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An die Psychologen: Kann man sich Neid einbilden?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Rose110, 29. Mai 2011.

  1. Rose110

    Rose110 Mitglied

    Registriert seit:
    29. Mai 2011
    Beiträge:
    32
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    Hallo alle zusammen!

    Schön, jetzt bin ich auch unter euch gestoßen. Ich habe da bitte eine spezielle Frage, die mir momentan sehr durch den Kopf geht.
    Kann man sich Neid oder andere Gefühle einbilden, wenn man ein schlechtes Selbstwertgefühl hat? Bei mir ist es so, dass ich ein sehr unsicherer Mensch mit dem Umgang mit anderen bin. Da gibt es eine Mitarbeiterin bei mir in der Arbeit. Sie ist ein warmherziger, lieber Mensch und hat eine sehr starke Persönlichkeit. Ich kann nichts schlimmes oder schlechtes gegen diese Frau schreiben. Wann immer sie auf mich zukommt, kriege ich kein Wort heraus, oder werde nervös. Sie redet auch sehr viel und ich fühle mich gleich überfordert. Wobei ich muss dazu sagen, dass ich mich oft bei Menschen überfordert fühle, irgendwie schaffe ich es leider noch nicht mich abzuschotten, wenn mir danach ist.
    Ich werde auf jeden Fall nicht ich selbst, ich fühle mich so überfordert, dass ich nur noch das Wichtigste rede. Es ist so als ob zwei Menschen in mir stecken.
    Der eine Teil ist noch das kleine Kind, das sich nicht traut seine Meinung zu sagen, sich verbiegt und zu allem Ja sagt. Es ist ängstlich und fühlt sich oft in der Gesellschaft nicht wohl. Man kann lange auf ihr herumhacken, sie sagt kein Wort. Das ist das kleine Mädchen, dass der Mitarbeiterin gegenübersteht. Das kleine Mädchen hat wegen allem ein schlechtes Gewissen und übernimmt die Verantwortung für andere. Ihr tut sofort etwas Leid, so als ob sie jegliche Achtung vor sich selbst verliert.
    Der andere Teil ist die erwachsene Frau, die sachlich sein kann, stabil, korrekt und aufrichtig. Ihre Meinung vertreten kann und fair bleibt. Leider ist diese erwachsene Frau noch nicht so oft präsent, wie ich es gerne hätte.
    Jetzt glaubt die Mitarbeiterin, dass ich etwas gegen sie habe, neidisch auf sie bin. Ich weiß es selbst nicht einmal. Ich weiß nur, dass wenn sie mehr dieser Annahme ist, sich meine Gedanken verstärken, dass es tatsächlich so ist. Ich interpretiere nämlich alles mögliche hinein und kann es nicht mehr abstellen. Diese Gedanken.
    Kann man sich Gefühle einbilden, wenn man wenig Selbstbewusstsein hat?

    Danke für eure Antworten. Ich hoffe, der ein oder andere kann mir hier weiterhelfen.
     
  2. Shepard

    Shepard Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2011
    Beiträge:
    228
    Ja, das kann man durchaus. Vor allem wenn man mit sich selber sehr unsicher ist. Wenn man wenig Vertrauen in sich selber und die eigenen Gefühle hat, neigt man eher dazu sie zu bewerten und zu analysieren, weil man so verhindern möchte "schlecht" zu denken oder zu fühlen. So ist man anfälliger, für alles was von aussen auf einen einfließt. Wenn Du nun eine abwehrende Reaktion von aussen bemerkst, dann kann es passieren, dass Du die Meinung des anderen mehr oder weniger bewusst übernimmst. Wahrscheinlich aus Angst davor, dass tatsächlich solche Gefühle in Dir vorhanden sein könnten anderen gegenüber. Vllt. kannst Du genau da ansetzen und Dir klar machen, dass es nicht so schlimm ist, sowas zu empfinden, das tut jeder. Sei da mit Dir selber nicht zu streng. Solche Gefühle wie Neid sind im Grunde nur Ausdruck eines Minderwertigkeitsgefühls. Es ist nicht so wichtig, was Du nun empfindest, oder es genauestens analysieren zu können, wichtiger wäre, es zuzulassen und damit umgehen zu lernen und Dir eingestehen, deshalb kein schlechter Mensch zu sein, weil Du menschliche Gefühle hast. Dann kannst Du auch lernen für Dich selber einzustehen und musst Dich nicht immer gedrängt fühlen, zu allem Ja zu sagen und Dich zu verbiegen.
     
  3. Rose110

    Rose110 Mitglied

    Registriert seit:
    29. Mai 2011
    Beiträge:
    32
    Ich danke dir für deinen netten Text, Shepard.
    Es ist gerade so, wie du schreibst, ich analysiere meine Gedanken und Gefühle sehr. Denn eigentlich komme ich eher so voran als mich einfach nur gehen zu lassen. Es kommt immer wieder diese Niedergeschlagenheit in mir hoch. Vor allem an solchen Tagen, wenn ich zu viel nachdenke. Aaaber eben durch dieses Selbstanalysieren bin ich drauf gekommen, wenn ich meine Meinung vertreten kann und direkt sagen kann, was mich stört, geht es mir wieder gut. Das ist ein langsamer Prozess. Obwohl ich das weiß, ertappe ich mich selbst immer wieder, wie ich in meine alten Muster falle.
    Wenn ihr jetzt meint, ich solle eine Therapie machen, die mach ich bereits.
     
  4. Nelly111

    Nelly111 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Mai 2011
    Beiträge:
    1.173
    Hallo, Rose!

    Zwar bin ich keine Psychologin mit Stempel und Siegel vom Staat. Aber lebe ich sehr aufmerksam seit 47 Jahren auf unserer Mutter Erde und zu meinen Lieblingsbüchern gehören eben auch Verhalten der Menschen, Analysen von Freud udgl.!

    Gefühle kann man sich nicht einbilden. Die sind einfach da. Aber man kann sie falsch interpretieren.
    Wenn ich deinen Beitrag so lese, dann erkenne ich da keinen Neid in dir.
    Sondern:

    Du bist unsicher im Umgang mit anderen Menschen, dass vielleicht durch eine „älter“ Person aus deiner Kindheit zu tun haben könnte, dominante Mutter/Vater/Aufsichtsperson/Lehrer?
    Vielleicht erkennst du Gleichheiten an deiner Arbeitskollegin mit dieser Person aus deiner Kindheit und reagierst deswegen so auf sie?!

    Oder
    Du schreibst selbst, dass du eine selbstsichere, korrekte und faire Frau sein möchtest, dass dir aber nicht möglich ist auch auszudrücken, weil du dir unsicher bist, ob deine Meinungen oder deine Lebenseinstellungen auch die richtigen sind.
    Vielleicht bewunderst du gerade deswegen deine Arbeitskollegin, weil deine Arbeitskollegin so ist wie du gerne sein möchtest?!

    In beiden Fällen, finde ich, ist es für dich wichtig deiner Arbeitskollegin offen gegenüber zu sein. Deine Gefühle ihr gegenüber auszudrücken. Wenn du selbst sagst, dass du nichts gegen sie hast, sondern nur nicht weißt wie du dich ihr gegenüber verhalten sollst, dann sage es ihr auch. Egal wie deine Arbeitskollegin darauf reagiert, du gibst zu erkennen, dass du nicht gegen sie bist, sondern nur nicht sicher bist im Umgang mit anderen Menschen.

    Eine gute Übung ist zbsp: Bevor du deinen Arbeitsplatz betrittst tief und ruhig durchzuatmen und sage dir im Gedanken immer wieder „Ich bin selbstbewusst, ich bin stark, ich bin ein guter Mensch“!
    Diese Übung hilft in jeder Lebenssituation

    Bei mir hat das sehr gut geholfen

    Alles Gute für dich
    LG
    Nelly
     
  5. Rose110

    Rose110 Mitglied

    Registriert seit:
    29. Mai 2011
    Beiträge:
    32
    Edit:
    Wenn ich mit jemandem spreche, kommen mir Gedanken hoch, Was könnte der jetzt von mir denken? Oh Gott, ich kann mich schon wieder nicht konzentrieren, wie soll ich mich nun wieder verhalten?
    Das ist doch nicht normal. Deshalb kam mir auch die Überlegung, ob ich da nicht auch irgend etwas bei der Frau hineininterpretiere. Dass ich hin und wieder Neidgefühle habe, kann ich nicht abstreiten. Aber dass ich jetzt speziell etwas gegen sie habe und es so stark ist, wie sie mir das nun auch spiegelt mehr oder weniger, ich weiß ja selbst nicht manchmal was ich empfinde.
    Irgendwo habe ich auch gelesen, dass man mehr dazu neigt, schlecht über sich zu denken, wenn man nicht genug Selbstvertrauen hat.
     
  6. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Wenn man sich aufgrund von Ängsten und Blockaden merkwürdig verhält, dann nehmen andere schnell irgendetwas an. Man wäre arrogant, obwohl man eigentlich unsicher ist, würde sich für was besseres halten, obwohl man eigentlich bloss versucht keinen Fehler zu machen, usw. Beim Neid gibt es wohl zudem auch zwei Stufen. Entweder man wünscht sich selbst irgendwie etwas oder ein Teil des Lebens der anderen Person, und ist halt traurig wenn man sich selbst dazu im Vergleich sieht. Oder man wünscht dem anderen was schlechtes, oder will dessen Position... Es hilft auf jeden Fall auch, dass man auf sich selbst schaut, und nicht auf andere. Ich zum Beispiel habe mir durch die Teleempathie genug Selbstidentifikation aufgebaut, dass ich mein Schicksal so akzeptiern kann, sprich es hat auch was für sich ich selbst zu sein. Und dann muss man nicht unbedingt neidisch sein, oder gar verbittert. Ich kann mich auf jeden Fall über das Glück der anderen freuen, solange ich nichts gegen die Person habe wenigstens. Heftiger Neid ist wahrscheinlich fast so selbstschädigend wie Hass. Aber vielleicht bist du auch gar nicht neidisch, und dein Abblocken wird bloss so interpretiert. Mir ist es auch immer sehr schwer gefallen nicht abweisend auf andere zu wirken.

    LG PsiSnake
     
  7. Asaliah40

    Asaliah40 Sehr aktives Mitglied

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    Kärnten
    Bin zwar nur "Psychosoziale Begleiterin", aber vielleicht hilft es dir ein wenig.

    Alles Liebe dir
    Asaliah
     
  8. Rose110

    Rose110 Mitglied

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    Ich glaube auch, dass ich ein Problem damit habe, wenn jemand zu offen anderen Menschen gegenübersteht. Das bewundere ich schon an ihr. Aber das überfordert mich auch total, denn ich möchte eigentlich nicht viel von mir Preis geben. Das Problem ist, dass mich manchmal sogar oberflächlicher Smalltalk ganz aus der Ruhe bringen kann, wenn ich mit mir nicht im Reinen bin. Das kleine Mädchen, das vor allem Angst hat.
     
  9. Rose110

    Rose110 Mitglied

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    29. Mai 2011
    Beiträge:
    32
    Ich wünsche ihr nichts böses, ich freue mich für sie, wenn es ihr gut geht. Das sage ich auch, aber es kommt nicht durch. Ich habe auch ein schlechtes Gewissen und weiß nicht weshalb. Es ist einfach diese Angst da, wenn sie auftaucht, dass sie was schlechtes über mich denkt.
     
  10. Nelly111

    Nelly111 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Wovor hat das kleine Mädchen Angst? Weißt du das ganz bewusst?
    Stelle dir diese Frage selbst und wenn du dann dahinter kommst, warum die Angst dich wieder in ein kleines Mädchen verwandelt, dann sage dir selbst:

    Ich bin stark, ich bin selbstbewusst, ich bin wertvoll, ich bin ein guter Mensch, ich bin ein wundervolles göttliches Wesen.

    Wenn du anerkennst, dass du ein göttliches, wunderbares Wesen bist, dann fällt es dir auch leichter mit anderen Menschen zu reden.
    Und wenn dich Smaltalk schon manchmal aus der Ruhe bringt, dann sag es einfach.
    Sag: "tut mir leid, aber heute ist mir nicht nach reden, habe anderes im Kopf."
    Das ist nicht unhöflich, gibt nichts von dir Preis aber verschafft die Ruhe, die du in diesem Moment brauchst

    LG
    Nelly
     
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