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Andersartigkeit

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von naglegt, 15. Dezember 2014.

  1. naglegt

    naglegt Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2012
    Beiträge:
    2.896
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    Wir
    und ich mitten drin
    kommen von der Uni-Form


    wir stellen uns die
    Welt vor, wie sie sein soll
    und ob im Ashram oder Militär
    akzeptieren wie nur die, die sich anpassen
    Du an mich
    oder ich an Dich


    Anpassungsleistung
    können wir alle.


    Andersartigkeit
    lassen wir nicht zu
    und wenn ihr mir das hundertmal
    weißmachen wollt


    Wieviel Mut braucht es
    einen völlig anderen
    als völlig anders zu akzeptieren
    dass er oder sie so ist wie
    es jetzt halt ist


    und dann noch in
    Kontakt zu bleiben
    in der Lebendigkeit des Lebens
    eine Berg- und Talfahrt


    gemeinsam
    und doch verschieden


    wir sind eins
    und sehr verschieden


    Andersartigkeit
    im vollen Bewußtsein
    also genau zu wissen
    dass der Andere und was er anderes will


    es nicht erfüllen zu können
    oder doch

    eins und

    doch verschieden
     
    Emillia gefällt das.
  2. naglegt

    naglegt Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2012
    Beiträge:
    2.896
    Meine Lieblingsidee ist, dass Alles-was-ist (andere sagen Gott dazu), sich geteilt hat: ein Teil blieb im reinen Sein, Geist, der Bruder, der daheim blieb und ein anderer Teil, die andere Hälfte zerstieb in Abermilliarden (Gottes-) Funken, jeder eine einzigartige Facette Gottes. Eins sind wir, weil wir als Teil von Alles-was-ist, Eins sind, immer. Verschieden sind wir, weil wir "nur" ein Minifutzel sind.

    Ergo: die Wahrheit sind wir alle zusammen, eine Facette der Wahrheit sind wir, jeder von uns. Niemand hat dieselbe Wahrheit wie ich oder Du.
    Darin liegt die Grandiosität und Genialität der Schöpfung: in der Verschiedenheit sind wir einzigartig - nicht wie in mancher Konkurrenzschöpfung geklont - klonen, das kann jeder: Abermilliarden identische Indentitäten, klar, die verstehen sich alle. Aber hier: Abermilliarden Individuen, keiner versteht keinen und doch kommen wir hoffentlich mal bald endlich zusammen.

    Toleranz kann nur gelten, wenn wir uns so leben dürfen wie wir sind. Ein hartes Brot, denn immer noch kommen wir aus dem Uni-Formen, dem Gleichgemachten, Gleichgestellten.

    Ebenbürtigkeit und auf Augenhöhe heißt, die Andersartigkeit zu akzeptieren. Immer.

    Schwierig, wie ich finde. Mein Knackpunkt ist: ich will alle verstehen. Das geht aber nicht. Dann bin ich beleidigt. Schlechte Karten für mich. Ich lerne zu leben, ohne andere zu verstehen. Dann kommt aber die Angst. Klar: das Uni-Forme ist insofern angstreduziert, als alle vorhersagbar sind, vorhersehbar. Das gibt Sicherheit.

    Ich will aber in die Sicherheit, die darin liegt, weil wir Menschen sind und andersartig sein dürfen.

    Ich will mich mit denen treffen, die mir am schwierigsten zu verstehen sind, die ich gar nicht verstehe. Ich will die sein lassen können, wie sie sind. Ohne Grüppchebildung, Gleichmeinungsmüssen und Lobhudelei. Ich mag loben, wenn mir danach ist und ich mag kritisieren, wenn mir danach ist, ohne Gefahr zu laufen diese Basis Ich Mensch - Du Mensch zu verlieren.

    Ja, mit Gottes Hilfe.
     
  3. naglegt

    naglegt Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2012
    Beiträge:
    2.896
    Andersartigkeit,
    ich würds also gerne können,
    damit zu leben.
    So vom Kopf her, ists mir klar.
    Manchmal.
    Vielleicht mach ich zu viel Druck.


    Jedenfalls rutsche ich
    wie auf Schmierseife
    in das Uni-Forme,
    es ist so bekannt,
    ich kanns,
    jeder kanns.


    Vielleicht können wir
    uns zuerst im Ärger
    darüber treffen, dass wir
    uns nicht als Andersartige
    genießen können bisher,
    sondern nur, wenn wir so sind
    wie wir uns gefallen.


    Hey, Du bist anders,
    ich mag Dich gar nicht,
    aber lass uns einen Tee zusammen
    trinken, etwas erzählen,
    bis die Angst kleiner wird,
    lass uns unsere Angst vergessen,
    vor der Uni-Form,
    Uni-Sex, Uni-versität ...


    Einheit in der Vielfalt,
    das kann doch keiner.
    Ich hab nur einen Menschen
    getroffen, der das kann.
    Da hab ich mich ja angesteckt.
    Dann träumte ich davon, es auch zu können.
    Und nun scheitere ich an mir selbst.
    An unbekannten Tiefen,
    Staudämmen, die schon meinen
    eigenen Fluß behindern, stauen,
    zu einem See, wo ich eine
    Quelle sein soll.


    Tee?
     
  4. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
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    Im Nebel

    Seltsam, im Nebel zu wandern!
    Einsam ist jeder Busch und Stein,
    Kein Baum sieht den andern,
    Jeder ist allein.

    Voll von Freunden war mir die Welt
    Als noch mein Leben licht war;
    Nun, da der Nebel fällt,
    Ist keiner mehr sichtbar.

    Wahrlich, keiner ist weise,
    Der nicht das Dunkel kennt,
    Das unentrinnbar und leise
    Von allen ihn trennt.

    Seltsam, im Nebel zu wandern!
    Leben ist Einsamsein.
    Kein Mensch kennt den andern,
    Jeder ist allein.

    Hermann Hesse
     
    SunnyAfternoon gefällt das.

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