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Abschied nehmen

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von lichtblau, 25. Mai 2012.

  1. lichtblau

    lichtblau Guest

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    In schwarze Gazetten getaucht mein blankes Auge
    Lichtdurchlässig, flüstert es hinter einem kompakten Schleier aus Tränen
    und ich verstehe nicht warum wir alle so bedroht sind
    vom Unausweichlichen
    es drängt sich auf
    in seiner Unabwendbarkeit, gleichgültig und monochrom
    Ich höre jemanden Blut husten
    und weiß, dass ich seinen Namen kenne
    Heute werde ich nicht erschrecken
    habe Blei gegessen, um schwer zu sein
    und am Boden zu bleiben
    Doch morgen erlaube ich mir den Schmerzensschrei des endgültigen Abschieds
    wenn ich groß genug geworden bin
    um ihn zu tragen.


    Vater - wie sagt sich das. Mit verhaltenem Herzen und eingesogenem Atem, unter Aufbringung enormer Kraft, denn es ist plötzlich ein Stöhnen daraus geworden, ringend mit dem Wunsch nicht unterzugehen, während du dich vor mir abzeichnest, wund und depressiv, der einsamste Kandidat für die traurigste Show und niemand möchte applaudieren, so viel ist sicher. Aber dafür werden Taschentücher gezückt und zwar abertausende, unter ihnen sickert stets aufs Neue ein untröstlicher Strom hervor, der abgeschmeckt worden ist mit Galle, verkostet unter trockenem Würgen.

    Wer bin ich, nachdem du und Mutter ausgelöscht zur Reminiszenz werdet, kann es mich dann überhaupt geben? War ich nicht Einfall und Frucht eurer Verschmelzung? Muss ich mich dann selbst noch einmal gebären, um weiterhin in der Gegenwart meinen Ursprung zu finden?
    Ach, ich kann schon jetzt nicht aufhören meine Kreise um euch zu ziehen, ihr seid die sichere Hülle um den zerbrechlichen Kern und manchmal erscheint er mir selbst unter dem Mikroskop betrachtet noch winzig zu sein.

    Ich möchte nicht zu Stein werden, um stark genug für den stets unpassenden Abschied zu sein, ich will euch liebend umarmend in mich aufnehmen und mit einem Lächeln wissen, dass die Zeit danach verlangte, ungeschönt, unaufgefordert, einfach so ist es mir widerfahren, genauso wie allen anderen (aber wie grausam ist die Vorstellung von ungezählt vielen Kindern, die am Grab ihrer Eltern stehen und verdammt sind nach ihnen suchen, innen und in Gedanken, sie stetig vermissen und nicht wissen wohin mit ihrer Sehnsucht...)
     

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