroffen nach 15 Jahren . Er sagte zu mir :,,Ich wäre froh gewesen wenn meine Mutter mir damals ab und zu mal eine geballert hätte , dann wäre ich erwacht und hätte in meiner jugendlichen Trotzphase nicht so viel Scheiß gebaut , und hätte womöglich heute mein Studium in der Tasche..."Und seine Mutter ist Pädagogin...Vater unerheblich der war nie da , aber der hat sich eh nie in die ,,Erziehung "eingemischt . Ich glaube man kann das alles nicht so pauschalisieren . Ich habe auf dem Gebiet sehr viel erlebt und muß heute sagen das es immer drauf ankommt aus welchem ,,Holz" die AUFZUBAUENDE PERSÖNLICHKEIT geschnitzt ist ,denn das Zauberwort dabei heißt AUFBAU . Und eins wird dabei immer wieder außer Acht gelassen ,Kinder und Jugendliche orientieren sich an Stärke ,sie sind davon fasziniert ,und wenn ich mir heute so manche Pädagogen so anschaue dann wundert mich eigentlich nichts mehr . Aber auch Eltern sind manchmal eben einfach nicht stark genug .
     
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