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Andreas erstickte ein paar Tage nach seiner Mutter

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von Lorraine, 14. März 2012.

  1. Lorraine

    Lorraine Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Februar 2012
    Beiträge:
    20
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    Hallo!

    Ich möchte Euch kurz meine Geschichte, die ich letzten Samstag erlebt habe erzählen..
    Ich arbeite als Betreuerin in einem Behindertenheim. Dort lebte bis letzten Samstag Andreas. Seine Mutter starb ein paar Tage vorher und wir wussten nicht so genau, ob er das auch wirklich mitbekommt. Andreas verstand sehr viel auf der Gefühlsebene, jedoch nicht rational.. Er war in diesen Tagen wirklich nicht gut drauf und so denke ich, dass er es spürte. Seine Mutter machte sich immer grosse Sorgen, was passieren würde, wenn sie vor Andreas stirbt. Und dieser Fall war nun eingetreten.
    Letzten Samstag habe ich gearbeitet. Wir assen getrennt, da nicht alle Bewohner miteinander auskommen. Meine Kollegin schöpfte zuerst an ihrem Tisch und kam dann zu uns um das Essen zu bringen. In dem Moment, wo sie nicht bei ihm war (es wäre auch so passiert!!) hat er sich verschluckt. Er lief voller Panik ins Badezimmer, wir ihm hinterher.. Wir versuchten x-mal den Heimlich-Griff, doch er brachte nichts. Als er blau anlief, rief ich die Ambulanz. Gleich nach dem Telefonat brach er bewusstlos zusammen. Wir wollten unbedingt mit dem Griff weitermachen und so setzten wir ihn auf einen Stuhl und versuchten es weiter.. Er atmete nicht und so fühlte ich nach seinem Puls. Plötzlich war der weg.. Wir legten ihn hin und zogen ihm den Pullover aus. Ich begann mit der Herz-Druck-Massage.. Dies tat ich bis die Ambulanz ca. 10 Minuten später eintraf. Sie reanimierten ihn weiter. Auch bei ihm brauchte es nochmal eine Viertelstunde bis sein Herz wieder schlug. Wahnsinn, oder? Ca. 30 Minuten keinen Herzschlag und es fing wieder an zu schlagen.. Sie transportierten ihn mit Helikopter (ich wohne in den Bergen) ins nächste grössere Krankenhaus. Dort versetzten sie ihn in ein künstliches Koma. Am Sonntag setzten sie das Medikament für das Koma ab. Er atmete zwar wieder selber und sein Herz schlug auch normal, aber er erwachte nicht mehr. Seine Geschwister waren bei ihm und sagten ihm, er solle loslassen (die Schäden im Hirn wären durch den Sauerstoffverlust immens gewesen..) und zu seiner Mutter gehen. Am Montag morgen starb Andreas.
    Mein Chef rief mich dann zuhause an und teilte mir mit, dass Andreas gestorben sei. Ich ging daraufhin auf meinen Balkon um eine Zigarette zu rauchen. Ich sass an meinem Tisch und dachte nach. Plötzlich flog ein Schmetterling zu mir, setzte sich auf meinen Tisch und verweilte dort einen Moment lang. Ich hatte diesen "Frühling" (bei uns hat es noch Schnee..) noch keinen gesehen. Irgend etwas in mir sagte, dass ich doch mal nachschlagen sollte, was der Schmetterling in der Mythologie bedeutet.. Er bedeutet: Auferstehung, Wiedergeburt..
    Es war wie ein Geschenk! Danach war ich durchflutet von solch einer positiven Energie. Ich hätte Bäume ausreissen können. Ich erzählte es meiner Kollegin, die ja auch dabei war. Sie meinte, die Gesellschaft verbietet einem quasi positive Gefühle über den Tod, aber auch sie sei so positiv berührt davon, dass sie an diesem existenziellen Erlebnis von Andreas dabei sein DURFTE.. Nichts ist nach diesem Erlebnis wie es war so dass ich mir nicht einmal sicher war, dass ich dies im richtigen Forum erzähle..
    Für mich gibt es seit diesem Tag keine Zufälle mehr. Es ist auch so, dass ich eigentlich an diesem Tag frei gehabt hätte, aber jemand bat mich mit ihm den Dienst zu tauschen. Ausserdem bin ich als Kleinkind auch einmal fast erstickt an einem Bonbon. Dieses Erlebnis war in meinem Unterbewusstsein gespeichert und ich habe ein kleines Trauma davon. Bei meinen Kindern stehe ich jedesmal Todesängste aus, wenn sie sich verschlucken. Ich musste wohl dabei sein um mich meinen Ängsten zu stellen...
    Es ist einfach Wahnsinn! Nichts ist mehr wie es war! Das klingt vielleicht für manche schrecklich, aber Andreas: Ich danke Dir für das alles und mögest Du an einem wunderschönen Ort mit Deiner Mutter sein!
     
  2. madma

    madma Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Oktober 2010
    Beiträge:
    4.495
    Das hast du wirklich so liebevoll erzählt,man kann alles mitfühlen und
    nein,es hört sich nicht schrecklich an,deine Worte an Andreas,denn
    er ist an einem wunderschönen Ort,mit seiner Mutter.
    Vor kurzem schrieb ich jemanden,der auf ein Zeichen höffte,während
    einer Beerdigung...achte auf einen Schmetterling,ist auch noch kein
    Frühling,Raum und Zeit spielt für ihn keine Rolle...
    Dein Schmetterling,es war Andreas,vielen Dank,für diese wunderbare
    Geschichte:umarmen:

    alles Liebe madma
     
  3. Lorraine

    Lorraine Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Februar 2012
    Beiträge:
    20
    Liebe Madma!

    Vielen Dank für Deine Worte! Es gibt in dieser Geschichte noch mehr so Verstrickungen, welche ich erst heute versteh, die jedoch mit mir und nicht mit Andreas zu tun hat. Ich hatte früher solche Angst vor Krankheiten, Spitäler, Ärzte und und und.. Als mein Sohn geboren wurde hatte ich eine postnatale Depression mit Panikattacken. Ich machte eine Therapie und arbeitete auch an meinen Ängsten. Ich habe sie zum grössten Teil besiegt. Fing sogar in einem Spital an zu putzen. Dann machte ich einen Kurs als Pflegehelferin und dort nahmen wir natürlich auch die 1. Hilfe mit Reanimation durch. Nach diesem Kurs wusste ich, dass ich irgendwann mal an so eine Situation geraten würde. Ich wusste es einfach.. Ich habe das Gefühl, das Leben hat mich auf diese eine Situation geschult, denn vor 10 Jahren wäre ich in Panik ausgebrochen und wäre völlig hilflos gewesen. Natürlich hätte ich trotzdem die Reanimation gemacht, aber danach wäre ich psychisch am Ende gewesen.
    Bei Andreas dachte ich mir komischerweise immer: Irgendwann verlässt Du dieses Leben als Behinderter und dann wirst Du es gut haben. Das könnte ich ja bei allen behinderten Menschen denken. Aber es war immer bei ihm.. Als hätte ich gespürt, dass er es ist, der als nächster geht.

    Am Donnerstag abend bevor dies passiert ist, habe ich Andreas zu Bett gebracht (ich war einige Tage nicht da und habe erst an diesem Tag erfahren, dass seine Mutter gestorben ist..). Ich dachte, dass ich ihm noch etwas über seine Mutter sagen sollte und sagte ihm, dass seine Mutter immer bei ihm sein und zwar da drin und legte meine Hand auf sein Herz. Zwei Tage später musste ich auf genau dieses Herz einhämmern, damit es wieder anfängt zu schlagen...

    Für mich gibt es keine Zufälle mehr!!!
     
  4. Flowerstorm

    Flowerstorm Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Dezember 2010
    Beiträge:
    331
    Vielen Dank für diese beeindruckende Geschichte, an der wir dank dir teilhaben dürfen.

    Ja, aus höherer Sicht hat alles seinen Grund, auch wenn wir diesen manchmal nicht immer sofort erkennen können. Mit dem Heilungsprozess kommt auch die entsprechende Erkenntnis und ich finde, das schafft wieder enorm Vertrauen ins Leben. Ein Thema im Moment für mich...
     
  5. Lorraine

    Lorraine Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Februar 2012
    Beiträge:
    20
    Und noch etwas: Anfangs letzter Woche fing ich ein Buch an zu lesen, welches mir auch geholfen hat, dies als positive Erfahrung zu sehen..

    "Seelenverträge Absprachen in Liebe" Es ist mir persönlich ein wenig zu dick aufgetragen, aber der Inhalt ist top!
     
  6. madma

    madma Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Oktober 2010
    Beiträge:
    4.495
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    Nein,es gibt auch keine Zufälle und es stimmt,lernen aus dem Leben
    und irgendwie weiss man,es führt einen auf einen ganz bestimmten
    Weg und dort bist du nun angekommen,haben es andere und ich
    auch so beschrieben,werden wir von der geistigen Welt geführt,
    unserer Bestimmung nachzugehen.
    Hat ich auch unzählige solcher Erlebnisse,es geschieht alles im Leben
    selbst,da finden sich die Antworten und irgendwann fügen sich alle
    Puzzleteile zusammen,die grosse Erkenntnis zeigt sich..das Warum.

    Übrigens zu Seelenabsprachen,ein Beispiel,die Tage sich hier so
    abgespielt.
    Zuerst geht die Oma,alle waren auf ihrer Beerdigung,plötzlich bricht
    der Opa zusammen und er war nicht mehr wiederzuleben,nun werden
    sie beide zusammen,am kommenden Samstag beerdigt.
    Sie hatten eine solche Absprache und sie hat sich auch so erfüllt...
    Nun führen sie ihr Leben weiter,in den anderen Welten,wie auf Erden
    so auch in der Ewigkeit..
    Stimmt auch,landen viele von uns,in Pflegeberufen,mit allem drum und
    dran,bishin zur Sterbebegleitung usw...,auch ein einmaliges Erleben und
    lernen,

    alles Liebe madma
     
  7. Dawnclaude

    Dawnclaude Mitglied

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    NRW

    Ich habe übrigens auch schon ein paar Readings bei Geistig Behinderten gelesen. (in den Büchern von Jenseits.de.com) es ist durchaus möglich dass gerade Behinderte sehr medial begabt sind und z.b. sehr oft in den Astralwelten reisen. Es kann also durchaus sein, dass er mehr erlebt hat, als man auf den ersten Blick sieht.
    Ich glaube, viele geistig Behinderte sind sehr weise Seelen, die diese "Opfer" mitsich tragen, um neben den eigenen Erfahrungen andere zu unterstützen.
    Genauso ist es mit Menschen, die in Komazuständen sind, hier wird auch immer wieder beschrieben, dass diese Astral unterwegs sind. Kenne auch einige Nahtoderlebnisse, von Komapatienten, die das selbst an sich erfahren konnten, weil sie später wieder erwacht sind und dann darüber schreiben konnten.

    Das mit den Seelenverträgen ist manchmal wirklich schwer zu verstehen , weil manche Dinge für uns rational kaum zu erklären sind, und wir den Sinn nicht miteinander kapieren. Dabei vergessen wir die Verkettung zueinander. Jeder , der dir irgendwie nahe steht, ist ein Teil deines eigenen Erlebens und ein kleiner Teil des großen Puzzles.

    Ich denke dieses Erlebnis wird dir auch eine Menge Energie und Kraft für deinen Job geben und vielleicht hast du nun auch deutlich weniger Ängste im Leben. :)
     
  8. Felice

    Felice Aktives Mitglied

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    Wien
    Eine wunderschöne Geschichte, obwohl es um den Tod geht. Deine Erzählung geht mir unter die Haut und ich fühle mit...ich fühle große Freude. Andreas ist nun bei seiner Mutter und es geht ihm gut.

    Vielen Dank für die schöne Erzählung deines Erlebnisses, welches dein Leben positiv verändert hat. :umarmen:
     
  9. madma

    madma Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Oktober 2010
    Beiträge:
    4.495

    Stimmt,behinderte Menschen sind sehr weise und sie tragen ungeahntes
    Wissen in sich,auch über und mit Komapatienten durfte ich an ihren
    Erlebnissen teilhaben.
    Laufen ja ständig EEGs mit,da kann man es auch sehr gut verfolgen,
    stimmte das Erzählte mit den Werten vom EEG überein...

    alles Liebe madma
     
  10. Lorraine

    Lorraine Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Ich habe bereits vor meinen Schwangerschaften 4 Jahre in einem Heim gearbeitet und diese Menschen haben mir in dieser Zeit mehr beigebracht über das Leben als es sonst jemand getan hat! Auch für diese Menschen gibt es einen Grund hier zu sein und sei es bloss dafür uns "gesunden" Menschen etwas beizubringen! Ich kann nicht verstehen, wenn jemand sagt, ihr Leben sei nicht lebenswert.. Diese Leute haben keine Ahnung, was für eine Bedeutung sie haben. Sie halten uns den Spiegel vor! Sie erinnern uns an Dinge im Leben, die wir selbst nicht mehr wissen oder sie nicht mehr schätzen und damit meine ich nicht die Gesundheit.
    Als ich im Spital (es war eine Reha-Klinik) geputzt habe, war ich oft auch in einer geschlossenen Abteilung. Leute haben sich von einer Hirn-OP oder so erholt. Eine Mitarbeitern hat dann mal gesagt: Wenn ich diese Menschen so sehe, bin ich wieder glücklich, dass es mir so gut geht. Ich kann diesen Gedanken einerseits natürlich verstehen, aber andererseits ist dies für mich ein Laben am Schicksal dieser Menschen.. Ich mag das nicht.
    Lernen, dies ist unsere Aufgabe. Andere Menschen (oder Seelen..) zeigen uns unsere Aufgaben und helfen mit. Aber nicht auf diese Weise..
     

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