Adam und Eva Symbolik

Geschichtlich gesehen ist dies die erste Schuldzuweisung der Menschen! Adam sagte Eva wars, Eva sagte die Schlange wars. Aus dieser Sünde heraus trenne man Adam und Eva von dem Paradies

Sunde kommt von mittlerweile ausgestorbenen Wort Sünte
Sünte heisst Trennung

LG Zion
 
Werbung:
tja, der erste Streit--- den haben wir schon alle erlebt, meine ich. Für mich symbolisiert die Edam-Eva-Geschichte diesen ersten Streit zw. Mann und Frau, der sich zwangsläufig ergibt, wenn beide gemeinsam ein Apfelbäumchen pflanzen wollen. Da kommt ja die Energie ins Spiel und.

lg,
Trixi Maus
 
tja, der erste Streit--- den haben wir schon alle erlebt, meine ich. Für mich symbolisiert die Edam-Eva-Geschichte diesen ersten Streit zw. Mann und Frau, der sich zwangsläufig ergibt, wenn beide gemeinsam ein Apfelbäumchen pflanzen wollen. Da kommt ja die Energie ins Spiel und.

lg,
Trixi Maus

wobei ja grundsätzlich streit nicht etwas ist, das zwangsläufig negativ ist. ich sehe es als eine art weiterentwicklung. wenn man daraus lernt, kann man sehr viele dinge daraus verbessern und verschönern. in diesem fall bei adam und eva scheint das ja in die hose gegangen zu sein. zumindest laut geschichte.
 
wobei ja grundsätzlich streit nicht etwas ist, das zwangsläufig negativ ist. ich sehe es als eine art weiterentwicklung. wenn man daraus lernt, kann man sehr viele dinge daraus verbessern und verschönern. in diesem fall bei adam und eva scheint das ja in die hose gegangen zu sein. zumindest laut geschichte.
jaja, ich denke auch. Diese Geschichte symbolisiert vielleicht eher die Dynamik, die dann entsteht, wenn man in die Natur eingreift. Wenn man sich etwas "nimmt" (ohne auf der anderen Seite etwas zu geben).

Das Herausfallen aus dem Paradies finde ich ganz wichtig. Ich stelle mir das ja gerne so vor, daß im Paradies vor allem anders miteinander umgegangen wird. Es symbolisiert für mich grundsätzlich eine Gesellschaftsform, in der "Hand in Hand" mit einem "Feigen Blatt" (also ohne Angst) gelebt wird. "Güterteilung" - das ist ja ein uraltes Problem der Menschheit, seit sie siedelt und ist der Grund für die meisten Kriege. Der heutige "Handel" (handeln=Apfel pflücken) ist nicht geeignet, solche paradiesischen Zustände herzustellen. Das geht nur in Gesellschaften, in denen "Tausch" das Prinzip ist, das die Menschen ernährt. Das Problem ist natürlich: wenn ich nix zum Tauschen herstellen/anbieten kann, weil ich z.b. krank bin oder behindert, dann gibt es kein soziales Netz, das mich dann auffängt.

Daher ja die Idee mit dem Geld. "Para Dies" bedeutet auf türkisch "Geld stirbt". In einer Gesellschaft, die ökonomisch auf dem Tauschprinzip basiert, brauchst Du ja kein Geld. Geld brauchst Du erst, wenn Du Wert sammeln mußt, um etwas zu bezahlen. Sozialleistungen zum Beispiel.

"para dies"--- wenn man es mal auf englisch liest, ließt man "para stirbt". So. Wer ist nun Para? Sicher eine Freundin von Tara, aber das ist nicht so ausschlaggebend jetzt. "Para" bedeutet "dranvorbeilaufend". Man kennt z.B. die Para-Noia. Und dieses "Dranvorbeilaufen" stirbt beim Eintritt ins Paradies. Wir haben das hier auf Erden, man läuft dran vorbei. Meistens. Irgendwie hat man immer einen neben sich laufen, sei es der Partner oder der Tod, den man verdrängt. Eine Angst. Irgendwas läuft immer mit uns mit.

hm und es klingt natürlich im Paradies noch die Parade. Ursprünglich ein Begriff aus dem Körperkampf: die Abwehr eines Schlages ist eine Parade. Aber eben auch die stampfenden Massen, die geradewegs in den Tod marschieren. Die Parade. Und dabei strahlen.

Ja, Adam und Eva machen uns auf etwas aufmerksam, was ganz tief in unserem Bewußtsein liegt, daß wir es wieder entdecken. Die Möglichkeit zu Frieden. So will ich das mal für mich sagen, was diese Sache für mich abbildet. "Überlege genau jeden Schritt", könnte man auch sagen. Bringt er Dir Frieden und Harmonie?

lg,
Trixi Maus
 
jaja, ich denke auch. Diese Geschichte symbolisiert vielleicht eher die Dynamik, die dann entsteht, wenn man in die Natur eingreift. Wenn man sich etwas "nimmt" (ohne auf der anderen Seite etwas zu geben).

Liegt nicht eher hier genau der Fehler? Wenn wir immer etwas spezielles erwarten als Gegenleistung für unser Geben quasi die "Opferung" einer Sache um eine andere zu bekommen, kann man schnell enttäuscht werden, wenn die Sache anders kommt als man dachte. Und Enttäuschung kann zu Wut führen, usw. Und vielleicht erkennt man nicht einmal, das der andere doch etwas gegeben hat, was wertvoll sein kann (auch wenn es evtl. nicht materiell ist oder sofort ersichtlich), weil man zu fixiert auf seinen Wunsch war.

Der heutige "Handel" (handeln=Apfel pflücken) ist nicht geeignet, solche paradiesischen Zustände herzustellen. Das geht nur in Gesellschaften, in denen "Tausch" das Prinzip ist, das die Menschen ernährt. Das Problem ist natürlich: wenn ich nix zum Tauschen herstellen/anbieten kann, weil ich z.b. krank bin oder behindert, dann gibt es kein soziales Netz, das mich dann auffängt.

Daher ja die Idee mit dem Geld.

Geld kam nicht aus der Idee heraus ein soziales Netz zu schaffen, sondern einfach weil der Tauschhandel zu kompliziert war. Stell dir vor, du hast eine Kuh anzubieten und suchst ein Piano... Viel Spaß. D.h. moderne Gesellschaften würden nicht ohne ein "Zwischentauschmittel" funktionieren und dies bildet sich ganz natürlich heraus.

Ich denke, wir wurden gar nicht aus dem Paradies vertrieben. Wir sind immer noch da, tragen aber die ganze Zeit Sonnenbrillen und sehen darum alles so düster und verschwommen (um es mal bildlich auszudrücken :cool: )
 
Es ist so oder so alles eine einzige Geschichte. Auch die Geschichte, aus wem was entstanden ist, ist nur eine Geschichte. Wir nennen sie mit einem lateinischen Wort Historie, aber es ist ebenso eine Geschichte.

Danke für die Komplettierungen. Es geht ja um die Symbolik. Und die erkenne ich am Besten dadurch, daß ich die Geschichte auf mich jetzt im Moment anwende. Und da sehe ich eben jemanden mit einer Ware und den Verlust eines Landes. Da "hat" jemand etwas. Und der andere hat nicht. Und ein Land, vielleicht eine Paradies-Insel, ein Eiland, geht verloren. Schriftstellerisch ist das sehr oft bemüht worden, das Thema. Huxley zum Beispiel, "das eiland".

Liegt nicht eher hier genau der Fehler? Wenn wir immer etwas spezielles erwarten als Gegenleistung für unser Geben quasi die "Opferung" einer Sache um eine andere zu bekommen, kann man schnell enttäuscht werden, wenn die Sache anders kommt als man dachte. Und Enttäuschung kann zu Wut führen, usw. Und vielleicht erkennt man nicht einmal, das der andere doch etwas gegeben hat, was wertvoll sein kann (auch wenn es evtl. nicht materiell ist oder sofort ersichtlich), weil man zu fixiert auf seinen Wunsch war.
Wenn Du Handel zwischen Menschen mit Opfer vermengst- das ist ja eine andere Ebene- dann kann man das schon so sehen, daß da Leid drin entsteht, wenn man enttäuscht wird. Aber Enttäuschung bezeichnet eigentlich das Aufdecken von Illusion. Desillusionierung meint auf deutsch Enttäuschung. Es ist also so, daß man etwas erwartet hat und das allein stellt eine Illusion dar. Durch die Enttäuschung wird die Illusion nur aufgedeckt. Ob man dann lernt oder nicht, das sei einem dann ja anheim gestellt.

Die Wut entsteht ja auch nicht automatisch und bei jedem. Man kann Gefühle bemerken und mit ihnen umgehen lernen und muß sie nicht unbedingt energetisch in die Umgebung ablassen. Es kommt halt drauf an, was für ein Leben man führt. Ein feines- eine grobes- mit Gut und Schlecht hat das Alles nichts zu tun. Aber eben damit, ob man Konflikte im Leben erlebt oder unter ihnen leidet.

Und Eines ist mal sicher: ein Wunsch, den man nicht vergessen hat, der ist kein Wunsch. So kann wünschen ja eh nicht klappen. Man muß den Wunsch vergessen. Dann erinnert man sich nur dann, wenn er in Erfüllung geht und hat dann das Gefühl der Freude. Wenn man den Wunsch nicht vergißt, überprüft man ja im Hintergrund ständig, ob der Wunsch in Erfüllung geht. Und stellt dann ständig fest: wieder nicht, wieder nicht, wieder nicht.

Da ist auch so ein bißchen das Prinzessinnen-Syndrom drin verborgen. Diese Eva, der Adam und das "Gepflücktwerden", das ist ja auch eine Ursexuelle Geschichte rund um Blaues Blut und Adel. Bin ich es wert, gepflückt zu werden vom Prinzen, ich Aschenputtel am Straßenrand? Hach da kann man soviel reinstricken, det is HERR-licht.

trixi mit den Glasschuhen die Treppe herunterlaufend
 
Werbung:
"para dies"--- wenn man es mal auf englisch liest, ließt man "para stirbt". So. Wer ist nun Para? Sicher eine Freundin von Tara, aber das ist nicht so ausschlaggebend jetzt. "Para" bedeutet "dranvorbeilaufend". Man kennt z.B. die Para-Noia.
Die Suche nach einem vollkommenen Ort, an dem wir ohne Not glücklich sein können, begleitet uns Menschen schon seit ewigen Zeiten. So wundert es nicht, dass bereits im fernen Sumer die Göttin Inanna durch das Land streifte, um fruchtbares Land zu finden.

Als sie es gefunden hatte, errichtete sie dort ihren Guan Eden und pflanzte in dessen Mitte den Lebensbaum. Über die Zeit nisteten sich drei Göttlichkeiten ein, die es letztlich zu vertreiben galt. Einer der drei Göttlichkeiten war die Erdgöttin, die sich als Schlange in den Wurzeln des Lebensbaumes verbarg.

Lange Zeit später taucht dann dieser Garten auch in den Mythen der Phönizier auf. Dort ist es der Garten des Schöpfergottes El und seiner Frau Aschera, in dem auch der Lebensbaum steht. Alles wäre gut, wenn da nicht der böse Widersacher Horun unterwegs gewesen währe, um sich an El zu rächen. Horun war der Herr des Bösen, der zuvor vom Berg der Götter vertrieben wurde und nun den Lebensbaum in Els Garten in den Baum des Todes verwandelte.

Er sandte zudem einen giftigen Nebel aus, mit dem alles Leben erlosch. Als nun El, das Leben wieder erwecken wollte, verwandelte sich Horun in eine Schlange und bis ihn, wobei er seine Unsterblichkeit verlor. El zeugte daraufhin mit seiner Frau Aschera neues Leben und fand auf diese Weise wieder zur Unsterblichkeit.

Nun ja die Geschichte von Adam und Eva im Paradies kennt ja ein jeder, aber da verlieren beide zwar auch die Unsterblichkeit, aber in erster Linie geht es da um die Schuld der Eva, die Adam verführt. An dieser Stelle kommt dann auch das Wort Paradies mit ins Spiel. Die Israeliten bezeichneten, ähnlich wie die Sumerern, diesen sagenhaften Ort als Gan Eden.

So um 250 v. Chr. hatten die Juden in der Diaspora damit begonnen die hebräischen Schriften, ins Griechische zu übersetzen (Septuaginta). Ja und dort wird für das Wort Garten (Gan) das persische Lehnwort Parádeison (Pardēs) verwandt. So schließt sich dann der Kreis zu den Begrifflichkeiten vom Paradies und dem Garten Eden:

1. Moses 2[8] Und der Herr pflanzte einen Garten (Parádeison) in Eden gegen Osten ...
Septuaginta: Καὶ ἐφύτευσεν κύριος ὁ θεὸς
παράδεισον ἐν Εδεμ ...


Merlin
 
Zurück
Oben