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Alle Menschen ein wenig schizophren?

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von dalai, 29. Juli 2008.

  1. dalai

    dalai Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juli 2007
    Beiträge:
    398
    Ort:
    Bayern
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    Hallo,
    mir ist folgende Vorstellung gekommen: So ziemlich alle Menschen wissen, welche Handlungen ihnen selbst gut tun, und welche weniger. So weit so gut.

    Hier kommt allerdings der Widerspruch: In den meisten Fällen tun sie nicht das, was ihnen langfristig gesehen gut tut, sondern sind nur darauf aus, kurzfristig Spaß zu haben. Jeder kennt den inneren Schweinehund: Er hält einen von so nützlichen Dingen wie Meditation oder Sport ab, wenn der andere "Teil" der Persönlichkeit nicht genug Willen hat, sich durchzusetzen. Der Mensch ist also von Natur aus ein schizophrenes Wesen, kann man das so sagen?

    Ich bin überzeugt, dass man die verschiedenen Persönlichkeitsteile mit Meditation in Einklang bringen kann, sodass sie sich nicht mehr bis aufs Blut bekämpfen, sondern miteinander auskommen. Aber ist es auch möglich, den Schweinehund dazuzubringen, sich überhaupt nicht mehr einzumischen?

    In diesem Fall sollte man ja nur noch auf das langfristige Glück aus sein, es stellt dann nicht mal mehr im Ansatz ein Problem dar, sich für bestimmte Sachen aufzuraffen.
    Muss man für diesen Zustand Erleuchtung erfahren haben oder ist das nur eine Vorstufe der Erleuchtung?

    Keine Ahnung, ob man auf meine Fragen eindeutige Antworten erwarten darf, ich kann´s ja aber mal probieren. :banane:
     
  2. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. November 2007
    Beiträge:
    44.830
    Ort:
    hear(hier)
    du denkst zuviel -meditiere einfach.alle fragen werden in der meditation beantwortet .du bekommst genau das -was du willst und dich nicht traust-liebe lust und leidenschaft genannt -erfüllung

    alles liebehw
     
  3. DPM2010

    DPM2010 Mitglied

    Registriert seit:
    15. Mai 2008
    Beiträge:
    344
    Ort:
    Neustadt an der Weinstrasse
    HI!

    Du Schmeißt da viele Sachen zusammen. Will mal versuchen ob ich erkenne was du genau suchst und antworten kann.

    Von Natur aus sind wir eins. Kinder sind immer eins. erst wenn etwas schlimmes passiwert oder man mit sich in Konflikt kommt dann wird man gespalten. Man will dieses und jenes obwohl es sich wiederspricht und suiucht nach deem schnellen Spass, dem schnellen Geld oder der schnellen Befridigung ohne auf das andere zu achten. Ja Die meisten sind gespaltenund kommen so keinen Schritt vorwärts.

    Und JA, Du hast recht diesen Zwiespalt oder diese Teilung in mehrere Persönlichkeiten oder persönlichkeitsanteile kann man flicken.mit Absicht, viel Energie und guter Anleu8itung geht das relativ schnell. Vertrauen ist natürlich grundlage. Wenn du das versuchen willst rate ich dir zu Innert Voices o.s.ä eine Methode um alle Stimmen anzuhören. Google mal.

    Ob das erleuchtung ist oder ob das die Vorstufe ist weiss ich nicht aber wenn du erleuchtet sein willst Leucte doch einfach! OSHO hat ne tolle Anleitung dazu geschrieben. Vieleicht wird dir dann einiges klarer.


    lg DPM2010
     
  4. Energeia

    Energeia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2006
    Beiträge:
    3.288
    Ort:
    Milchstraße
    Hallo Dalai,

    ja, ich finde deinen Beitrag sehr interessant. Anscheinend beruhen deine Erkenntnisse auf eigenen Erfahrungen. Das finde ich sehr wichtig und schön.
    Es gibt tatsächlich in der Psychologie, in der Philosophie, in der esoterischen sowie spirituellen Literatur ähnliche Gedanken, wie du sie hier skizzierst.

    Ganz generell kann man sagen, dass der Mensch fähig ist, verschiedene Perspektiven einzunehmen. Der Psychologe Jean Piaget spricht hier beispielsweise von dem Vorgang der Dezentrierung, der im Laufe der Kindheit und Jugend stattfindet. Der Sozialpsychologe George Herbert Mead unterscheidet I, ME und SELF: "I" meint die unmittelbare Perspektive, das, worauf man gerade Lust hat. Das "Me" ist die Perspektive, die man einnimmt, wenn man sich in andere hinein fühlt oder denkt - also gerade nicht die Perspektive der eigenen Gefühle. Und dann nocht das "Self", das als Perspektive noch über beiden steht und wie aus einer distanzierten Vogelperspektive Vorgänge beobachtet.

    Beispielsweise versteht der Ansatz "Aussöhnung mit dem inneren Kind" den Menschen ähnlich. Und das Chakra-Modell beschreibt einen ähnlichen Vorgang.

    Es gibt in uns also Energien, Kräfte, Erwartungen, Strukturen, die meist auf etwas Unmittelbares aus sind, und es gibt in uns Perspektiven, die aus einem distanzierten Blickwinkel Ereignisse beobachten. Beides KANN im Widerspruch stehen. Beispielsweise weiß man genau, dass es eigentlich richtig wäre zu meditieren, man kann sie zusehen und sieht das ganz genau, aber es gibt dann etwas anderes in einem Menschen, das keine Lust hat und das sich dann durchsetzt.

    Alle Techniken, die mit diesen Unterscheidungen ansetzen, versuchen dann, ähnlich, wie du das beschreibst, diese "Stimmen" oder "Perspektiven" miteinander zu versöhnen. Das kann man z.B. machen, indem man innerlich wirklich Dialog führt und diesen sogar anfangs aufschreibst - so ist es z.B. bei der "Aussöhnung mit dem inneren Kind". Andere Ansätze setzen so an, dass der Therapeut versucht, diese beiden Stimmen für denjenigen, der Probleme hat, zu koordinieren. Manche Ansätze versuchen durch Meditation die Versöhnung herzustellen.

    Liebe Grüße,
    Energeia
     
  5. Energeia

    Energeia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2006
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    3.288
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    Milchstraße
    PS: Ach ja, das was du als "pathologischen Falle" vielleicht noch meinst, das nennt man übrigens nicht Schizophrenie. Man sagt im alltag oft, wenn ein Mensch so handelt, als wenn zwei Stimmen in ihm wären: "der ist ja schizo". Aber in der Psychologie wird dies "Multiple Persönlichkeit" genannt, wenn wirklich verschiedene Persönlichkeiten in einem Menschen agieren. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung geht ein wenig in diese Richtung. Hier liegt jedoch keine "Spaltung" vor, sondern nur eine "Ab-Spaltung". Dennoch können sich dann ab und an die verdrängten Anteile zeigen und z.B. sehr aggressiv werden.
    "Schizophrenie" ist gegeben, wenn ein Mensch z.B. "fremde Stimmen" in sich hört, die ihm vielleicht irgend welche Aufträge mitteilen etc. - ohne dass er merkt, dass er diese fremden Stimmen und Bilder selbst simuliert.
     
  6. DPM2010

    DPM2010 Mitglied

    Registriert seit:
    15. Mai 2008
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    344
    Ort:
    Neustadt an der Weinstrasse
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    ... dann ist er ein telepatischer Empfänger.

    lg DPM2010
     
  7. Yoyo

    Yoyo Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2007
    Beiträge:
    125
    Ort:
    Wien
    Hallo dalai,

    genau diese Fragen habe ich mir auch schon oft gestellt und sie liegen immer noch ganz im Fokus meiner Aufmerksamkeit. Es sind die richtigen Fragen: Ich sehe da gar nichts Überflüssiges in deinen Zeilen.
    Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage ist ein klares Ja!
    Wir alle sind schizophren, d. h., unser Ich, unser Bewußtsein, ist keine Einheit, sondern in viele Teile gespalten: ein Sammelsurium unterschiedlicher und gegensätzlicher Bestrebungen, die oft sogar diametral entgegengesetzt sind. Ein Teil will dieses, ein anderer jenes; und so hinterlassen wir im Leben keine rechte Spur. Letztlich pendeln wir nur um den Ausgangspunkt. Am Ende des Lebens ist nichts erreicht, das Ich ein Trümmerhaufen, von dem wir auch noch erhoffen, er möge ewig fortbestehen!
    Es ist nur dem niedrigen Grad unseres Bewußtseins zuzuschreiben, daß wir dessen nicht gewahr sind.
    Meditation ist sicher eine gute Methode, um an der Bewußtwerdung und Integration der "Teilichs" zu arbeiten. Wichtig ist nur, daß du es regelmäßig tust. Und entscheidend ist, daß du auch dann meditierst, wenn es dir am wenigsten behagt. Welche Übungen es auch immer sind (Meditation, Hatha-Yoga, Pranayama, Ritualistik etc.), sie müssen regelmäßig stattfinden.
    Aber es gibt noch viel mehr im alltäglichen Leben zu tun. Die Übungen sind nur ein schöner Kristallisationspunkt. Ein paar Beispiele können vielleicht die Richtung weisen: Haltung bewahren, auch wenn man alles hinwerfen möchte; aufrichtig sein, auch wenn es große Unannehmlichkeiten mit sich bringt; liebevoll agieren, auch wenn man innerlich aufgewühlt ist; die eigenen Kräfte an selbst gestellten Herausforderungen messen usw. usf.
    Ob der innere Schweinehund jemals gänzlich und für immer zum erliegen kommt, sei einmal dahingestellt. Eines steht jedenfalls fest, er kann dein Diener werden. -
    Den Zustand gibt es, wo es nicht einmal im Ansatz Probleme macht, sich für eine Sache aufzuraffen, egal was es kostet. Ganz einfach aus dem Grund, weil sich die Frage nicht mehr stellt. Der Blickwinkel hat sich verlagert. Was getan werden muß, wird getan. Um jeden Preis!
    Erleuchtung ist ein Prozeß, der nie aufhört...

    Gruß,
    Yoyo
     
  8. Energeia

    Energeia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. März 2006
    Beiträge:
    3.288
    Ort:
    Milchstraße
    Das ist deine Theorie DPM2010. Hast du schon mal wirklich und real erlebt, wie ein Mensch nach 30 Jahren seines Lebens plötzlich an einer Psychose - Schizophrenie - erkrankt ? Wie er vielleicht den "Auftrag" bekommt, an einem bestimmten Ort Leichen auszugraben, wo keine Leichen liegen? Hättest du so etwas erlebt, dann würdest du meiner Ansicht nach nicht derartige Thesen generaliseren.
    Es gibt sicherlich sehr empathische Menschen - hierbei muss man aber, scheint es mir, immer auch nachfragen, ob dies nicht auf Selbsteinbildung und -affektion beruht und wie sensitiv der Mensch wirklich ist - aber nicht jeder Mensch, der Stimmen hört ist ein "telepathischer Empfänger".
    Und diese Menschen sind es dann auch nicht einfach "plötzlich" nach 30 Jahren, sondern sie sind es schon von Geburt an.

    Liebe Grüße,
    Energeia
     
  9. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Das könnte ein gefährlicher Trugschluß sein... denn

    kann ich nur nachdrücklich wiederholen. Es ist unfaßbar, wie weit Autosuggestion in einem solchen Fall gehen kann. Da ist man dann auserwählt, mit Gott (oder sonst wem Unkörperlichen) persönlich zu sprechen, mehr zu wissen als alle andern, von geheimen Lehrern aus geheimen geistigen Welten geheime Lehren zu empfangen und auf diesem Weg gleich auch noch die gesamte Welt zu erlösen - und das wird völlig ernstgenommen und auch so ausgesprochen. (Hab ich nicht nur einmal vor mir gehabt, so'n Fall. Ist nicht fein für die Umwelt.)
     
  10. dalai

    dalai Mitglied

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    Ich freue mich, dass das Thema so viele interessiert und bedanke mich für eure Beiträge.

    Also komischerweise stelle ich mir solche Fragen erst AUFGRUND von Meditation, früher hätte ich mir solche Fragen nicht gestellt. :confused: Dafür stellt man sich halt nicht mehr so belanglose Fragen, die völlig unwichtig sind. Und bevor eine Frage beantwortet werden kann, muss man sie auch erst einmal gestellt haben.

    Kann mich dieser Ansicht nur anschließen.

    Sehr guter "Lebensrat", werde ich mir zu Herzen nehmen. :)

    Ok, dein Exkurs zeigt, dass man das Wort "schizophren" etwas vorsichtiger gebrauchen sollte. Letztlich fällt mir aber auch kein passenderes Adjektiv für diesen Zustand ein. Egal, es ist psychologisch gesehen jedenfalls sehr interressant.
     
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