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Adoptivkinder

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Eberesche, 28. April 2008.

  1. Eberesche

    Eberesche Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
    Beiträge:
    2.175
    Ort:
    vielleicht ein bisschen näher dran
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    Hallöle,
    aus aktuellem Anlass (also bei mir im privaten Umkreis) stelle ich mir die Frage ob adoptieren wirklich das Beste für die Kinder ist. Auch in Anbetracht, was bei Familenaufstellungen so zu Tage kommt. Eine Bekannte hat zwei kleine Adoptivsöhne. Ein Findelkind und ein Kind, bei dem die leiblichen Eltern noch leben. Ganz süße Jungs. Sie hat vor den Beiden natürlich später einmal zu sagen, dass sie adoptiert sind. Ich frage mich nun, wie wird das Findelkind sich fühlen? Der andere kann später einmal seine leibl. Eltern kennen lernen. Dem anderen bleibt das verwehrt.
    Was haltet ihr von adoptieren? Wie seht ihr das so?
    Früher dachte ich immer, das ist das Beste für die Kinder - heutzutage bin ich mir nicht mehr sicher.
    Eberesche
     
  2. sage

    sage Guest



    Sollen sie bis zum 18-Lebensjahr im Heim leben?
    Eltern sind die, die einen aufziehen, sich um einen kümmern, kleiden, für Essen und Trinken sorgen. Zu denen man geht, wenn´s Probleme und -chen gibt.
    Kinder zeugen und austragen kann jeder, sie großzuziehen, das ist das Schwere an der sache.
    und wenn ich in der Situation eines solchen kindes wäre, würde ich dankend darauf verzichten, meine Erzeuger kennenlernen zu wollen. Die wollten mich damals nicht und jetzt will ich nimma.



    Sage
     
  3. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    Hallo,

    ich denke es wäre gut, den Kindern von Anfang an zu sagen, dass sie bei einer anderen Mama im Bauch waren und nicht zu warten bis sie großjährig sind und dann das Weltbild zu zerstören.
     
  4. blackrosegirl

    blackrosegirl Mitglied

    Registriert seit:
    9. Januar 2008
    Beiträge:
    88
    Ort:
    Salzburg
    Hi ihr lieben.,

    ich bin selbst ein Adoptivkind. Ich bin allerdings mit dem wissen eines zu sein aufgewachsen. Mit 13 wollte ich dann unbedingt wissen wo ich her komme.

    Ich habe gesucht und gefunden: Mein leiblicher Vater:Drogenabhängig
    Meine leibliche Mutter: Alkoholikerin
    Meine leiblichen Geschwister: alle keine ordenliche Erziehung genossen, zuwenig liebe bekommen, alle nur am Sch**** bauen!

    Nach 3 Jahren habe ich den Kontakt zu meiner leiblichen Familie wieder abgebrochen!

    Ich bin froh bei meinen Adoptiveltern aufgewachsen zu sein, auch wenn sie sich scheiden ließen.

    Für mich sind meine Adoptiveltern Mama & Papa, und für meine Tochter sind sie Omi & Opa ob nun leiblich oder nicht!:liebe1:

    mfg blackrose
     
  5. Kessy

    Kessy Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2007
    Beiträge:
    2.435
    Hallo Sage,

    da geb ich dir recht, in allem, was du geschrieben hast!!

    LG Kessy
     
  6. Eberesche

    Eberesche Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
    Beiträge:
    2.175
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    vielleicht ein bisschen näher dran
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    Danke, ich weiß was Eltern sind. Wenn du in der Situation wärst, wüsstest du gar nicht, wie du dich verhalten würdest. Es ist leicht zu sagen, wenn es so und so ist, verhalte ich mich so und so. Nein, so einfach ist das nicht - nur wenn du drin steckst, weiß du, wie du dich verhältst.
    Zu deiner Gegenfrage: Darum geht es mir nicht. Natürlich möchte ich, dass es den Kindern so gut wie möglich geht.
    Ich weiß allerdings, was du mir sagen willst. Aber es ist ja nicht so. Es verzichten nicht alle dankend...viele, die es nicht wissen, spüren etwas....etwas, was ihnen fehlt. Viele sind so lange auf der Suche, wenn sie es nicht wissen, bis sie ihre leiblichen Eltern finden oder nicht.
    Kessy, bist du auch ein Adoptivkind?
    Danke blackrosegirl - so etwas wollte ich hören.
    AL Eberesche
     
  7. Eberesche

    Eberesche Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
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    2.175
    Ort:
    vielleicht ein bisschen näher dran
    Hallo nochmal,
    das habe ich gerade in dem Natscha-Kampus-wird-abgelöst-Thread gefunden:
    geht an dich liebe sage, allemal besser als ein Heim, nicht wahr?
    Es ist wie alle Dinge - wir sollten nicht alles über einen Kamm scheren.
    Eberesche
     
  8. bergfee

    bergfee Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2006
    Beiträge:
    599
    Ort:
    hoch droben in den Nordalpen
    Hallo, an euch,
    Es gibt immer und immer Lücken im Gesetz. Und Menschen können der Behörde ganz schön was vorspielen.
    Ich will meine Adoptiveltern nicht in den Dreck ziehen. Denn sie haben mir neben den Schlägen auch vieles ermöglicht, meine Talente gefördert ( Sport, Klavier spielen, gute berufliche Ausbildung) also ordentlich drauf geschaut, dass aus mir was "wird"....

    Aber ich will nicht verheimlichen, dass ich oft und oft geschlagen wurde, manchmal auch mit dem Verlängerungskabel oder mit der Sporttasche, wo die Eislaufschuhe drin waren. Ich habe das bis heute noch nicht ganz aufgearbeitet - und bitte sagt mir nun nicht, ich solle in psych. Therapie gehen und das aufarbeiten...Ich habe es zum größten Teil aufgearbeitet und stehe jetzt dort, wo ich schon als Kind stehen wollte.

    Meine Eltern sind inzwischen alt und teilweise ziemlich krank, sie haben genug mit sich selbst zu tun.
    Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich liebe sie trotzdem. Das Verhältnis ist inzwischen wesentlich besser , auch wenn ich noch nachts träume von damals...

    Was ist denn eure Meinung, sollte ich einen Schlußstrich ziehen und sagen: ihr habt mich als Kind mißhandelt, verprügelt, zeitweise verstoßen; mit euch will ich nichts mehr zu tun haben...
    Lieben Gruß Gabrielle
     
  9. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
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    Wien
    Hallo Bergfee,

    es tut mir leid, zu lesen, wie du "be"handelt wurdest. Ich wurde auch als Kind oft geschlagen und hab auch seltsame Dinge erleben müssen. Ich bin allerdings dankbar, dass ich weder sexuell missbraucht wurde noch körperliche Schäden aus meiner Kindheit davon getragen habe.

    Ich habe einfach mit der Zeit und auch seit ich ein eigenes Kind habe bemerkt, dass es bestimmt oft Hilflosigkeit war, dass die Eltern so ihre Aggression abgelassen haben; denn es gibt auch ein Berufsleben, wo sie das nicht konnten und da reicht dann oft ein Funke :(

    Mir ist es bei meinem Kind bewußt, aber ich denke die vorhergehende Generation hat noch bewußtlos reagiert.

    Wenn dich deine Eltern lieben, dann verzeihe ihnen, sie konnten nicht anders, sie haben wahrscheinlich wirklich gemeint, sie tun das Beste. Ich hinterfrage inzwischen immer die dahinterstehende Motivation, weil ich dann damit besser und für mich richtiger umgehen kann.

    Und ob es nun die eigenen Eltern oder Adoptiveltern sind, wenn sie einen Vogel haben, ist das Verwandtschaftverhältnis egal. Es wird in sozial unteren Schichten bis in die so genannten höchsten Kreise misshandelt, gelogen, betrogen ..... also es kann einen überall treffen.

    Glücklich die Kinder, die in liebevoller Umgebung aufwachsen dürfen und durften.
     
  10. bergfee

    bergfee Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2006
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    hoch droben in den Nordalpen
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    Hallo Handwerkprofi,
    Danke für deine einfühlsamen Zeilen.
    Ich habe meinen Eltern verziehen. Weiter oben schrieb ich, dass ich sie trotzdem liebe.
    Trotz der extremen Strenge, mit der ich aufwachsen "durfte" wurden, wie gesagt meine Talente gefördert und das wäre in einem Kinderheim nicht so ohne weiters möglich gewesen. Meine Eltern haben immer drauf geschaut, dass ich so viel wie möglich lerne und ausübe. Ich durfte z.B. 3x im Jahr auf Skikurs fahren. Welche Eltern können sich das finanziell leisten? Ich durfte auch am Konservatorium f. dramatische Kunst Klavier lernen und und und.
    Auch durfte ich Hund und Katze haben.
    Mir kommt vor, meine Eltern wollten aus mir ein Musterkind machen, das sie überall stolz herumzeigen können. Das ja keine Schande macht, gute Noten hat, stets brav und sittsam ist und nicht negativ auffällt.
    Ich mußte stets mein Kinderzimmer picobello aufräumen und wehe ich tat das nícht anständig. An manchen Tagen hat meine Mutter dann einfach das GESAMTE Spielzeug, auch Puppen, Plüschtiere einfach in den Müll geworfen und ich hatte wochenlang nichts zu spielen und saß nur herum im Zimmer...

    Es ist gut dass ich mal darüber schreiben kann, habe dieses Thema mit noch keinem Menschen ausdiskutiert außer mit meinem Mann.

    Schönen Tag wünscht Gabrielle
     

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