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Ab wann ist man Esoteriker?

Dieses Thema im Forum "Esoterik kritisch" wurde erstellt von Solis, 10. Dezember 2017.

  1. Werdender

    Werdender Sehr aktives Mitglied

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    Diese Fragen werden sich dann schon beantworten; allerdings: Nicht das offensichtlichste Geheimnis enträtselt man ohne die hohe Tugend der Geduld. ;)
     
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  2. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

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    Wie und warum Gott seine Arbeit macht, ist momentan glaube ich als Frage für mich noch nicht dran.
    :)

    LGInti
     
  3. NuzuBesuch

    NuzuBesuch Sehr aktives Mitglied

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    Schön, schön - obwohl ich genau DIESES Mysterium eigentlich nicht missen möchte, denn er bewirkt bei mir einen existentiellen Schauder, ein großes Staunen, Ehrfurcht vor der Schöpfung und Dankbarkeit. :)
    Weißt DU denn, warum es Gott, uns und alles, was existiert, gibt und ob es aus Nichts entstanden und falls ja, wie es entstanden ist oder ob es schon immer war/ist und falls ja, wie es möglich ist, dass es IMMER ist?
     
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  4. NuzuBesuch

    NuzuBesuch Sehr aktives Mitglied

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    Das ist auch nicht die Frage, die mich bewegt.
    Die Frage lautet, wieso gibt es Gott und überhaupt irgendetwas?
     
  5. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

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    Das kenn ich - ich kann mich erinnern, dass mich genau diese Frage als Kind schon am schlafen gehindert hat - ich hab versucht, "hinter Gott zu schauen" - ich stellte mir das Universum vor mit allen Galaxien (Damals gab es so große fette Bücher, die nannten sich "unser Universum" oder so, die bekam ich immer von meinen Eltern geschenkt) und dann alles umfassend und durchdringend einen Gott und fragte mich wo kommt denn der nun her? Ich weiß das immer noch nicht und ich schätze, das werde ich auch so schnell nicht eruieren.

    LGInti
     
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  6. NuzuBesuch

    NuzuBesuch Sehr aktives Mitglied

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    DAS ist es - und ich gehe jede Wette ein, dass du das in diesem Leben auch nicht eruieren wirst.
    DAS ist nämlich DAS Mysterium, das ich meine. :)
     
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  7. Werdender

    Werdender Sehr aktives Mitglied

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    Allein, indem all dieses ist, kann es schon enträtselt werden. Was nicht ist, hat auch nichts, das es offenbaren könnte.:rolleyes:
     
  8. NuzuBesuch

    NuzuBesuch Sehr aktives Mitglied

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    Na prima - wenn 's dir gut tut, warum nicht? :)
     
  9. Solis

    Solis Sehr aktives Mitglied

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    Bisher kann ich das nur mit Bewusstsein beantworten und mit Bewusstseinserweiterung.

    Im Grunde genommen geht das gar nicht, wenn "Gott" als der Urgrund alles Seins gilt und somit das Bewusstsein.


    Vom Nullpunkt, vom Chaos zur Bewusstheit und Differenzierung


    Mir fällt dazu das Bild einer Wolke ein, wie sie am Himmel an einem Punkt wie aus dem Nichts entsteht. "Gott" ist das "Nichts", das als Urgrund allen Seins ist und sich gleichnisartig wie die Wolke erweitert und differenziert, um so das Bewusstsein zu erweitern. Dieser Punkt verhält sich zunächst wie eine Null, er ist zunächst wie ein Nichts, wie ein Nichtpunkt, wie jener Urgrund und nur wie ein gedachter Punkt. Es ist wie bei einem Bildhauer, der in dem noch zu behauenen Stein bereits die Skulptur sieht, aber praktisch noch ausgemeißelt werden muss. Das unsichtbare geistige Denken lässt werden das Gedachte und lässt es werden das praktisch Umzusetzende, bis die Skulptur entsteht und praktisch vor aller Augen steht.

    Die Wolke aber entsteht, kommt und geht, nimmt diese und jede Form willig an und vergeht wieder, löst sich auf so, wie sie gekommen ist. So darf auch dieses Auflösen und Zurückgehen ein Gleichnis sein für das Sein und sie zeigt uns die Polarität von Sein und Nichtsein, von Offenbarung und Nichtoffenbarung, von Weltoffenbarung und Weltnichtoffenbarung. Der Buddhismus spricht diesbezüglich von Brahmatag und Brahmanacht. Biblisch wird von einer neuen Erde gesprochen, welche anthroposophisch "Jupiter" genannt und sie vormals "Mond" genannt wird ...

    Folgt man den Gleichnissen, so musste auch das Denken als ein freies erst allmählich entstehen, so dass es selbstständig wie Gott schöpferisch tätig sein kann. Es kann einen Nichtpunkt denken und aus ihm eine Wolke entstehen lassen, wie aus dem Stein die Skulptur durch Denken praktisch entsteht ... Der Wert der Skulpturen, der Gemälde, die Kunst, das Schöpferische überhaupt, verändert sich mit dem Denken, das mit Wolken verglichen werden kann.
    "Gedanken sind wie Wolken" heißt ein Buch eines Flugkapitäns, stets sind sie in Bewegung, im Fluss. Aber die Gedanken bedürfen der polaren Gegenkraft, wie eine Skulptur aus Stein Festigkeit hat, sonst finden sie ihre rechte Mitte nicht, ufern aus, werden exzentrisch, sie können schizophren, hysterisch, zwanghaft oder depressiv werden. Der Nullpunkt hat ein Ausströmendes wie ein Quell, das seine Ordnung, seine Mitte finden will.

    "B'reschit bara elohim et haschamjim w'et ha'arez" soll übersetzt nach Rudolf Steiner heißen: "Im Urbeginn schufen die Götter die Himmel und ie Erde". Dazu meint er: " ... so ist das, was in diesen Worten liegt, kaum ein schwacher Abglanz, kaum ein Schattenbild zu nennen von dem, was lebendig war in den Seelen derer, die im hebräischen Altertum die Eingangsworte der Bibel auf sich haben wirken lassen. Denn es kommt diesem Dokument gegenüber wahrlich zum allergeringsten Teil darauf an, daß wir imstande sind, moderne Worte an die Stelle der alten zu setzen. Es kommt vielmehr darauf an, daß wir uns durch unsere anthroposophische Vorbereitung in den Stand setzen, wenigstens einiges von dem Stimmungsgehalt nachzufühlen, der bei einem alten hebräischen Schüler im Herzen und in der Seele lebte, wenn er die Worte lebendig machte ..." Rudolf Steiner, Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte, S. 33

    Die geometrische Null hat in sich eine Mitte, aber diese ist leer, hohl und ungefüllt wie eine hohle Nuss. So ist Gott als Nullpunkt undifferenziert wie eine "hohle Nuss", doch sie setzt den Uranfang, den Beginn allen Seins durch die Leere, die in sich eine latente Potenz birgt, wo in dieser Leere des Nichts auch die Zeit noch Null ist.

    Eine neue Zeitrechnung ist entstanden durch die gewichtige Bedeutung des Mysteriums von Golgatha. Eine neue und entscheidende Periode ist entstanden, die, wie die Urschriften es erklären, die "Sünde der Welt" nimmt. So erlaubt sie die Fortentwicklung der Welt, um zum lebendigen Jupiter statt zu seiner Totgeburt hinübergehen zu können, wie einst aus Mond durch Umstände einer Reinigung, die Erde als nächste, als vierte Entwicklungsperiode hat entstehen können.

    Ein Mensch, den man mit Recht als "hohle Nuss" bezeichnen könnte, mag den Anspruch haben, seine wirren Gedankenformen als seriöse Esoterik anerkannt haben zu wollen. Doch es bedarf in seinem Gegenüber der rechten Mitte, das Wesentliche vom Unwesentlichen scheiden zu können, was nicht nur eine Notwendigkeit für esoterisches Denken bedeutet. - Doch auch die "hohle Nuss" als Mensch setzt einen Anfang wie Gott als ein Nichts, als ein Chaos, was biblisch „tohu wabohu“ genannt wird, das seine Ordnung finden will.
     
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  10. Fluegelchen

    Fluegelchen Aktives Mitglied

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    Das mag sich so für dich anhören, ist es aber nicht.
    Nur gehört das mit zu dem was ich unter einem Esoteriker verstehe.

    Wenn es darum ginge
    was ich unter einem den esoterischen Weg suchenden
    oder darunter verstehe wenn sich jemand selbst Esoteriker nennt,
    wäre meine Antwort eine ganz andere gewesen.
     
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