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Äußerste Vorsicht!!! Hellinger Familienaufstellung - Brauche dringend eure Hilfe!!!

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Run4Cover12, 15. November 2004.

  1. Run4Cover12

    Run4Cover12 Guest

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    Hallo,

    ich schreibe mit der dringenden Bitte um eure geschätzten Antworten.

    Kurz zur Situation:

    Eine befreundete Familie erlitt in den letzten 2 Jahren derbe Schicksalsschläge. Die Eltern erhielten ziemlich zeitgleich die Diagnose Krebs. Die Familie hielt zusammen, jeder stand in dieser Zeit für den anderen ein. Nach hartem Kampf erlag der Vater seiner Krankheit. Die Mutter hat die Krankheit sozusagen besiegt.

    Die Tochter leidet seit dem Tod ihres Vaters an akuten Angstzuständen und Panikattacken. Daraufhin entschied sie sich, Hilfe anzunehmen. Sie machte eine Familienaufstellung nach Hellinger, die dubioserweise ihre eigene Mutter als "Schuldige" an ihrem Zustand verantwortlich machte.
    Mittlerweile hat sich die Tochter (seit Hellingertherapie) von ihrer Mutter sozusagen losgesagt. Ich weiß, dass sie an einer Familienaufstellung nach Hellinger teilnimmt. Die Mutter ist nun total verzweifelt, am Ende ihrer Kräfte, denn sie hat nun nicht nur ihren Mann verloren, sondern auch ihre Tochter, mit der sie früher durch dick und dünn ging. Es scheint, dass hier eine Gehirnwäsche vorgenommen wird, die mehr zerstörend als heilend wirkt. Wie kann es sein, dass sich Menschen das Recht herausnehmen, zu behaupten, einem Menschen zu helfen und auf der anderen Seite, einen anderen zerstören???

    Die Lage ist dramatisch.​

    Wer hat ähnliche Erfahrungen.
    Was kann man tun?
    Wie kann man der Tochter verdeutlichen, dass dies kein guter Weg sein KANN?

    Ich bin für jeden ernstgemeinten Rat, für jeden Link, der mir weiterhilft äußerst dankbar. Ich verzichte gerne auf das Pro der Hellingermethode, denn was HIER abgeht, KANN und DARF nicht sein, das werdet ihr doch einsehen.
     
  2. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    hallo run!

    die betroffenen sind hier offensichtlich die tochter und ihre mutter, und du bist der zuseher, der das geschehen von außen be- und verurteilt. aus deinem beitrag geht nicht hervor, welcher art von betreuung sich die tochter wirklich anvertraut hat ...
    das geht rein vom zeitablauf, so wie du es schilderst, nicht mit dem familienstellen zusammen. wie du das beschreibst, ist sie in einer andauernden therapeutischen betreuung, und da gibt es keine hellinger-therapie. familienaufstellungen beschuldigen auch niemand und nominieren erst recht keine sündenböcke - ganz im gegenteil ist es so, dass eben nicht einseitige kausale "ursachen" festgemacht werden, sondern das, was wirkt, im systemischen kontext sichtbar wird... wobei das, was wirkt, oft überraschend anders aussehen kann. die heroische idylle ist ja auch oft nur eine variante des wegschauens.

    aber ein paar sätze, noch dazu aus empörter, betroffener wut und ohnmacht formuliert, lassen keine einschätzung zu, welche prozesse da wirklich ablaufen.
    weißt du denn besser, run, was der gute weg für die tochter wäre? ginge es nicht vor allem mal darum, ihren weg zu respektieren? hätte sie sich zu opfern für ihre mutter?

    wir haben keine ahnung davon, welche loyalitäten möglicherweise in der aufstellung ersichtlich geworden sind. wir wissen nicht, welche konsequenezn die tochter daraus gezogen hat. wir wissen nichts über die qualität dieser aufstellung und die qualifikation des aufstellungsleiters. wir kennen nur deinen zorn, den ich achte, von dem ich mich aber nicht zur parteinahme und zu einem urteil verleiten lasse.

    eine ergänzende sachinformation: es wird ja immer wieder den aufstellungen vorgehalten, sie könnten in so kurzer zeit nicht wirklich wirken. und nun sollten sie sogar zur gehirnwäsche in der lage sein? dieser vorwurf wurde schon immer und so ziemlich gegen jede form von psychotherapie erhoben, wenn die ergebnisse der arbeit nicht den erwartungen von irgendwem entsprochen haben. sei getrost: gehirnwäsche gelingt dem familienstellen tatsächlich nicht ... allenfalls kann ein getrübter blick ein wenig gereinigt werden und einsichten bringen.

    du möchtest einen tipp? vielleicht kannst du dich in allparteilicher verbundenheit sowohl der mutter als auch der tochter zuwenden, ohne sich in das einzumischen, was das ihre und nur das ihre ist. menschen erlangen dann ihre volle kraft, wenn sie am tragen nicht behindert werden.

    alles liebe, jake
     
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  3. nocoda

    nocoda Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. November 2004
    Beiträge:
    935
    Ich möchte dazu mal die Worte unseres Familientherapeuten anfügen.

    In dem Gespräch meinte er sinngemäß, unser Bestreben etwas in unserer Familie zu verbessern wäre ja der Grund, weswegen wir zu ihm gekommen wären, aber genauso könnte es sein, dass wir während und nach der Therapie erkennen würden/könnten, dass wir gar keine Besserung wollten und für eine Trennung wären.

    Damit möchte ich sagen, dass die Entscheidung auch anders ausfallen kann, als wir sie erwarten oder erwartet haben.

    So souverän wie Jake schon geschrieben hat, kann auch ich nicht beurteilen, was nun genau Fakt ist und was momentane Panik.

    Gehirnwäsche schließe ich allerdings so gesehen erstmal aus.

    Schreib uns doch bitte mal genauer und mehr Run4.

    *lg
    nocoda
     
  4. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2004
    Beiträge:
    1.488
    Ort:
    Kiel, Schleswig-Holstein (D)
    Hallo Run!

    Also das kommt mir dubios vor und ein wenig konstruiert.

    Aber ich nehms mal so.

    Was du beschreibst, hat irgendwie nicht viel mit Familienstellen nach Bert Hellinger zu tun. Der würde die Eltern eher schützen, wo es geht. Und dafür werden wir Aufsteller hier ja auch oft angegriffen, dass wir mit verachteten Eltern fühlen, damit die Kinder in die Kraft kommen können.

    Aber es kann ja auich eine inkompetente Leitung gegeben haben. das können wir alles - Jake sagt das ganz richtig - hier aufgrund deiner Angeban so gar nicht beurteilen. Dien Bericht lädt eher ein, empört zu sein. Und Empörte stellen sich zwischen die Eltern und ihre Kinder in diesem Falle. Und das hilft nicht weiter.

    Wenn es tatsächich Zweifel an der Kompetenz eines Aufstellers geben sollte, hat die IAG einen Ombudsmann für solche Fälle. Dieser wird - so der Aufsteller Mitglied er IAG ist, auf Anfrage gern aktiv werden, denke ich.

    Sicher werden alle hier schreibenden Aufsteller deiner Freundin gern zur Verfügung stehen, wenn sie ein Anliegen hat. Der erste Weg sollte jedoch zu dem Aufsteller gehen, den sie besucht hat.

    Dich geht das alles nichts an! Du achtest sie, wenn du dich nicht mehr einmischst!

    Gruß
    Christoph
     
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  5. Schnattchen

    Schnattchen Guest

    Hallo,

    das was du beschreibst ist krass, ja aber weißt du was bei der Familyaufstellung nicht noch alles ans Tageslicht kam? die Tohter hat vielleicht dinge erkannt wo die Mutter mit schuld trägt und sie so in ihrem zorn ist das sie sie jetzt ablehnt ich schreibe aus eigener Erfahrung . Ich habe meinen vater als gott gehsen und immer auf ihn hienauf geschaut nach 23 Jahren ich bin jetzt 25 JAhre ist die Fassade gebröckelt und er ist mit schuld an meiner Vergangeheit die ich durch leben musste.

    Ich möchte dir damit nur sagen, das da vielleicht noch einges hinter steckt. Um dir das genauer zu erklären kannst du mir gern mal eine mail schicken dann erkläre ich dir das mal in ruhe wie ich es erlebt und empfunden habe wenn du interesse hast.

    Ansonsten wirst du da nicht viel ausrichten können ohnne mehr intergrund wissen zu bekommen da wird keine Gehirnwäsche am Werk gewesen sein da steckt eine Lebensgeschichte hinter die der Tochter klar und deutlich wird. :morgen:
     
  6. mina73

    mina73 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. Februar 2004
    Beiträge:
    961
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    schweiz
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    kann sich auch in was reinsteigern... familienaufreibung hin oder her: wenn jemand während einer sitzung den entschluss fasst, sich von der mutter abzutrennen, dann sollte dieser jemand vorher mit ihr darüber reden. es besteht immer die möglichkeit, dass da irgendwas total in die hose ging, sprich total falsch interpretiert wurde. so wie sich das hier anhört, ist die abtrennung von der mutter ohne eine erklärung von statten gegangen. und das ist nicht in ordnung. da stimmtz watz nig. es ist nicht alles hell(inger), das glänzt:)

    mina
     
  7. Josephine33

    Josephine33 Mitglied

    Registriert seit:
    24. Juli 2004
    Beiträge:
    99
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    Nähe München
    Hi Run,
    wie gehts denn jetzt der Tochter? Sind ihre Angst und Panikattacken weg?
    Gehts ihr besser?
    Du schreibst nur aus der Sicht der Mutter, und trittst nur für die Mutter ein. Was ist mit der Tochter?
    Wieso ist dies nicht ok, wenn die Tochter sich von der Mutter abnabelt? Dies ist ein nartürlicher Prozess in der Entwicklug der Kinder, damit die Tochter ihr eigenes Leben leben kann.
    Wieso soll die Tochter für die Mutter da sein, wenn ihr Vater gestorben ist ist, sollte das nicht umgekehrt sein? Die Mutter für die Tochter? Hat die Mutter denn keine Freunde oder Freundinnen? Die Kinder sind nicht da um unsere Päckchen der Eltern weiterzutragen, blos weil die Eltern zu feige sind den alten Käse zu lösen? Denk dran es ist nicht alles Gold was glänzt.
    Ich bin Mutter und auch Tochter.
    Gruß Josephine33
     
  8. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
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    5.652
    Ort:
    dort, wo es schön ist
    Hallo run,

    du sprichst von "Schuldigen" und damit würde ich sehr, sehr vorsichtig sein. Wenn sich die Mutter als Schuldige fühlt, dann ist es ihre Sache und es wird dafür Gründe geben.

    Sollte in einer Familienaufstellung eine Schuld festgestellt werden, gibt es auch gute Gründe dafür. Aus deinem Bericht kann ich sowas nicht erkennen.

    Alles andere wurde schon geschrieben. Es gibt hier zwei Sichtweisen zu beachten: die der Mutter und die der Tochter, die um Hilfe ersucht hat.

    Liebe Grüße pluto
     
  9. Harry55

    Harry55 Mitglied

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    Nähe Graz / Österreich
    Mir scheint, da ist einiges schiefgelaufen in dieser Aufstellung.

    Ich möchte mich nicht in allen Detail wiederholen, aber ich glaube, es gibt keine Schuld ( s. auch http://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?p=110930#post110930 ).

    Sehr wohl gibt es Verantwortung.
    Wenn die Tochter davonläuft vor der Mutter, dann war das nur einen Art Panikreaktion auf diese Erkenntnis.
    Wenn die Mutter Einsicht zeigte in dieser Aufstellung und die Verantwortung übernahm und sich bei ihrer Tochter entschuldigte, sollte die Kluft auch wieder verschwinden können.
    Aus einer gewissen Sicht mag das wie Gehirnwäsche aussehen, aber dass Familien / System zusammenhalten wie Pech und Schwefel und dabei eine Person die anderen nur ausnützt und unterdrückt, ist kein Widerspruch.
    Da wäre dann ein Ausbrechen aus diesem System angebracht und eine Erlösung. Selbst wenn es aus dem eigenen Elternhaus ist.

    LG
    Harry
     
  10. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

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    15. Januar 2004
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    1.488
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    Kiel, Schleswig-Holstein (D)
    Werbung:
    Harry,

    wenn Aufsteller von "Schuld" sprechen, dann meinen sie, das einer einem anderen etwas schuldig ist - einen Ausgleich von Geben und Nehmen.

    Und diese Schuldigkeit existiert und wirkt. Nachweisbar.

    Christoph
     
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