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28 Jahre deutsche Einheit - eine Bilanz

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Amant, 3. Oktober 2018.

  1. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    6.814
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    Moin Forum und Leser!

    Heute am 03.10.18 jährt sich die Wiedervereinigung Deutschlands nun um 28. Mal. Den ganzen Tag ist Thementag, es gibt sehr interessante Sendungen, in denen Bilanz gezogen wird und die Menschen vor Ort interviewt werden.

    Eure Meinung:

    Was ist gelungen?

    Was ist mißlungen, schief gelaufen?

    Bin auf die Sichtweisen gespannt.

    :morgen:
     
  2. Suchira

    Suchira Guest

    und was haben sie so gesagt?
     
  3. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. März 2012
    Beiträge:
    8.363
    Ort:
    Wien
    Hm, also meine Sicht von Aussen ist, dass man sich die einzelnen Ebenen anschauen muss, und sie einzeln bewerten.

    Rein politisch war die Wiedervereinigung ein Erfolg. Die Regierung hat dafür viele Lorbeeren kassiert, viele Stimmen gewonnen, weil ein Herzenswunsch beiden Reichshälften erfüllt worden ist.

    Sowohl US-strategisch ist es auch ein Erfolg. Die lästige russische Besatzung ist weg von Innereuropa. Und durch die Osterweiterung der EU hat sich die "Bedrohung" durch die Russen weiter verringert.

    Europastrategisch es es eher zwiegespalten. Wir sind zwar die Russen los, Wetdeutschland und mittlerweile auch andere Gebiete sind aber über die NATO US-Besatzungszone geworden. Etwas, das sich Europa eigentlich nicht gefallen lassen dürfte, wenn es als "global Player" auftreten will.

    Wirtschaftlich für die Industrie war die Wiedervereinigung sicherlich halbwegs ein Erfolg. Allerdings nicht so sehr wie erhofft. Denn es gibt zwar viele billige Arbeitskräfte, billige Industriegründe und viel Arbeit ... aber so ganz war der Erfolg nicht da, da es mittlerweile in Europa billigere Arbeitskräfte mit gleicher Qualifikation gibt. Dafür gibt es aber nach wie vor sehr viele Infrastrukturprojekte in Ostdeutschland.

    Wirtschaftlich für den Staat konnten natürlich auf jeden Fall viele Regionalförderungen der EU lukriert werden. Allerdings halt mit dem Wermuststropfen, dass auch sehr viele Förderungen notwendig sind damit viel Steuergeld nach Ostdeutschland fließt.

    Für das Volk selber sehe ich eigentlich eher einen menschlichen Misserfolg. Abgesehen davon, dass die Deutschen wieder ihre Verwandten besuchen können, hat die Wiedervereinigung die Solidaritätsabgabe gebracht, und Hartz IV. Beides Dinge die Westdeutschland doch ziemlich hart getroffen haben, und vor allem die Menschen doch relativ stark. Und noch immer treffen, denn nach wie vor geht halt sehr viel Sozialbudget für die arbeitslosen Ostdeutschen aus den strukturschwachen Regionen drauf.
    Gebracht hat es einige Arbeitsplätze.

    In Summe ... gut saniert haben sich (wie üblich) die Politiker und die Industrie, das Volk ist eher auf der Strecke geblieben und leidet halt teilweise noch immer (Hartz IV noch immer ein riesen Thema quer über DE).
     
    flimm gefällt das.
  4. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    6.814
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    Verschiedenes, einige wenige Gewinner, eher mehr Verlierer, wenig Augenhöhe ..
     
    Wanadis gefällt das.
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