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Angelogen werden

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Sayalla, 1. Oktober 2008.

  1. Sayalla

    Sayalla Guest

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    Immer wieder wird jemand angelogen. Ich spreche nicht unbedingt von diesem Forum, denn auch das real-live interessiert mich bei dieser Frage sehr.
    Die Konsequenzen, die sich aus Lügen ergeben, sind teilweise verheerend.
    Wie verhindert ihr, angelogen zu werden? Gibt es überhaupt ein vielversprechendes Mittel gegen die Flunkereien anderer oder fühlt ihr euch diesen hilflos ausgeliefert?
    Unterscheidet ihr eigentlich zwischen Lügen und Flunkereien? Wenn ja, warum.
    Dies und mehr hoffentlich bald hier...

    LG Sayalla :)
     
  2. Brigdet

    Brigdet Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2008
    Beiträge:
    1.036
    Ich hasse Lügen.
    Ich akzeptiere Flunkereien.

    Flunkereien sind aus meiner Sicht manchmal richtig und notwendig.
    Bspw. wenn man sein Gegenüber nicht verletzen will oder ehrlich glaubt, es ist für den anderen besser/leichter, nicht die (ganze) Wahrheit zu erfahren.
    Bekomme ich bspw. etwas geschenkt, was mir nicht gefällt, werde ich „flunkern“,
    dass es mir gefällt, einfach weil ich denjenigen nicht verletzen möchte.

    Ich habe aber leider auch Menschen kennen gelernt, denen Lügen zur zweiten Natur geworden ist.
    Hatte da manchmal das Gefühl, sie belügen sich selbst solange, bis sie es sogar selbst glauben.
    Ich weiß nicht so recht, ob ich Mitleid mit ihnen haben soll, oder mich darüber ärgern soll. Denn eigentlich schaden sie in erster Linie sich selbst damit.

    Und dann gibt es die ganz Schlimmen, die bewusst lügen, um andere damit zu ihrem eigenen Vorteil zu manipulieren.
    Da bin ich dann gnadenlos, und sage es ihnen ins Gesicht, was ich davon halte.
    Natürlich bin ich dann die Zielscheibe ihrer nächsten Lügen, aber das juckt mich wenig.

    Inzwischen rege ich mich aber über solche Leute auch nicht mehr wirklich auf,
    es gibt eben solche und solche.
    Jedem das Seine … mir das Meiste :)

    Das Wichtigste ist mir sowieso, zu mir selbst so ehrlich wie nur möglich zu sein und auch unbequemen Wahrheiten ins Gesicht zu schauen.
    Denn da fängt für mich Ehrlichkeit an.

    lieben Gruß
     
  3. Lilith

    Lilith Guest

    Hallo Sayalla,

    Um zu verhindern, dass ich angelogen werde, halte ich zu unehrlichen Menschen Distanz. Ich unterscheide ehrlich gesagt nicht zwischen Flunkereien und Lügen, es ist beides Unehrlichkeit. Ein vielversprechendes Mittel gegen Flunkereien...wäre eben nur Distanz. Wenn ich merke, dass jemand nicht ganz ehrlich ist, ist derjenige uninteressant für mich. Da belässt man es beim ganz oberflächlichen Gespräch, wenn man z.B. im beruflichen Umfeld miteinander zu tun hat.

    Was ist dein Mittel gegen Flunkereien und Lügen bei anderen Menschen?
     
  4. Brigdet

    Brigdet Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2008
    Beiträge:
    1.036
    Also habe ich jetzt richtig verstanden, dass du Distanz auch zu allen Menschen hältst,
    die vereinzelt mal flunkern, da du ja nicht zwischen Flunkern und Lügen unterscheidest?

    Sorry, gibt es dann auch nur einen einzigen Menschen in deinem Umfeld, den du an näher dich ranlässt?
    Theoretisch ja nicht, denn mir kann keiner erzählen, dass er nicht mal in seinem Leben geflunkert hat, und sei es nur,
    um lieben Menschen nicht weh zu tun.

    Ich bin ein sehr wahrheitsliebender Mensch und habe damit schon so manchem keinen Gefallen damit getan,
    aber selbst ich flunkere vereinzelt, bspw. bei meinen Kindern.

    Als ein lieber Freund unserer Familie sich das Leben nahm, habe ich meiner damals 6jährigen Tochter bspw. nicht erzählt,
    dass er sich aufgehängt hat.
    Den Suizid als solches hatte sie leider durch andere schon mitbekommen, zum Glück war aber die Art und Weise nicht bekannt.
    Auf ihre Fragen, wie er genau gestorben sei, habe ich ihr erzählt, er war sehr, sehr krank und hat Tabletten genommen,
    weil er so nicht mehr leben konnte und wollte und ist daraufhin ganz friedlich und schmerzlos eingeschlafen.
    Das war für sie dann auch ok so.
    Sollte ich ihr zu dem Schmerz, den sie sowieso schon hatte,
    noch die grausamen Details eines Suizides durch Aufhängen erzählen und ihr dadurch evtl. schlaflose Nächte bescheren?
    Niemals, da flunkere ich lieber!

    Wenn du mir nur einen einzigen Menschen nennen kannst, der noch nie in seinem Leben geflunkert hat,
    fresse ich glatt einen Besen!
     
  5. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
    Beiträge:
    12.709
    Hallo Sayalla,
    wiedermal ein interessantes Thema !

    Aber warum stellst du so herum diese Frage.
    Wir ALLE lügen täglich.

    Gut will auch ersteinmal deine Fragen beantworten.

    Schützen kann man sich vor Lügen nicht, oft bemerkt man sie nicht, aber man kann es merken und dann sagen, ok, diese Person muss nicht mein Freund sein und diese Person muss ich auch nicht einladen zu mir., das betrifft das richtige bewußte Lügen. Das Lügen versuche ich auch meinerseits in jeder Hinsicht zu vermeiden.Doch wenn man mit der Person weiterhin zu tun haben muss (zb Arbeit) dann beginnt das gewisse Lügenkarussel, beiderseits.
    Wobei ich für mich die Flunkerei ( für mich auch die Notlügen) vertreten kann beiderseits.
    Wenn das auch Lügen bedeutet, dann bin ich auch Lügner

    Hilflos bin ich normalerweise nicht, ich kann mich schon wehren und deswegen rege ich mich darüber auch nicht so auf.

    Lügen ist : ich sage die Unwahrheit
    Flunkern : ist teils auch nur ein wenig Prahlerei, Fantasterei, Übertreibung und natürlich nicht ganz die Wahrheit sagen.

    Diese beiden Begriffe sind ja klar festgelegt.
    Deswegen sind sie auch zu unterscheiden.

    Aber, wie ich schon sagte, irgendwie lügen alle.
    Wie Lilith sagte, auch sie lügt manchmal.

    Es gibt nun mal Situationen , in denen es besser ist zu lügen.
    Wie das Beispiel mit dem Büro (Arbeit) , man hat eine Streit mit dem Chef und ich bin wütend auf ihn. Treffe ich ihn, werde ich ihn höflich grüssen und freundlich sein.
    In Wahrheit aber denkst du "der kann mir mal".
    Es wäre doch in diesem Falle taktisch unklug zu sagen was man über ihn denkt. (Egal ob er es verdient hat oder nicht)
    Die Lüge dient sozusagen als sozialer Schmierstoff.
    Wenn wir allen Leuten denen wir begegnen die WAHRHEIT ins Gesicht sagen würden,(das heisst das was wir über sie denken)
    dann wäre sicher weder ein normales Geschäftsleben, noch ein normales Miteinander mehr möglich.

    Lügen haben kurze Beine. Verraten sich die Schwindler durch eine lange Nase. Oder etwa doch nicht? Wenn nur ein Körnchen Wahrheit in dieser Weisheit stecken würde,, liefe die gesamte Menschheit mit kurzen Beinen und erhobener langer Nase umher.
    Denn: Jeder Mensch lügt in gewisser Weise bis zu ca.200 Mal am Tag .
    Doch das nicht immer vorsätzlich.
    Oft lügen wir aus Höflichkeit, Bescheidenheit oder um uns besser darzustellen.

    Deswegen, sehe ich das Flunkern (und auch die <Notlüge würde ich hier suchen ) als durchaus nicht so schlimm. Wenn ich diese Personen ablehne oder mit dieser in Distanz leben möchte, weil ja auch Lüge , dann weiss ich nicht wie man das mit sich selbst ins Reine bringen kann. Im Endeffekt doch scheint das nur mit einer Notlüge umsetzbar zu sein.


    lg
    flimm
     
  6. Sayalla

    Sayalla Guest

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    Oh, gibt es da eins? Welches wäre das? Ich könnte natürlich den Besenstil nehmen und draufhauen *grins, aber woher weiss ich, dass es was nützen würde?
    Zum zweiten: Woher kann ich mir da eigentlich so sicher sein?
    Jede Lüge hat doch im übrigen ihre Ursachen.
    Man, da habe ich ja ein Ei ausgebrütet als ich gestern diese Frage stellte :rolleyes:

    LG Sayalla :umarmen:
     
  7. Sayalla

    Sayalla Guest

    Huhu Flimm,

    habe sporadisch mal 2 Sätze rausgesucht, die mir direkt ins Auge gestochen sind. Hoffe, du bist deswegen nicht böse (weil ich nicht den ganzen Text zitiere).
    Ja, wir lügen...und das einfach oft nur so. Schon, wenn wir manchem Kollegen oder Nachbarn einen "schönen Tag" wünschen, ist das ja oft gar nicht die Wahrheit...
    es scheint vollkommen gesellschaftsfähig zu sein. Anderenfalls würden wir uns tatsächlich isolieren, richtig.
    Wo ist die Grenze des guten Geschmacks? Ab wann fängts an weh zu tun?

    LG Sayalla
     
  8. Sayalla

    Sayalla Guest

    Verteidigst du grad das Flunkern? Interessant! Wieso?

    Aus deinem Bsp. ging hervor, dass wir Kinder schützen müssen. Vollkommen korrekt.
    Manchmal lügen wir allerdings dafür. Wir belügen Kinder... was bedeutet das? Merken das Kinder eigentlich, wenn wir sie anlügen? Ich sage ganz klar JA. Was ich aber schlimmer finde, ist das, was Lügen mit Kindern machen... Kinder bemerken eine Lüge sehr zielsicher und bekommen nun aber das Signal, sich nicht mehr selbst vertrauen zu dürfen. Uff* ... wer kennt das noch, evtl. auch aus eigenem Erleben?
    Dies soll kein Vorwurf an dich sein, liebe Bridget. Ich möchte halt nur darauf aufmerksam machen, was dann geschieht... weil wir Erwachsenen das oft nicht sehen wollen und eine Lüge für das kleinere Übel halten.
    Auch hier wieder die Frage: Ab wann ist eine Lüge nicht mehr gut, auch wenn sie gut gemeint ist?
    Ich lasse das mal offen, denn gute Tipps und Ratschläge liegen mir nicht wirklich.
    LG Sayalla
     
  9. Brigdet

    Brigdet Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2008
    Beiträge:
    1.036
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    *schmunzel*
    Danke für diese Frage.
    Wie gesagt, mir ist Ehrlichkeit zu mir selbst sehr wichtig.

    Ich denke mal, ich „verteidige“ es deshalb, weil ich ein sehr wahrheitsliebender Mensch bin.
    Allerdings musste ich für mich selbst irgendwann anerkennen, dass es im Leben ohne Flunkereien (Halbwahrheiten) nicht geht.
    Wie flimm so schön sagte, sie sind der „soziale Schmierstoff“, ohne den das soziale Gefüge nicht funktioniert.
    Insofern musste ich mir selbst eingestehen, manchmal selbst zu „flunkern“, als auch lernen,
    die Flunkereien anderer nicht zu verurteilen, sondern sie als reale Notwendigkeit und oft "gutgemeint" zu akzeptieren.
    Was natürlich in beiden Fällen in gewissem Widerspruch zu meiner Wahrheitsliebe steht.
    Deshalb spricht mich dieses Thema wahrscheinlich auch an.
    Es wäre rein theoretisch schön, wären alle immer ehrlich, aber letztendlich ist eine Utopie.

    Und die Wahrheit kann nun mal auch sehr wehtun.
    Ich habe mit meiner Wahrheitsliebe früher oft auch Menschen verletzt,
    und teilweise nicht verstanden, warum sie es mir so übel nahmen. Es war doch nur die „Wahrheit“.

    Heute überlege ich schon sehr genau, welche „Wahrheiten“ ich ausspreche, wo ich ein Flunkern (Halbwahrheit) draus mache
    oder sogar schweige (für mich auch eine Art der Lüge).
    Ist leider nicht einfach. Zumal letztendlich ich ja auch immer subjektiv bin, also ja gar nicht objektiv wissen kann,
    was für den anderen wirklich richtig und falsch ist.

    Insofern ist dies schon ein Thema, was mich sozusagen „dauerhaft“ beschäftigt. :)


    lieben Gruß
     
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